Auf einen Blick

Analysenverzeichnis

Dieses Verzeichnis enthält zentrale Informationen zu allen Analysen, welche wir anbieten.

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Paliperidon (9-OH-Risperidon)

Paliperidon (9-OH Risperidon) gehört zu den atypischen Antipsychotika bez. Neuroleptika und wird in erster Linie zur Behandlung von Schizophrenie sowie bei akuten manischen Episoden bei bipolaren affektiven Störungen eingesetzt. Atypische Antipsychotika haben ein geringeres Risiko für das Auftreten eines extrapyramidalmotorischen Syndroms (EPMS) sowie Prolaktinerhöhungen und sind den klassischen Präparaten bei Therapieresistenz in der Wirkung überlegen.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. Paliperidon wird vorwiegend renal ausgeschieden und hepatisch nur minimal metabolisiert. Die Halbwertszeit von Paliperidon beträgt 17 - 23 h.

Paliperidon-Spiegel werden massgeblich durch Valproat und Carbamazepin beeinflusst, sowie durch Pharmaka wie Metoclopramid.

Synonyme

9-OH-Risperidon, Invega, Xeplion

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 77 %
Halbwertszeit: 17 - 23 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität

18 - 25 °C

1 d

2 - 8 °C

7 d

-20 °C

6 m

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

9-OH-Risperidon

Bereich

Einheit

Therapeutischer Bereich:

47 - 141

nmol/L

Warnlevel

292.3

nmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1579.00

AB/LIS-Code

palip

Pankreas-alpha-Amylase

Die α‑Amylasen (1,4‑α‑D‑Glucanohydrolasen, EC 3.2.1.1) katalysieren den hydrolytischen Abbau von polymeren Kohlenhydraten wie Amylose, Amylopektin und Glykogen durch Spaltung von 1,4‑α‑glycosidischen Bindungen. Bei Poly- und Oligosacchariden werden immer mehrere glykosidische Bindungen gleichzeitig hydrolisiert. Man unterscheidet zwei Typen von α‑Amylasen, den Pankreas-Typ (P‑Typ) und den Speicheldrüsentyp (S‑Typ). Während der P‑Typ praktisch ausschließlich dem Pankreas und damit organspezifisch zugeordnet werden kann, ist der S‑Typ unterschiedlicher Herkunft. Außer in den Speicheldrüsen kann er in Tränen, Schweiß, Muttermilch, Amnion-Flüssigkeit, Lungen, Hoden und im Epithel der Eileiter vorkommen.

Enzymatische Bestimmungen haben aufgrund der wenig spezifischen klinischen Symptomatik von Pankreaserkrankungen einen hohen Stellenwert in der Pankreasdiagnostik. Deshalb ist die Bestimmung der Pankreas-spezifischen α‑Amylase anstelle der Gesamt-α‑Amylase von Vorteil. Die Bestimmung der Pankreas-α‑Amylase eignet sich zur Diagnose und Verlaufskontrolle der akuten Pankreatitis und von akuten Schüben der chronischen Pankreatitis. Die diagnostische Aussage der Pankreas-α‑Amylase ist in klinischer Sensitivität und Spezifität der Lipase als anerkannt Pankreas-spezifischem Enzym vergleichbar.

Synonyme

Pankreas-Amylase

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 1 m
-20 °C 6 m
Methode

Photometrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/L

Referenzbereich

13 - 53 U/L

Tarifpunkte (TP)

3.2

Position

1592.00

AB/LIS-Code

pamy

Pankreas-Elastase-1 (Stuhl)

Bei der pankreatischen Elastase handelt es sich um ein von der Bauchspeicheldrüse gebildetes Verdauungsenzym. Tiefe Werte im Stuhl geben Hinweis auf eine exokrine Pankreasinsuffizienz.

Material

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross): Stuhlröhrchen ohne Transportmedium (Nr. 41b)

Zusatzinformation

Bei wässrigem Stuhl kann es zu falsch niedrigen Messwerten kommen.

Stabilität
2 - 8 °C

3 d

Methode

CLIA

Hersteller

DiaSorin

Einheit

ug/g Stuhl

Referenzbereich
Normal  > 200 ug/g Stuhl
Mittlere bis leichte Insuffizienz 100-200 ug/g Stuhl
Schwere Insuffizienz  < 100 ug/g Stuhl
Tarifpunkte (TP)

47.7

Position

1273.00

AB/LIS-Code

elasta

Pankreas-Elastase-1, Serum

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum 3 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Enzyme Immuno Assay / f12

Referenzbereich

< 3.5 µg/l

Tarifpunkte (TP)

50.4

Position

1367.00

Pankreas-Inselzellen Ak

Inselzell-Antikörper sind  Marker für einen Diabetes mellitus Typ 1. Die höchste Sensitivität hat der Antikörper bei Kindern und Jugendlichen (80-90%), die Titer sinken mit der klinischen Manifestation des Typ 1 Diabetes wieder ab.

Synonyme

Beta-Zell Ak, Beta Zell Ak, Betazellen Ak, ICA, Pankreasinseln, Pankreas Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Typ 1-Diabetes spezifische Antikörper (Anti-GAD, -Insulin, - Inselzellen, -IA2, -ZnT8) können bereits präsymptomatisch nachweisbar sein. Das Risiko einer Krankheitsentwicklung steigt mit der Anzahl und Titerhöhe der nachgewiesenen Antikörper, bei mehr als 3 Antikörpern liegt das Risiko bei >90% in den nächsten Jahren einen Diabetes mellitus Typ 1 zu entwickeln.

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:80 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1134.00

AB/LIS-Code

insel

Paracetamol, Serum

Die Analyse dient der Abklärung zur Überdosierung oder Intoxikation mit dem Analgetikum

Synonyme

Dafalgan, Panadol

Material

1 mL Serum

Stabilität

Als Serum 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

LC-MS

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

66 - 132 µmol/L

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

166.5

Position

1052.00

AB/LIS-Code

para

Parainfluenzavirus 1-3 Ak, KBR

Die Parainfluenzavirus 1-3 KBR wird nicht mehr angeboten.

Bei Verdacht auf eine Infektion mit Parainfluenzavirus 1-3 empfehlen wir allenfalls den Direktnachweis mittels PCR.

Parathormon (PTH)

Die Hauptaufgabe des Parathormons (PTH) besteht in der Erhöhung des Serumkalziumspiegels durch Stimulation der Freisetzung von Kalzium aus dem Knochen sowie dessen Resorption im distalen Tubulus der Nieren. Im proximalen Tubulus stimuliert PTH die Synthese von Calcitriol, was wiederum die intestinale Resorption von Kalzium erhöht und eine endokrine Rückkopplung für die Sezernierung von PTH aus den Nebenschilddrüsen auslöst. PTH senkt außerdem die renale Resorption von Phosphat im proximalen Tubulus und somit das Serumphosphat.

Das PTH wird intraoperativ bei der Adenomresektion der Nebenschilddrüsen bei primärem Hyperparathyreodismus, sekundärem Hyperparathyreodismus im Fall einer Niereninsuffizienz sowie bei tertiärem Hyperparathyreodismus nach einer Nierentransplantation eingesetzt. Da PTH eine Halbwertszeit von 3‑5 Minuten hat, kann der Chirurg aufgrund eines signifikanten Abfalls des PTH-Spiegels nach der Resektion einer bzw. mehrerer abnormaler Drüsen beurteilen, ob die Resektion vollständig war und das gesamte hyperfunktionierende parathyroide Gewebe entfernt worden ist.

Synonyme

PTH

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma, K2‑/K3EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 6 m

Im EDTA antikoaguliertem Vollblut bei Raumtemperatur ist PTH über mehr als 24 h stabil. Aus diesem Grund sollte EDTA-Plasma bevorzugt werden.

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

pmol/L

Referenzbereich

1.60 - 6.90 pmol/L

Tarifpunkte (TP)

33.3

Position

1595.00

AB/LIS-Code

pth

Parietalzellen Ak (Magen)

Parietalzell Ak werden in ca. 90% bei chronisch atrophischer Gastritis gefunden und nehmen im Verlauf der Erkrankung ab (zunehmender Verlust der Parietalzellen). Bei der perniziösen Anämie werden die Parietalzell Ak häufig zusammen mit Intrinsic Faktor Ak gefunden.

