Auf einen Blick

Analysenverzeichnis

Dieses Verzeichnis enthält zentrale Informationen zu allen Analysen, welche wir anbieten.

Bitte beachten Sie, dass die Qualität des Probenmaterials die Analysenergebnisse beeinflussen kann. Die Analysenergebnisse gelten immer für die jeweils erhaltenen Proben.

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GABA-Rezeptor Ak

Der GABA-Rezeptor ist ein metabotroper inhibierender Rezeptor.

Antikörper gegen den GABA-Rezeptor sind mit limbischer Enzephalitis, status Epilepticus, Ataxie und dem Opsoklonus-Myoklonus-Syndrom assoziiert, häufig mit gutem Therapieansprechen. Beim Nachweis dieser Antikörper sollte zudem eine Tumorsuche eingeleitet werden, meistens sind sie mit einem kleinzelligen Bronchialkarzinom assoziiert.

Synonyme

GABA B-Rezeptor Antikörper, GABAR, Gamma-Amino-Buttersäure-Rezeptor

Material

1 mL Serum / 1 mL Liquor (nativ)

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin, Citrat)

Zusatzinformation

Die Analyse ist Bestandteil des Enzephalitis-Screen.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Hersteller

Euroimmun

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Universitätsspital Zürich 
Klinik für Immunologie

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1194.00

AB/LIS-Code

Serum: akgaba, anfordern via akenzeph (Profil)
Liquor: akgabal, anfordern via akenzephl (Profil)

Gabapentin

Gabapentin ist ein Antiepileptikum und wird zur Behandlung von Epilepsie sowie bei Neuropathien angewendet. Die Elimination erfolgt unverändert über die Niere.

Synonyme

Neurotin

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 0 %

Halbwertszeit: 5 - 7 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).

Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 6 h
2 - 8 °C 1 d
-20 °C 7 d
Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Gabapentin Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 12 - 117 µmol/L
Warnlevel > 146 µmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

gabap

GAD Ak (Glutamat-Decarboxylase Ak)

Der Nachweis von GAD Ak ist ein diagnostischer Marker für einen Diabetes mellitus Typ 1. Die höchste Sensitivität hat der Antikörper bei Kindern und Jugendlichen (70-90%), die Titer sinken mit der klinischen Manifestation des Typ 1  Diabetes wieder ab.

GAD Ak sind auch bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen  (z.B. Stiff-Person-Syndrom) zu finden.

Synonyme

Glutamat Decarboxylase Ak, GAD65 Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Typ 1-Diabetes spezifische Antikörper (Anti-GAD, -Insulin, - Inselzellen, -IA2, -ZnT8) können bereits präsymptomatisch nachweisbar sein. Das Risiko einer Krankheitsentwicklung steigt mit der Anzahl und Titerhöhe der nachgewiesenen Antikörper, bei mehr als 3 Antikörpern liegt das Risiko bei >90% in den nächsten Jahren einen Diabetes mellitus Typ 1 zu entwickeln.

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 5 U/mL

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1126.00

AB/LIS-Code

akgad
Profil Diabetes mellitus Typ 1 Ak (Code: diabetesak) beinhaltet GAD, IA2, Insulin, Inselzellen (ICA) und Zintransporter 8 (ZnT8) Ak

Gadolinium (Vollblut)

Material

2 mL EDTA- Vollblut

Einheit

µg/L

Referenzbereich

<0.2 µg/L

Fremdleistung

Medizinisches Labor Bremen

AB/LIS-Code

unbek

Gallensäuren

Gallensäuren sind Endprodukte des Cholesterinstoffwechsels. Sie gehören zur Gruppe der Steroide (Stoffklasse der Lipide) und werden in der Leber aus Cholesterin durch Hydroxylierungsreaktionen (Reaktion zur Einführung einer oder mehrerer Hydroxygruppen) und oxidative Verkürzung der am Ring D befindlichen Seitenkette gebildet.

Die Gallensäuren, die Bestandteil der Galle sind, sind für die Fettverdauung unerlässlich. Sie ermöglichen die Emulgation und Resorption von Fetten und fettlöslichen Vitaminen. Die Gallensäuren unterliegen einem enterohepatischen Kreislauf, d. h der Zirkulation von der Leber über die Gallenblase zum Darm und wieder zurück zur Leber. Dabei entstehen am Ende des Prozesses durch die Konjugation und Dekonjugation sekundäre Gallensäuren, die über den Stuhl ausgeschieden werden.

