Auf einen Blick

Analysenverzeichnis

Dieses Verzeichnis enthält zentrale Informationen zu allen Analysen, welche wir anbieten.

Bitte beachten Sie, dass die Qualität des Probenmaterials die Analysenergebnisse beeinflussen kann. Die Analysenergebnisse gelten immer für die jeweils erhaltenen Proben.

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C

C-Peptid

Die proteolytische Spaltung des Vorläufermoleküls Proinsulin resultiert in zwei Molekülen, Insulin und C‑Peptid. Beide werden in äquimolaren Mengen sekretiert und gelangen über die Pfortader in den Blutstrom. Da die Hälfte des Insulins, aber fast kein C‑Peptid in der Leber extrahiert wird, hat C‑Peptid eine längere Halbwertszeit (ca. 35 Minuten) als Insulin. Die Konzentration von C‑Peptid ist im peripheren Blutstrom fünf- bis zehnmal höher als die von Insulin, sie schwankt allerdings weniger.

C‑Peptid‑Bestimmungen können als Hilfe bei der Beurteilung einer Residualfunktion der β‑Zellen im frühen Stadium einer Diabetes mellitus Typ 1 Erkrankung sowie bei der DifferentialdDie Bestimmung von C‑Peptid, Insulin und Glukose dient als Hilfe bei der Differentialdiagnose einer Hypoglykämie (künstliche Hypoglykämie und durch Hyperinsulinismus verursachte Hypoglykämie) zur Sicherstellung geeigneter Patienten-Management- und Therapiemaßnahmen. C‑Peptid wird zur Bewertung der endogenen Insulinsekretion nüchtern basal sowie nach Stimulations- und Suppressionstests gemessen. 

Aufgrund der hohen Prävalenz von Antikörpern gegen endogenes Insulin, stellt die C‑Peptid-Konzentration bei Diabetikern unter Insulintherapie ein besseres Maß für die endogene pankreatische Insulinsekretion dar als die Insulinkonzentration selbst.iagnose einer latenten autoimmunen Diabetes bei Erwachsenen (LADA) und Typ 2 Diabetes dienen.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma und K2‑/K3‑EDTA-Plasma

Zusatzinformation

Wird das Probenmaterial nicht am Tag der Entnahme ins Labor geschickt, muss das Material gefroren gelagert und versendet werden.

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 24 h
-20 °C 1 m

Delhia X. et al., Clin Chem Lab Med (2023)

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

pmol/L

Referenzbereich

370 - 1470 pmol/L

Tarifpunkte (TP)

33.3

Position

1244.00

AB/LIS-Code

cpep

C-reaktives Protein (CRP)

C‑reaktives Protein (CRP) ist das klassische Akute-Phase-Protein bei entzündlichen Reaktionen und wird in der Leber synthetisiert. CRP ist der empfindlichste aller Akute-Phase-Reaktanten und seine Konzentration steigt im Verlauf inflammatorischer Prozesse sehr schnell an. Durch komplexiertes CRP wird der klassische Weg des Komplementsystems aktiviert. CRP initiiert dann die Opsonierung und Phagozytose eingedrungener Zellen, aber seine Hauptaufgabe liegt in der Bindung und Detoxikation von endogenen toxischen Substanzen aus Gewebeschädigungen. Die CRP-Reaktion geht den klinischen Symptomen, auch dem Fieber, häufig voraus.

Synonyme

CRP, hs-CRP, hsCRP, CRP hochsensitiv

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Hep Plasma, EDTA-Plasma

Bitte beachten Sie die reduzierte Stabilität im EDTA-Plasma

Zusatzinformation

Bei Gesunden liegt das CRP als Spurenprotein in einer Konzentration bis zu 5 mg/L vor. Nach dem Beginn der Akute-Phase-Reaktion nimmt die CRP-Serumkonzentration rasch und stark zu. Bereits nach 6 bis 12 Stunden steigen die Werte an, der Spitzenwert wird innerhalb von 24 bis 48 Stunden erreicht. Spiegel über 100 mg/L werden mit starken Stimuli wie einem schweren Trauma oder einer schweren Infektion (Sepsis) assoziiert. Bei Patienten mit Lebererkrankungen ist die CRP-Antwort weniger deutlich.

Stabilität
18 - 25 °C 2 w*
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m

*Im EDTA-Plasma beträgt die Stabilität bei Raumtemperatur nur 1 Tag

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Analysenfrequenz (Mels)

täglich Mo - Fr

Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mg/L

Referenzbereich

< 5 mg/L

Zur Risikoabschätzung von kardiovaskulären Erkrankungen gilt:

hs-CRP-Spiegel Relatives Risiko
< 1.0 mg/L niedrig
1.0 - 3.0 mg/L durchschnittlich
> 3.0 mg/L hoch
Tarifpunkte (TP)

9.0

Position

1245.00

AB/LIS-Code

crp (CRP, Entzündungsmarker)

crps (CRP hoch sensitiv; Marker zur Risikoabschätzung von kardiovaskulären Erkrankungen)

C1-Esterase-Inhibitor

Die Untersuchung dient der Unterscheidung des hereditären Angioödem Typ I und II. Beim Typ I wird von der Leber zu wenig C1-Inhibitor produziert, Betroffene haben also einen Mangel im Blut. Beim Typ II ist der C1-Inhibitor in genügenden Mengen vorhanden, hat aber eine eingeschränkte Funktion.

Synonyme

C1-Inhibitor

Material

1 mL Serum und 1 mL Serum (gefroren)

Zusatzinformation

Nach der Gerinnerungszeit das Trenngel-Röhrchen sofort zentrifugieren und das Serum abtrennen. Umgehend einfrieren.
Bei mehreren Analysen aus gefrorenem Material bitte Probe auf 3 einzufrierende Portionen > 1 ml verteilen.
Für Transport Gefrierbehälter verlangen.

Stabilität
  immunologisch funktionell
18 - 25 °C 2w 1d
2 - 8 °C 2 w 1d
-20 °C 6 m 6 m
Methode

Immunologisch: Nephelometrie (KI)
Funktionell: Fototmetrie

Einheit

Immunologisch: g/L
Funktionell: % der Norm

Referenzbereich

Immunologisch: 0.21 - 0.39 g/L
Funktionell: 70 - 130 % der Norm

Fremdleistung

Inselspital
Zentrum für Labormedizin

Tarifpunkte (TP)

25.2 / 48.6 / Total: 73.8

Position

1497.00 / 1496.00

AB/LIS-Code

c1inhib (Profil)

C1q Ak

C1q-Ak sind stark assoziiert mit Immunkomplex-Erkrankungen. Sie gelten als diagnostische Marker beim hypokomplementämisch-urtikariellen Vaskulitis-Syndrom (HUVS) und spielen eine Rolle in der Differentialdiagnose von Glomerulonephritiden. Zudem sind sie häufig bei Patienten mit einem systemischen Lupus Erythematodes (SLE) zu finden und korrelieren mit Krankheitsaktivität und Nierenbeteiligung.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F. Autoantikörper bei systemischen Autoimmunerkrankungen. Ein diagnostischer Leitfaden, 3. Auflage. Lengerich: Pabst Science Publishers, 2006.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 20 U/mL

Fremdleistung

Inselspital
Zentrum für Labormedizin

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1194.00

AB/LIS-Code

akc1q

C1q-Immunkomplexe

Immunkomplexe sind Antigen-Antikörper-Komplexe welche der raschen Elimination von Antigenen dienen. Steigen diese rasch an und werden nur ungenügend eliminiert, kann dies zu Ablagerungen in Organen und Entzündungsreaktionen führen. Zirkulierende Immunkomplexe findet man bei zahlreichen Erkrankungen. Die Bestimmung ist nur als Verlaufs- und Therapiekontrolle sinnvoll.

 

Synonyme

zirkulierende C1q-Immunkomplexe, C1q-Bindung, C1q tragende Immunkomplexe

Material

1 mL Serum (Zusatzinformation beachten!)

Zusatzinformation

Falls der Transport des Probenmaterials ins Labor nicht am Tag der Entnahme erfolgt, muss das abgetrennte Serum gefroren gelagert und versendet werden!

Stabilität
18 - 25 °C 12 h
- 20 °C 1 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

µg/mL

Referenzbereich

< 55 µg/mL

Fremdleistung

Universitätsspital Zürich
Klinik für Immunologie

Tarifpunkte (TP)

64.8

Position

1463.10

AB/LIS-Code

c1q

C2 (Komplementfaktor C2)

Abklärung von Störungen des Komplementsystems. Eine Defizienz des Komplementfaktors C2 ist mit gehäuften bakteriellen Infektionen assoziiert. Ausserdem gehen Defizienzen von C2 sowie C1q mit einem erhöhten Risiko für eine systemischen Lupus erythematodes einher.

Synonyme

Komplement C2

Material

1 mL Serum (gefroren)

Zusatzinformation

Nach der Gerinnungszeit das Trenngelröhrchen sofort zentrifugieren und das Serum abtrennen. Umgehend einfrieren.
Bei mehreren Analysen aus gefrorenem Material bitte Probe auf 3 einzufrierende Portionen > 1 ml verteilen.
Für Transport Gefrierbehälter verlangen.

Stabilität

Lagerung bei -20 °C

Methode

Radialer-Immunodiffusion Assay

Einheit

mg/L

Referenzbereich

12.0 - 33.0 mg/L

Fremdleistung

Universitätsspital Zürich (USZ), Klinik für Immunologie

Tarifpunkte (TP)

32.4

Position

1499.00

AB/LIS-Code

c2k

C3 (Komplementfaktor C3)

Die Aktivierung des Komplementsystems erfolgt auf einem klassischen und einem alternativen Weg. Beide münden in eine gemeinsame terminale Endstrecke. Da der Komplementfaktor C3 ein gemeinsamer Faktor beider Wege ist, lassen sich C3-Konzentration und -Abbauprodukte (einschließlich C3c) als Messgröße einer Aktivierung des Komplementsystems einsetzen.

Erniedrigte Werte sprechen für eine Aktivierung, eine zusätzliche Differenzierung kann durch die Bestimmung von C4 erfolgen. Ist C4 normal, liegt mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Aktivierung des alternativen Weges vor. Erniedrigte Werte werden bei einer Vielzahl von entzündlichen und infektiösen Erkrankungen beobachtet. Primäre Ursachen sind systemischer Lupus erythematodes (SLE), rheumatoide Arthritis, subakute bakterielle Endocarditis, Virämie, parasitäre Infektionen oder bakterielle Sepsis. Ein starker Abfall von C3 ist bei Patienten mit partieller Lipodystrophie oder membranproliferativer Glomerulonephritis feststellbar, wenn die Patienten den C3‑Nephritisfaktor aufweisen.

Synonyme

Complement C3, Komplement C3

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Als Akutphasenprotein wird C3 während der Entzündung vermehrt gebildet. Es ist erhöht bei systemischen Infektionskrankheiten, nicht‑infektiösen chronischen Entzündungszuständen (hauptsächlich chronischer Polyarthritis) und physiologischen Zuständen (Schwangerschaft). Die Erhöhung überschreitet selten den zweifachen Normalwert und kann eine Verringerung beim laufenden Verbrauch maskieren.

Stabilität
18 - 25 °C 4 d
2 - 8 °C 8 d
-20 °C 8 d
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

g/L

Referenzbereich

0.90 - 1.80 g/L

Tarifpunkte (TP)

20.7

Position

1501.10

AB/LIS-Code

c3k

C3d-Immunkomplexe

Immunkomplexe sind Antigen-Antikörper-Komplexe welche der raschen Elimination von Antigenen dienen. Steigen diese rasch an und werden nur ungenügend Eliminiert, kann dies zu Ablagerungen in Organen und Entzündungsreaktionen führen. Zirkulierende Immunkomplexe findet man bei zahlreichen Erkrankungen. Die Bestimmung ist nur als Verlaufs- und Therapiekontrolle sinnvoll

Synonyme

zirkulierende C3d-Immunkomplexe

Material

1 mL Serum (gefroren)

Stabilität

Lagerung bei -20°C

Methode

ELISA (KI)

Einheit

µg/mL

Referenzbereich

< 40 µg/mL

Fremdleistung

Universitätsspital Zürich
Klinik für Immunologie

Tarifpunkte (TP)

64.8

Position

1463.10

AB/LIS-Code

c3d

C4 (Komplementfaktor C4)

Das Komplementsystem kann über den klassischen und den alternativen Weg aktiviert werden. Der Komplementfaktor C4 nimmt auf dem klassischen Weg an der Aktivierung teil. Ein Abfall von C4 kommt häufig vor, ein vollständiges Fehlen von C4 selten. Verminderte Konzentrationen oder vollständiges Fehlen von C4 treten bei Immunkomplexkrankheiten, systemischem Lupus erythematodes (SLE), Autoimmun-Thyreoiditis und juveniler Dermatomyositis auf. Der Beginn von SLE bei Patienten mit C4‑Mangelzuständen lässt sich oft sehr früh feststellen und die Krankheit verläuft leichter als bei Patienten mit normalem Komplement. Infektionen wie die bakterielle und virale Meningitis, Streptokokken- und Staphylokokken-Sepsis sowie Pneumonie sind mit einem C4-Abfall verbunden.

Synonyme

Complement C4, Komplement C4

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heprain-Plasma

Zusatzinformation

Bei erniedrigten Werten des Komplementfaktors C3 lässt sich durch die Bestimmung von C4 eine zusätzliche Differenzierung erzielen. Ist die Konzentration von C4 normal, liegt mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Aktivierung des alternativen Weges vor. Schwerpunkt der C4-Bestimmung ist die Verlaufsbeurteilung hypokomplementärer Zustände.

Als Akutphasenprotein wird C4 während der Entzündung vermehrt gebildet. Es ist erhöht bei systemischen Infektionskrankheiten, nicht-infektiösen chronischen Entzündungszuständen (hauptsächlich chronische Polyarthritis) und physiologischen Zuständen (Schwangerschaft). Die Erhöhung überschreitet selten den zweifachen Normalwert und kann eine Verringerung beim laufenden Verbrauch maskieren.

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 8 d
-20 °C 3 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

g/L

Referenzbereich

0.10 - 0.40 g/L

Tarifpunkte (TP)

20.7

Position

1503.00

AB/LIS-Code

c4k

C5 (Komplementfaktor C5)

Abklärung von Störungen des Komplementsystems, speziell des „Membran Attack System“

Synonyme

Komplement C5

Material

1 mL Serum (gefroren)

Zusatzinformation

Serum abdekantieren und einfrieren
Für Transport Gefrierbehälter verlangen

Stabilität

Lagerung bei -20 °C

Methode

RID (KI)

Einheit

mg/L

Referenzbereich
Frauen 115.0 - 150.0 mg/L
Männer 108.9 - 155.7 mg/L

 

Fremdleistung

Zentrum für Labormedizin, St. Gallen

Tarifpunkte (TP)

32.4

Position

1504.00

AB/LIS-Code

c5k

CA 125 (Ovarialkarzinom)

CA 125 wird in einem hohen Prozentsatz von Ovarialtumoren epithelialen Ursprungs gefunden. Erhöhte Werte werden mitunter bei verschiedenen gutartigen gynäkologischen Erkrankungen wie z.B. Ovarialzysten und Endometriose. Geringfügige Erhöhungen dieses Markers können sowohl in der Frühphase der Schwangerschaft als auch bei verschiedenen benignen Erkrankungen (Pankreatitis, Zirrhose, Hepatitis, benigne gastrointestinale Erkrankungen, Niereninsuffizienz u.a.) vorkommen. Obwohl die höchsten CA 125-Werte bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom gemessen werden, finden sich erhöhte CA 125-Werte ebenfalls bei malignen Tumoren des Endometriums, der Brust, des Gastrointestinaltraktes sowie bei verschiedenen anderen malignen Erkrankungen.