Synonyme

Belegzell Ak, H+/K+-ATPase Ak, Magenparietalzell Ak, PCA, Magenbelegzellen ATPase Ak

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: EDTA-Plsama

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

FEIA (KI)

Hersteller

Phadia (Thermo Fisher Scientific)

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 7 U/mL

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1156.00

AB/LIS-Code

paeia

Parotis Ak

Die Analyse wird nicht mehr angeboten.

Synonyme

Speicheldrüsen Ak

AB/LIS-Code

par (Kürzel erfassen für MT)

Paroxetin

Paroxetin gehört zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und wird in erster Linie zur Behandlung von Depressionen sowie Angst, Panik- und Zwangsstörungen eingesetzt. SSRIs wirken aktivierend und stimmungsaufhellend durch die bedingte Erhöhung des Serotoninspiegels. Die Wirkung setzt meist mit mehreren Wochen Verzögerung nach Therapiestart ein.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. Involviertes P450 Cytochrom in der hepatischen Metabolisierung: CYP2D6. Es wird kein Metabolit bestimmt.

Synonyme

Deroxat, Paronex

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 95 %
Halbwertszeit: 12 - 44 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Paroxetin Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 61 - 197 nmol/L
Warnlevel > 364 nmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1065.00

AB/LIS-Code

parox2

Parvovirus B19 IgG + IgM

Der Nachweis von Parvovirus B19 IgG + IgM ist indiziert bei Verdacht auf Ringelröteln (Erythema infectiosum), Arthritis, Athralgie, transiente Anämie, aplastische Krisen. Abklärung des Immunstatus während der Schwangerschaft (Hydrops fetalis).

Synonyme

Ringelröteln, Erythema infectiosum

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin)

Zusatzinformation

Parvovirus B19 IgM sind ca. 10 Tage nach Infektionsbeginn nachweisbar und sinken im Verlauf der Infektion wieder. Die IgG folgen ca. zwei Wochen nach Kontakt mit dem Virus und bleiben lebenslang nachweisbar

Literatur:
Dt Ärztebl 2001; 98: A 1620–1624 [Heft 24]

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 d
-20 °C 6 m
Methode

CLIA (KI)

Hersteller

DiaSorin

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

26.1 / 33.3 / Total: 59.4

Position

3142.00 / 3144.00

AB/LIS-Code

parvg2 + parvm

Parvovirus B19, PCR

Parvovirus B19 ist Erreger der Ringelröteln (Erythema infectiosum), einer klassischen Kinderkrankheit, welche in der Regel ohne weitere Komplikationen verläuft. Jedoch konnte man Infektionen mit Parvovirus B19 in den letzten Jahren auch mit schwereren Verläufen wie Arthritis, Arthralgie, transiente Anämie, aplastische Krisen in Zusammenhang bringen. In diesen Fällen persistiert das Virus häufig über längere Zeit im Blut oder in bestimmten Geweben. Bei schwangeren Frauen ohne Immunschutz kann eine Infektion mit Parvovirus B19 zu Spontanaborten, Totgeburten oder Hydrops fetalis führen.

Synonyme

Ringelröteln, Erythema infectiosum

Material

2 mL EDTA-Blut

Alternativmaterial: 1 ml Liquor (nativ, erste Portion), Knochenmark in EDTA, Punktat (nativ)

Zusatzinformation

Parvovirus B19 Virus DNA-Nachweis ist bei fraglich positiven IgM und bei V.a. chronischen Infekten indiziert.

Bei einem akuten Infekt sind ca. 1 Woche nach Infektion hohe Virusmengen im Blut nachweisbar. Bei persistierenden Verläufen kann das Virus über einen längeren Zeitraum, z.T. über Jahre, mittels PCR im Blut nachgewiesen werden, wenn auch in deutlich geringeren Konzentrationen als in der frühen Infektionsphase.

Literatur:
Dt Ärztebl 2001; 98: A 1620–1624 [Heft 24]

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m
Methode

PCR

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f15)

Tarifpunkte (TP)

119.7

Position

3146.00

AB/LIS-Code

parvpc

PCNA Ak

Anti-PCNA sind seltene Antikörper welche in Patienten mit systemischem Lupus Erythematodes gefunden wurden. Jedoch gelten sie als sehr spezifisch und wurden mit Nierenbeteiligung und ZNS-Manifestationen assoziiert.

Synonyme

Anti-PCNA, PCNA-Antikörper, Proliferating cell nuclear antigen, Anti-Cyclin I

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin)

Zusatzinformation

In der indirekten Immunfluoreszenz der Antinukleären Antikörper zeigen sie eine charakteristische zellzyklusabhängige, nukleäre Fluoreszenz.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

FEIA (KI)

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 10 U/mL

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f25)

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1194.00

AB/LIS-Code

pcnaak

Perampanel (Fycompa)

Perampanel ist ein Antiepileptikum. Perampanel wird primär über das CYP P450 Isoenzym 3A4 metabolisiert.

Synonyme

Fycompa

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 95 %
Halbwertszeit: 48 - 105 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 6 h
2 - 8 °C 1 d
-20 °C 7 d
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Perampanel Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 0.5 - 2.8 µmol/L
Warnlevel > 2.9 µmol/L

 

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

peramp2

Pethidin (Serum)

Pethidin ist ein Opioid (Phenylpiperidinderivat) und wird zur Behandlung von starken Schmerzen eingesetzt. Es hat eine kurze Wirkdauer und führt überdosiert zu folgenden unerwünschten Wirkungen: zentrale Störungen, Dämpfung, Krämpfe, Atemdepression, Übelkeit, tiefer Blutdruck und Verstopfung. In Kombination mit MAO-Hemmern kann ein lebensgefährliches Serotoninsyndrom auftreten.

Synonyme

Meperidin, Demerol

Material

2 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung:  40-50%
Halbwertszeit: 3 h

Stabilität
18 - 25 °C 12 h
2 - 8 °C Keine Angabe
-20 °C 1 m
Methode

LC-MS/MS

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 0.8-3.2 µmol/L
Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f11)

Tarifpunkte (TP)

166.50

Position

1052.00

AB/LIS-Code

pethid

PFA Thrombozyten Funktionstest

Beim PFA-Test wird die Zeit vom Testbeginn bis zum Verschluss der Membranöffnung und wird als Verschlusszeit angegeben. Sie ist ein Indikator für die Adhäsions- und Aggregationsfähigkeit der Thrombozyten. Verlängerte Verschlusszeiten weisen auf eine eingeschränkte Thrombozytenfunktion hin, verkürzte Verschlusszeiten zeigen eine erhöhte Aktivierung der Thrombozyten an.

Der Test wird erst ab einer Thrombozytenzahl >100 G/L durchgeführt.

Synonyme

PFA 100, PFA 200, EPI, ADP

Material

10 mL Citrate/Buffer 9NC/PFA

Material muss im Labor bestellt werden. Röhrchen bis zur Markierung füllen.

Entnahmezeit vermerken. Eine telefonishce Voranmeldung ist erwünscht.

Zusatzinformation

Verschlusszeit mit Kollagen/Epinephrin (EPI) und mit Kollagen/ADP

Material unzentrifugiert einschicken dabei die Stabilität des Tests beachten.

Stabilität
18 - 25°C 2 Stunden

 

Methode

Verschlusszeitmessung

Einheit

Sek.

Referenzbereich
EPI 90 - 170 Sek.
ADP 60 - 130 Sek.

 

AB/LIS-Code

pfa

Phenobarbital (Maliasin ®)

Antiepileptikum

Synonyme

Aphenylbarbit, Maliasin, Luminal ®

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 20 - 45 %
Halbwertszeit: 80 - 120 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C: 6 h
2 - 8 °C: 1 d
-20 °C: 7 d

 

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
  Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 43 - 172 µmol/L
Warnlevel > 215.5 µmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

phen

Phenytoin

Antiepileptikum. Totales Phenytoin.