Im Falle eines Verschlussikterus (Gelbsucht durch Gallenstau infolge eines Abflusshindernisses) gelangen Gallensäuren zusammen mit Bilirubin (Abbauprodukt des Hämoglobins) in das Blut.

  • Beurteilung der hepatobiliären Funktion (Funktion von Leber und Gallenblase)
  • Diagnose einer intrahepatischen Schwangerschaftscholestase (Intrahepatic Cholestasis of Pregnancy, IPC; Gallestau innerhalb der Leber)
Synonyme

Gesamtgallensäuren

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Konzentration der Gesamtgallensäure ist nach Mahlzeiten erhöht. Proben sollten daher von nüchternen Patienten entnommen werden.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 d
-20 °C 3 m
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Fr

Methode

Photometrie

Hersteller

Diazyme Laboratories

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

< 10.0 µmol/L

Fremdleistung

Inselspital 
Zentrum für Labormedizin

Tarifpunkte (TP)

54.0

Position

1340.0

AB/LIS-Code

galls

Gamma-Glutamyltransferase (GGT, γ-GT)

Die γ‑Glutamyltransferase dient zur Diagnose und Verlaufskontrolle von hepatobiliären Erkrankungen. Bei diesen Erkrankungen ist die Enzymaktivität der GGT häufig der einzige Parameter, der erhöht ist, und stellt somit einen der empfindlichsten der bekannten Indikatoren dar. Die γ‑Glutamyltransferase wird außerdem als sensitiver Screeningtest zur Erkennung eines versteckten Alkoholismus eingesetzt. Bei Patienten unter Langzeitmedikation mit Phenobarbital und Phenytoin finden sich ebenfalls erhöhte GGT-Aktivitäten im Serum.

Synonyme

γ‑Glutamyltransferase, GGT, γ‑GT, Gamma-Glutamyl-Transferase

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma, EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (IFCC, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Frauen < 40 U/L
Männer < 60 U/L
Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1341.00

AB/LIS-Code

ggt

Gangliosid Ak

Es werden die IgM und IgG gegen GD1a, GD1b, GM1, GQ1b, GT1A nachgewiesen.

Ganglioside gehören zur Gruppe der Glycosphingolipide. Sie machen ca. 6% der Lipide im Nervensystem aus und sind essentielle Bestandteile der Zellmembran der Schwannschen Zellen, des Myelins und des Axolemms.

Gangliosid Ak sind Marker für die idiopathische oder postinfektiöse autoimmune Polyneuropathien (z.B. Guillain-Barré-Syndrom). Die diagnostische Spezifität steigt mit der Höhe des Titers und mit der Anzahl gleichzeitig auftretenden Gangliosid Ak.

Synonyme

GD1a, GD1b, GM1, GQ1b, GT1A, Ganglioside Antikörper, Guillain-Barré Syndrom

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

%

Referenzbereich

< 50%

Fremdleistung

Universitätsspital Zürich 
Klinik für Immunologie

Tarifpunkte (TP)

5 x 78.3 / Total: 391.5

Position

1116.10

AB/LIS-Code

akgang (Profil)

Gastrin

Schweres peptisches Ulcusleiden, Rezidivulcera nach Magenteilresektion, Zollinger-Ellison-Syndrom, schwere Refluxösophagitis, massive gastrale Hypersekretion, weiter Diagnostik bei Abklärung einer MEN.

Sehr hohe Nüchternwerte (> 1000 ng/l) gelten als beweisend für ein Zollinger-Ellison-Syndrom. Bei nicht eindeutigen Befunden ist ein Sekretin-Belastungstest in Erwägung zu ziehen.

Optimal: nach 12 stündiger Nahrungskarenz

H2-Blocker, Antacida 24 h vorher, PPI 7 d vorher absetzen.

Material

1 mL Serum (gefroren)

Möglichst rasch zentrifugieren, Serum einfrieren.

Zusatzinformation

Blutentnahme morgens nüchtern nach 12 h Fasten

Stabilität
18 - 25 °C 1 h
2 - 8 °C 4 h
-20 °C 30 d
Analysenfrequenz

1 x pro Woche

Methode

CLIA

Hersteller

Siemens

Einheit

pmol/L

Referenzbereich

Basalsekretion: < 55 pmol/L

Grauzone: 55 - 96 pmol/L

Fremdleistung

Dr. Risch

Tarifpunkte (TP)

47.7

Position

1342.00

AB/LIS-Code

gast

Gefässendothel Ak

Bisher konnte keine Spezifität für eine bestimmte Erkrankung gefunden werden. Sie sind bei verschiedenen Formen der Vaskulitis nachweisbar, sowie bei einer Reihe von (Auto)immunerkrankungen.