Synonyme

Ovarialcarcinom, Ovarialkarzinom, CA125, CA-125

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Der Test dient zusammen mit dem Elecsys HE4 Test als Teil des ROMA-Algorithmus (Risk of Ovarian Malignancy Algorithm) auch zur Risikoeinschätzung für epitheliales Ovarialkarzinom bei prä‑ und postmenopausalen Frauen mit einer Raumforderung im Becken.

Der CA 125 Werte iner Patientenprobe kann in Abhängigkeit vom verwendeten Testverfahren unterschiedlich hoch gemessen werden. CA 125-Werte, die mit unterschiedlichen Testverfahren ermittelt wurden, können nicht miteinander verglichen werden und Ursache fürmedizinische Fehlinterpretationen sein.

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 35 U/mL

Tarifpunkte (TP)

21.6

Position

1216.00

AB/LIS-Code

ca125

CA 15-3 (Mammakarzinom)

Die Überexpression von CA 15‑3 spielt eine wichtige Rolle beim Epithel-Mesenchym-Übergang, einem wichtigen, komplexen Phänomen, das die Progression der Krebserkrankung bestimmt. CA 15‑3-Spiegel haben sich als Prognosefaktor für das krankheitsfreie und das Gesamtüberleben bei Brustkrebs vom Luminal-B-Typ erwiesen.

Synonyme

Cancer Antigen 15-3, CA-15-3

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Der CA 15-3 Werte einer Patientenprobe kann in Abhängigkeit vom verwendeten Testverfahren unterschiedlich hoch gemessen werden. CA 15-3-Werte, die mit unterschiedlichen Testverfahren ermittelt wurden, können nicht miteinander verglichen werden und Ursache für medizinische Fehlinterpretationen sein.

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 3 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 26.2 U/mL

Tarifpunkte (TP)

18.0

Position

1217.00

AB/LIS-Code

ca153

CA 19-9 (Pankreaskarzinom)

CA 19‑9 ist ein Biomarker, der neben verschiedenen Diagnosemethoden in erster Linie bei der Versorgung von Patienten mit Pankreaskarzinom verwendet wird. Bei verschiedenen gastrointestinalen Erkrankungen, wie Pankreaskarzinom, kolorektalem Karzinom, Magenkarzinom, hepatocellulärem Karzinom (HCC) und Cholangiokarzinom, finden sich häufig erhöhte Werte im Blut der Patienten.

Daten, welche die Verwendung von CA 19‑9 beim Screening auf Tumoren unterstützen, liegen noch nicht vor. Hinzukommt, dass etwa 6 % der Bevölkerung die Blutgruppenkonstellation Lewis a/b ohne die reaktive Determinante CA 19‑9 haben und damit CA 19‑9 selbst bei vorhandenem Tumor nicht freisetzen. Diese Tatsache ist bei der Interpretation der Befunde zu berücksichtigen.

Zu nicht malignen Erkrankungen, die mit einer Erhöhung des CA 19‑9-Werts verbunden sind, gehört der posthepatische Ikterus.

Der CA 19-9 Werte einer Patientenprobe kann in Abhängigkeit vom verwendeten Testverfahren unterschiedlich hoch gemessen werden. CA 19-9-Werte, die mit unterschiedlichen Testverfahren ermittelt wurden, können nicht miteinander verglichen werden und Ursache für medizinische Fehlinterpretationen sein.

Synonyme

Carbohydrat-Antigen 19‑9, sialyliertes Lewis-Antigen, ca199, CA-19-9

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma, K2‑/K3-EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 5 d
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 3 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 37 U/mL

Tarifpunkte (TP)

21.6

Position

1218.00

AB/LIS-Code

ca199

CA 72-4 (Magenkarzinom)

Das Tumor-assoziierte Glykoprotein (TAG) 72, auch als CA 72‑4 bekannt, ist ein hochmolekulares Mucinprotein (ca. 200‑400 kD), das an der Oberfläche zahlreicher Krebszellen, wie bei Magenkarzinom, Ovarialkarzinom, Mammakarzinom, kolorektalem Karzinom und Pankreaskarzinom, auftritt. Erhöhte Serumwerte treten vorwiegend bei Patienten mit Magenkarzinom auf, können jedoch auch bei bestimmten benignen Erkrankungen wie Pneumonie, Pankreatitis, Leberzirrhose und Ovarialzysten vorliegen.

Einer der wichtigsten Vorteile von CA 72‑4 ist dessen Fähigkeit, zwischen malignen und nicht malignen Magen‑ und Ovarialerkrankungen zu unterscheiden.

Beim Magenkarzinom beträgt die diagnostische Sensitivität von CA 72‑4 33 %. Hauptindikation für CA 72‑4 ist die Behandlungs‑ und Verlaufskontrolle von Patienten mit Magen‑ und Ovarialkarzinom. Im postoperativen Verlauf normalisieren sich die CA 72‑4-Werte und bleiben in Fällen ohne Resttumor im Normbereich.

Beim Ovarialkarzinom wird die diagnostische Sensitivität mit 47‑76 % angegeben. Insbesondere beim muzinösen Ovarialkarzinom ist die diagnostische Sensitivität von CA 72‑4 höher als die von CA 125.

Synonyme

Cancer Antigen 72-4

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma und K2‑/K3‑EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 30 d
-20 °C 3 m
Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/mL

Referenzbereich
Resultat Interpretation
< 6.0 U/mL normal
6.0 - 10.0 U/mL Grauzone
> 10.0 U/mL pathologisch
Fremdleistung

Dr. Risch

Tarifpunkte (TP)

39.6

Position

1219.00

AB/LIS-Code

ca724

Cabergolin

Cabaser® ist zur Behandlung zweiter Wahl bzw. als «Second-line»-Therapie bei Parkinson-Krankheit angezeigt, wenn die Behandlung mit einem Dopaminagonisten in Betracht gezogen wird, und eine therapeutische Alternative, wie z.B. eine Nicht-Ergotaminverbindung, nicht vertragen oder nicht darauf angesprochen wird. Entweder als Monotherapie oder als adjuvante Therapie zusätzlich zu Levodopa plus einem Dopa-Decarboxylasehemmer.

Dostinex® wird sofern medizinisch indiziert, fürs primäre bez. sekundäre Abstillen eingesetzt, sowie bei hyperprolaktinämischen Störungen wie:

  • Dysfunktionen, die mit Hyperprolaktinämie assoziiert sind: Amenorrhoe, Oligomenorrhoe, Anovulation und Galactorrhoe;
  • Prolaktin-sezernierende Hypophysenadenome (Mikroprolaktinome)
  • idiopathisch
  • Syndrom der leeren Sella
Synonyme

Dostinex ®, Cabaser ®

Material

1 mL Serum (gefroren)

Zusatzinformation


Halbwertszeit: 63-68h, der Steady-State wird erst in 1-2 Wochen erreicht.

Blutentnahme 0.5 - 4h nach der täglichenMedikamenteneinnahme (Spitzenspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C nicht stabil
2 - 8 °C keine Angabe
-20 °C 1 m
Analysenfrequenz

ca 1 x pro Woche

Einheit

μg/L

Referenzbereich

<0.10 μg/L (bei Gabe von 1.00 mg)

Empfehlung der AGNP Richtlinie: nach 4 Wochen regelmässiger Medikamenteneinahme im Spitzenspiegel: 58–144 μg/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Fremdleistung

Labor Team

Tarifpunkte (TP)

77.4

Position

1660.00

AB/LIS-Code

caber

Caeruloplasmin

Caeruloplasmin wird in der Leber synthetisiert und enthält pro Molekül 6-8 zweiwertige Kupferionen. In der Serumprotein-Elektrophorese wandert es in der α2-Globulin-Fraktion. Es ist das Transportprotein für Kupfer. Daneben wirkt es enzymatisch als Ferrooxidase sowie als Akute-Phase-Protein. 

Synonyme

Caeruloplasmin, Ceruloplasmin, Coeruloplasmin

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Indikationen: Wilson-Krankheit (hereditäre Kupferstoffwechselstörung), Menkes-Syndrom (angeborene Mutation in einem Gen, welches für ein intrazelluläres, Kupfer-bindendes Protein kodiert).

Erniedrigte Werte: Wilson-Krankheit, Menkes-Syndrom, schwere Leberinsuffizienz, nephrotisches Syndrom, Malabsorptionssyndrom

Erhöhte Werte: Lebererkrankungen (akute Hepatits, Cholestase), akute und chronisch aktive Entzündungen (Rheumatoide Arthritis), maligne Tumore, Hodgkin-Lymphom

Stabilität
18 - 25 °C 8 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 12 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

g/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Frauen 0.16 - 0.45 g/L
Männer 0.15 - 0.30 g/L

 

Tarifpunkte (TP)

17.9

Position

1220.00

AB/LIS-Code

caer

Calcitonin

Humanes Calcitonin (hCT) ist ein aus 32 Aminosäuren bestehendes saures Peptidhormon mit einer Molekülmasse von 3418 Da, das hauptsächlich von den parafollikulären C-Zellen der Schilddrüse sekretiert wird. Es wird in der Leber und den Nieren verstoffwechselt und durch den Serumspiegel von Kalzium reguliert. Physiologisch wirkt hCT auf die Metabolisierung von Kalzium und Phosphor. Es hemmt die Knochenresorption um bei erhöhtem Kalziumbedarf (z.B. während Schwangerschaft, Stillzeit und Wachstum) einem Knochenschwund vorzubeugen.

Tumormarker für das medulläre Schilddrüsenkarzinom (C-Zell-Karzinom).

Postoperative Verlaufskontrolle nach Thyreoidektomie infolge eines medullären Schilddrüsenkarzinoms (MTC).

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma, K2‑EDTA‑ und K3‑EDTA Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 4 h
2 - 8 °C 24 h
-20 °C 24 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

ng/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Frauen < 6.40 ng/L
Männer < 9.52 ng/L
Tarifpunkte (TP)

54.0

 

Position

1221.00

AB/LIS-Code

calc

Calcium (korrigiert)

Calcium ist das im Körper am häufigsten vorkommende Mineral. Etwa 99 Prozent sind in den Knochen als Hydroxyapatit gebunden. Das restliche Calcium verteilt sich auf die übrigen Gewebe und extrazellulären Flüssigkeiten, wo es für viele lebenswichtige Prozesse eine wichtige Rolle spielt. Ausserhalb der Knochen ist Calcium bei der Blutgerinnung, der neuromuskulären Erregungsleitung, der Erregung der Skelett- und Herzmuskulatur, der Enzymaktivierung wie auch der Erhaltung von Integrität und Permeabilität der Zellmembran beteiligt.

Der Calciumspiegel und damit die körpereigene Calciummenge wirddurch Parathormon (PTH), Calcitonin und Vitamin D gesteuert. Ein Ungleichgewicht zwischen diesen Modulatoren führt zu veränderten Calciumspiegeln im Organismus und Serum. Erhöhte Serum-PTH- oder - Vitamin-D-Konzentrationen werden in der Regel mit Hypercalcämie assoziiert. Erhöhte Serumcalciumspiegel sind auch bei multiplem Myelom und anderen Neoplasmen zu beobachten. Eine Hypocalcämie kann z.B. bei Hypoparathyroidismus, Nephrose und Pankreatitis beobachtet werden.

Synonyme

Ca, Calcium, Calzium gesamt, Kalzium, Calcium korrigiert

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Für Calcium korrigert muss neben Calcium zusätzlich das Albumin angefordert werden.

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 8 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Analysenfrequenz (Mels)

täglich Mo - Fr

Methode

Photometrie (NM-BAPTA-Komplex, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich
Alter Referenzbereich
bis 10 Tage 1.90 - 2.60 mmol/L
10 Tage - 2 Jahre 2.25 - 2.75 mmol/L
2 - 12 Jahre 2.20 - 2.70 mmol/L
12 - 18 Jahre 2.10 - 2.55 mmol/L
18 - 60 Jahre 2.15 - 2.50 mmol/L
60 - 90 Jahre 2.20 - 2.55 mmol/L
> 90 Jahre 2.05 - 2.40 mmol/L
Tarifpunkte (TP)

2.5

Position

1223.00

AB/LIS-Code

ca (Calcium)

cakor (Calcium korrigiert)

Calcium (Urin)

Calcium ist das im Körper am häufigsten vorkommende Mineral. Etwa 99 Prozent sind in den Knochen als Hydroxyapatit gebunden. Das restliche Calcium verteilt sich auf die übrigen Gewebe und extrazellulären Flüssigkeiten, wo es für viele lebenswichtige Prozesse eine wichtige Rolle spielt. Außerhalb der Knochen ist Calcium bei der Blutgerinnung, der neuromuskulären Erregungsleitung, der Erregung der Skelett- und Herzmuskulatur, der Enzymaktivierung wie auch der Erhaltung von Integrität und Permeabilität der Zellmembran beteiligt.

 

Synonyme

Kalzium, Ca

Material

24 h-Urin mit Salzsäure (10-20%). Sammelurin gut mischen und davon 10 mL gekühlt mit Angabe der Sammelmenge (mL) einschicken.

Alternativmaterial: 2. Morgenurin (10 mL), angesäuert mit 200 µL (3-5 Tropfen) Salzsäure (10-20 %).

Zusatzinformation

24‑h-Urinproben müssen mit Salzsäure-Zusatz (HCl) gesammelt werden, um die Ausfällung von Calciumsalz zu vermeiden.

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 3 w
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (NM-BAPTA-Komplex, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich
Material Referenzbereich
Urin 1.70 - 5.30 mmol/L
Spontanurin < 0.58 mmol/mmol Kreatinin
24 h-Sammelurin 2.50 - 7.50 mmol/24 h
Tarifpunkte (TP)

2.5

Position

1223.00

AB/LIS-Code

Spontanurin: cau (Profil)

Sammelurin: cau24 (Profil)

Calcium ionisiert

Calcium ist das im Körper am häufigsten vorkommende Mineral. Etwa 99 Prozent sind in den Knochen als Hydroxyapatit gebunden. Das restliche Calcium verteilt sich auf die übrigen Gewebe und extrazellulären Flüssigkeiten, wo es für viele lebenswichtige Prozesse eine wichtige Rolle spielt. Außerhalb der Knochen ist Calcium bei der Blutgerinnung, der neuromuskulären Erregungsleitung, der Erregung der Skelett- und Herzmuskulatur, der Enzymaktivierung wie auch der Erhaltung von Integrität und Permeabilität der Zellmembran beteiligt.

Calcium liegt im Blutplasma zu etwa 50% als freies ionisiertes Ca2+, zu etwa 35% proteingebunden (hauptsächlich Albumin) und zu etwa 15% komplexgebunden (Bikarbonat, Laktat u. a.) vor.

Synonyme

Kalzium ionisiert, Ca ionisiert, Ca2+, freies Ca,

Material

1 mL Serum (zentrifugiertes und ungeöffnetes Röhrchen)

Alternativmaterial: Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Die eigentliche Stellgrösse der Calciumhomöostase ist der biologisch aktive Anteil des freien ionisierten Ca2+. Die Proteinbindung des Ca2+ ist abhängig von Proteinkonzentration und pH-Wert. Protonen verdrängen Ca2+ aus der Proteinbindung, sodass Azidose einen Anstieg, Alkalose einen Abfall des freien ionisierten Ca2+ zur Folge hat.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 1 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ionenselektive Elektrode (KC)

Hersteller

Nova Biomedical

Einheit

mmol/L

Referenzbereich

1.09 - 1.30 mmol/L

Rechnerische Korrektur bezogen auf pH 7,4 in Grenzen möglich.

Tarifpunkte (TP)

22.5

Position

1222.00

AB/LIS-Code

caion

Calprotectin (Serum)

Calprotectin gehört zur Familie der Calcium-bindenden S100-Proteine und steigt als Folge entzündlicher Prozesse bei rheumatoider Arthritis im Blut an. Dabei wird Calprotectin vorwiegend von Zellen am Ort der Entzündung produziert und freigesetzt. Die Präanalytik zur Bestimmung von Calprotectin ist besonders entscheidend um eine korrekte Interpretation zur Aktivität der rheumatoiden Arthritis zu ermöglichen.