Synonyme

Phenhydan, Epanutin ®

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 90 %
Halbwertszeit: 20 - 60 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 6 h
2 - 8 °C: 1 d
-20 °C: 7 d
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
  Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 40 - 80 µmol/L
Warnlevel 99.2 µmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

pheny

Phosphat

88% des körpereigenen Phosphors befindet sich in den Knochen als Calciumphosphat in Form des Apatits Ca2+[Ca3(PO4)2]32- . Der Rest ist am intermediären Stoffwechsel der Kohlenhydrate beteiligt und in physiologisch wichtigen Substanzen wie Phospholipiden, Nukleinsäuren und ATP enthalten. Im Blut liegt Phosphor als anorganisches Phosphat und organisch gebundene Phosphorsäure vor. Der geringe Anteil des extrazellulären organischen Phosphors besteht fast ausschließlich aus Phospholipiden.

Der Phosphatgehalt des Blutes steht ungefähr im Verhältnis 6:10 zum Calciumgehalt des Blutes. Ein Anstieg des Phosphorspiegels verursacht einen Abfall des Calciumspiegels. Dieser Mechanismus wird durch eine Wechselwirkung zwischen Parathormon und Vitamin D beeinflusst. Hypoparathyreoidismus, Vitamin-D-Intoxikation und Niereninsuffizienz mit verminderter glomerulärer Phosphatfiltration führen zu Hyperphosphatämie. Eine Hypophosphatämie findet man bei Rachitis, Hyperparathyreoidismus und dem Fanconi-Syndrom.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Stabilität

18 - 25 °C

24 h

2 - 8 °C

4 d

-20 °C

6 m

Methode

Photometrie (Molybdat-Komplex, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich
 
Alter Männlich Weiblich
1 - 30 Tage 1.25 - 2.25 1.40 - 2.50
1 - 12 Monate 1.15 - 2.15 1.20 - 2.10
1 - 3 Jahre 1.00 - 1.95 1.10 - 1.95
4 - 6 Jahre 1.05 - 1.80 1.05 - 1.80
7 - 9 Jahre 0.95 - 1.75 1.00 - 1.80
10 - 12 Jahre 1.05 - 1.85 1.05 - 1.70
13 - 15 Jahre 0.95 - 1.65 0.90 - 1.55
16 - 18 Jahre 0.85 - 1.60 0.80 - 1.55
> 18 Jahre 0.81 - 1.45 0.81 - 1.45
Tarifpunkte (TP)

2.9

Position

1601.00

AB/LIS-Code

phos

Phosphat (Urin)

88% des körpereigenen Phosphors befindet sich in den Knochen als Calciumphosphat in Form des Apatits Ca2+[Ca3(PO4)2]32- . Der Rest ist am intermediären Stoffwechsel der Kohlenhydrate beteiligt und in physiologisch wichtigen Substanzen wie Phospholipiden, Nukleinsäuren und ATP enthalten. Im Blut liegt Phosphor als anorganisches Phosphat und organisch gebundene Phosphorsäure vor. Der geringe Anteil des extrazellulären organischen Phosphors besteht fast ausschließlich aus Phospholipiden.

Material

10 ml Spontanurin, 1. Morgenurin oder 24 h-Sammelurin (angesäuert)

Zusatzinformation

Der Phosphatgehalt des Blutes steht ungefähr im Verhältnis 6:10 zum Calciumgehalt des Blutes. Ein Anstieg des Phosphorspiegels verursacht einen Abfall des Calciumspiegels. Dieser Mechanismus wird durch eine Wechselwirkung zwischen Parathormon und Vitamin D beeinflusst. Hypoparathyreoidismus, Vitamin-D-Intoxikation und Niereninsuffizienz mit verminderter glomerulärer Phosphatfiltration führen zu Hyperphosphatämie. Eine Hypophosphatämie findet man bei Rachitis, Hyperparathyreoidismus und dem Fanconi-Syndrom.

Stabilität

 

18 - 25 °C

7 d

2 - 8 °C

6 m

-20 °C

6 m

Methode

Photometrie (Molybdat-Komplex, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich

Material

Referenzbereich

1. Morgenurin

13.0 - 44.0 mmol/L

24 h-Sammelurin

13.0 - 42.0 mmol/24 h

Tarifpunkte (TP)

2.9

Position

1601.00

AB/LIS-Code

phosus (Spontanurin)

phosub (24 h-Urin)

Pityrosporum ovale

(Malassezia furfur)

Material

Hautschuppen nativ im sterilen Röhrchen (Nr. 42) oder in Dermapack-Briefchen (Nr. 70) einsenden
Abstrichtupfer in Transportmedium (Nr. 50)

Zusatzinformation

Bitte vermerken, da spezielle Kulturbedingungen erforderlich.

Fremdleistung

n   87 / 3417.00
p 100 / 3418.00

PLA2-Rezeptor Ak

Der Phospholipase A2-Rezeptor wird in den Glomeruli der Niere exprimiert. Anti-PLA2-Rezeptor Ak sind spezifisch für die idiopathische membranöse Glomerulonephritis (IMN) und korrelieren mit der Krankheitsaktivität.

Synonyme

Phospholipase A2 Rezeptor Ak, PLA2R Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

 

 

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 10 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f05)

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1194.00

AB/LIS-Code

pla2ak

Plaut-Vincent Flora

Die Angina Plaut-Vincent äussert sich durch einseitig auftretende Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden. Im Verlauf bildet sich meist ein schmerzloses, einseitiges Geschwür an der Gaumenmandel und es kommt zur Bildung eines grün-gräulichen Belags. Die Infektion wir ausgelöst durch Spirochäten (Treponema vincenti) in Kombination mit anaerober Mischflora (Fusobakterien).

Synonyme

Angina Plaut-Vincent, Angina ulceromembranacea

Material

Rachen-Abstrich: Opti-Swab (Nr. 50)

Stabilität
2 - 8 °C 1 d
Methode

Mikroskopie (MM)

Tarifpunkte (TP)

26.1

Position

3358.00

AB/LIS-Code

plan

Pneumocystis jirovecii (PCR)

Bei einem normal funktionierenden Immunsystem bleibt eine Infektion mit P. jirovecii klinisch inapparent. Eine Erkrankung tritt vor allem bei Patienten auf, welche einen Defekt in der zellulären Immunabwehr aufweisen (z.B. AIDS). Die daraus folgende Pneumonie präsentiert sich mit trockenem Husten und zunehmender Dyspnoe.

Synonyme

Pneumocystis carinii

Material

Sputum / BAL: Steriles Röhrchen (Nr. 42)

Punktion: Portagerm (PORT-F)-Stechampulle (Nr. 47)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

PCR (MM)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

81.9

Position

3462.00

AB/LIS-Code

pnpcr

Pneumokokken IgG

Pneumokokken werden durch Tröpfchen beim Niesen, Sprechen oder Husten übertragen und können verschiedene Krankheiten auslösen. Dazu gehören Mittelohrentzündung, Lungenentzündung und Meningitis.

Synonyme

Streptokokkus pneumoniae, Pneumokokken Impftiter, Pneumokokken Immunstatus

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Mit dem Test werden die S. pneumoniae Typ 4, 9V, 19A, 23F erfasst und dient der Abklärung des Immunstatus.

Der Test ist nicht geeignet zur Abklärung einer Infektion mit Streptococcus pneumoniae.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

µg/mL

Referenzbereich

> 1.00 μg/mL

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f03)

Tarifpunkte (TP)

37.8

Position

3401.00

AB/LIS-Code

antipn

Poliovirus Typ 1 und 3 Ak

Polioviren gehören zur Gattung der Enteroviren und waren vor Einführung der Impfung weltweit verbreitet. Die Übertragung findet hauptsächlich fäkal-oral statt. Der Wildvirus Typ 2 gilt seit 2015 als ausgerottet.

Synonyme

Polyomyelitis, Kinderlähmung, Polio Impftiter, Polio Immunstatus

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Mittels Neutralisationstest (NT) werden schützende (neutralisierende) Antikörper gegen Poliovirus bestimmt, Werte über dem Cutoff weisen auf einen genügenden Impfschutz hin.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

Neutralisationstest (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:8 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f22)

Tarifpunkte (TP)

2x 41.4 / Total: 82.8

Position

3147.00

AB/LIS-Code

polio (Block)

Porphobilinogen

Material

24h-Urin (ohne Zusatz); 50 mL davon mit Mengenangabe oder 10 mL Spontanurin.

Die Probe muss vor Licht geschützt werden.