Synonyme

Endothelzellen Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Sammelbegriff für alle gegen endotheliale Antigene gerichtete Antikörper.

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F. Autoantikörper bei systemischen Autoimmunerkrankungen. Ein diagnostischer Leitfaden, 3. Auflage. Lengerich: Pabst Science Publishers, 2006.

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Labor Prof. Dr. med. Stöcker, Groß Grönau

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1192.00

AB/LIS-Code

akendoth

Gelbfieber Virus IgG / IgM

Das Gelbfieber Virus gehört zur Familie der Flaviviren und ist in tropischen Gegenden Afrikas und Südamerikas zu finden. Die Übertragung findet durch Mücken der Aedes Arten statt. Nach einer Inkubationszeit von 3-6 Tagen kommt es in einer ersten Phase zu hohem Fieber, Muskel-, Rücken- und Kopfschmerzen während 3-4 Tagen. Bei den meisten Patienten tritt danach die Genesung ein. Lediglich bei ca. 15% der Patienten geht die Krankheit nach kurzer Besserung in die 2. Phase über, wo es zu Leberentzündung mit Gelbsucht, Schädigung verschiedener Organe, sowie inneren und äußeren Blutungen (Hämorrhagien) kommen kann.

Synonyme

Yellow fever virus

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Ca. 5-7 Tage nach Krankheitsbeginn können Gelbfieber Virus IgM nachgewiesen werden. Der Nachweis von IgM und/oder ein 4-facher Titeranstieg der IgG sprechen für eine akute Infektion.

Kreuzreaktionen mit anderen Flaviviren (z.B. Dengue Virus) können vorkommen.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Hôpitaux Universitaires Genève
Departement Diagnostique

Tarifpunkte (TP)

37.8 / 29.7 / Total: 67.5

Position

3040.00 / 3041.00

AB/LIS-Code

gelb (Profil)

Gentamicin

Antibiotikum der Aminoglykosid Klasse.

Synonyme

Gentamycin, Gentamyzin, Garamycin®

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 30%
Halbwertszeit: 0.5-3 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 1 m
Methode

Mikropartikel Immunoassay

Einheit

mg/L

Referenzbereich

Dreimal tägliche Verabreichung

Talspiegel: 0.5 - 2.0 mg/L

Einmal tägliche Verabreichung

Talspiegel: < 1 mg/L

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

29.7

Position

1062.00

AB/LIS-Code

genta

Gerinnungsstatus

Basisdiagnose bei Verdacht auf Hämostaseerkrankungen.

Material

2 ml Citrat-Blut 1:10 oder 1 mL Citratplasma

 

Zusatzinformation

Analysen:

Quick

aPTT

Thrombinzeit I

Fibrinogen

Für weitere Informationen s. Einzelanalysen

Stabilität
18 - 25°C 12h

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Hersteller

Stago

Position

siehe Einzelanalysen

AB/LIS-Code

gerinn

Giardia lamblia (Antigen)

Die Übertragung von Giardia lamblia erfolgt fäkal-oral über kontaminierte Nahrungsmittel oder Trinkwasser. Bei einer Infektion treten unterschiedlich ausgeprägte Magen-Darm-Beschwerden auf. Typische Verläufe zeigen oft Magenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und wässrige, teils schaumige Durchfälle.

Synonyme

Giardiose, Lambliose, Parasiten

Material

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross): StorAX SAF (Nr. 43)

Stabilität
 
2 - 8 °C 2 m
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Fr

Methode

Immunchromatographie (MM)

Hersteller

ImmunoCard STAT!

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

29.7

Position

3525.00

AB/LIS-Code

m_gilan

Gliadin (deamidiert) IgA

Bei Zöliakie-Patienten können Gliadin IgA und IgG zusammen mit Transglutaminase IgA in hoher Frequenz nachgewiesen  werden. Wird eine konsequente glutenfreie Diät eingehalten, sinken die Antikörper Titer innerhalb von einigen Monaten wieder ab. Gliadin Ak können zudem in ca. 60% der Fälle von Dermatitis herpetiformis nachgewiesen werden.

Lesen Sie dazu unseren Wissenspunkt zur Zöliakie!