Zur Diagnostik/Verlaufskontrolle entzündlicher Darmerkrankungen erfolgt die Bestimmung des Calprotectins im Nativstuhl.

Synonyme

S100A8/A9, MRP8/14, Biomarker rheumatoide Arthritis

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Keine Nachträge aus einer Serothek möglich.

Stabilität

Das Serum darf nicht gefroren werden.

Quelle: Pre-analytical and analytical confounders of serum calprotectin as a biomarker in rheumatoid arthritis.Van Hoovels et al. 2019 Clin Chem Lab Med:
 https://doi.org/10.1515/cclm-2019-0508

Einheit

mg/L

Referenzbereich
Alle <3  mg/L
Fremdleistung

Labor Team

Tarifpunkte (TP)

54.9

Position

1224.10

AB/LIS-Code

calps

Calprotectin (Stuhl)

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) handelt es sich um chronische Erkrankungen, zu denen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gehören. Die damit einhergehenden Symptome sind chronische oder rezidivierende Episoden von Abdominalschmerz und Diarrhö. Die klinischen Manifestationen von CED sind nicht spezifisch und die Symptome ähneln anderen nicht organischen Erkrankungen wie z. B. dem Reizdarmsyndrom (RDS), die endoskopisch abgeklärt werden müssen. Die nicht-invasive Messung von fäkalem Calprotectin hat sich als hilfreiches Screening-Instrument für die Differenzierung zwischen CED und RDS durchgesetzt. Calprotectin ist ein Heterokomplex und macht über 60% des Gesamtproteins im Cytosol der Neutrophilen aus, die im Rahmen der inflammatorischen Antwort in die Darmschleimhaut eindringen. Die Konzentration von Calprotectin im Stuhl ist repräsentativ für die Anzahl der vorhandenen Neutrophilen und stellt einen Indikator für die Schwere der Darmentzündung dar. Patienten mit CED schwanken zwischen der aktiven (inflammatorischen) und inaktiven Phase der Krankheit. Diese Phasen müssen bei der Interpretation der Ergebnisse des Tests auf fäkales Calprotectin berücksichtigt werden. Andere Darmerkrankungen wie z. B. Magen-Darm-Infektion und Kolorektalkarzinom können mit erhöhten Konzentrationen von Calprotectin einhergehen. Eine Diagnose auf aktive CED sollte daher nur in Verbindung mit anderen diagnostischen Tests und unter Berücksichtigung des klinischen Gesamtzustands des Patienten gestellt werden. Fäkales Calprotectin ist ein Indikator für die Gegenwart von Neutrophilen im Stuhl und ist nicht spezifisch für CED.

Material

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross): Stuhlröhrchen ohne Transportmedium (Nr. 41b)

Stabilität
2 - 8 °C

3 d

Analysenfrequenz

täglich, Mo - Fr

Methode

CLIA (MM)

Hersteller

DiaSorin

Einheit

ug/g Stuhl

Referenzbereich

 < 50 ug/g Stuhl

Tarifpunkte (TP)

54.9

Position

1224.10

AB/LIS-Code

m_calp

Campylobacter jejuni Ak

Der Nachweis von Antikörpern (IgG + IgA) gegen Campylobacter jejuni wird im Rahmen von Campylobacter-Folgeerkrankungen (reaktive Arthritis, GBM) empfohlen.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Analyse ist für die Diagnose einer akuten Infektion nicht geeignet. Bei akuten gastrointestinalen Beschwerden ist der direkte Erregernachweis mittels kulturbasierten Verfahren aus Stuhl die Methode der Wahl.

Die Campylobacter KBR wird nicht mehr angeboten. Für die Abklärung von Campylobacter-Folgeerkrankungen empfehlen wir die Bestimmung der Campylobacter jejuni IgA und IgG.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

1x pro Woche

Methode

ELISA (KI)

Hersteller

Virion Serion

Einheit

U/mL

Referenzbereich

IgA: < 20 U/mL
IgG: < 20 U/mL

Tarifpunkte (TP)

26.1 / 26.1 / Total: 52.2

Position

3385.00 / 3383.00

AB/LIS-Code

campyl (Profil)

Candida albicans Ak

Candida ghören zu den Sprosspilzen. C. albicans ist einer der wichtigsten Erreger von opportunistischen Sprosspilzinfektionen. Man findet sie auch bei gesunden Menschen in geringen Konzentrationen ohne pathologenetische Bedeutung. Abhängig von der Grunderkrankung des Patienten verursacht C. albicans mukokutane und tiefe, systemische Mykosen.

Synonyme

Candidose, Soor

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Es ist nicht möglich mittels Antikörpernachweis zwischen einer lokalen Besiedlung und einer systemischen Infektion zu unterscheiden.

Für den Nachweis von Candida albicans wird die Mikroskopie und die Kultur empfohlen (siehe dazu: Schimmelpilze / Sprosspilze (Mykologie)).

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Einheit

UA/mL

Referenzbereich

< 5.0 UA/mL

Fremdleistung

Unilabs

Tarifpunkte (TP)

28.8

Position

3386.00

AB/LIS-Code

akcanalb

Cannabinoide / Cannabis - Screening (Urin)

Cannabinoide sind eine komplexe Mischung psychoaktiver Substanzen aus der Hanfpflanze und kommen als Marihuana oder Haschisch vor. Marihuana wird aus der Blüte der Hanfpflanze gewonnen, Haschisch aus Harzen, die von der Pflanze abgeschabt werden. Das wichtigste Cannabinoid ist Tetrahydrocannabinol (THC). Zusätzlich zum THC enthält Cannabis ungefähr 400 Substanzen, die sich beim Rauchen in über 2000 aufteilen. Im Urin wird Cannabis hauptsächlich als THC-Carbonsäure ausgeschieden, das 5 bis 40% der im Urin gefundenen Metaboliten ausmacht.

Synonyme

THC, THC-COOH, THC-Carbonsäure

Material

10 mL Spontanurin

Zusatzinformation

Der verwendete Screening-Test ist auf die Detektion des Hauptmetaboliten im Urin, die THC-Carbonsäure ausgerichtet. Die Verbindungen Cannabinol und Cannabidiol (CBD) und dessen Metaboliten werden vom Screening-Test schlecht bzw. nicht erfasst. Zu beachten ist, dass die von den Tests angezeigte Konzentration im Urin auch ohne erneute Cannabisaufnahme wieder ansteigen kann, da es zu einer Akkumulation in li­pidreichen Geweben (auch dem Gehirn) kommt, aus denen sich Cannabinoide erst langsam wieder lösen.

Nachweisdauer:

Einzelne Konsumation: im Durchschnitt 30 Stunden, in Einzelfällen bis zu 4 Tage.

Gelegenheitskonsumation: bis zu 30 Tagen

Chronische Konsumation: bis zu 3 Monaten

Hauptverantwortlich für diese lange Eliminationsspanne ist die hohe Lipophilie der Cannabinoide

 

Die separat anforderbare Plausibilitätskontrolle erlaubt eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, Störsubstanzen im Urin zu detektieren.

Stabilität

5 Tage bei 2 - 8 °C haltbar

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

KIMS (KC)

Hersteller

Roche

Referenzbereich

negativ

Screening-Cut-off gemäss SCDAT Guideline 2020: 50 ng/mL

Der Screening-Test liefert nur ein vorläufiges Analysenergebnis. Zur Bestätigung des Analysenergebnisses muss eine spezifische Methode (z.B. LC-MS oder GC-MS) herangezogen werden. Diese Bestätigungsanalytik muss aber vom Auftraggeber explizit verlangt werden, da die weiterführende Analytik mit entsprechenden zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Tarifpunkte (TP)

17.5

Position

1686.00

AB/LIS-Code

thcu (Profil)

Carbamazepin (inkl. Carbamazepin-10,11-epoxid)

Carbamazepin gehört zu den klassischen Antikonvulsiva bez. Antiepileptika und wird in erster Linie zur Behandlung von fokalen Epilepsien, diab. Neuropathien sowie als Phasenprophylaxe bei bipolaren Störungen und als Stimmungsstabilisierer eingesetzt.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. Durch die Mitbestimmung des aktiven Metaboliten Carbamazepin-10,11-epoxid wird der metabolische Quotient und somit die hepatische Metabolisierungsrate ermittelt. Dies kann bei der Interpretation und Dosierungsanpassung von Talspiegeln ausserhalb des therapeutischen Bereiches hilfreich sein. Dabei involvierte P450 Cytochrome: CYP3A4 und CYP2D6. Die Halbwertszeit von Carbamazepin beträgt 10 - 20 h. Der Metabolit ist ebenfalls biologisch aktiv und trägt zum Nebeneffektenprofil bei.

Synonyme

Carsol, Tegretol, Timonil

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 70 - 80 %

Halbwertszeit: 10 - 20 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).

Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität

18 - 25 °C

5 d

2 - 8 °C

1 m

-20 °C

6 m

Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

Carbamazepin

Bereich

Einheit

Therapeutischer Bereich

16.9 - 50.8

µmol/L

Alarmlevel

> 84.7

µmol/L

Epoxid/ Carbamazepin

0.3 - 0.5

MPR

MPR = Metabolite to Parent compound Ratio

Eine Abweichung vom angegebenen MPR-Referenzbereich kann auf eine unregelmässige Medikamenteneinnahme, eine genetische Variation oder auf eine Wechselwirkung mit anderen Arznei- oder Nahrungsmitteln hinweisen.

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

carb (Profil)

Carbimazol

Thyreostatikum

Synonyme

Neo-Mercazole ®, Neomercazole

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Halbwertszeit: 3h

Analysenfrequenz

2 x pro Monat

Einheit

μg/L

Referenzbereich

<700 μg/L

Fremdleistung

Labor Team

Tarifpunkte (TP)

89.1

Position

1468.00

AB/LIS-Code

unbek

Carcinoembryonales Antigen (CEA)

Die Hauptindikationen für die CEA-Bestimmungen sind die Verlaufskontrolle bei kolorektalem Karzinom, die Erkennung von Rezidiven nach Therapie bzw. chirurgischer Resektion und die Hilfestellung bei der Bestimmung des Stadiums und der Beurteilung von Metastasen. Leichte bis mässige CEA‑Erhöhungen finden sich auch bei benignen Erkrankungen des Darms, des Pankreas, der Leber und der Lunge (z.B. Leberzirrhose, chronische Hepatitis, Pankreatitis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn). Auch das Rauchen kann zu erhöhten CEA-Werten führen. Für das Krebs‑ Screening der Allgemeinbevölkerung werden CEA-Bestimmungen nicht empfohlen.

Synonyme

Carcinoembryonales Antigen, CEA

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma, K2‑/K3‑EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µg/L

Referenzbereich

< 5.0 µg/L (aktive Raucher: < 6.5 µg/L)

Tarifpunkte (TP)

18.0

 

Position

1227.00

AB/LIS-Code

cea

Cardiolipin Ak (IgA, IgG, IgM)

Ein höhertitriger Nachweis dieser Antikörper ist mit einem erhöhten Risiko rezidivierender Thrombosen, rezidivierender Aborte und Thrombopenien verbunden. Die resultierenden Syndrome werden als primäres Anti-Phospholipid-Syndrom oder als sekundäres Anti-Phospholipid-Syndrom bei Kollagenosen beschrieben. 

Synonyme

Phospholipid Ak, aCL

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Citrat-Plasma (1:10)

Zusatzinformation

Gemäss Konsensus Empfehlung werden die Cardiolipin-Antikörper (IgG/IgM/IgA) immer mit den Beta-2-Glykoprotein-Antikörpern (IgG/IgM/IgA) zusammen analysiert.

Literatur:
Lakos G. et al. International Consensus Guidelines on Anticardiolipin and Anti-β2-Glycoprotein I Testing. Arthritis & Rheumatism, 2012 Jan; 64(1):1-10

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 48 h
-20 °C 1 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

CLIA (KI)

Hersteller

Inova Diagnostics

Einheit

CU

Referenzbereich

< 20 CU

Tarifpunkte (TP)

3x 26.1 / Total: 78.3

Position

1141.11

AB/LIS-Code

apsak (Profil: Cardiolipin und Beta-2-Glykoprotein Ak)

Cariprazin

Cariprazin ist ein in neueres atypisches Antipsychotikum (AAP; Piperazin) zur Behandlung von Shizophrenie bei Erwachsenen. Cariprazin hat ein spezifisches Rezeptorprofil als D3- und D2-Partialagonist mit bevorzugter Bindung zum D3-Rezeptor. Cariprazin verbessert Negativsymptome und zeigt mögliche Wirkungen auf die Kognition bei Schizophrenie. Primär iverstoffwechselt wird es vom Cytochrom (CYP) P450 Isoenzym CYP3A4 und in geringerem Masse von CYP2D6. Der Metabolit wird nicht bestimmt.

 

Synonyme

Handelsname/n: Reagila ®

Material

1 mL Serum (gefroren)

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma (gefroren)

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 95 %

Halbwertszeit: 48 - 120 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).

Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Lagerung und Versand: Wegen geringer Analyt-Stabilität muss das Serum nach der Koagulation (30 min.) sofort eingefroren oder gekühlt und in diesem Zustand ins Labor verschickt werden.

Stabilität
18-25 °C: nicht stabil
2-8 °C: 7 d
-20 °C: 7 d

 

Analysenfrequenz

2x pro Woche

Methode

LC-MS/MS

Einheit

µg/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 10.0 - 20.0 µg/L
Warnlevel > 40.0 µg/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Dosisabhängige therapeutische Bereiche:

3 mg/Tag: 3-8 µg/L

6 mg/Tag: 7-13 µg/L

9 mg/Tag: 9-20 µg/L

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1579.00

AB/LIS-Code

carip

Carnitin (frei und gesamt)

Synonyme

Carnitin-Profil

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Enthaltene Analysen: Carnitin frei, Acylcarnitin, Carnitin gesamt

Einheit

μmol/L

Referenzbereich

Gemäss Laborbericht

Fremdleistung

Inselspital
Zentrum für Labormedizin

Tarifpunkte (TP)

83.7

Position

1488.00

AB/LIS-Code

carnfg

Carotin (-β)

Stabilität

1 ml Serum vor Licht schützen

Methode

High Performance Liquid Chromatography / f09

Referenzbereich

150–1180 µg/l

Tarifpunkte (TP)

52.2

Position

1202.00

AB/LIS-Code

betcar

CDT (Carbohydrate-Deficient Transferrin)

Die quantitative Bestimmung von CDT wird zur Diagnostik des chronischen Alkoholmissbrauchs angewendet.

Der längerfristige kontinuierliche Konsum von Alkohol mit einer Trinkmenge ab 60–80 g reinem Alkohol täglich stört die Glykosilierung von Transferrin. Es resultiert der Anstieg von Transferrin-Isoformen, denen ein oder zwei N-Glykane (z.B. Disialo-Tf, Monosialo-Tf und Asialo-TF) fehlen. Diese, mit dem chronischen Alkoholismus in Beziehung stehende Formen, werden kollektiv Carbohydrate-deficient transferrin (CDT) genannt.

Lesen Sie dazu unseren Wissenspunkt zum Alkoholkonsum und die Möglichkeiten zur Bestimmung im Labor!

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die meisten Marker für den Nachweis eines chronischen Alkoholmissbrauchs zeigen mit Ausnahme der GammaGlutamyltransferase (GGT) eine geringe diagnostische Spezifität und/oder sind analytisch sehr schwer erfassbar. Das Kohlenhydrat-defiziente Transferrin (CDT) ist zurzeit diesbezüglich der beste indirekte Marker.

Die diagnostische Spezifität des CDT liegt über 90% und somit deutlich über derjenigen der GGT.

