Auf einen Blick

Analysenverzeichnis

Dieses Verzeichnis enthält zentrale Informationen zu allen Analysen, welche wir anbieten.

Bitte beachten Sie, dass die Qualität des Probenmaterials die Analysenergebnisse beeinflussen kann. Die Analysenergebnisse gelten immer für die jeweils erhaltenen Proben.

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ABCB1-Genotyp

ABCB1-Genvarianten (P-Glykoprotein) beeinflussen in der Blut-Hirn-Schranke das Therapieansprechen bestimmter Antidepressiva. Dabei hatten Träger der Genvariante 1 deutlich bessere Remissionsraten als Träger der Genvariante 2. Die ABCB1-Bestimmung wurde in die gemeinsame Behandlungsempfehlung der Schweizersichen Gesellschaft für Angst und Depression (SGAD), der Schweizerischen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie (SGBP) sowie der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) für die Akutbehandlung depressiver Episoden integriert.

Konsequenzen für Patienten mit ABCB1-Genvariante 2 Konstellation:

1. Verordnung eines Non-Substrats des P-Glykoproteins in der Standarddosierung. Non-Substrate des P-Glykoproteins: Fluoxetin, Mirtazapin, Agomelatin, Bupropion

oder

2. Verordnung eines Substrats des P-Glykoproteins unter frühzeitiger Anwendung von Eskalationsstrategien (z.B. Dosissteigerung, Augmentation, Kombination von verschiedenen Antidepressiva). Substrate des P-Glykoproteins: Paroxetin, (Es-) Citalopram, Venlafaxin, Amitriptylin, Amitriptylinoxid, Nortriptylin, Trimipramin, Sertralin, Doxepin, Vortioxetin, Vilazodon, Levomilnacipran, Hypericum.

Material

3 mL EDTA-Vollblut

Zusatzinformation

Zyto- oder molekulargenetische Untersuchungen dürfen nur durchgeführt werden, wenn die betroffene Person ausreichend über die medizinische Sachlage informiert wurde und der Untersuchung zugestimmt hat. Eine entsprechende Einverständnis-Erklärung für genetische Untersuchungen kann auf unserer Webseite heruntergeladen werden.

Stabilität
18 - 25 °C 1 w
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

real-time PCR

Referenzbereich
ABCB1-Genotypisierung Genvariante Ergebnisinterpretation

rs2032583: (CC oder CT heterozygot)
rs2235015: (TT oder GT heterozygot)

1 erleichterte Passage von Antidepressiva durch die Blut-Hirn-Schranke

rs2032583: TT (homozygot)
rs2235015: GG (homozygot)

2 verminderte Passage von Antidepressiva durch die Blut-Hirn-Schranke

 

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f12)

Tarifpunkte (TP)

222.3

AB/LIS-Code

nmd_abcb1

ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme)

ACE hat einen starken Einfluss auf die Blutdruckregulation. Es katalysiert die Bildung des vasokonstriktorisch wirkendem AT II und hemmt die Synthese von Bradykinin (vasodilatatorisch, natriuretisch). ACE stellt einen Angriffspunkt für Antihypertensiva (ACE-Hemmer) dar. ACE wird vorwiegend von den Endothelzellen der Lunge und Nieren gebildet. Erhöhte ACE-Plasmaspiegel finden sich daher bei Granulombildung, aber auch bei anderen Lungenerkrankungen (z.B. Pneumonie).
Cave: Die ACE-Bestimmung spielt bei der Hypertoniediagnostik keine Rolle.

Indikationen: Verlaufsparameter bei granulomatösen Lungenerkrankungen (Sarkoidose).

Synonyme

Angiotensin-Converting-Enzyme, ace

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 3 m
Methode

Spektrophotometrie

Einheit

U/L

Referenzbereich
Alter Referenzbereich
< 18 Jahre 29.0 - 112 U/L
ab 18 Jahre 20.0 - 70.0 U/L
Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

20.7

Position

1059.00

AB/LIS-Code

ace

ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme, Liquor)

ACE hat einen starken Einfluss auf die Blutdruckregulation. Es katalysiert die Bildung des vasokonstriktorisch wirkendem AT II und hemmt die Synthese von Bradykinin (vasodilatatorisch, natriuretisch). ACE stellt einen Angriffspunkt für Antihypertensiva (ACE-Hemmer) dar. ACE wird vorwiegend von den Endothelzellen der Lunge und Nieren gebildet. Erhöhte ACE-Plasmaspiegel finden sich daher bei Granulombildung, aber auch bei anderen Lungenerkrankungen (z.B. Pneumonie).
Cave: Die ACE-Bestimmung spielt bei der Hypertoniediagnostik keine Rolle.

Indikationen: Verlaufsparameter bei granulomatösen Lungenerkrankungen (Sarkoidose).

Synonyme

Angiotensin-Converting-Enzyme

Material

0.3 mL Liquor

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 3 m
Einheit

U/L

Referenzbereich

< 5.00 U/L

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

20.7

Position

1059.00

AB/LIS-Code

acel

Acetylcholin-Rezeptor Ak

Acetylcholin-Rezeptor Ak sind spezifisch für eine Myasthenia gravis. Die höhe der Antikörper korreliert zwar nicht mit der schwere der Krankheit, jedoch lässt der Verlauf der Antkörpertiter Rückschlüsse auf die Prognose bei einzelnen Patienten zu. So ist eine >50% Reduktion der Antikörper im Verlauf häufig mit einer deutlichen Verbesserung der Erkrankung verbunden.