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: EDTA-Plsama

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

FEIA (KI

Hersteller

Phadia (Thermo Fisher Scientific)

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 7 U/mL

Tarifpunkte (TP)

25.2

Position

1121.00

AB/LIS-Code

glia (Profil mit IgA und IgG)
Profil Zöliakie (Code: zoel) beinhaltet Gliadin (deam.) IgA, Gliadin (deam.) IgG, Transglutaminase IgA und Gesamt IgA

Gliadin (deamidiert) IgG

Bei Zöliakie-Patienten können Gliadin IgA und IgG zusammen mit Transglutaminase IgA in hoher Frequenz nachgewiesen  werden. Wird eine konsequente glutenfreie Diät eingehalten, sinken die Antikörper Titer innerhalb von einigen Monaten wieder ab. Gliadin IgG sind weniger spezifisch als IgA und können auch bei anderen Erkrankungen (Colitis ulceroas, Morbus Crohn, Dermatitis herpetiformis) vorkommen. Eine diagnostische Relevanz von isoliert nachgewiesenen Gliadin IgG ergibt sich nur bei einem IgA Mangel.

Lesen Sie dazu unseren Wissenspunkt zur Zöliakie!

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: EDTA-Plsama

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

FEIA (KI)

Hersteller

Phadia (Thermo Fisher Scientific)

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 7 U/mL

Tarifpunkte (TP)

25.2

Position

1122.00

AB/LIS-Code

glia (Profil mit IgA und IgG)
Profil Zöliakie (Code: zoel) beinhaltet Gliadin (deam.) IgA, Gliadin (deam.) IgG, Transglutaminase IgA und Gesamt IgA

Glomeruläre Basalmembran (GBM) Ak

Marker-Antikörper der GBM-Nephritis. Das Krankheitsspektrum umfasst die rapid pogressive Gomerulonephritis mit (Goodpasture-Syndrom) oder ohne pulmonale Hämorrhagie.

Synonyme

Goodpasture Ak, Goodpasture Syndrom, Basalmembran Ak

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

CLIA (KI)

Einheit

CU

Referenzbereich

< 20 CU

Fremdleistung

Inselspital
Zentrum für Labormedizin

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1124.00

AB/LIS-Code

akgbm1

Glomeruläre Ec

Die Erythrozyten weisen nach glomerulärer Passage typische morphologische Veränderungen auf. Neben Ringformen mit glatter und gewellter Struktur und deformierten bzw. dysmorphen, glomerulären Erythrozyten, teilweise mit Innen- und Außenzapfen, findet man auch als Sonderform unter den dysmorphen Erythrozyten die Akanthozyten (bekannt als »Mickey-Maus-Erythrozyten«) mit bläschenförmigen Ausstülpungen. Die Beurteilung der Erythrozyten verlangt praktische Erfahrung und gute Kenntnisse der Urinmikroskopie:

1. Glomeruläre Erythrozyten sind typischerweise kleiner als Erythrozyten nicht-glomerulärer Blutungsquellen.

2. Die Erythrozyten glomerulärer Blutungsquellen variieren in Form und Größe, während Erythrozyten bei Hämaturien nicht-glomerulären Ursprungs in Form und Größe einheitlich sind.

3. Erythrozyten bei Hämaturien glomerulären Ursprungs haben oft Hämoglobin verloren.

4. Bei glomerulären Blutungen können manchmal auch Erythrophagozyten mikroskopisch gesehen werden. Erythrophagozyten sind Tubulusepithelien, die Erythrozyten bereits aufgenommen haben.

Bei einer postrenalen Blutung behalten dagegen die Erythrozyten weitgehend ihre Form (Bezeichnung als eumorphe, isomorphe bzw. nicht-glomeruläre Erythrozyten).

Material

10 ml Spontanurin

Stabilität

Urin muss am Tag der Urinabgabe im Labor untersucht werden können!

Methode

Mikroskopie

Referenzbereich

Dysmorphe Erythrozyten < 40%

Akanthozyten                   <  5%

Tarifpunkte (TP)

10.5

Position

1675.00

AB/LIS-Code

gloec

Glucose

Glucose ist das wichtigste Kohlenhydrat im peripheren Blut. Die Oxidation von Glucose stellt die Hauptenergiequelle für Körperzellen dar. Die dem Körper als Ernährung zugeführte Glucose wird zur Speicherung in der Leber in Glykogen und zur Speicherung im Fettgewebe in Fettsäuren umgewandelt. Die Blutglucosekonzentration wird durch zahlreiche Hormone in engen Grenzen gehalten. Die wichtigsten dieser Hormone werden von der Bauchspeicheldrüse produziert.