Stabilität

18 - 25 °C

1 d

2 - 8 °C

7 d

- 20 °C

6 m

 

Analysenfrequenz

3 x pro Woche

Methode

Kapillarelektrophorese nach IFCC

Hersteller

Sebia

Einheit

%

Referenzbereich

normal < 1.7%

grenzwertig, kontrollbedürftig 1.7 - 2.0%

pathologisch > 2.0%

Tarifpunkte (TP)

68.4

Position

1226.00

AB/LIS-Code

cdt

Cenobamat

Cenobamat ist ein Antiepileptikum und wird als Zusatztherapie fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei erwachsenen Patienten mit Epilepsie, die trotz einer vorangegangenen Behandlung mit mindestens 2 antiepileptischen Arzneimitteln nicht ausreichend kontrolliert sind - angewendet.

Cenobamat wird weitgehend metabolisiert.primär über eine Glucuronidierung durch UGT2B7 und UGT2B4.Des weitern wird Cenobamat über CYP2E1, CYP2A6, CYP2B6 und in geringem Masse über CYP2C19 und CYP3A4/5 verstoffwechselt.

Synonyme

Ontozry

Material

0.5 mL EDTA-Plasma

Alternativmaterial: Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme im Steady State vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel).

Stabilität
18-25 °C: 3 d
2-8 °C: 14 d
-20 °C: 28 d
Methode

LC-MS/MS

Einheit

mg/L

Referenzbereich

Die Konzentration von Cenobamat ist abhängig von der Dosierung und dem Blutabnahme-Zeitpunkt. Für den Talspiegel ergeben sich in
Abhängigkeit zur verabreichten Tagesdosis folgende steady-stae Konzentrationen (Mittelwert in mg/l (CV %):
50 mg/Tag 3.6 mg/l (14.2)
100 mg/Tag 8.9 mg/l (12.1)
200 mg/Tag 19.1 mg/l (11.8)
300 mg/Tag 30.6 mg/l (10.5)
400 mg/Tag 33.4 mg/l (22.4)
500 mg/Tag 40.1 mg/l (14.4)

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

ceno

Certolizumab Spiegel und Ak

Certolizumab ist ein rekombinanter Antikörper, der sich gegen den Tumornekrosefaktor Alpha richtet und zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis und Psoriasis zugelassen ist.

Die Analytik dient als Hilfsmittel bei dem therapeutischen Drugmonitoring (TDM).

Synonyme

Cimizia, Certolizumab pegol

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 w
2 - 8 °C 1 m
-20 °C 2 m
Methode

ELISA

Einheit
Certolizumab µg/mL
Anti-Certolizumab Ak U/mL
Referenzbereich
Certolizumab > 20.0 µg/mL
Anti-Certolizumab Ak < 5.00 U/mL
Fremdleistung

Labor Team

Tarifpunkte (TP)

49.50 / 78.3  Total: 127.8

Position

1470.00 / 1194.00

AB/LIS-Code

certo (Profil)

Cestoden



Diphyllobothrium latum (Fischbandwurm)

Hymenolepis nana (Zwergbandwurm)

Taenia saginata (Rinderbandwurm)

Taenia solium (Schweinebandwurm)

Synonyme

Parasiten

Material

Eine haselnussgrosse Portion Stuhl sofort in SAF-
Röhrchen (Nr. 43) geben; gut mischen.
Lagerung über Nacht/Wochenende im Kühlschrank

Zusatzinformation

D. latum, Präpatenzzeit: 5-6 Wochen
H. nana, Präpatenzzeit: 3-4 Wochen
Taenia spp., Präpatenzzeit: 6 Monate
Bandwurmglieder in NaCl 0.9% einsenden. Kein SAF oder Formalin verwenden!

Tarifpunkte (TP)

45.0

Position

3526.00

Chemogramm (klein / gross)

Chemogramm klein enthält:
ALAT, alkalische Phosphatase (AP), ASAT, Bilirubin gesamt, Calcium, Cholesterin gesamt, CK, Ferritin, GGT, Glucose nüchtern, Harnsäure, Harnstoff, Kalium, Kreatinin, Natrium, Pankreas-Amylase, Phosphat, Protein gesamt, Triglyceride

Chemogramm erweitert (gross) enthält:
Chemogramm klein inkl. Lipase, LDH, HDL-/Non-HDL- und LDL-Cholesterin, Albumin

Material

2 mL Serum, abgetrennt

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 3 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Sa

Methode

siehe entsprechende Einzelanalysen

Referenzbereich

siehe entsprechende Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

Chemogramm klein: 56.6
Chemogramm gross: 73.8

AB/LIS-Code

Chemogramm klein: chemokl

Chemogramm erweitert: chemoerw

Chikungunya Virus IgG / IgM

Das Chikungunya Virus gehört zu den Togaviren und ist in zahlreichen afrikanischen Ländern, Südost-Asien, Mittel- und Südamerika verbreitet. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt über Stechmücken der Gattung Aedes. Nach einer Inkubationszeit von 3-12 Tagen kommt es zu akut auftretendem hohem Fieber, Kopfschmerz, Myalgien, sowie Polyarthralgien monatelang persistieren können. Die Erkrankung verläuft in der Regel selbstlimitierend.

Synonyme

Hämorrhagisches Fieber, Chikungunyafieber

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit
IgG RE/mL
IgM Ratio

 

Referenzbereich
  negativ grenzwertig positiv
IgG < 16 RE/mL 16 - 22 RE/mL > 22 RE/mL
IgM < 0.8 Ratio 0.8 - 1.1 Ratio > 1.1 Ratio
Fremdleistung

Zentrum für Labormedizin, St. Gallen

Tarifpunkte (TP)

37.8 / 29.7 / Total: 67.5

Position

3040.00 / 3041.00

AB/LIS-Code

chick (Profil)

Chlamydia spp. IgG / IgA

Chlamydien sind gram-negative, intrazelluläre Bakterien. Mit dem Chlamydia spp. Test werden Antikörper gegen folgende Spezies nachgewiesen:

Chlamydophila (früher Chlamydia) pneumoniae: Übertragung durch Tröpfcheninfektionen. C. pneumoniae verursacht meist leicht verlaufende Infektionen der Respirationsorgane (selten atypische Pneumonie).

Chlamydia trachomatis: Gehören weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Bakterien. Während die Infektion bei Frauen häufig symptomlos verläuft, kommt es beim Mann gelegentlich zu einer Entzündung der Harnröhre mit wässrigem Ausfluss. Durch Schmierinfektionen kann eine Übertragung aufs Auge stattfinden und eine Konjunktivitis auslösen.

Chlamydophila (früher Chlamydia) psittaci: C. psittaci wird durch die Inhalation von erregerhaltigem Staub oder durch Schmierinfektion von Vögeln/Säugetieren übertragen. Die Krankheit zeichnet sich durch fieberhafte Pneumonien und systemische Manifestationen aus.

 

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin)

Zusatzinformation

Bei einer Primärinfektion können IgA Antikörper ca. zwei Wochen nach Auftreten der ersten Symptome nachgewiesen werden, nach ca. 5 Wochen folgen die IgG. Bei einem Reinfekt kommt es häufig zu einem schnellen wiederanstieg der IgG und IgA.

Bei einer akuten Infektion empfiehlt sich der Direktnachweis mittels PCR aus Urin, Urethral- oder Cervikalabstrich (C. trachomatis) oder Nasopharyngealabstrich (C. pneumoniae).

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

1 x pro Woche

Methode

ELISA (KI)

Hersteller

VirionSerion

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 10 U/mL

Tarifpunkte (TP)

37.8 / 42.3 / Total: 80.1

Position

 3387.00 / 3388.00

AB/LIS-Code

chla (Profil)

Chlamydia trachomatis DNA (PCR)

Infektionen mit Chlamydia trachomatis gehören weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Bakterien. Während die Infektion bei Frauen häufig symptomlos verläuft, kommt es beim Mann gelegentlich zu einer Entzündung der Harnröhre mit wässrigem Ausfluss. Durch Schmierinfektionen kann Chlamydia trachomatis auch auf die Augen übertragen werden und eine Konjunktivitis auslösen. Der Direktnachweis des Erregers mittels PCR besitzt die höchste diagnostische Sensitivität.

Material

Urethral-/Zervikal-Abstrich,Vaginal-Abstrich, Rachen-Abstrich, Anal-Abstrich, Konjunktival-Abstrich: Opti-Swab (Nr. 50)

Erststrahl-/Morgenurin: Nativurin oder Urinmonovette mit Borsäure (Nr. 34/31/51)

Gelenkspunktat: Portagerm (PORT-F)-Stechampulle (Nr. 47)

Ejakulat: Steriles Röhrchen (Nr. 42)

Zusatzinformation

Bei Frauen sollten optimalerweise für die Untersuchung Vaginal- oder Zervikal-Abstriche benutzt werden - Der Nachweis von Neisseria gonorrhoeae aus Urin ist weniger sensitiv. Bei Männern ist die Sensitivität der Untersuchung aus Urin oder mittels Urethral-Abstrich gleichwertig.

Empfehlungen zu empirischer und gezielter Antibiotikatherapie finden Sie unter folgendem Link: Antibiotikarichtlinien Universitätsklinik für Infektiologie - Inselspital

Stabilität
 
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Sa

Methode

PCR (MD)

Hersteller

Roche

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

47.7

 

Position

3396.00

AB/LIS-Code

mmd_chlam, mmd_chlampc, mmd_chlams, mmd_chlamu

Chlamydia trachomatis IgG / IgA

Infektionen mit Chlamydia trachomatis gehören weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Bakterien. Während die Infektion bei Frauen häufig symptomlos verläuft, kommt es beim Mann gelegentlich zu einer Entzündung der Harnröhre mit wässrigem Ausfluss. Durch Schmierinfektionen kann Chlamydia trachomatis auch auf die Augen übertragen werden und eine Konjunktivitis auslösen.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Antikörper gegen C. trachomatis sind erst 6-8 Wochen nach Infektion messbar, können also nicht als Marker einer akuten Infektion eigesetzt werden. Sowohl IgG als auch IgA können nach Infektion noch über Monate bis Jahre persistieren. Der serologische Nachweis von Antikörpern gegen C. trachomatis dient primär der Differentialdiagnose bei Folgeerkrankungen insbesondere bei Sterilität.

Bei einer akuten Infektion empfiehlt sich der Direktnachweis mittels PCR aus Urin, Urethral- oder Cervikalabstrich (C. trachomatis)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

IF

Einheit

Titer

Referenzbereich

IgG: <1:100 Titer

IgA: < 1:10 Titer

Fremdleistung

Universität Zürich
Institut für Medizinische Mikrobiologie

Tarifpunkte (TP)

37.8 / 42.3 / Total: 80.1

Position

3391.00 / 3393.00

AB/LIS-Code

chlatra (Profil)

Chlamydophila pneumoniae DNA (PCR)

Chlamydophila pneumoniae wird aerogen übertragen und verursacht meist leicht verlaufende Infektionen der Respirationsorgane (selten atypische Pneumonie). Der Direktnachweis des Erregers mittels PCR besitzt die höchste diagnostische Sensitivität.

Material

Nasopharyngeal-Abstrich: Opti-Swab (Nr. 50, zusätzlich Tupfer Nr. 50a für Nasopharyngeal-Abstrich)

Nasopharyngealsekret: Vygon Mukus-Absauger (Nr. 71)

Sputum / BAL: Steriles Röhrchen (Nr. 42)

Pleurapunktat: Portagerm (PORT-F)-Stechampulle (Nr. 47)

Zusatzinformation

Wir empfehlen bei Abklärung von respiratorischen Erkrankungen die Durchführung einer Multiplex-PCR auf respiratorische Erreger.

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 7 d
Methode

PCR

Hersteller

BioMérieux

Tarifpunkte (TP)

119.7

Position

3397.00

AB/LIS-Code

mmd_chpn

Chlamydophila pneumoniae IgG / IgA

Chlamydophila pneumoniae wird aerogen übertragen und verursacht meist leicht verlaufende Infektionen der Respirationsorgane (selten atypische Pneumonie).

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Ein IgG-Titer von ≥ 1:512 oder ein 4facher Titeranstieg der IgG sowie positive IgA können bei entsprechender Klinik für eine aktuelle oder chronische Infektion sprechen. Antikörper gegen C. pneumoniae treten jedoch häufig erst nach mehreren Wochen auf und können danach über Monate bis Jahre persistieren.

Bei einer akuten Infektion empfiehlt sich der Direktnachweis mittels PCR.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

IF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

IgG: < 1:100 Titer
IgA: < 1:10 Titer

Fremdleistung

Universität Zürich
Institut für Medizinische Mikrobiologie

Tarifpunkte (TP)

37.8 / 42.3 / Total: 80.1

Position

3387.00 / 3388.00

AB/LIS-Code

chlapne (Profil)

Chlamydophila psittaci IgG / IgA

C. psittaci wird durch die Inhalation von erregerhaltigem Staub oder durch Schmierinfektion von Vögeln/Säugetieren übertragen. Die Krankheit zeichnet sich durch fieberhafte Pneumonien und systemische Manifestationen aus.

Synonyme

C. psittaci, Psitakose

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Ein IgG-Titer von ≥ 1:512 oder ein 4facher Titeranstieg der IgG sowie positive IgA können bei entsprechender Klinik für eine aktuelle oder chronische Infektion sprechen.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

IF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

IgG: < 1:100 Titer
IgA: < 1:10 Titer

Fremdleistung

Universität Zürich
Institut für Medizinische Mikrobiologie

Tarifpunkte (TP)

37.8 / 42.3 / Total: 80.1

Position

3389.00 / 3390.00

AB/LIS-Code

chlapsi (Profil)

Chlorid

Elektrolyte sind an den meisten Hauptstoffwechselfunktionen des Körpers beteiligt. Natrium, Kalium und Chlorid zählen zu den wichtigsten physiologischen Ionen und den am häufigsten bestimmten Elektrolyten. Sie werden vorwiegend über die Nahrung aufgenommen, im Magen-Darm-Trakt absorbiert und über die Nieren ausgeschieden.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Chlorid ist das wichtigste extrazelluläre Anion und reguliert das Gleichgewicht der extrazellulären Flüssigkeitsverteilung. Wie bei den anderen Ionen werden auch erniedrigte Chloridspiegel durch eine verminderte Aufnahme mit der Nahrung, anhaltendes Erbrechen, eine verringerte Nierenresorption sowie einige Formen von Azidose und Alkalose ausgelöst. Erhöhte Chloridwerte treten bei Dehydratation, Nierenversagen, einigen Formen von Azidose, starker enteraler oder parenteraler Chloridaufnahme und Salicylatvergiftungen auf.

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Analysenfrequenz (Mels)

täglich Mo - Fr

Methode

ISE (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich

98 - 107 mmol/L

Tarifpunkte (TP)

2.9

Position

1229.00

AB/LIS-Code

cl

Chlorid (Urin)

Elektrolyte sind an den meisten Hauptstoffwechselfunktionen des Körpers beteiligt. Natrium, Kalium und Chlorid zählen zu den wichtigsten physiologischen Ionen und den am häufigsten bestimmten Elektrolyten. Sie werden vorwiegend über die Nahrung aufgenommen, im Magen-Darm-Trakt absorbiert und über die Nieren ausgeschieden. Chlorid ist das wichtigste extrazelluläre Anion und reguliert das Gleichgewicht der extrazellulären Flüssigkeitsverteilung. Wie bei den anderen Ionen werden auch erniedrigte Chloridspiegel durch eine verminderte Aufnahme mit der Nahrung, anhaltendes Erbrechen, eine verringerte Nierenresorption sowie einige Formen von Azidose und Alkalose ausgelöst. Erhöhte Chloridwerte treten bei Dehydratation, Nierenversagen, einigen Formen von Azidose, starker enteraler oder parenteraler Chloridaufnahme und Salicylatvergiftungen auf. Die Urinausscheidung von Natrium, Kalium und Chlorid schwankt beträchtlich je nach Nahrungsaufnahme.