Methode

Spektrophotometrie

Referenzbereich

< 7.5 µmol/d

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f31)

Tarifpunkte (TP)

39.6

Position

1610.00

AB/LIS-Code

porph (24h-Urin)

porphs (Spontanurin)

Porphyrine-Profil, Stuhl

Koproporphyrin I
Koproporphyrin III
Protoporphyrin

Stabilität

Stuhl, nativ Stuhlröhrchen Nr. 41b

Methode

High Performance Liquid Chromatography / f31

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

205
1611.00

Porphyrine-Profil, Urin

Uroporphyrin
Heptacarboxyporphyrin
Koproporphyrin I
Koproporphyrin III
Hexacarboxyporphyrin
Pentacarboxyporphyrin

Stabilität

24h-Urin (ohne Zusatz); 50 ml davon mit Mengenangabe
Mindestens 3 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

High Performance Liquid Chromatography / f31

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

205
1611.00

Präalbumin

Präalbumin ist ein in den Hepatozyten synthetisiertes tryptophanreiches Protein mit der Molmasse 55000 Da. Seine Funktion besteht in Bindung und Transport des niedermolekularen retinolbindenden Proteins (Molmasse unter 21000 Da), wodurch dessen glomeruläre Filtration verhindert wird. 30‑50% des zirkulierenden Präalbumins sind mit dem retinolbindenden Protein komplexiert. Es bindet und transportiert außerdem Thyroxin (T4), doch ist seine Affinität zu diesem Hormon geringer als die des thyroxinbindenden Globulins.

Präalbumin hat eine kurze Halbwertszeit von ca. 2 Tagen. Dementsprechend bewirken hepatozelluläre Syntheseinsuffizienzen durch akute Leberschädigungen oder Proteinmangelernährung sehr rasch eine Verminderung der Präalbuminkonzentration im Serum. Es wurde publiziert, dass Präalbumin als negativer Akute-Phase-Reaktant agiert. Seine Konzentration nimmt bei akuten Entzündungen sehr schnell ab.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 3 d
2 - 8 °C 6 m
-20 °C 12 m
Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

g/L

Referenzbereich

0.20 - 0.40 g/L

Tarifpunkte (TP)

17.9

Position

1615.00

AB/LIS-Code

präalb

Präeklampsie (PE) - Screening im Rahmen des Ersttrimester-Tests (PlGF 1. Trimester Schwangerschaft)

Im Rahmen des Ersttrimester-Tests (1.TT) kann das Präeklampsie (PE) - Risiko <37 SSW bestimmt werden. Dazu wird zusätzlich der Biomarker placental-growth factor (PlGF) gemessen, und mit mütterlichen Risikofaktoren, sowie den optionalem Angaben des mütterlichen Blutdrucks und Werte einer Doppler-Sonographie der Arteriae uterinae in einem Algorithmus der FMF London im Programm Fast Screen pre I Plus das Präeklampsie-Risiko <37 SSW berechnet.

Falls keine Risikoberechnung gewünscht wird, kann auch nur der Biomarker PlGF (ohne Risikoberechnung) angefordert werden. Dazu braucht es keine weiteren Angaben.

Falls kein Ersttrimester-Test gewünscht ist, aber ein Präeklampsie-Screening, sind Ultraschalldaten (SSL, und NT, US Datum) sowie die anamnestischen Angaben zur Mutter (Gewicht, Grösse, Ethnizität, Rucherstatus, Diabetesstatus, Parität etc.) zur Berechnung des PE-Risikos notwendig.

Bei einem PE-Risiko <37 SSW >1:100 ist gemäss ASPRE Studie eine niedrig-dosierte Aspirin-Therapie indiziert (sptäestens ab SSW 16, bis SSW 34).

Synonyme

PlGF 1. Trimester, Präeklampsie- Risikoabschätzung SSW<37, placental-growth factor, Plazentarer Wachstumsfaktor, Präeklampsie-Screening

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Ab SSW 11 + 0 bis 13 + 6 Wochen möglich, das PlGF kann aus der Probe des Ersttrimester-Tests (PAPP-A, fB-HCG)  mitbestimmt werden. Das Serum sollte Koagulation

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 12 h
2-8 °C: 48 h
-20 °C: 6 m

 

Methode

TRACE

Hersteller

Messung: Thermo Fisher / B.R.A.H.M.S
Risikoberechnung: Fast Screen Pre I Plus

Referenzbereich
PE-Risiko (im Rahmen 1.Trim) Cut-off
Kombiniertes Risiko < 37 SSW < 1:100
   
Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1474.10

Pregabalin (Lyrica)

Pregabalin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika, der zur Behandlung von Nervenschmerzen, einer Epilepsie und generalisierten Angststörungen eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der Senkung der neuronalen Erregbarkeit.

Die Kapseln werden in der Regel zwei- bis dreimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Benommenheit, Schläfrigkeit und Kopfschmerzen. Da Pregabalin unverändert über die Nieren ausgeschieden wird, hat es ein tiefes Potential für pharmakokinetische Arzneimittel-Wechselwirkungen.

Synonyme

Lyrica

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 0 %
Halbwertszeit: 6 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 6 h
2 - 8 °C 1 d
-20 °C 7 d
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Gabapentin Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 12.6 - 31.4 µmol/L
Warnlevel > 62.8 µmol/L

 

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

prega2

Pregnenolonsulfat

Pregnenolon wird aus Cholesterol durch Hydroxylierung an C20 und C22 mit anschließender Abspaltung der Seitenkette gebildet. Pregnenolon ist der Ausgangsstoff für eine ganze Reihe von Steroidhormonen (DHEA-S, Cortisol, Testosteron, Oestrogene, Progesteron) und wird hauptsächlich in den Nebennieren, zu einem kleineren Teil auch in Hoden und Ovarien produziert. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Konzentration im Blut kontinuierlich ab. Lange Zeit wurde der Substanz keine spezifische metabolische Wirkung zugeordnet. Im Rahmen der Anti-Aging Medizin werden dem Hormon eine Vielzahl von Funktionen zugesprochen: Es wird zur Therapie von Gedächtnisstörungen, Gelenkbeschwerden, Müdigkeitssyndromen, Libidostörungen u.a. eingesetzt.

Material

1 mL Serum

Stabilität

18 - 25 °C

1 d

2 - 8 °C

5 d

-20 °C

6 m

Methode

LC-MS

Einheit

μg/L

Referenzbereich

15.0 - 90.0 μg/L

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f16)

Tarifpunkte (TP)

54.9

Position

1616.00

AB/LIS-Code

pregsulf

Primäre Laktoseintoleranz (LCT-Genotyp)

Es wird geschätzt, dass 15–25% der Gesamtbevölkerung in Europa an einer Laktoseunverträglichkeit leiden. Die Prävalenzraten liegen in Nordeuropa deutlich tiefer (2%) und im Mittelmeerraum deutlich höher (25–75%). Bei Afrikanern und Asiaten sind nahezu 100% von einer Laktoseunverträglichkeit betroffen.
Die Laktoseintoleranz ist der häufigste Enzymmangel des Menschen. Bei der primär adulten Form der Laktoseintoleranz kommt es zu einer langsam abnehmenden Aktivität des Enzyms Laktase, was z.B. mittels Bestimmung eines Polymorphismus im Laktase-Gen (LCT-Gen) diagnostiziert werden kann. Eine entscheidende Rolle spielt ein Einzelnukleotidpolymorphismus mit Austausch von Thymidin gegen Cytosin an Position -13910 (T/C-Polymorphismus). Der Erbgang ist autosomal-rezessiv und homozygote Träger der Mutation entwickeln mit >95%­-iger Wahrscheinlichkeit einen manifesten Laktasemangel im Sinne eines pathologischen H2­-Atemtests.

Synonyme

LCT T-13910C, SNP rs4988235

Material

1 mL EDTA-Vollblut

bei Kindern <8 Jahren Mundabstrich möglich mit Opti-Swab (Nr. 50 auf Bestellkarte)

Zusatzinformation

Von der primären Laktoseintoleranz wird die sekundäre Laktoseintoleranz (auch Laktosemaldigestion) unterschieden. Hierunter versteht man das Unvermögen des Dünndarms, Laktose korrekt zu spalten, obwohl die betroffene Person die genetischen Voraussetzungen für eine korrekte Laktasebereitstellung mitbringt. Ursächlich ist hier die Schädigung des Bürstensaum-Epithels im Jejunum. Typische Ursachen für eine sekundäre Laktoseintoleranz sind gastrointestinale Krankheiten wie die Zöliakie, eine infektiöse Gastroenteritis (Viren, Giardiasis, enteropathogene E. coli), ein Morbus Crohn mit Jejunalbeteiligung, aber auch medikamentöse Nebenwirkungen, z.B. durch Antibiotika oder Immunsuppressiva. Bei unauffälligem Gentest und klinischem Bild einer Laktoseunverträglichkeit kann ein H2­-Atemtests nach Laktosebelastung einen sekundär erworbenen Laktasemangel aufzeigen.