Synonyme

Zucker, Glukose

Material

1 mL Serum (Zusatzinformation beachten!) oder 1 mL Na-Fluorid-Plasma

Alternativmaterial: EDTA-Plasma, Heparin-Plasma (Zusatzinformation beachten!)

Zusatzinformation

Wird Nativblut bei Raumtemperatur unzentrifugiert stehen gelassen, nimmt die Glucose-Konzentration ca. 6 % pro Stunde ab. Es wird daher die Einsendung von zentrifugierten Serumröhrchen mit Trenngel (Zentrifugation 30 min nach Entnahme) oder Fluoridblut zur Bestimmung der Glucose empfohlen.
Serumproben aus Röhrchen OHNE Trenngel oder Plasmaproben sollten innerhalb von 30 min nach der Entnahme von den Zellen getrennt werden.

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 72 h
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

Täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (Hexokinase, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich
  Nüchternglucose Oraler Glucosetoleranztest (2 h-Wert nach 75 g po)
Normal 3.50 bis < 5.60 mmol/L < 7.80 mmol/L
Gestörte Nüchternglucose ≥ 5.60 und < 7.00 mmol/L -
Verminderte Glucosetoleranz - ≥ 7.80 und < 11.1 mmol/L
Diabetes mellitus ≥ 7.00 mmol/L ≥ 11.1 mmol/L
Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1356.00

AB/LIS-Code

gluc (Glucose nüchtern)
glupp (Glucose postprandial)

Glucose (Liquor)

Glucose ist das wichtigste Kohlenhydrat im peripheren Blut. Die Oxidation von Glucose stellt die Hauptenergiequelle für Körperzellen dar. Die dem Körper als Ernährung zugeführte Glucose wird zur Speicherung in der Leber in Glykogen und zur Speicherung im Fettgewebe in Fettsäuren umgewandelt. Die Blutglucosekonzentration wird durch zahlreiche Hormone in engen Grenzen gehalten. Die wichtigsten dieser Hormone werden von der Bauchspeicheldrüse produziert.

Synonyme

Glukose

Material

1 mL Liquor (das Material ins NaF-Röhrchen vom Liquorset abnehmen)

Zusatzinformation

Die Glucosebestimmung im Liquor dient zur Bewertung von Meningitis, einer neoplastischen Meningesbeteiligung und von anderen neurologischen Störungen.

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 48 h
-20 °C 6 m

Die Stabilität der Glucose in den Proben wird durch Lagertemperatur, bakterielle Kontamination und Glykolyse beeinflusst. Liquor cerebrospinalis kann mit Bakterien kontaminiert sein und enthält oftmals andere Zellbestandteile. Daher sollten Liquorproben sofort auf Glucose getestet werden oder bei 4 °C bzw. ‑20 °C aufbewahrt werden.

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (Hexokinase, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich
Alter Referenzbereich
0 - 18 Jahre 3.33 - 4.44 mmol/L
> 18 Jahre 2.22 - 3.89 mmol/L

 

Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1356.00

AB/LIS-Code

glul

Glucose (Punktat)

 

Verdacht auf eine bakterielle Infektion oder Tumore.

Material

5 mL Punktat-Fluorid

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 3 d
Methode

Hexokinase

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich

3.9 - 6.1 mmol/L

Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1356.00

AB/LIS-Code

glup

Glucose (Urin)

Glucose ist das wichtigste Kohlenhydrat im peripheren Blut. Die Oxidation von Glucose stellt die Hauptenergiequelle für Körperzellen dar. Die dem Körper als Ernährung zugeführte Glucose wird zur Speicherung in der Leber in Glykogen und zur Speicherung im Fettgewebe in Fettsäuren umgewandelt. Die Blutglucosekonzentration wird durch zahlreiche Hormone in engen Grenzen gehalten. Die wichtigsten dieser Hormone werden von der Bauchspeicheldrüse produziert.

Synonyme

Glukose

Material

10 mL Spontanurin, 24 h-Sammelurin (den Urin in einer dunklen Flasche sammeln)

Zusatzinformation

Die Glucosemessung im Urin wird beim Diabetes-Screening verwendet und dient zur Beurteilung der Glukosurie, zur Feststellung von Nierentubulistörungen und zur Festlegung der Insulintherapie.