Material

10 ml Spontanurin, 1. Morgenurin oder 24 h-Sammelurin

Stabilität

18 - 25 °C

7 d

2 - 8 °C

7 d

-20 °C

6 m

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ISE (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich

Material

Referenzbereich

1. Morgenurin

46 - 168 mmol/L

24 h-Sammelurin

110 - 250 mmol/24 h

Tarifpunkte (TP)

2.9

Position

1229.00

AB/LIS-Code

clu (Spontanurin, Profil)

clu24 (24 h-Urin, Profil)

Chlorprothixen

Klassisches Antipsychotikum/Neuroleptikum (KAP; Thioxanthen)

Synonyme

Truxal ®

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Proteinbindung: > 99 %

Halbwertszeit: 15 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).

Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18-25 °C: 3 d
2-8 °C: 2 w
-20 °C: 3 m

 

Analysenfrequenz

1x pro Woche

Methode

LC-MS/MS

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Chlorprothixen Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich: 63.3 - 950 nmol/L
Alarmlevel > 1266 nmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1579.00

AB/LIS-Code

chlorp

Cholesterin

Cholesterin ist ein Steroid mit einer sekundären Hydroxylgruppe in C3-Stellung. Es wird in vielen Geweben, besonders aber in der Leber und der Darmwand synthetisiert. Etwa drei Viertel des Cholesterins entstehen durch Neusynthese und ein Viertel durch die Nahrungsaufnahme. Die Cholesterinbestimmungen dienen als Screening auf ein atherogenes Risiko und zur Diagnose und Behandlung von Krankheiten mit erhöhtem Cholesterin sowie für Lipid- und Lipoproteinstoffwechselstörungen.

Synonyme

Gesamtcholesterin, Cholesterin gesamt, Cholesterin total

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Für die kardiovaskuläre Risikoschätzung sollen standardmässig Cholesterin, Triglyzeride, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und nonHDL-Cholesterin bestimmt werden.

Siehe auch die Empfehlungen der Arbeitsgruppe Lipide und Atherosklerose (AGLA).

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 3 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Analysenfrequenz (Mels)

täglich Mo - Fr

Methode

Photometrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich

< 5.00 mmol/L

Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1230.00

AB/LIS-Code

chol

Cholesterin / HDL Quotient

Stabilität

1 ml Serum

Methode

(Formel)

Referenzbereich

< 5.0 Risikofaktor

> 5.0

AB/LIS-Code

hdlq

Cholinesterase

Die Cholinesterase (Pseudocholinesterase oder Cholinesterase II) kommt in der Leber, dem Pankreas, dem Herz, dem Serum und der weißen Hirnsubstanz vor. 
Die Serumcholinesterase dient als Indikator für eine mögliche Insektizidvergiftung und wird als ein Index der Leberfunktion gemessen. In einem präoperativen Screening dient die Cholinesterase zur Erkennung von Patienten mit atypischen Formen des Enzyms und damit zur Vermeidung einer verlängerten Apnoe, verursacht durch langsamen Abbau des Muskelrelaxans.

Synonyme

CHE, che, Pseudocholinesterase, Cholinesterase II

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

 

Zusatzinformation

Erniedrigte Cholinesterasespiegel werden bei Vergiftungen mit phosphororganischen Verbindungen, Hepatitis, Zirrhose, Myokardinfarkt, akuten Infektionen und atypischen Phänotypen des Enzyms gefunden.

Stabilität
18 - 25 °C 6 h
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

kU/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Männer 5.32 - 12.9 kU/L
Frauen  
16 - 40 Jahre, nicht schwanger, keine Kontrazeptiva 4.26 - 11.3 kU/L
18 - 40 Jahre, schwanger oder Kontrazeptiva 3.65 - 9.12 kU/L
ab 40 Jahren 5.32 - 12.9 kU/L
Kinder 5.32 - 12.9 kU/L
Tarifpunkte (TP)

4.5

Position

1231.00

AB/LIS-Code

che

Chrom (Vollblut)

Chrom existiert hauptsächlich in zwei Valenzzuständen. Das trivalente Chrom(III) ist ein essentielles Spurenelement und stark in den Glukose- und Lipidmetabolismus involviert. Es gibt bestätigte Fälle, in welchen ein abnormaler Glukosemetabolismus mit Chrom-Supplementierung korrigiert werden konnte. Das sechsvalente Chrom(VI) ist toxisch. Chrom(VI) wird in der Regel jedoch kaum oral aufgenommen, jedoch besteht die Gefahr der Inhalation bei bestimmten Berufsgruppen.

Da Chrom mit Eisen um Bindungsstellen am Transferrin konkurriert ist die regelmässige Abklärung auf Mangelzustände insbesondere bei Hämochromatose gegeben. In der Regel wird aber nach zu hohen Konzentrationen durch Umweltbelastung gesucht. 

Synonyme

Cr, Chromium

Material

1 mL Heparin-Vollblut (Spurenelementröhrchen)

Da eine Kontamination des Untersuchungsmaterials durch Probengefässe stattfinden kann, wird die Blutentnahme mittels spezieller Probenröhrchen für eine valide Spurenelementanalytik vorausgesetzt. Bitte verwenden Sie Spurenelementröhrchen mit Heparin (Nr. 508a & Nr. 8).

Stabilität
18 - 25 °C 1 w
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 1 w
Analysenfrequenz

2x pro Woche

Methode

ICP-MS

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

< 75.0 nmol/L

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

94.5

Position

1233.00

AB/LIS-Code

Chromogranin A (CgA)

Chromogranin A (CgA) ist ein saures, hydrophiles Protein von 49 kDa, welches in den chromaffinen Granula neuroendokriner Zellen anzutreffen ist und der Familie der Granine angehört. CgA ist als Tumormarker zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung neuroendokriner Tumoren i.e. Phäochromozytome sowie hormonell aktive Tumoren des Gastrointestinaltraktes indiziert.

Blutentnahme im nüchternen Zustand (> 8 h Nahrungskarenz).

Unter einer Behandlung mit Protonenpumpenhemmern (PPI) können die Werte für Chromogranin A ansteigen. Daher wird empfohlen, die Behandlung mit PPI vor Bestimmung des CgA für mindestens zwei Wochen zu unterbrechen.

Synonyme

CgA, CGA

Material

1 mL Serum

Stabilität

18 - 25 °C:

2 d

2 - 8 °C:

2 d

-20 °C:

6 m

 

Analysenfrequenz

2 x pro Woche

Methode

TRACE (KC)

Hersteller

Thermo Fisher

Einheit

µg/L

Referenzbereich

< 102.0 µg/L

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1474.10

AB/LIS-Code

chroma

Citalopram (inkl. N-Desmethylcitalopram)

Citalopram gehört zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und wird in erster Linie zur Behandlung von Depressionen sowie Angst, Panik- und Zwangsstörungen eingesetzt. SSRIs wirken aktivierend und stimmungsaufhellend durch die bedingte Erhöhung des Serotoninspiegels. Die Wirkung setzt nach Therapiestart meist mit mehreren Wochen Verzögerung ein.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. Durch die Mitbestimmung des aktiven Metaboliten Desmethylcitalopram wird der metabolische Quotient und somit die hepatische Metabolisierungsrate ermittelt. Diese kann bei der Interpretation und Dosierungsanpassung von Talspiegeln ausserhalb des therapeutischen Bereiches hilfreich sein. Dabei involviertes P450 Cytochrom: CYP2C19. Die Halbwertszeit von Citalopram beträgt 36 h.

Synonyme

Cipramil ®, Claropram ®, Seropram ®

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: < 80 %

Halbwertszeit: ca. 38 - 48 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).

Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Citalopram Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 154 - 339 nmol/L
Warnlevel > 678 nmol/L

N-Desmethyl- / Citalopram

0.31  -0.60 MPR

MPR = Metabolite to Parent compound Ratio

Eine Abweichung vom angegebenen MPR-Referenzbereich kann auf eine unregelmässige Medikamenteneinnahme, eine genetische Variation oder auf eine Wechselwirkung mit anderen Arznei- oder Nahrungsmitteln hinweisen.

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1065.00

AB/LIS-Code

cital (Profil)

Citrat (Urin)

Citrat hemmt die Bildung von Calciumoxalat-Steinen und in somit ein wichtiger inhibierender Faktor der Steinleiden der ableitenden Harnwege. Citrat wird in Form von Citronensäure-haltigen Nahrungsmittel aufgenommen, die Ausscheidung hingegen wird weitestgehend über die Säure-Base-Homöostase beeinflusst. Bei niedrigem pH wird die Menge an resorbierbarem Citrat erhöht und es kann zu einer deutlichen Hypocitraturie kommen. Weitere Ursache sind Thiazid-Diuretika, Niereninsuffizienz und erhöhter Kochsalzkonsum.

Synonyme

Zitrat

Material

24h-Urin mit Salzsäure; gut mischen und 50 mL mit Urinmengenangabe gekühlt einschicken.

Alternativ 2. Morgenurin, idealerweise 10 mL, mit 200 µL Salzsäure (HCl) 10% angesäuert.

Zusatzinformation

Erhöhte Mengen Harnsäure im Urin können mit der Analyse interferieren und eine Resultatausgabe verunmöglichen.

Für die Interpretation ist die Creatininbestimmung im Urin unerlässlich und wird automatisch zusätzlich angefordert

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C -

Ohne korrekte Ansäuerung sind die Proben bei Raumtemperatur nicht stabil

Analysenfrequenz

2 x pro Woche

Methode

Ionenchromatographie (IC) mit Leitfähigkeitsdetektion (KC)

Hersteller

In-house/ Thermo Fisher Scientific

Einheit

mmol/24 h

mmol/mol Creatinin

Referenzbereich
  mmol/24 h
Frauen 1.93 - 6.60
Männer 1.65 - 6.60

 

  mmol/mol Cr
> 16 J 107 - 653
7 J - 16 J 66 - 763
2 J - 7 J 150 - 1007
6 M - 2 J 84 - 1436
≤ 6 M 129 - 2222
Tarifpunkte (TP)

33.3

Position

1769.00

AB/LIS-Code

citru (Profil, Spontanurin)

citru24 (Profil, 24 h-Urin)

CK-Elektrophorese

Zur Differenzierung unklar erhöhter Gesamt-CK-Aktivitäten. Mittels CK-Elektrophorese können nebst den drei Isoenzymen CK-MM- CK-MB und CK-BB auch atypische Varianten der Creatinkinase mit verlängerter Halbwertszeit und daraus folgender Anreicherung im Blut erkannt werden (Makro-CK I, Makro-CK 2).

  • CK-MM: entstammt der Skelettmuskulatur und ist erhöht bei Skelettmuskelerkrankungen oder nach schwerer körperlicher Arbeit
  • CK-MB: entstammt der Herzmuskulatur und ist erhöht bei Schädigungen des Myokards 
  • CK-BB: enstammt dem zentralen Nervensystem und ist erhöht bei neurologischen Erkrankungen, myeloproliferativen Erkrankungen u.a.
  • Makro-CK-I: an Immunglobuline gebundene CK (ohne Krankheitswert)
  • Makro-CK II (= CK-MiMi): mitochondriale CK, assoziiert mit Tumoren, Leberzirrhose u.a.
Synonyme

Makro-CK

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 3 w
Analysenfrequenz

1 x pro Woche

Methode

Agarose-Gelelektrophorese

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Fremdleistung

Unilabs

Tarifpunkte (TP)

27.9

Position

1252.00

AB/LIS-Code

ckelph (Profil)

Clobazam (inkl. Desmethylclobazam)

Clobazam wird zur Therapie von allen Formen der Angst und deren funktionelle Manifestationen mit Ausnahme panischer Störungen eingesetzt. Zusätzlich wird Clobazam auch bei chronischen Formen der Epilepsie des Erwachsenen als Zusatzmedikation zur antikonvulsiven Basistherapie eingesetzt. Bei Kindern und des Jugendlichen wird Clobazam bei Ängstlichkeit  sowie bei chronischen Formen der Epilepsie des Kindes als Zusatzmedikation zur antikonvulsiven Basistherapie zur Therapie verwendet.

Clobazam wird hepatisch über CYP3A4 und CYP2C19 metabolisiert. Bei Personen mit langsamem CYP2C19-Metabolismus ist die Metabolit (Desmethyl-Clobazam) - Plasmakonzentration fünfmal höher als bei Personen mit schnellem Metabolismus.

Synonyme

Urbanyl ®

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 85 %
Halbwertszeit: 36 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 d
-20 °C 3 m
Methode

LC-MS/MS

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

Clobazam: 0.10 - 1.00 µmol/L
Desmethylclobazam: 1.0 - 10.5 µmol/L

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

cloba (Profil)

Clomipramin (inkl. Desmethylclomipramin)

Trizyklisches Antidepressivum

Synonyme

Handelsname: Anafranil ®
Metabolit: N-Desmethylclomipramin, Norclomipramin

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Proteinbindung: 98 %
Halbwertszeit: 20- 80 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18-25 °C 20 h
2-8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

LC-MS/MS

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich
Clomipramin + Desmethylclomipramin:

730-1430

nmol/L
Toxischer Bereich: >1430 nmol/L
Metabolischer Quotient: 0.8-2.6  

Der therapeutische Bereich bezieht sich auf die Summe von Medikament und dem aktivem Metabolit Desmethylclomipramin.

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1065.00

AB/LIS-Code

clomi (Profil)

Clonazepam

Clonazepin ist ein Benzodiazepin der langen Wirkdauer-Klasse, auch als Antiepileptikum verwendet. Indiziert zur Therapie bei Angst-und Panikattacken, Spannungszuständen, akut paranoiden Episoden, oder Epilepsien. Es ist von einem hohen Risiko einer möglichen Abhängigkeit auszugehen, deshalb sollte das Medikament zeitlich möglichst nur begrenzt eingesetzt werden, mit Ausschleichschema beim Absetzen..

Synonyme

Rivotril ®

Material

1 mL Serum

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C 24 h
2-8 °C 48 h
-20 °C 1 m

 

Methode

LC-MS/MS

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich: 63-222 nmol/L
Toxischer Bereich: >253 nmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1661.00

AB/LIS-Code

clon

Clostridioides (Clostridium) difficile, inkl. Toxin A / B DNA

Wird die physiologische Darmflora gestört (z.B. durch Antibiotika) kommt es zu einer Ausbreitung von C. difficile im Darmtrakt. Krankheitsauslösend wirken dabei die vom Erreger produzierten Toxine (Entertoxin A und Cytotoxin B), welche die Darmzellen schädigen. Die Symptome reichen von einer leichten Diarrhö bis hin zu einer pseudomembranösen Kolitis.

Synonyme

pseudomembranöse Kolitis

Material

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross): Stuhlröhrchen ohne Transportmedium (Nr. 41b)

Stabilität
2 - 8 °C 3 d
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Sa

Methode

 Enzym-Immunoassay, PCR (MM)

Hersteller

Cepheid

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)
negativ 42.3
positiv 119.7
Position
negativ 3400.00
positiv 3349.00
AB/LIS-Code

m_tox, mmd_tox

Clotiapin

Neuroleptikum

Synonyme

Entumin

Material

1 mL Serum

Einheit

μg/L

Referenzbereich

Therapeutischer Bereich nicht definiert. Gemäss pharmakokinetischer Daten sind Werte im Bereich von 10 - 160 µg/L zu erwarten.  Die angegebenen Referenzwerte stammen aus einer Publikation von Sporkert et al.2007.

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1579.00

AB/LIS-Code

clotia

Clozapin (inkl. Norclozapin)

Clozapin gehört zu den atypischen Antipsychotika (AAP; Dibenzodiazepin) und wird in erster Linie zur Behandlung von therapieresisteter Schizophrenie eingesetzt. Mögliche Toxizität: Agranulozytose und Myokarditis.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. Durch die Mitbestimmung des aktiven Metaboliten Norclozapin (N-Desmethylclozapin) wird der metabolische Quotient und somit die hepatische Metabolisierungsrate ermittelt. Dies kann bei der Interpretation und Dosierungsanpassung von Talspiegeln ausserhalb des therapeutischen Bereiches hilfreich sein. Im Clozapin- Metabolismus involvierte P450 Cytochrome: CYP1A2 (30%), CYP3A4 (22%), CYP2C19 (24%), CYP2C9 (12%) und CYP2D6 (6%). Die Halbwertszeit von Clozapin beträgt 12 - 16 h.