Zyto- oder molekulargenetische Untersuchungen dürfen nur durchgeführt werden, wenn die betroffene Person ausreichend über die medizinische Sachlage informiert wurde und der Untersuchung zugestimmt hat. Eine entsprechende Einverständnis-Erklärung für genetische Untersuchungen kann auf unserer Webseite heruntergeladen werden.

Stabilität
18 - 25 °C 15 d
2 - 8 °C 15 d
-20 °C 6 m
Methode

RT-PCR (MD)

gb GENETIC LACTO-Kit ermöglicht die Genotypisierung für folgende Polymorphismen:

Allele ID SNP MUT WT
13910T rs4988235 C T

 

Hersteller

Generi Biotech

Referenzbereich
LCT-Genotyp Klinische Bedeutung
LCT-13910 TT (homozygot T/T) Keine genetische Prädisposition für eine Laktoseintoleranz
LCT-13910 CT (heterozygot C/T) Heterozygote Veranlagung für eine Laktoseintoleranz, welche jedoch nicht als Veranlagung für eine genetisch bedingte Laktoseintoleranz gilt.
LCT-13910 CC (homozygot C/C) Genetische Veranlagung für eine Laktoseintoleranz. Die primäre Laktoseintoleranz betrifft ca. 15 – 25% der europäischen Bevölkerung.
Tarifpunkte (TP)

Der genetische Test für die LCT-Genotypisierung wird in der Schweiz von der Krankenkasse nicht übernommen und der Patient / die Patientin sollte über die anfallenden Kosten von CHF 154 (+ Auftragstaxe von CHF 24) informiert werden.

Primidon (Mysoline®) inkl. Phenobarbital

Material

1 mL Serum

Stabilität

Als Serum mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

LC-MS

Referenzbereich

22.9 - 45.8 µmol/L 
Zur Dosierung von Primidon ist die Kenntnis des Phenobarbitalspiegels notwendig

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

prim (Block)

Procalcitonin (PCT)

PCT ist zwar das Prohormon des Hormons Calcitonin. Bei PCT und Calcitonin handelt es sich jedoch um unterschiedliche Proteine. Calcitonin wird ausschließlich von C-Zellen der Schilddrüse als Antwort auf hormonelle Stimuli produziert, während PCT von mehreren Zelltypen und vielen Organen als Antwort auf proinflammatorische Stimuli, insbesondere durch bakterielle Produkte, produziert werden kann.
PCT dient demzufolge als Marker für das Ansprechen des Wirtsorganismus auf eine bakterielle Infektion. Innerhalb von 6–12 Stunden nach einer systemischen bakteriellen Infektion steigt der PCT-Spiegel an. Das Ausmaß des Anstiegs der PCT-Konzentration korreliert mit dem Schweregrad der bakteriellen Infektion. Die erfolgreiche Behandlung der zugrunde liegenden bakteriellen Infektion geht mit einer Abnahme der PCT-Konzentration einher, die sich mit einer Halbwertszeit von 24 Stunden wieder normalisiert.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin- oder EDTA-Plasma

Zusatzinformation

PCT wird bei Patienten mit Verdacht auf bzw. bestätigter bakterieller Infektion für die klinische Bewertung verwendet:

  • bei der Früherkennung und Differenzialdiagnose klinisch relevanter bakterieller Infektionen
  • bei der Einschätzung des Schweregrads und der Prognose des Ergebnisses einer systemischen bakteriellen Infektion, Sepsis, schweren Sepsis oder eines septischen Schocks
  • bei der Identifikation von Patienten, die von einer antibiotischen Behandlung profitieren würden
  • bei der Überwachung einer Antibiotika-Therapie innerhalb des Messbereichs
  • bei der Erfolgseinschätzung der antibiotischen Therapie
Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 48 h
-20 °C 6 m

 

Methode

TRACE (KC)

Hersteller

BRAHMS (TS)

Einheit

µg/L

Referenzbereich

Differenzialdiagnose von Infektionen der unteren Atemwege:

Konzentration Interpretation Antibiotikaverwendung
< 0.10 µg/L Weist darauf hin, dass keine bakterielle Infektion vorliegt Von Antibiotika wird dringend abgeraten
< 0.25 µg/L Bakterielle Infektion unwahrscheinlich Verwendung von Antibiotika wird nicht empfohlen
< 0.50 µg/L Bakterielle Infektion möglich Einleitung einer antimikrobiellen Therapie empfohlen
≥ 0.50 µg/L Hinweis auf das Vorhandensein einer bakteriellen Infektion Antibiotische Behandlung dringend empfohlen

Diagnose einer systemischen bakteriellen Infektion / Sepsis:

Konzentration Interpretation
< 0.50 µg/L Lokale bakterielle Infektion ist möglich. Systemische Infektion (Sepsis) unwahrscheinlich. Geringes Risiko für die Entwicklung einer schweren systemischen Infektion (schwere Sepsis).
< 2.00 µg/L Eine systemische Infektion (Sepsis) ist möglich. Mäßiges Risiko für die Entwicklung einer schweren systemischen Infektion (schwere Sepsis).
< 10.0 µg/L Eine systemische Infektion (Sepsis) ist wahrscheinlich, sofern keine anderen Ursachen bekannt sind. Hohes Risiko für die Entwicklung einer schweren systemischen Infektion (schwere Sepsis).
≥ 10.0 µg/L Wichtige systemische Entzündungsreaktion, fast ausschließlich aufgrund schwerer bakterieller Sepsis oder septischem Schocks.
Hohe Wahrscheinlichkeit einer schweren Sepsis oder eines septischen Schocks.
Tarifpunkte (TP)

75.6

Position

1619.00

AB/LIS-Code

proca

Progesteron

Das Gestagen Progesteron ist ein Steroidhormon, welches vorwiegend in den Zellen des Gelbkörpers und während der Schwangerschaft in der Plazenta gebildet wird.

Die Progesteron-Konzentration korreliert mit der Entwicklung und Rückbildung des Corpus luteum. Während Progesteron in der Follikelphase des weiblichen Zyklus kaum nachweisbar ist, wird 1 Tag vor der Ovulation ein Progesteron-Anstieg beobachtet. Eine vermehrte Progesteron-Synthese findet während der Lutealphase statt. In der zweiten Zyklushälfte wird Pregnandiol als Hauptabbauprodukt des Progesterons im Urin ausgeschieden.

Im Rahmen der Fertilitätsdiagnostik wird die Bestimmung von Progesteron zum Ovulationsnachweis und zur Beurteilung der Lutealphase eingesetzt.

Material

1mL Serum

Stabilität

18 - 25 °C

1 d

2 - 8 °C

5 d

-20 °C

6 m

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

Frauen

nmol/L

Follikelphase

< 0.62

Ovulation

0.18 - 13.2

Lutealphase

13.1 - 46.3

Postmenopause

< 0.40

Schwangerschaft

 

1. Trimenon

35.0 - 141

2. Trimenon

80.8 - 265

3. Trimenon

187 - 679

Männer

< 0.47

 

Tarifpunkte (TP)

17.4

Position

1620.00

AB/LIS-Code

prog

Prokollagen-Typ-1-N-terminales-Propeptid (P1NP)

Typ I Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil der Knochenmatrix. Sein Vorläufer, das Prokollagenmolekül, wird während der Knochenbildung von Osteoblasten sezerniert.

Das vom Elecsys total P1NP Test gemessene Propeptid stammt vom Aminoende und wird damit als Prokollagen‑Typ 1 N‑terminales Propeptid bezeichnet. P1NP wird während der Bildung von Typ 1 Kollagen ausgeschüttet und anschließend in die Knochenmatrix eingelagert. Es kann somit also als echter Marker für die Knochenbildung bezeichnet werden.