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 48 h
-20 °C 6 m

Die Stabilität der Glucose in den Proben wird durch Lagertemperatur, bakterielle Kontamination und Glykolyse beeinflusst. Um den Glucose-Spiegel von 24‑h‑Sammelurin stabil zu halten, kann vor dem Sammeln der Proben 5 mL Eisessig in das Sammelgefäß gegeben werden. Nicht konservierte Urinproben können nach 24‑stündiger Lagerung bei Raumtemperatur bis zu 40 % ihres Glucose-Gehalts verlieren. Die Proben daher während der Sammlung eisgekühlt lagern.

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (Hexokinase, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich
Material Referenzbereich
Spontanurin < 0.83 mmol/L
1. Morgenurin 0.30 - 1.10 mmol/L
24 h-Sammelurin < 2.78 mmol/24 h
Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1356.00

AB/LIS-Code

gluu (Spontanurin)

gluu24 (24 h-Urin, Profil)

Glucose-6-Phosphatdehydrogenase - Aktivität in Ec (G6PD)

Ein Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel (G6PD)-Mangel, ist einer der am weitesten verbreitete Erythrozyten-Enzym-Defekt, besonders im Mittelmeerraum, Afrika und Asien. Die Vererbung erfolgt X-chromosomal rezissiv. Ein Mangel führt zu einem unzureichenden Schutz vor oxidativem Stress z.B. durch Infektionen, gewissen Medikamente oder Nahrungsmittel i.e. Favabohnen. Der Mangel an G6PD führt zur erhöhten Belastung der Erythrozyten, weshalb sie vorzeitig abgebaut werden («Hämolyse»).

Gemäss WHO wird ein G6PD Mangel in 5 Klassen eingeteilt, von denen aber nur 3 eine klinische Relevanz haben:
- Klasse I: schwerer Enzymmangel (<10% normale Enzymaktivität). klinisch: chronische hämolytische Anämie.
- Klasse II: schwerer Enzymmangel (<10% normale Enzymaktivität). klinisch: intermittierende hämolytische Anämie.
- Klasse III: mässiger Enzymdefekt (10–60% normale Enzymaktivität). klinisch: Hämolyse meist im Rahmen einer Infektion oder Medikamentenexposition.
 

Hinweis zur Interpretation der Resultate: Die Enzymaktivität in Retikulozyten und jungen Erythrozyten ist höher als bei älteren Erythrozyten. Bei Hämolyse
und anderen Ursachen einer Retikulozytose wird daher eine höhere Enzymaktivität pro g Hämoglobin gemessen.

Synonyme

Glucose-6-Phosphatdehydrogenase, G6PD, G6PDH

Material

1 mL EDTA-Vollblut

Stabilität
18 - 25 °C 5 d
2 - 8 °C 5d
-20 °C nicht stabil
Methode

Photometrie

Einheit

IE/g Hb

Referenzbereich

8.5 - 14.0 IE/g Hb

Gemäss WHO wird ein G6PD Mangel in 5 Klassen eingeteilt, von denen drei eine klinische Relevanz haben: 
- Klasse I: schwerer Enzymmangel (<10% normale Enzymaktivität). klinisch: chronische hämolytische Anämie. 
- Klasse II: schwerer Enzymmangel (<10% normale Enzymaktivität). klinisch: intermittierende hämolytische Anämie. 
- Klasse III: mässiger Enzymdefekt (10–60% normale Enzymaktivität). klinisch: Hämolyse meist im Rahmen einer Infektion oder Medikamentenexposition.

Die Enzymaktivität in Retikulozyten und jungen Erythrozyten ist höher als bei älteren Erythrozyten, weshalb z.B. bei Hämolyse 
und anderen Ursachen einer Retikulozytose eine höhere Enzymaktivität pro gramm Hb gemessen wird.

Fremdleistung

Kantonsspital Aarau
Institut für Labormedizin

Tarifpunkte (TP)

18.9

Position

1358.00

AB/LIS-Code

g6pdh

Glucose-Tagesprofil

Glucose ist das wichtigste Kohlenhydrat im peripheren Blut. Die Oxidation von Glucose stellt die Hauptenergiequelle für Körperzellen dar. Die dem Körper als Ernährung zugeführte Glucose wird zur Speicherung in der Leber in Glykogen und zur Speicherung im Fettgewebe in Fettsäuren umgewandelt. Die Blutglucosekonzentration wird durch zahlreiche Hormone in engen Grenzen gehalten. Die wichtigsten dieser Hormone werden von der Bauchspeicheldrüse produziert.