Es sind viele Interaktionen bekannt die Clozapin-Spiegel beeinflussen können. CYP1A2 Inhibitoren wie Koffein oder Fluvoxamin erhöhen Clozapin-Spiegel. CYP1A2 & CYP3A4 Induktoren wie z.B. Rauchen, Rifampicin, Dexamethason oder Johanniskrautpräparate erniedrigen Clozapinspiegel. Bei Infektionen ist mit einem deutlichen Anstieg der Spiegel von Clozapin zu rechnen und vermehrten damit verbundenen Nebenwirkungen.

Synonyme

Clopin®, Leponex®

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 95 %

Halbwertszeit: 12 - 16 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).

Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität

18 - 25 °C

1 d

2 - 8 °C

7 d

-20 °C

6 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

Clozapin

Bereich

Einheit

Therapeutischer Bereich

1.07 - 1.84

µmol/L

Warnlevel

> 3.06

µmol/L

Nor- / Clozapin

0.45 - 0.79

MPR

MPR = Metabolite to Parent compound Ratio

Eine Abweichung vom angegebenen MPR-Referenzbereich kann auf eine unregelmässige Medikamenteneinnahme, eine genetische Variation oder auf eine Wechselwirkung mit anderen Arznei- oder Nahrungsmitteln hinweisen.

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

 

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1579.00

AB/LIS-Code

cloza (Profil)

cN-1A IgG

Serologischer Marker für sporadische Einschlusskörpermyositis.

Synonyme

cN-1A Ak, cN1A, cN 1A, Mup44, Mup 44, Einschlusskörpermyositis

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

Ratio

Referenzbereich

< 1.0 Ratio

Fremdleistung

Labor Prof. Dr. med. Stöcker, Groß Grönau

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

Selbstzahlerleistung

AB/LIS-Code

mup4

Cobalt (Vollblut)

Cobalt ist ein essentielles Spurenelement, mit der bisher einzig bekannten Funktion als integraler Bestandteil des Vitamin B12 (Cobalamin). Während die Versorgung mit Cobalt in aller Regel gegeben ist, kann es in Spezialfällen zu einer Intoxikation kommen, was mit der Cobaltkonzentration im Blut und Urin überprüft werden kann.

In unserer Umwelt befindet sich Cobalt vorallem in Farben, Keramiken und Gläser. Zuweilen befindet sich Cobalt auch in Multivitamintabletten. Berufsmässige Exposition ist bei Arbeiten mit Kupfer- und Nickelverbindungen zu erwarten. Insbesondere bei Arbeiten mit Schmelzen der genannten Verbindungen besteht die Gefahr der Aufnahme einer toxisch hohen Menge Cobalt über die Atemluft. Träger von Prothesen können erhöhte Konzentrationen von Cobalt und anderen Spurenelementen aufweisen, was auch auf eine Abstossung oder starke Abnutzung der Prothese hinweisen kann.

Synonyme

Co, Kobalt

Material

1 mL Heparin-Vollblut (Spurenelementröhrchen)

Da eine Kontamination des Untersuchungsmaterials durch Probengefässe stattfinden kann, wird die Blutentnahme mittels spezieller Probenröhrchen für eine valide Spurenelementanalytik vorausgesetzt. Bitte verwenden Sie Spurenelementröhrchen mit Heparin (Nr. 508a & Nr. 8).

Zusatzinformation

Hohe Konzentrationen von Cobalt sind insbesondere in Kombination mit Alkohol schädlich für das Herz.

Methode

ICP-MS

Einheit

μg/L

Referenzbereich

< 0.9 μg/L

Der international meist genuzte Grenzwert bei Hüftimplantaten liegt bei < 7 μg/L

Fremdleistung

Medizinisches Labor Bremen

Tarifpunkte (TP)

94.5

Position

1492.00

AB/LIS-Code

Cocain-Screening (Serum)

Kokain, ein in den Blättern der Cocapflanze vorkommendes Naturprodukt, ist ein potentes Stimulans des Zentralnervensystems (ZNS) sowie ein Lokalanästhetikum. Pharmakologisch sind seine Wirkungen identisch mit denen von Amphetaminen (ebenfalls ZNS-Stimulatoren), obgleich Kokain eine kürzere Wirkdauer hat. Kokainkonsum führt zu Euphorie, gesteigertem Selbstvertrauen und einem Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit. Diese psychischen Wirkungen sind mit einer Steigerung der Pulsfrequenz, Erweiterung der Pupillen, Fieber, Tremor und Schwitzen verbunden. Der “Absturz” nach einem Kokainrausch ist massiv und verläuft über Reizbarkeit, Mattigkeit und dem Wunsch nach weiterem Drogenkonsum bis zu Beklemmungsgefühl, Halluzinationen und Paranoia.

 

Synonyme

Cocain, Norcocain, Ecgoninmethylester, Benzoylecgonin, Ecgonin, Kokain, Crack (freie Base von Cocain).

Material

1 mL Serum

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente/Drogen Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (potentiell falsch tiefe Serumspiegel). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Nachgewiesen wird hauptsächlich der Hauptmetabolit von Cocain, Benzoylecgonin, sowie in geringerem Ausmasse Cocaethylen (entsteht bei zeitnahem Konsum von Ethanol und Cocain) sowie Cocain. Bei immunchemischen Screening-Tests besteht die Möglichkeit falsch-positiver Resultate. Es wird empfohlen, positive Resultate mittels LC-MS bestätigen zu lassen.

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Cloned-Enzyme Doner Immunoassay (CEDIA)

Einheit

Qualitativ

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Universitätsspital Basel
Labormedizin

Tarifpunkte (TP)

17.5

Position

1686.00

AB/LIS-Code

cocas

Cocain-Screening (Urin)

Kokain, ein in den Blättern der Cocapflanze vorkommendes Naturprodukt, ist ein potentes Stimulans des Zentralnervensystems (ZNS) sowie ein Lokalanästhetikum. Pharmakologisch sind seine Wirkungen identisch mit denen von Amphetaminen (ebenfalls ZNS-Stimulatoren), obgleich Kokain eine kürzere Wirkdauer hat. Kokainkonsum führt zu Euphorie, gesteigertem Selbstvertrauen und einem Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit. Diese psychischen Wirkungen sind mit einer Steigerung der Pulsfrequenz, Erweiterung der Pupillen, Fieber, Tremor und Schwitzen verbunden. Der “Absturz” nach einem Kokainrausch ist massiv und verläuft über Reizbarkeit, Mattigkeit und dem Wunsch nach weiterem Drogenkonsum bis zu Beklemmungsgefühl, Halluzinationen und Paranoia.

Synonyme

Cocain, Norcocain, Ecgoninmethylester, Benzoylecgonin, Ecgonin, Kokain

Crack ist die freie Base von Cocain.

Material

10 mL Spontanurin

Zusatzinformation

Traditionell wird Kokain intranasal eingenommen oder in seiner reineren, freien Grundform geraucht. Die orale Einnahme bleibt wirkungslos, da Kokain im Magen-Darm-Trakt abgebaut wird. Über die Schleimhäute der Nase und Lunge gelangt es leicht in die Blutbahn. Die Wirkung ist intensiv, hält aber nicht lange an. Kokain wird durch Hydrolyse seiner Esterbindungen rasch zu Benzoylecgonin inaktiviert. Während Cholinesterasen im Blut Kokain zu Ecgoninmethylester hydrolysieren, scheint die Hydrolyse zur Mutterdroge nicht enzymatisch zu verlaufen. Beide Metaboliten können dann weiter zu Ecgonin hydrolisiert werden. Nicht metabolisiertes Kokain hat eine Affinität zu Fettgewebe und gelangt rasch ins Gehirn. Die Kokainmetaboliten dagegen sind eher wasserlöslich und werden vollständig über den Harn ausgeschieden, gemeinsam mit einem Teil der nicht metabolisierten Droge. Der Hauptmetabolit Benzoylecgonin ist beim Kokainnachweis im Urin die Leitsubstanz.

Nachweisdauer: 1 - 4 Tage (Benzoylecgonin)

 

Die separat anforderbare Plausibilitätskontrolle erlaubt eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, Störsubstanzen im Urin zu detektieren.

Stabilität

5 Tage bei 2 - 8 °C haltbar

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

KIMS (KC)

Hersteller

Roche

Referenzbereich

negativ

Screening-Cut-off gemäss SCDAT Guideline 2020: 300 ng/mL

Der Screening-Test liefert nur ein vorläufiges Analysenergebnis. Zur Bestätigung des Analysenergebnisses muss eine spezifische Methode (z.B. LC-MS oder GC-MS) herangezogen werden. Diese Bestätigungsanalytik muss aber vom Auftraggeber explizit verlangt werden, da die weiterführende Analytik mit entsprechenden zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Tarifpunkte (TP)

17.5

Position

1686.00

AB/LIS-Code

cocau (Profil)

Coenzym Q10

Indikation bei Verdacht auf Coenzym Q10 Mangel. 
Fettstoffwechselstörungen werden bevorzugt mit Statinen behandelt, die die HMG-CoA-Reduktase hemmen, aber auch die Synthese von Coenzym Q10. Muskelschmerzen treten dabei als Nebenwirkung häufig auf. Das mögliche Coenzym-Q10-Defizit kann mit dem Verzehr von fettem Fisch, Leber, Nüssen oder Hülsenfrüchten ausgeglichen werden. Wenn durch ernährungsbedingte Massnahmen keine Schmerzreduktion auftritt, scheint die Substitution mit Coenzym Q10 sinnvoll zu sein.

Synonyme

Ubichinon

Material

1 mL Serum

Stabilität
18-25 °C: 4 d
2-8 °C: 7 d
-20 °C: 6 m

 

Methode

HPLC

Einheit

µg/L

Referenzbereich

430 - 1520 µg/L

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

Selbstzahlerleistung

AB/LIS-Code

coeq10

Colistin

Reserveantibiotikum

Synonyme

Polymyxin E

Material

1 mL Heparin-Plasma (gefroren)

Probe unmittelbar nach Abnahme zentrifugieren und Heprain-Plasma einfrieren

Stabilität
18 - 25 °C -
2 - 8 °C 2 h
-20 °C 4 w
Analysenfrequenz

Auf Anfrage

Einheit

mg/L

Referenzbereich

Therapeutischer Bereich abhängig von MIC des Keimes. Gemäss Literatur werden häufig Zielwerte von 2 - 2.5 mg/L verwendet.

Nephrotoxizitätsrisiko ist bei einem Talspiegel von > 2.42 mg/L (Steady-State nach 3 Tagen) erhöht.

Fremdleistung

Universitätsspital Zürich
Institut für Klinische Chemie

Tarifpunkte (TP)

166.5

Position

1061.00

AB/LIS-Code

unbek

Copeptin (CT-proAVP)

Arginin-Vasopressin (AVP), auch Antidiuretisches Hormon (ADH), ist ein wichtiger Regulator des Wassergleichgewichts, besitzt hämodynamische Wirkung und spielt eine entscheidende Rolle bei der Regelung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, wo es die individuelle Stressantwort reflektiert. AVP wird in den hypothalamischen Kernen als Prohormon (proAVP) synthetisiert und darauf in den Hypophysenhinterlappen transportiert und sekretiert. Durch Proteolyse von proAVP werden äquimolar die drei proAVP-Spaltprodukte AVP, Neurphysin II und Copeptin (C-terminales Spaltprodukt von proAVP) gebildet. Hyperosmolalität und Verminderung des extrazellulären Flüssigkeitsvolumens stimulieren die AVP-Sekretion und analog auch die Sekretion Copeptin.

Aufgrund der geringen Stabilität von AVP in diagnostischen Proben, wird die Bestimmung von Copeptin als Surrogat-Marker für AVP bevorzugt.

Die Messung von Copeptin ist sinnvoll bei allen Krankheiten, die mit einer Störung der AVP-Ausschüttung bzw. mit Elektrolytstörungen verbunden sind. Hauptindikationen für die Copeptin-Bestimmung sind daher die Differenzialdiagnose des Polyurie-Polydipsie-Syndroms und die Differenzialdiagnose von Hyponaträmie (z. B. Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)).

 

Synonyme

C-terminales pro-Vasopressin, CT-proAVP, Antidiuretisches Hormon, ADH

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-Plasma, EDTA-Plasma

Zusatzinformation

Wegen starker zirkadianer Schwankungen sollte parallel die Osmolalität bestimmt werden. Vor der Blutentnahme keinen Kaffee, Tee, kein Nikotin, ggf. Medikamente 48 h vorher absetzen.

Werte können unter Stresssituationen und bei schwerer Niereninsuffizienz unspezifisch erhöht sein.

Stabilität
18 - 25°C 3 d
2 - 8°C 2 w
-20°C 6 m

Morgenthaler et al.Clinical Chemistry, (2006) 

Methode

TRACE

Einheit

pmol/L

Referenzbereich

< 13.8 pmol/L

Copeptin-Basallevel ≥ 21.4 pmol/L OHNE vorgängiger Flüssigkeitskarenz bzw. > 20 pmol/L NACH Flüssigkeitskarenz über Nacht diagnostiziert einen Diabetes insipidus renalis.1  

Copeptin-Basallevel < 2.6 pmol/L NACH Flüssigkeitskarenz über Nacht diagnostiziert einen Diabetes insipidus centralis (diagnostische Genauigkeit: 78 %).2

Zur Unterscheidung eines Diabetes insipidus centralis von einer primären Polydipsie sollte ein Stimulationstest in Betracht gezogen werden.

1 J. Refardt, M. Christ-Crain, Swiss Medical Weekly, 2020

2 J. Refardt et al., Clinical Endocrinology, 2019

Fremdleistung

Universitätsspital Basel
Labormedizin

Tarifpunkte (TP)

58.5

Position

1067.00

AB/LIS-Code

copep

Cortisol (Speichel)

Neuere Studien haben gezeigt, dass es für die Diagnose Cushing-Syndrom vorteilhafter ist, mehrere Cortisolmessungen mit Speichelproben durchzuführen als freies Cortisol im Urin nachzuweisen. Die Bestimmung von Cortisol nachts im Speichel ist besonders vorteilhaft bei Kindern, Patienten in psychiatrischer Behandlung und Personen, bei denen Stressfaktoren die Nebennierenrinde beeinflussen könnten und dadurch erhöhte Steroidkonzentrationen auftreten.

Synonyme

freies Cortisol

Material

Speichel  (mit einer Salivette entnommen)

Zusatzinformation

Speichelprobe mit einer Sarstedt Salivette entnehmen. Keine Röhrchen verwenden, die Zitronensäure enthalten. Die Watterolle aus dem Einhängegefäss direkt in den Mund geben und etwa 2 Minuten lang leicht kauen, so dass die Watterolle gut mit Speichel durchtränkt ist. Danach die Watterolle wieder in das Einhängegefäss zurückgeben und dieses verschliessen.

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 6 m

 

Analysenfrequenz

täglich, Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

  6 -  10 Uhr   < 20.3  nmol/L
16 – 20 Uhr     < 6.94  nmol/L
23 – 24 Uhr     < 7.56  nmol/L

Tarifpunkte (TP)

17.4

Position

1240.10

AB/LIS-Code

corspm: Cortisol morgens (Speichel)
corspa: Cortisol Nachmmittags/Abends (Speichel)
corspmit: Cortisol Mitternacht 1. Probe (Speichel)
corspmit2: Cortisol Mitternacht 2. Probe (Speichel)
corspit3: Cortisol Mitternacht 3. Probe (Speichel)

cortsptag: Cortisol Tagesprofil (Speichel)

Cortisol (Synacthen-Test)

Zum Erfassen einer primären Nebenniereninsuffizienz ist der 250 mg-Synactentest geeignet. Von einigen Autoren wird zum Erfassen der sekundären Nebenniereninsuffzienz der 1 mg(sog. «low dose»-)Synacthentest empfohlen, da eine sekundäre Nebenniereninsuffizienz durch einen zu starken ACTH-Stimulus überdeckt und verpasst werden kann.