Der Gesamt-P1NP-Spiegel im Kreislauf zeigt unter anti-resorptiver und anabolischer Therapie innerhalb weniger Monate nach Therapiebeginn eine signifikante Änderung. Ein suboptimales Ansprechen auf die Therapie kann ein Anzeichen für die Nichteinhaltung der Therapie oder das Vorhandensein sekundärer Ursachen für die Osteoporose sein, die möglicherweise behandelt werden müssen.

Synonyme

intaktes N-terminales Prokollagen Typ I

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma und K2‑/K3‑EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 6 m

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

ng/mL

Referenzbereich
Frauen ng/mL
Prämenopausal 15.1 - 58.6
Postmenopausal 16.3 - 73.9
Männer 20.0 - 95.0

 

Tarifpunkte (TP)

58.5

Position

1622.00

AB/LIS-Code

p1np

Prolaktin

Prolaktin wird im Hypophysenvorderlappen synthetisiert. Das Zielorgan für Prolaktin ist die Milchdrüse der Brust, deren Entwicklung und Differenzierung es fördert.

Hohe Konzentrationen von Prolaktin haben eine hemmende Wirkung auf die Steroidgenese der Ovarien sowie die hypophysäre Gonadotropinproduktion und -sekretion. Während der Schwangerschaft steigt unter Einfluss von erhöhter Östrogen- und Progesteronproduktion die Konzentration von Prolaktin an. Durch die stimulierende Wirkung des Prolaktins auf die Brustdrüse kommt es post partum zur Laktation. Prolaktin beeinflusst außerdem den Glukose- und Lipidstoffwechsel und ist möglicherweise an der Manifestation einer Insulinresistenz beteiligt.

Hyperprolaktinämie (bei Männern und Frauen) ist die Hauptursache für Fertilitätsstörungen. Die Bestimmung von Prolaktin dient der Diagnostik von Hyperprolaktinämie und peritonealer Endometriose.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterialien: Li‑Heparin‑, K2‑EDTA‑ und K3‑EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 5 d
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 6 m

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µg/L

Referenzbereich
Frauen 4.79 - 23.3 µg/L
Männer 4.04 - 15.2 µg/L

 

Tarifpunkte (TP)

13.3

Position

1623.00

AB/LIS-Code

pro

Prostataexprimat

Material

Steriles Röhrchen (Nr. 42) oder Transportmedium (Nr. 50) und gleichzeitige Einsendung von vorher gelassenem Urin (5-10 ml)

Fremdleistung

n   63 / 3322.00
p 165 / 3323.00

Protein C

Das Protein C wird in der Leber synthetisiert und ist neben Antithrombin der wichtigste Inhibitor der Thrombinbildung (Vitamin-K-abhängig). Aktiviertes Protein C spaltet die aktiven Faktoren Va und VIIIa und wird durch die Gabe von Marcumar minimiert. Ein hereditärer Protein C-Mangel führt zu schweren Thrombosen und Embolien, die heterozygote Form kann nur in Gefährdungssituationen zu Komplikationen führen. Einen erworbenen Protein C-Mangel findet man bei oraler Antikoagulation, alimentärem Vitamin K-Mangel, frischen Thromboembolie und Leberfunktionsstörungen.

Eine erhöhung des Protein-C ist in der Regel ohne diagnostische Relevanz. 

Material

5 mL Citrat-Plasma (gefroren)

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 mL verteilen.

Stabilität

18 - 25 °C

24 h

2 - 8 °C

24 h

-20 °C

1 m

Einheit

%

Referenzbereich
Frauen 66 - 156 
Männer 71 - 165
Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f05).

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1629.00

AB/LIS-Code

prc

Protein gesamt

Plasmaproteine werden vorrangig in der Leber, den Plasmazellen, den Lymphknoten, der Milz und im Knochenmark synthetisiert. Im Verlauf einer Erkrankung kann sowohl die Gesamtproteinkonzentration als auch das Verhältnis der einzelnen Fraktionen erheblich von den Normalwerten abweichen. Eine Hypoproteinämie kann durch Erkrankungen und Störungen wie Blutverlust, Sprue, nephrotischem Syndrom, schweren Verbrennungen, Salzretentionssyndrom und Kwashiorkor (akuter Proteinmangel) hervorgerufen werden. Eine Hyperproteinämie ist bei schwerer Dehydratation und bei Erkrankungen wie multiplem Myelom zu beobachten.

Veränderungen im relativen Anteil der Plasmaproteine können auf einen veränderten Anteil einer Proteinfraktion zurückzuführen sein. In diesem Fall ändert sich die Gesamtproteinmenge oftmals nicht. Das Albumin/Globulin-Verhältnis wird häufig als Index der Verteilung der Albumin- und Globulinfraktionen verwendet. Beträchtliche Veränderungen in diesem Verhältnis können bei Erkrankungen wie Leberzirrhose, Glomerulonephritis, nephrotischem Syndrom, akuter Hepatitis, Lupus erythematodes und bei einigen akuten und chronischen Entzündungen auftreten. Gesamtproteinbestimmungen werden in der Diagnose und Behandlung verschiedener Erkrankungen der Leber, Nieren oder des Knochenmarks sowie anderer stoffwechsel- oder ernährungsbedingter Störungen eingesetzt.

Synonyme

Gesamtprotein

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma und K2‑EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 6 d
2 - 8 °C 4 w
-20 °C 12 m
Methode

Photometrie (Cu-Protein-Komplex, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

g/L

Referenzbereich
Alter Referenzbereich
Nabelschnur 48.0 - 80.0 g/L
Frühgeborene 36.0 - 60.0 g/L
Neugeborene 46.0 - 70.0 g/L
1 Woche 44.0 -76.0 g/L
7 Monate - 1 Jahr 51.0 - 73.0 g/L
1 - 2 Jahre 56.0 - 75.0 g/L
> 3 Jahre 60.0 - 80.0 g/L
Erwachsene 64.0 - 83.0 g/L
Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1634.00

AB/LIS-Code

prot

Protein gesamt (Liquor)

Proteinbestimmungen in Liquor dienen zur Diagnose und Behandlung von Krankheiten wie Meningitis, Hirntumoren und Infektionen des Zentralen Nervensystems.

Synonyme

Gesamtprotein, Totalprotein, Gesamteiweiss

Material

Liquor

Zusatzinformation

Der größte Teil von Protein in Liquor stammt aus dem Plasma durch Diffusion durch die Blut‑Liquor-Schranke. Erhöhte Konzentrationen ergeben sich aus einer erhöhten Permeabilität der Blut‑Liquor-Schranke oder einer erhöhten lokalen Immunglobulinsynthese.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 6 d
-20 °C 12 m
Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mg/L

Referenzbereich

150 - 450 mg/L

Tarifpunkte (TP)

7.8

Position

1635.00

AB/LIS-Code

prolx

Protein gesamt (Urin)

Proteinbestimmungen in Urin dienen zur Diagnose und Behandlung von Nieren- oder Herzerkrankungen oder Störungen der Schilddrüsenfunktion, die durch Proteinurie bzw. Albuminurie gekennzeichnet sind.

Synonyme

Gesamtprotein, Totalprotein, Gesamteiweiss

Material

Spontanurin, 24 h-Sammelurin (ohne Zusätze)

Zusatzinformation

Urin wird durch Ultrafiltration des Plasmas durch die glomerulären Kapillarwände gebildet. Proteine mit einer relativen Molekularmasse > 40000 werden nahezu vollständig zurückgehalten, während kleinere Substanzen leicht in das glomeruläre Filtrat eindringen können.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 1 m
Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mg/L

Referenzbereich
Material Referenzbereich
Spontanurin < 140 mg/l
Spontanurin < 11.2 mg/mmol Kreatinin
24 h-Sammelurin < 150 mg/24 h
Tarifpunkte (TP)

7.8

Position

1635.00

AB/LIS-Code

Spontanurin: protus
24 h-Urin: proub

Protein S frei

Vitamin-K-abhängiges Plasmaprotein. Etwa die Hälfte des Protein S liegt in freier (biologisch aktiv) Form vor, die andere Hälfte ist an C4b-binding Protein gebunden und funktionell inaktiv. Durch Protein S wird die Reaktion des aktiven Protein C mit den Faktoren V und VIII um den Faktor 30 beschleunigt. Ein Protein S-Mangel ist daher mit einem erhöhten Thromboserisiko verbunden.