Material

1 mL Na-Fluorid-Plasma

Alternativmaterial: Serum

Zusatzinformation

Plasma- oder Serumproben sollten unmittelbar nach Entnahme (max. 30 Minuten) von Zellen getrennt werden. Gerinnt das Blut oder wird es bei Raumtemperatur und unzentrifugiert stehen gelassen, nimmt die Serumglucose ca. 5 bis 8% in der ersten Stunde ab. Empfohlen wird die Einsendung von Fluoridblut für die Glucosebestimmung.

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 72 h
-20 °C 6 m



 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (Hexokinase, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich

basal 3.6 –5.6 mmol/l

Tarifpunkte (TP)

7.8

Position

1359.00

Glukagon

Erhöhte Glukagonspiegel weisen auf das Vorliegen eines Glukagonoms hin, finden sich aber auch beim bronchogenen Riesenzell-Karzinom, bei akuter Pankreatitis, diabetischer Ketoazidose, Niereninsuffizienz, Sepsis und Leberzirrhoseoder bei Nierenversagen.Der ELISA Assay erkennt sowohl endogenes als auch rekombinant hergestelltes Glukagon.  Bitte beachten sie die spezielle Präanalytik!

 

Synonyme

Glucagon

Material

1 mL Aprotinin-EDTA Plasma

Vacutainer Rosa (EDTA + Aprotinin) BD K3E mind 1-2 Tage im Voraus im Labor bestellen

Zusatzinformation

Vorgaben: Blutentnahme (BE) nüchtern (>12h Nahrungskarenz), Eisbad, EDTA-Röhrchen mit Aprotinin bereithalten

Vorgehen:

1) Vor der BE das Vacutainer im Eisbad vorkühlen (mind 15min)
2) Nach der BE Röhrchen vorsichtig im EIsbad mischen, Hämolyse ist zu vermeiden!
3) Zeit der Blutentnahme ist umbedingt auf dem Formular zu vermerken
4) Blutprobe in einer Kühlzentrifuge zentrifugieren (Alternative zur Kühlzentrifuge: Probe vorkühlen in Eisbad und dann nicht gekühlt zentrifugieren)
5) Plasma in ein separates Probenröhrchengefäss abpipettieren und dieses Plasma sofort einfrieren
6) Versand gefroren

Methode

ELISA

Einheit

pmol/L

Referenzbereich

< 18 pmol/L

Fremdleistung

Universitätsspital Zürich
Institut für Klinische Chemie

Tarifpunkte (TP)

61.2

Position

1355.00

AB/LIS-Code

glucag

Glutamat-Dehydrogenase (GLDH)

Die GLDH ist ein weitgehend leberspezifisches Enzym, welches ausschließlich intramitochondrial lokalisiert ist und sich vorwiegend im Leberzellazinus findet. Andere Organe (Nieren, Pankreas, Herz, Gehirn, Intestinum) haben eine vernachlässigbare GLDH-Aktivität. GLDH-Aktivitätsbestimmungen finden nur für die Diagnostik von Lebererkrankungen Anwendung, insbesondere zur Abschätzung des Schweregrades der Einzelzellschädigung.

Synonyme

GLDH

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Nekrotisierende Leberschädigungen wie akute Leberdystrophie, nekrotisierende Hepatitis, multiple Lebermetastasen sowie Verschlussikterus gehen mit relativ hohen GLDH-Aktivitäten im Serum einher.

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 4 w
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Frauen < 5.0 U/L
Männer < 7.0 U/L
Tarifpunkte (TP)

14.3

Position

1361.00

AB/LIS-Code

gldh

Glutathion

Glutathion wird zur Abklärung von oxidativem und / oder nitrosativem Stress bestimmt. Erniedrigte Glutathionspiegel können auf eine Störung der antioxidativen Homöostase oder auf eine genetische Variante der Glutathion-S-Transferase hinweisen.