Testdurchführung:

1. Blutentnahme basal (0 min) zw. 08:00 und 10:00 Uhr.
2. langsame intravenöse Gabe von 0,25 mg (=250 μg) Synacthen®
3. Blutentnahme nach 30 min (zwischenzeitliche Abnahme nach 30 min  für die Interpretation der Ergebnisse ggf. hilfreich)
4. Blutentnahme nach 60 min

Der Test wird morgens zwischen 8.00 und 10.00 Uhr beim nüchternen Patienten durchgeführt. Glukokortikosteroide sollten am Morgen vor dem Test nicht eingenommen werden, auch auf die vorabendliche Einnahme länger wirksamer Glukokortikoide (z. B. Prednisolon) sollte verzichtet werden.

Synonyme

Synacthen-Test

Material

Pro Blutentnahme 1 mL Serum (Basal, 30 min und 60 min)

Alternativmaterial: 1 mL Li-Heparin-Plasma

Alle Röhrchen mit Material und Zeitangabe beschriften und etikettieren.

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 12 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Analysenfrequenz (Mels)

täglich Mo - Fr

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
  • Ein Anstieg von Cortisol im Serum auf > 550 nmol/l oder mindestens um den Faktor 2 schliesst eine primäre NNR-Insuffizienz aus.
  • Bei kritisch kranken Patienten gilt ein basales Cortisol < 276 nmol/L und/oder ein Delta des Cortisols im ACTH-Test < 248 nmol/L als Nachweis einer NNR-Insuffizienz.
Tarifpunkte (TP)

3 x 17.4 = 52.2

Position

3 x 1240.10

AB/LIS-Code

cors (Profil)

Cortisol (Vormittag / Nachmittag)

Cortisol (Hydrocortison) ist quantitativ das grösste Glukokortikoidprodukt der Nebennierenrinde. Der Hauptgrund für eine Cortisol-Bestimmung ist die Diagnose eines Cushing-Syndroms (CS), das durch die Cortisol-Überproduktion verursacht wird, für die Diagnose eines Morbus Addison, dessen Ursache eine mangelnde Steroidausscheidung aus den Nebennieren ist, und zur Therapieüberwachung (z.B. Dexamethason-Suppressionstest bei Cushing-Syndrom und Hormon-Substitutionstherapie bei Morbus Addison). Erhöhte Serumspiegel können bei Stressreaktionen, psychiatrischen Erkrankungen, Adipositas, Diabetes, Alkoholismus und Schwangerschaft nachgewiesen werden, was wiederum zu Diagnoseproblemen bei Patienten mit Cushing-Syndrom führen kann. Niedrige Cortisol-Spiegel findet man bei Patienten mit seltenen Enzymdefekten der Nebennierenrinde und nach lang andauerndem Stress. Normalerweise findet die grösste Cortisol-Ausschüttung in der zweiten Nachthälfte statt, wobei das meiste Cortisol am frühen Morgen produziert wird. Demzufolge geht der Cortisol-Spiegel während des Tages zurück und ist in der ersten Nachthälfte am niedrigsten.

Synonyme

Cortisol

Material

1 mL Serum (Blutentnahmezeit angeben)

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma, K2 /K3-EDTA Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 6 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Analysenfrequenz (Mels)

täglich Mo - Fr

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Uhrzeit Referenzbereich
Vormittag 133 - 537 nmol/L
Nachmittag 68.2 - 327 nmol/L
Tarifpunkte (TP)

17.4

Position

1240.10

AB/LIS-Code

cortisol

Cortisol frei (Urin)

Die Bestimmung des freien Cortisols im 24-Stunden-Urin ist eine zuverlässige Methode zum Nachweis eines Hypercortisolismus.

Das freie Cortisol im Urin ist beim Cushing-Syndrom (Nebennierenadenom, -karzinom) ebenso erhöht wie bei ektoper ACTH-Produktion und beim Morbus Cushing (ACTH-produzierendes Hypophysenadenom).

 

Material

10 mL 24 h-Urin (nativ)

Urin nicht ansäuern

Zusatzinformation

Urin-Sammelmenge auf dem Auftrag vermerken.

Stabilität

 

18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 7 d
-20°C 3 m

 

Analysenfrequenz

1 x pro Woche

Methode

CLIA

Einheit

nmol/24 h

Referenzbereich

140 - 895 nmol/24 h

Fremdleistung

MCL Medizinische Laboratorien

Tarifpunkte (TP)

54.0 + 2.3 = 56.3

Position

1241.00 / 1509.00

AB/LIS-Code

corfu (Profil)

Cortisol nach Dexamethason

Durch Gabe des starken synthetischen Glukokortikoids Dexamethason wird die Cortisol-Ausschüttung der Nebenniere normalerweise supprimiert.

Fällt der Cortisolspiegel durch das Dexamethason nicht ab, erhärtet dies den Verdacht auf einen entkoppelte/ autonome Cortisolproduktion (Cushing-Syndrom).

Für die Durchführung des Testes soll eine basale Cortisolbestimmung am Morgen stattfinden. Am Abend um ca 23:00 wird 1 mg Dexamethason verabreicht und am nächsten Tag um 08:00 wird das Cortisol nach Dexamethason bestummen. Ein Abfall um mehr als 50% oder um unter 50 nmol/L schliesst ein Cushing mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Eine grenzwertige oder fehlende Suppression weist auf das Vorhandensein eines (subklinischen) Cushing-Syndroms hin und muss weiter abgeklärt werden.

Material

1 mL Serum (Blutentnahmezeit angeben)

Alternativmaterial: EDTA- oder Li-Heparin-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Analysenfrequenz (Mels)

täglich Mo - Fr

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

< 50 nmol/L

Tarifpunkte (TP)

17.4

Position

1240.10

AB/LIS-Code

cord

Corynebacterium diphtheriae, inkl. Toxin

C. diphtheriae infiziert die Schleimhaut von Tonsillen, Pharynx, Nase und Konjunktiva (seltener auch Wunden und Hautläsionen). Die Erreger produzieren ein Toxin, welches lokal die Zellen schädigt und dabei eine entzündliche Reaktion auslöst. Durch die Entzündung kommt es zu einer Ansammlung eines grauweisslichen Exsudates (bestehend aus Fibrin, abgestorbenen Granulozyten und nekrotischen Epithelzellen). Spätfolgen wie Gewebedegeneration in Organen oder Lähmungen der Kopfnerven können nach Abklingen der akuten Infektion auftreten.

Synonyme

Diphtherie, Klebs-Loeffler-Bazillus

Material

Wund-Abstrich, Rachen-Abstrich: Opti-Swab (Nr. 50)

 

Stabilität
 
2 - 8 °C 1 d
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Sa

Methode

Kultur (aerob), PCR (MM)

Fremdleistung

Toxinnachweis: Institut für Infektionskrankheiten (IFIK)

Tarifpunkte (TP)
negativ 49.5
positiv 77.4 / 162.0 Total: 239.4
Position
negativ 3403.00
positiv 3404.00 / 3422.00
AB/LIS-Code

m_codi, mmd_cordip

Cotinin (Serum)

Nachweis der passiven und aktiven Aufnahme von Tabakrauch (Cotinin ist ein stabiler Metabolit des Nikotins). 

Die Halbwertszeit von Cotinin beträgt ca. 7-40 Stunden. Daher ist diese Untersuchung der direkten Nikotinbestimmung zum Nachweis der aktiven oder passiven Aufnahme von Tabakrauch überlegen. Cotinin ist ein Hauptmetabolit des Nikotins und kann somit als spezifischer Nikotinmarker verwendet werden.

Material

2 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 3 d
2 - 8 °C 30 d
-20 °C 3 m
Einheit

µg/L

Referenzbereich

< 10.0 µg/L

Fremdleistung

Dr. Risch

Tarifpunkte (TP)

99.0

Position

1683.10

AB/LIS-Code

cots

Cotinin (Speichel)

Die Bestimmung von Cotinin, dem Hauptmetaboliten des Nicotins, dient dazu, aktiven Tabakkonsum nachzuweisen und somit zwischen Rauchern und Nichtrauchern zu unterscheiden.

 

Material

200 µL Speichel

Stabilität
18 - 25 °C 3 w
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 2 m

Nicotine Tob Res. 2022 Feb; 24(2): 270–274.

Einheit

µg/L

Referenzbereich

< 13 µg/L

Fremdleistung

Dr. Risch

Tarifpunkte (TP)

99.0

Position

1683.10

AB/LIS-Code

cotisp

Cotinin (Urin)

Marker für Tabakkonsum. Nachweis des Aktiv- oder Passivrauchens. Die Aufnahme von Nicotin kann durch den Nachweis der Ausscheidung des Metaboliten Cotinin im Urin durchgeführt werden.

Material

10 mL Spontanurin (ohne Zusätze)

Stabilität
18 - 25 °C 6 d
2 - 8 °C 1 m
-20 °C 3 m
Methode

IA

Referenzbereich

negativ

(negativ < 500 μg/L < positiv)

Fremdleistung

Dr. Risch

Tarifpunkte (TP)

17.5

Position

1686.00

AB/LIS-Code

cotin

Coxiella burnetii IgG / IgM (Q-Fieber)

C. burnetii wird hauptsächlich durch Inhalation von infektiösem Staub, durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder bei der Verarbeitung von Fleisch und anderen tierischen Produkten übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 2-3 Wochen, kann aber nach starker Exposition auch kürzer ausfallen. Ca. die Hälfte der Infektionen verlaufen sehr milde bis ganz asymptomatisch. Bei der akuten Infektion kann es nach initialem Fiebr, Schüttelfrost, Muskelschmerzen und ausgeprägten Stirnkopfschmerzen zu einer interstitiellen Pneumonie oder Hepatitis kommen. Lediglich etwa 1% aller Infektionen werden chronisch.

Synonyme

Query fever, Coxiella burnetii Phase 1+2 Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Nachweis von:
Phase 1 IgG / IgM
Phase 2 IgG / IgM

Phase 2 IgM werden ca. 2-3 Wochen nach auftreten der klinischen Symptome nachweisbar und persistieren für ca. 3 Monate. IgG werden ab dem 2. Monat nach Infektion gebildet.

Phase 1 Antikörper treten bei chronisch verlaufenden Infektionen ab der 6. Woche - 4 Monate auf, wobei hohe Titer (>= 1:1000) typisch sind.

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

<16 Titer

Fremdleistung

Inst. f. Infektionskrankheiten (IFIK)

Tarifpunkte (TP)

37.8 / 42.3 / 37.8 / 42.3 / Total: 160.2

Position

3405.00 / 3406.00 / 3408.00 / 3409.00

AB/LIS-Code

coxbgm (Profil)

Creatinkinase (CK)

Die Creatinkinase (CK) ist ein in vier verschiedenen Formen auftretendes dimerisches Enzym: Mitochondrien-Isoenzym, cytosolisches Isoenzym CK‑MM (Skelettmuskeltyp), CK‑BB (Gehirntyp) und CK‑MB (Myokardtyp). Die Bestimmung der Aktivität von CK und CK‑Isoenzymen dient zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Myokardinfarkt und Myopathien wie der progressiven Muskeldystrophie Typ Duchenne.

Indikationen:

• Herzmuskelerkrankungen: akuter Myokardinfarkt, Verlaufskontrolle des Myokardinfarkts, Kontrolle einer Thrombolysetherapie, Myokarditis

• Skelettmuskelerkrankungen: progressive Muskeldystrophie, Myositis, Polymyositis, Dermatomyositis, Rhabdomyolyse (Crush-Syndrom), Polytrauma, Alkoholintoxikation

Synonyme

CK, ck

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 4 w
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Analysenfrequenz (Mels)

täglich Mo - Fr

Methode

Photometrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Frauen < 170 U/L
Männer < 190 U/L
Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1249.00

AB/LIS-Code

ck

Creatinkinase MB (CK-MB), Masse

Creatin-Kinase (CK) ist ein dimeres Enzym, welches in vier unterschiedlichen Formen auftritt: einem mitochondrialen Isoenzym sowie den zytosolischen Isoenzymen CK‑MM (muscle type), CK‑BB (brain type) und CK‑MB (muscle-brain type). Das Isoenzym MB (muscle-brain) der Creatininkinase ist herzmuskelspezifisch und dient als zusätzlicher Parameter bei der Abklärung des Herkunftortes einer erhöhten Gesamt-CK.

Synonyme

CK-MB

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

CK‑MB ist ein wichtiger Biomarker für akute Myokardinfarkte und andere Ursachen für Schädigungen des Myokards wie Herzinsuffizienz und Myokarditis. CK‑MB wird ab ca. 3‑8 Stunden nach Auftreten der Beschwerdesymptomatik im Blut nachweisbar und kann je nach Verlauf des Zustands über längere Zeit nachweisbar bleiben.

CK‑MB kann auch bei anderen Erkrankungen auftreten, wie z. B. bei Rhabdomyolyse und Schlaganfall. Die Bestimmung von Gesamt-CK, Troponin T und/oder Myoglobin kann im Rahmen der Labordiagnostik zur Differenzierung dieser Krankheitsbilder beitragen.

Stabilität
18 - 25 °C 5 h
2 - 8 °C 12 h
-20 °C 3 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µg/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Frauen < 4.88 µg/L
Männer < 6.22 µg/L
Tarifpunkte (TP)

11.3

Position

1251.00

AB/LIS-Code

ckmb

Cryptosporidium parvum (Antigen)

Die Übertragung von Cryptosporidien erfolgt fäkal-oral über kontaminierte Nahrungsmittel oder Trinkwasser. Bei immunkompetenten Personen führen Cryptosporidien zu milden, selbstlimitierenden Erkrankungen mit Durchfall - besonders bei Kindern. Bei immundefizienten Personen (z.B. AIDS-Patienten) kann sich ein chronischer Krankheitsverlauf mit schweren Diarrhöen entwickeln.

Synonyme

Kryptosporidiose

Material

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross): StorAX SAF (Nr. 43)

Zusatzinformation

Parasiten

Stabilität
 
2 - 8 °C 2 m
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Fr

Methode

Immunchromatographie (MM)

Hersteller

ImmunoCard STAT!

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

40.5

Position

3507.00

AB/LIS-Code

m_crsp

CTD-Suchtest (ENA14)

Der Test dient als Ergänzung zum ANA-Screening zum Aussschluss von häufig Auftretenden Autoantikörpern von Kollagenosen.

Der Screen beinhaltet Antikörper gegen folgende Antigene: U1RNP (RNP70, A, C), SS-A(Ro60), SS-A(Ro52), SS-B(La), Centromere B, Scl-70, Jo-1, Fibrillarin, RNA Polymerase III, Ribosomale P-Proteine, PM-Scl, PCNA, Mi-2, Sm und dsDNA

Synonyme

connective tissue disease screen, U1RNP (RNP70, A, C), SS-A(Ro60), SS-A(Ro52), SS-B(La), Centromere B, Scl-70, Jo-1, Fibrillarin, RNA Polymerase III, Ribosomale P-Proteine, PM-Scl, PCNA, Mi-2, Sm, dsDNA; ENA-Screen, ENA Screen, ENA Suchtest, CTD-Screen

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

FEIA (KI)

Hersteller

Phadia (Thermo Fisher Scientific)

Einheit

Ratio

Referenzbereich
< 0.7 Ratio negativ

0.7 - 1.0 Ratio

grenzwertig
> 1.0 Ratio positiv
Tarifpunkte (TP)

33.3

Position

1190.10

AB/LIS-Code

enactd

CXCL13 (Liquor)

Nachweis des Chemokins CXCL13 im Liquor von Patienten mit V.a. Enzephalitis, insbesondere bei Neuroborreliose (und Neurolues).
CXCL13 ist ein chemotaktisches Zytokin (= Chemokin), das als Botenstoff von Monozyten, MΦ und dendritischen Zellen gebildet wird und eine wichtige Rolle beim Anlocken von Lymphozyten im Liquor spielt.
Hohe CXCL13-Konzentrationen im Liquor sind häufig bei (akuten) Neuroborreliosen, aber auch bei anderen entzündlichen ZNS-Erkrankungen (wie z.B. Neurosyphilis, HIV-Meningitis, Streptokokken-Infektion, Toxoplasmose und MS oder CLL). Der Test wird deshalb zur Bestätigung oder Abklärung (Diagnosesicherung) einer Neuroborreliose (oder Neurolues) durchgeführt.
Da während/nach einer erfolgreichen Therapie die CXCL13-Konzentration im Liquor schnell wieder absinkt, kann der Test auch zur Verlaufskontrolle nach Therapie eingesetzt werden.