Bestimmung erst nach Absetzen der Therapie und Normalisierung des Quick-Wertes sinnvoll.

Synonyme

Protein S frei Antigen

Material

5 mL Citrat-Plasma (gefroren)

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorene Material auf drei Portionen > 1 mL verteilen.

Stabilität

18 - 25 °C

24 h

2 - 8 °C

24 h

-20 °C

1 m

Einheit

%

Referenzbereich
w 60 - 114
m 68 - 139
Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt.

Tarifpunkte (TP)

54.0

Position

1632.00

Protein S100

S100 ist ein kleines dimerisches Protein mit einem Molekulargewicht von ca. 10.5 kDa und gehört zu einer multigenetischen Familie Calcium-bindender Proteine. S100 A1 und S100 B werden hauptsächlich von Zellen des zentralen Nervensystems, meist astroglialen Zellen, exprimiert; sie kommen jedoch auch in Melanomzellen und teilweise in anderen Geweben vor. Das funktionelle, aus Hetero‑ oder Homodimeren von A1 und B bestehende Protein spielt in mehreren intra‑ und extrazellulären regulatorischen Aktivitäten eine Rolle.

Bei Patienten mit malignem Melanom, besonders in den Stadien II, III und IV, können erhöhte S100‑Serumkonzentrationen auf ein Fortschreiten der Erkrankung hinweisen. Serielle Messungen können für die Nachkontrolle und Überwachung des Therapieerfolges bei diesen Patienten von Nutzen sein.
Darüber hinaus steigt bei einer Vielzahl zerebraler Läsionen die S100‑Konzentration im Liquor (cerebrospinal fluid, CSF) an und wird ins periphere Blut abgegeben. Der Nachweis von S100 bei Patienten mit zerebralen Schädigungen unterschiedlicher Ursache, z. B. Schädel-Hirn-Trauma oder Schlaganfall, ist möglich.

Material

1 mL Serum
 

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 3 m
Methode

ECLIA

Hersteller

Roche

Einheit

µg/L

Referenzbereich

< 0.11 µg/L

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f02)

Tarifpunkte (TP)

54.0

Position

1633.00

AB/LIS-Code

prs100

Proteinase 3 (PR3) Ak

Der Antikörper wird zusammen mit Myeloperoxidase Ak und ANCA bei Verdacht auf eine systemische Vaskulitis bestimmt.
Die Myeloperoxidase ist das häufigste Antigen von c-ANCA. PR3 Ak sind diagnostische Marker für die Granulomatose mit Polyangiitis. Manchmal findet man sie auch bei mikroskopische Polyangiitis, Eosinophiler Granulomatse mit Polyangiitis oder bei Panarteriitis nodosa.

Synonyme

Vaskulitis

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F. Autoantikörper bei systemischen Autoimmunerkrankungen. Ein diagnostischer Leitfaden, 3. Auflage. Lengerich: Pabst Science Publishers, 2006.

Stabilität
18 - 25 °C < 8 h
2 - 8 °C 10 d
-20 °C 6 m
Methode

CLIA (KI)

Hersteller

Inova Diagnostics

Einheit

IU/mL

Referenzbereich

< 5 IU/mL

Tarifpunkte (TP)

25.2

Position

1110.00

AB/LIS-Code

cancq1

Proteinelektrophorese (Serum, SPE)

Diagnose und Verlaufskontrolle von Dys- und Paraproteinämien (M-Gradienten, M-Proteinen), Antikörpermangel, hepatopathien sowie bei pathologischen Laborbasisuntersuchungen (erhöhtes Gesamtprotein, Proteinurie, erhöhte BSG).

Weiteres Vorgehen beim Auftreten von Extragradienten ist ein Screening auf monoklonale Immunglobuline durch eine Immunfixations-Elektrophorese mit den Immunglobuline (IgG, IgA und IGM) sowie die freie Leichtketten im Serum mit Berechnung des Quotient indiziert.

Synonyme

SPE, Immunelektrophorese

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Eine medikamentenbedingte Bandenbildung in der Immunfixation und ein monoklonaler Peak in der Serumelektrophorese kann bei einer Therapie mit monoklonalen Antikörper z.B. Darzalex (Daratumumab) auftreten.

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 1 m
Methode

Kapillarelektrophorese (H)

Hersteller

Sebia

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

27.9

Position

1636.00

AB/LIS-Code

elpb (Block)

elpfolge (Block, plus Immunfixation bei pathologischer SPE)

Proteinelektrophorese (Urin)

Mit der quantitativen Proteinurie-Diagnostik wird eine verbesserte Dienstleistung und eine qualitativ hochstehende Analytik angeboten, welche die bisherige Protein-Elektrophorese im Urin, die keine Quantifizierung ermöglicht und wenig sensitiv ist, ersetzt.

Zusatzinformation

siehe auch separate Information

 

Proteinurie-Diagnostik

Bei Routineuntersuchungen wird häufig eine Proteinurie festgestellt, welche ein Frühzeichen einer Nierenerkrankung sein kann und auf ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Niereninsuffizienz, einer arteriellen Hypertonie und/oder einer kardiovaskulären Erkrankung hinweisen kann.
In der Allgemeinbevölkerung leiden weniger als 2% der proteinurischen Patientinnen und Patienten an einer schweren Erkrankung der Harnorgane. Deshalb ist eine klare diagnostische Strategie wichtig, um Fälle mit eher harmlosem Hintergrund (z.B. orthostatische Proteinurie), Fälle mit einer der häufigen Ursachen (z.B. Diabetes mellitus) sowie solche mit einer seltenen Ursache (Glomerulonephritis, monoklonale Gammopathien) voneinander abzugrenzen.

Die Analyse von spezifischen Proteinen im zweiten Morgenurin, bezogen auf den Kreatiningehalt der Probe, erlaubt nicht nur den Nachweis oder den Ausschluss von Nierenerkrankungen, sondern darüber hinaus auch die Differenzierung und Verlaufskontrolle von Nephropathien. Störungen lassen sich aufgrund des Markerproteinprofils in solche mit hauptsächlich glomerulärem (Albumin, Transferrin, IgG) oder tubulärem (α-1-Mikroglobulin, retinolbindendes Protein) Anteil und zusätzlich in weitere Untergruppen einteilen.
Im Zusammenhang mit den Teststreifenresultaten und den Sedimentuntersuchungen kann die Quelle einer möglichen Blutung mit spezifischen Quotienten näher eingegrenzt und Kontaminationen können von tatsächlichen renalen Proteinurien unterschieden werden.

Material

10 mL Spontanurin, idealerweise 2. Morgenurin (ca. 2 h nach dem 1. Morgenurin)

Zusatzinformation
Stabilität
18 - 25 °C ca. 4 h
2 - 8 °C ca. 8 h

Die entsprechenden Leitproteine sind bei 2 - 8 °C bis zu 7 Tage stabil.

AB/LIS-Code

proturie (Block)

Protoporphyrine in Ec

Stabilität

1 Röhrchen EDTA-Blut
Mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Fluorimetrie / High Performance Liquid Chromatography / f31

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

53 / 1639.00

PSA frei (Prostata spezifisches Antigen)

Das Prostata‑spezifische Antigen (PSA) ist ein Glykoprotein (Molekulargewicht 30000‑34000 Da) und hat die Funktion einer Serinprotease.

Das freie PSA bietet sich als eine weitere Entscheidungshilfe für oder gegen eine Prostata-Biopsie, da der fPSA-Anteil mit dem Volumen einer benignen Prostatavergrößerung steigt. Zusammen mit dem totalen PSA dient der Test zur Ermittlung eines fPSA/tPSA-Quotienten (% fPSA). In Studien hat sich gezeigt, dass der fPSA/tPSA-Quotient die Sensitivität und Spezifität bei Patienten mit tPSA-Werten im Graubereich von 4 ‑ 10 ng/mL verbessert.