Synonyme

Freies Glutathion, GSH, GSSG, oxidiert, reduziert

Material

1 mL EDTA Vollblut

Zusatzinformation

Die Probe sollte innerhalb 8-12 h im Labor eintreffen

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 d
-20 °C 6 m
Methode

HPLC

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Glutathion (GSH+2GSSG) > 1093 µmol/L
Glutathion reduziert (GSH) > 725 µmol/L
Glutathion oxidiert (GSSG) < 217 µmol/L
Quotient reduziert/gesamt > 0.63

 

Fremdleistung

Labor Team

Tarifpunkte (TP)

82.0

Position

Keine Pflichtleistung

AB/LIS-Code

glutges (Profil)

Glycin-Rezeptor (GlyR) Ak

Glycin-Rezeptor Ak werden hauptsächlich in Patienten mit PERM (progressive Enzephalitis mit Rigidität und Myoklonus), Stiff Person Syndroms, limbische Enzephalitis oder mit epileptischer Enzephalopathie gefunden.

Synonyme

Anti-Glycin-Rezeptor Ak

Material

1 mL Serum / 1 mL Liquor (nativ)

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

Serum: < 1:10 Titer

Liquor: negativ

Fremdleistung

Universitätsspital Zürich
Klinik für Immunologie

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1194.00

AB/LIS-Code

Serum: akglyc

Liquor: akglycl

Glykosaminoglykane (Urin)

Glykosaminoglykane (GAGs), veraltet auch Mucopolysaccharide, sind Polysaccharidketten aus Aminozuckern. Im Körper kommen die GAGs u.a. an Proteinzentralfilamente gebunden vor und bilden so die Proteoglykane, ein wichtiger Bestandteil der extrazellulären Matrix. Fehlen dem Körper die relevanten Enzyme für den Metabolismus und die Speicherung der GAGs, führt dies zu einer Untergruppe lysosomaler Speichererkrankungen, den Mucopolysaccharidosen. Dabei gelangen überschüssige GAGs ins Blut und werden an ungewöhnlichen Stellen im Körper abgelagert.

Der qualitative Nachweis von GAGs im Urin dient als Suchtest für Mucopolysaccharidosen.

 

Synonyme

Mucopolysaccharide, Mukopolysaccharide, GAGs, Mucopolysaccharidose, Mukopolysaccharidose

Material

5 mL Spontanurin (wenn möglich Morgenurin)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

Elektrophorese

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Universitäts-Kinderspital Zürich

Tarifpunkte (TP)

130.5

Position

1900.10

AB/LIS-Code

glykosamu

Gnathostoma spp. Ak

Gnathostoma gehört zu den Nematoden. Wirte sind primär Fleischfressende Säugetiere wie Hunde und Katzen. Über den Fäzes ausgeschiedene Eier entwickeln sich in Süsswasser zu Larven, welche von einem ersten Zwischenwirt (Flusskrebse) aufgenommen werden. In einem zweiten Zwischenwirt (Fisch, Frosch) erreichen die Larven ihr infektiöses Stadium. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt hauptsächlich durch Verzehr von rohem Fisch. Gnathostomiasis ist dementsprechend auch in Regionen, wo viel roher Fisch verzehrt wird wie Ost- und Südostasien endemisch.

Kutane Gnathostomiasis ist die häufigste Form der Krankheit und mit wandernden, geröteten Schwellungen assoziiert.

Synonyme

Gnathostomiasis, Parasiten

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma, Liquor

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

Western Blot (KI)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut

Tarifpunkte (TP)

73.8

Position

3545.00

AB/LIS-Code

gnatak

Gp210 Ak

Gp210 Ak sind hochspezifisch für die primär biliäre Cholangitis (PBC) und sind bei ca. 10-45% der Patienten nachweisbar. Sie wurden auch in klinsich gesicherten AMA negativen PBC-Patienten gefunden (21-47%). Die Antikörper sind mit extrahepatischen Manifestationen (z.B. Arthritis) assoziiert und weisen auf einen ungünstigen Verlauf mit erhöhtem Risiko für Leberversagen.

Synonyme

Glykoportein 210 Ak, primär biliäre Cholangitis, primär biliäre Zirrhose, PBC

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Antikörper zeigen in der indirekten Immunfluoreszenz der antinukleären Antikörper (ANA) ein membranständigen Muster.

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

Units

Referenzbereich

< 25 Units

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1194.00

AB/LIS-Code

akgp210
Profil Autoimmunhepatitis (Code: virhepaut) beinhaltet ANA, LKM-1, SMA, F-Aktin, LC1, SLA Ak, totales IgG
Profil Primär Biliäre Cholangitis (Code: pbcprofil) beinhaltet ANA, AMA, Gp210, Sp100 Ak, totales IgM
Leber/Galle Ak-Profil (Code: lebgal)