Material

0.2 mL Liquor (nativ)

Zusatzinformation

Bei längerer Lagerung wird das Einfrieren der Probe bei mind. -20°C empfohlen.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 12 m
Analysenfrequenz

1 x pro Woche

Methode

ELISA

Hersteller

Euroimmun

Einheit

pg/mL

Referenzbereich

< 20.0 pg/mL

20-30 pg/mL grenzwertig, 30-100 pg/mL erhöht, >100 pg/mL stark erhöht bei entsprechenden Symptomen; Verdacht auf akute Neuroborreliose oder entzündliche Reaktion anderer Genese.

Fremdleistung

Dr. Risch

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1474.10

AB/LIS-Code

cxcl13

Cyclophosphamid

Cyclophosphamid ist ein Zytostatika und wird als Chemotherapeutikum eingesetzt.

Synonyme

Endoxan

Material

2 mL Serum

Einheit

mg/L

Referenzbereich

10-25 mg/L

Fremdleistung

Labor Team

Tarifpunkte (TP)

89.1

Position

1771.00

AB/LIS-Code

cyphos

Cyclosporin A (Ciclosporin A)

Immunsuppressivum

Synonyme

Ciclosporin A, Sandimmun

Material

1 mL EDTA-Vollblut

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel)

Stabilität
8-25 °C 24 h
2-8 °C 7 d
-20 °C 3 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µg/L

Referenzbereich

Zielwert individuell. Der therapeutische Bereich ist abhängig von der Indikation und der Kombinationstherapie.

Tarifpunkte (TP)

135.0

Position

1469.00

AB/LIS-Code

cycloa

Cystatin C

Cystatin C wird von allen kernhaltigen Zellen in einer konstanten Rate produziert. Diese Rate bleibt beim Menschen während des gesamten Lebens erstaunlich konstant. Die Eliminierung aus dem Kreislauf erfolgt fast ausschließlich über die glomeruläre Filtration. Aus diesem Grund ist die Serumkonzentration von Cystatin C von Muskelmasse und Geschlecht unabhängig. Zwischen dem 1. und 50. Lebensjahr besteht eine geringe Abhängigkeit zwischen der Cystatin C-Konzentration und dem Alter; bei gesunden Probanden nimmt die Konzentration von Cystatin C ab dem 50. Lebensjahr mit zunehmendem Alter zu. Deshalb wurde Cystatin C in Plasma und Serum als empfindlicherer Marker für die GFR bei Kindern und Erwachsenen vorgeschlagen.

Synonyme

CKD-EPI Cystatin C

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma, EDTA-Plasma

Zusatzinformation

Außerdem haben mehrere Studien sowie eine Metaanalyse ergeben, dass Cystatin C zur Abschätzung der GFR dem Serumcreatinin überlegen ist. Am meisten profitieren davon Patienten mit leichter bis moderater Nierenerkrankung sowie Patienten mit akutem Nierenversagen, bei denen toxische Medikamente, die über die glomeruläre Filtration ausgeschieden werden, verabreicht werden müssen, insbesondere ältere Personen (> 50 Jahre), Kinder, Schwangere mit Verdacht auf Präeklampsie, Diabetiker, Patienten mit Erkrankungen der Skelettmuskulatur und Nierentransplantatempfänger.

CKD-EPI Cystatin C-Gleichung zur Abschätzung der GFR

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mg/L

Referenzbereich

0.61 - 0.95 mg/L

Tarifpunkte (TP)

18.9

Position

1257.00

AB/LIS-Code

cystc (Profil)

Cystinurie / Zystinurie

Die Zystinurie ist ein erblicher Defekt der renalen Tubuli, bei dem die Rückresorption von Zystin (dem Homodimer der Aminosäure Zystin) beeinträchtigt und die Urinausscheidung erhöht ist und sich Zystinsteine im Harntrakt bilden können. Symptome können Nierenkoliken, Harnwegsinfekte oder als Folge auch chronische Nierenerkrankungen sein. Zur Diagnose wird die Zystinausscheidung im Urin gemessen. Die Therapie der Wahl ist eine Alkalisierung des Urins und eine erhöhte Trinkmenge.

Die Prävalenz der Zystinurie zeigt große ethnische und geographische Unterschiede und reicht von 1:2.500 in der Population libyscher Juden bis zu 1:100.000 in Schweden. Global wird die mittlere Prävalenz auf 1:7.000 geschätzt.

Die Zystinurie entwickelt sich in allen Altersstufen, aber Nierenkoliken durch Zystinsteine treten in der Regel in den ersten beiden Lebensjahrzehnten auf, mit einem mittleren Erkrankungsalter von 15 Jahren. Die Krankheit nimmt bei Männern einen eher aggressiveren Verlauf, und Nierensteine vor dem Alter von drei Jahren sind bei Knaben häufiger. Das Lebenszeitrisiko für die Bildung von Steinen beträgt bei dieser Krankheit mehr als 50 %. In mehr als 75 % der Fälle ist die Urolithiasis beidseitig. Die Rezidivrate liegt über 60 %, bei männlichen Patienten ist sie noch höher. Es wurde gezeigt, dass das Zystin im Urin die Bildung von Kalziumsteinen fördert. Niereninsuffizienz ist ungewöhnlich.

Ursache der Zystinurie sind Mutationen in den Genen SLC3A1 (2p21) und SLC7A9 (19q13.11). Beide Gene werden im proximalem Tubulus der Niere und im Darmtrakt exprimiert. Sie kodieren für Untereinheiten des trans-epithelialen Transporters der dibasischen Aminosäuren Zystin, Ornithin, Lysin und Arginin. Ein Transporter-Mangel führt zur Anhäufung von Zystin im Urin der renalen Tubuli mit nachfolgender Präzipitation und Bildung von Zystinkristallen oder -steinen. Die Patienten werden nach genetischen Kriterien klassifiziert: Die Typ A- und die Typ B-Zystinurie ist mit Mutationen in beiden Allelen des SLC3A1-Gens bzw. des SLC7A9-Gens assoziiert. Heterozygote mit einer Mutation in nur 1 SLC3A1-Allel sind nicht betroffen, während Heterozygote mit einer Mutation im SLC7A9-Gen eine moderat gesteigerte Urinausscheidung von Zystin und dibasischen Aminosäuren zeigen, sowie ein im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Nierensteinen.

Die Diagnose basiert auf der körperlichen Untersuchung, dem Nachweis von Zystinsteinen und der Messung der Zystinausscheidung im Urin, das bei Kindern und Kleinkindern auf das Urinkreatinin normiert werden kann. Patienten scheiden im Urin mehr als 300-400 mg/L Zystin aus. Die Ultraschalluntersuchung der Niere ist die Methode der Wahl zum Nachweis von Steinen und für Verlaufskontrollen. Die molekulargenetische Analyse kann die Diagnose bestätigen.

Synonyme

Cystinurie-Lysinurie

Material

10 mL Spontanurin (nativ)

Zusatzinformation

Aufgrund der geringen Stabilität muss das Material eingefroren gesendet werden.

Stabilität
18 - 25 °C 2 h
2 - 8 °C 2 h
-20 °C 3 m
Methode

Ionenchromatographie mit photometrischer Detektion

Referenzbereich
Analyse Einheit Referenzbereich
Cystin mmol/mol Kreatinin < 30.0
Ornithin mmol/mol Kreatinin < 5.00
Lysin mmol/mol Kreatinin < 60.0
Arginin mmol/mol Kreatinin < 6.00
Fremdleistung

Inselspital

Zentrum für Labormedizin

Tarifpunkte (TP)

53.1

Position

1043.00

AB/LIS-Code

cystiu (Profil)

Cystische Fibrose (CF, Genotypisierung von 50 häufigen pathogenen Varianten im CFTR-Gen)

Cystische Fibrose (CF) ist eine autosomal-rezessive Erkrankung, wobei eine Dysfunktionen des sekretorischen Epithels aller exokrinen Drüsen zu multiplen sekundären Organpathologien führt.

  • Zweithäufigste autosomal-rezessive Erbkrankheit der weissen (kaukasischen) Bevölkerung.
  •  Inzidenz in Europa und Nordamerika: 1:1600 - 1:2500 (asiatische Population: 1:100‘000, afrikanisch-amerikanische Bevölkerung: 1:17‘000)
  • Ca. 4% gesunde heterozygote Träger in Nordamerika und 5% in Europa.
  • Bei 1 unter 400 bzw. 1 unter 600 Paaren besteht die Wahrscheinlichkeit, dass beide Partner ein gesundes und ein mutiertes CFTR-Gen besitzen.
 
Zyto- oder molekulargenetische Untersuchungen dürfen nur durchgeführt werden, wenn die betroffene Person ausreichend über die medizinische Konsequenz informiert wurde und der Untersuchung zugestimmt hat. Eine entsprechende Einverständnis-Erklärung für genetische Untersuchungen kann auf unserer Webseite heruntergeladen werden: https://www.medics.ch/downloads
 
Seit 2011 wird in der Schweiz im Rahmen des Neugeborenen-Screenings auf CF gescreent. Die CF ist die häufigste angeborene Stoffwechselerkrankung und betrifft etwa eines von 2500 Neugeborenen.
Synonyme

Mukoviszidose

Material

mind. 3 mL EDTA-Vollblut
(sicher ein volles EDTA-Röhrchen)

Zusatzinformation

Untersuchung auf 50 häufige pathogene Varianten im CFTR-Gen:

1078delT, 1677delTA, 1717-1G>A, 1811+1.6kbA>G, 1898+1G>A, 2143delT, 2184delA, 2347delG, 2789+5G>A, 3120+1G>A, 3272-26A>G, 3659delC, 3849+10kbC>T, 3905insT, 394delTT, 444delA, 621+1G>T, 711+1G>T, A455E, CFTRdele2,3, D1152H, E60X, F508del, G542X, G551D, G85E, I507del, L206W, M1101K, N1303K, P67L, Q890X, R1066C, R1158X, R1162X, R117C, R117H, R334W, R347H, R347P, R553X, R560T, S1251N, S549N, S549R(T>G), V520F, W1282X, W846X, Y1092X(C>A), Y122X

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 12 m
Methode

ARMS-PCR, Kapillarelektrophorese

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

2 x 166.5 + 54.9 + 90.0 = 477.9

Position

6221.54 / 6001.03 / 6008.09

AB/LIS-Code

nmd_cftr

Cytomegalovirus DNA (PCR)

In den meisten Fällen verläuft eine CMV-Infektion asymptomatisch oder mit milden unspezifischen Symptomen. Bei Neugeborenen oder immunsupprimierten Personen ist jedoch mit Komplikationen zu rechnen wie z.B. Pneumonie, Hepatosplenomegalie, Enzephalitis, Colitis und Retinitis (zusätzlich geistige und körperliche Behinderungen bei pränataler Infektion).

Lesen Sie dazu unsere Gesundheitsinformation zu CMV und Schwangerschaft!

Synonyme

Zytomegalievirus, Zytomegalie, HHV 5, CMV

Material

Urin: Urinmonovette oder Urinbecher (Nr. 34/31)

EDTA-Vollblut: BD Vacutainer EDTA (Nr. 502)

Liquor: Steriles Röhrchen (Nr. 44)

Wenn noch weitere Analysen aus EDTA verlangt sind, bitte 1 separates Röhrchen für die PCR abnehmen.

Zusatzinformation

Postnatale Diagnostik bei Verdacht auf kongenitale CMV-Infektion: Der Direktnachweis des Erregers aus Urin mittels PCR besitzt die höchste diagnostische Sensitivität. Ein PCR-Nachweis im Blut ist möglich, aber nicht zuverlässig. Die Untersuchung sollte innerhalb der ersten 10 Lebenstage erfolgen.

Diagnostik bei Personen unter Immunsuppression: Das virale Genom wird mittels PCR quantitativ im Blut nachgewiesen (EDTA-Blut).

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Fr

Methode

PCR (MM)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Inst. f. Infektionskrankheiten (IFIK)

Tarifpunkte (TP)
qualitativ 119.7
quantitativ 119.7
Position
qualitativ 3017.00
quantitativ 3018.00
AB/LIS-Code

mmd_cymv

Cytomegalovirus, CMV (IgG / IgM)

Das Cytomegalovirus ist ein Herpesvirus, welches durch Kontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten übertragen werden kann. Die Inkubationszeit bis zum Auftreten erster Symptome beträgt 4-6 Wochen. Häufig verläuft die Krankheit beim Immunkompetenten Patienten asymptomatisch oder mit milden Symptomen. Die Infektion mit CMV kann bei Neugeborenen oder Personen mit Immundefekt/unter immunsuppressiver Therapie zu Komplikationen mit Schädigungen verschiedener Organsysteme führen.

Lesen Sie dazu unsere Gesundheitsinformation zu CMV und Schwangerschaft!

Synonyme

Zytomegalievirus, Humanes Herpesvirus-5, HHV-5, Immunstatus

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin)

Zusatzinformation

Eine Serokonversion zusammen mit positiven IgM ist beweisend für eine frische Infektion. Ein signifikanter Titeranstieg im Verlauf (im Abstand von ca. 2 Wochen) ist ein Hinweis auf eine frische Infektion oder eine Reaktivierung.

Indikation:
- Verdacht auf Infektion mit CMV oder Reaktivierung
- Screening bei schwangeren Frauen
- Abklärung des Infektionsstatus vor Transplantation

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 3 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

CMIA (KI)

Hersteller

Abbott

Einheit

AU/mL

Referenzbereich

IgG: < 6.0 AU/mL

IgM: negativ

Tarifpunkte (TP)

22.5 / 22.5 / Total: 45.0

Position

3009.00 / 3010.00

AB/LIS-Code

cmv (Profil)

Cytomegalovirus, CMV (IgG-Avidität)

Das Cytomegalovirus ist ein Herpesvirus, welches durch Kontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten übertragen werden kann. Die Inkubationszeit bis zum Auftreten erster Symptome beträgt 4-6 Wochen. Häufig verläuft die Krankheit beim Immunkompetenten Patienten asymptomatisch oder mit milden Symptomen. Die Infektion mit CMV kann bei Neugeborenen oder Personen mit Immundefekt/unter immunsuppressiver Therapie zu Komplikationen mit Schädigungen verschiedener Organsysteme führen.

Lesen Sie dazu unsere Gesundheitsinformation zu CMV und Schwangerschaft!

Synonyme

Zytomegalievirus, Humanes Herpesvirus-5, HHV-5

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Bestimmung der CMV IgG Avidität dient der Eingrenzung des Infektionszeitpunktes bei Verdacht auf eine Primärinfektion.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

EIA (KI)

Einheit

%

Referenzbereich
< 0.40 % Infektion vor < 3 Monate wahrscheinlich
0.40 - 0.65 % nicht eindeutig interpretierbarer Bereich
> 0.65 % Infektion vor > 3 Monate wahrscheinlich
Fremdleistung

Universität Zürich
Institut für Medizinische Virologie

Tarifpunkte (TP)

29.7

Position

3012.00

AB/LIS-Code

cytogav