Die Wahrscheinlichkeit eines PCA‑Nachweises bei tPSA‑Werten in der Grauzone (4‑10 ng/mL) steigt mit zunehmendem Alter und abnehmendem fPSA/tPSA‑Quotienten.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

 

 

 

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 12 w
Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µg/L

Referenzbereich
% fPSA/tPSA‑Quotient Wahrscheinlichkeit eines PCA-Nachweises
≤ 10  hohes Risiko
11 - 25 Graubereich
> 25 niedriges Risiko
Tarifpunkte (TP)

10.6
 

Position

1627.00

AB/LIS-Code

psafb

PSA gesamt (Prostata spezifisches Antigen)

Das Prostata‑spezifischeAntigen (PSA) ist ein Glykoprotein (Molekulargewicht 30000‑34000 Da) und hat die Funktion einer Serinprotease. PSA liegt im Blut als Komplex mit Proteasinhibitoren wie alpha‑1‑Antichymotrypsin (ACT) und alpha‑2‑Makroglobulinvor. Die Komplexe sind irreversibel und proteolytisch inaktiv. Darüber hinaus kommt PSA im Blut auch in freier Form vor. Der Anteil liegt zwischen 10 und 30% und ist ebenfalls proteolytisch inaktiv.

Der Hauptanwendungsbereich der PSA-Bestimmung liegt in der Verlaufsbeobachtung und Therapieeffizienzkontrolle von Patienten mit Prostatakarzinom oder einer Hormonbehandlung. Eine Entzündung oder ein Trauma der Prostata (z.B. rektale Untersuchungen, Zystoskopie, Koloskopie, transurethrale Biopsie, Laserung, Ergometrie, Harnretention) können zu mehr oder weniger deutlichen und länger andauern den PSA-Erhöhungen führen.

Der PSA-Wert einer Patientenprobe kann in Abhängigkeit vom verwendeten Testverfahren unterschiedlich hoch gemessen werden. PSA-Werte, die mit unterschiedlichen Testverfahren ermittelt wurden, können nicht miteinander verglichen werden und Ursache für medizinische Fehlinterpretationen sein.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Nicht mit dem Fahrrad zur Blutentnahme kommen.
Blutentnahme muss vor körperlicher Untersuchung (Palpation der Prostata) erfolgen.

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 24 w
Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µg/L

Referenzbereich
Alter der Männer µg/L
< 40 Jahre < 1.40
40 - 49 Jahre < 2.00
50 - 59 Jahre < 3.10
60 - 69 Jahre < 4.10
ab 70 Jahre < 4.40
Tarifpunkte (TP)

10.6

Position

1626.00

AB/LIS-Code

psa

Pseudothrombozytopenie

Von einer Pseudothrombozytopenie spricht man, wenn die Thrombozytenmessung in vitro eine Thrombozytopenie ergibt, welche in vivo nicht vorliegt. Der Effekt wird am häufigsten bei Verwendung von EDTA als Antikoagulans beobachtet. Mikroskopisch kann die Anwesenheit von grossen Thrombozytenaggregaten bestätigt werden.

Bei entsprechendem Verdacht sollte idealerweise die Thrombozytenzahl mit einem alternativen Spezialröhrchen (Thromboexact) kontrolliert werden.

 

 

 

Synonyme

EDTA-induzierte Pseudothrombozytopenie

Material

S- Monovette Thromboexact 2.7 mL

Kann nach Bedarf bei uns bestellt werden.

Alternativmaterialien

Bitte Kontakt mit uns aufnehmen

Zusatzinformation

Bei ca. 0.1% der PatientInnen kann EDTA zu einer sogenannten EDTA-induzierten Pseudothrombozytopenie führen. Dabei demaskiert EDTA Proteine (wahrscheinlich Glykoprotein IIb / IIIa) auf der Thrombozytenoberfläche, welche von heterophilen Antikörpern erkannt werden. Dies führt zu einer Thrombozytenaktivierung und -agglutination in vitro, was in falsch niedrigen Thrombozytenzahlen resultiert.

Stabilität

S- Monovette Thromboexact

18-25 °C 12h
Methode

Flowzytometrie

Hersteller

Sysmex

PTT (partielle Thromboplastinzeit, aPTT)

Die aPTT ist der Globaltest der endogenen Gerinnung und ist in erster Linie abhängig von den Faktoren VIII, IX, XI, XII und den Faktoren der gemeinsamen Endstrecke der Gerinnungskaskade.

Die aPTT ist zur Kontrolle der Therapie mit niedermolekularen Heparinen nicht geeignet.
Unspezifische Verlängerungen der aPTT werden durch das Lupus Antikoagulanz verursacht.

Synonyme

PTT, aktivierte partielle Thromboplastinzeit

Material

1 mL Citrat-Plasma (1:10)

Bei der Entnahme des Citrat-Vollbluts muss auf die korrekte Füllung vom Probenröhrchen exakt bis zur angegebenen Markierung geachtet werden!

Stabilität
18 - 25 °C 2 h
2 - 8 °C 2 h
-20 °C 1 m

Die Stabilität im Citrat-Vollblut (unzentrifugierte Probe) ist für den Versand bei Raumtemperatur (18 - 25 °C) gewährleistet!
Thromb Haemost 2008; 99: 416-426.

Methode

viskositätbasierte Detektion (H)

Hersteller

Stago

Einheit

sec

Referenzbereich

23.0 - 35.0 sec

Tarifpunkte (TP)

7.8

Position

1019.00

AB/LIS-Code

pttbl

Punktat, inkl. Anaerobier (Allgemeine Bakteriologie und Resistenzprüfung)

Die Untersuchung dient zur Identifikation von pathogenen Keimen bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion. Eine Resistenzprüfung wird wenn möglich immer durchgeführt.

Material

Punktion: Portagerm (PORT-F)-Stechampulle (Nr. 47) oder sterilem Röhrchen (Nr. 44)

Zusatzinformation

Liquor siehe separaten Eintrag.

Stabilität
2 - 8 °C

1 d

Methode

Kultur (aerob/anaerob), Mikroskopie (Grampräparat) (MM)

Hersteller

Becton Dickinson (BD), bioMérieux

Tarifpunkte (TP)
negativ 54.0
positiv

139.5

Position
negativ 3317.00
positiv

3318.00

AB/LIS-Code

bakt

Pyridinolin und Deoxypyridinolin (Urin)

Pyridinolin und Deoxypyridinolin werden auch "crosslinks" genannt da sie Knochen- und Knorpelkollagen verbinden. Bei Knochen- und Knorpelabbau werden diese frei und dienen daher als Marker für verschiedene Knochenerkrankungen.

Erhöhte Werte treten unter anderem bei Osteoporose, Morbus Paget, primärem Hyperparathyreoidismus, Hyperthyreose, Multiplem Myelom und Knochenmetastasen auf.

 

Synonyme

Pyridiniumderivate, PYD, DPD

Material

24h-Urin; gut mischen und 50 mL mit Urinmengenangabe gekühlt einschicken.

Alternativ 2. Morgenurin, idealerweise 10 mL

Zusatzinformation

Die Ausscheidung unterliegt einem zirkadianen Rythmus, daher sind Spontanurine weniger geeignet. Bei Verlaufskontrollen soll die Abnahme immer gleich erfolgen.

Stabilität

18 - 25 °C

-

2 - 8 °C

7 d

-20 °C

3 m

Methode

HPLC

Einheit

nmol/mmol Creatinin

Referenzbereich

Kinder

Pyridinolin

nmol/mmol Cr

Deoxypyridinolin

nmol/mmol Cr

< 1 Jahre

353.0 - 560.0

46.0 - 113.0

1 - 3 Jahre

108.0 - 400.0

19.0 - 94.0

4 - 9 Jahre

117.0 - 325.0

20.0 - 75.0

10 - 14 Jahre

81.0 - 267.0

13.0 - 61.0

15 - 19 Jahre

38.0 - 80.0

10.0 - 18.0

Frauen

Pyridinolin

nmol/mmol Cr

Deoxypyridinolin

nmol/mmol Cr

20 - 49 Jahre

32.7 - 56.5

6.9 - 11.7

ab 50 Jahre

41.0 - 94.2

9.0 - 20.4

Männer

Pyridinolin

nmol/mmol Cr

Deoxypyridinolin

nmol/mmol Cr

20 - 49 Jahre

28.1 - 62.3

5.9 - 13.1

ab 50 Jahre

34.0 - 80.8

7.1 - 17.3

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

47.7 + 2.3

Position

1265.10 + 1509.00

AB/LIS-Code

pyr2