Synonyme

Anti-AChR, Acetylcholinrezeptor-Esterase Ak, Myasthenia gravis

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma (Heparin, EDTA)

Zusatzinformation

Bei klinisch hohem Verdacht auf eine Myasthenia gravis und negativen AChR Ak können zusätzlich die Antikörper gegen die Muskel-Spezifische Kinase (MuSK Ak) bestimmt werden.

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

RIA (KI)

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

< 0.5 nmol/L

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f25)

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1096.00

AB/LIS-Code

akacetyl

ACTH (Corticotropin)

Adrenokortikotropes Hormon (ACTH) bzw. Kortikotropin ist ein aus 39 Aminosäuren bestehendes Peptidhormon und stimuliert die Bildung und Ausschüttung von Glukokortikoiden (insbesondere Cortisol) durch die Nebennierenrinde. ACTH-Konzentrationen unterliegen einer Tagesschwankung, wobei hohe Spiegel morgens und niedrige Spiegel abends auftreten. Wie auch im Falle von Cortisol ist es für die Interpretation der Ergebnisse wichtig, den Entnahmezeitpunkt der Plasmaprobe zu kennen.

ACTH-Messungen im Plasma dienen zur Differentialdiagnose des Cushing-Syndroms (erhöhte ACTH-Ausschüttung), von autonomen ACTH-bildenden hypophysären Geweben (z.B. Nelson-Syndrom), Hypopituitarismus mit ACTH-Mangel sowie von ektopischem ACTH-Syndrom. Neben Cortisolbestimmungen können auch ACTH-Messungen zusammen mit weiteren Unterdrückungs- und Stimulierungstests zur Diagnose des Ursprungs einer Glukokortikoid-Überproduktion herangezogen werden. ACTH-Messungen können in ähnlicher Weise auch unterstützend bei der Differentialdiagnose einer Nebenniereninsuffizienz (Addison-Krankheit) verwendet werden.
ACTH, welches nicht von der Hypophyse gebildet wird, wird als ektopisches ACTH bezeichnet und meist mit kleinzelligem Lungenkarzinom assoziiert. In seltenen Fällen kann ektopisches ACTH auch durch Thymus-Tumoren, Adenokarzinome der Bauchspeicheldrüse oder durch Bronchialkarzinoid hervorgerufen werden. Diese Tumoren führen oftmals zur Ausschüttung von ACTH-Vorläufern (POMC und pro‑ACTH).

Synonyme

Kortikotropin, Corticotropin, adrenokortikotropes Hormon

Material

1 mL EDTA-Plasma (gefroren)

nur einmal einfrieren

Stabilität
18 - 25 °C 2 h
2 - 8 °C 3 h
-20 °C 10 w
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

pg/mL

Referenzbereich

< 63.3 pg/mL

Bezogen auf Probenentnahmen zwischen 07:00 und 10:00 Uhr

Tarifpunkte (TP)

61.2

Position

1239.00

AB/LIS-Code

acth

Actinomyces spp. (Kultur)

Actinomyces gehört zur normalen Flora der Schleimhäute. Die Erreger können jedoch ins Gewebe eindringen und vermehren. Dadurch entstehen eitrige, granulomatöse Infektionsherde. Je nach Lokalisation unterscheidet man die zervikofaziale Aktinomykose (häufigste Form >90%), die thorakale Aktinomykose (selten), die abdominale Aktinomykose und die genitale Aktinomykose (bei intrauteriner Verhütungsmassnahme, Spirale).

Synonyme

Aktinomykose

Material

Bronchoalveoläre Lavage: Steriles Röhrchen (Nr. 42)

Punktion: Portagerm (PORT-F)-Stechampulle (Nr. 47)

Biopsien / Gewebe: Steriles Röhrchen (Nr. 42) mit Zugabe von ca. 1 mL steriler 0.9% NaCl-Lösung

Zusatzinformation

Sputum und Bronchialsekret ist für die Untersuchung nicht geeignet.

Stabilität
2 - 8 °C 1 d
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Sa

Methode

Kultur (MM)

Tarifpunkte (TP)
negativ

19.8

positiv 63.0
Position
negativ 3342.00
positiv

3343.00

AB/LIS-Code

m_acti

Acylcarnitin-Profil

Bei dieser Abklärung handelt es sich um eine Spezialabklärung im Zusammenhang mit Wachstums-, Gedeih- und Stoffwechselstörungen.

Bei Erwachsenen wird in der Regel primär das Carnitin-Profil abgeklärt.

Stabilität

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-Plasma

Einheit

Gemäss Laborbericht

Referenzbereich

Gemäss Laborbericht

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f05)

Tarifpunkte (TP)

184.5

Position

1042.00

AB/LIS-Code

acylcarn

Adalimumab (Humira) Spiegel und Ak

Die Analytik dient als Hilfsmittel beim therapeutischen Arzneimittelüberwachung bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkankungen und rheumatoider Arthritis unter Adalimumab-Therapie.

Synonyme

Humira®, Hyrimoz® (Adalimumab-adaz), Anti-TNF-alpha-Antikörper, TNF alpha Antikörper

Material

1 mL Serum

Stabilität
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 2 m
Methode

(KI)

Einheit

Spiegel: µg/mL

Antikörper: ng/ml

Referenzbereich

Spiegel: ≥ 7.5 µg/mL

Antikörper: < 10 ng/ml

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f27)

Tarifpunkte (TP)

78.3 / 78.3 / Total: 156.6

Position

1474.10 /  1194.00

AB/LIS-Code

adalim

Adenovirus (PCR)

Atemwegsinfektionen: Adenoviren werden durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen übertragen. Sie lösen vor allem bei Kleinkindern und jungen Erwachsenen leichte Erkältungskreankheiten aus bis hin zu schweren Lungenentzündungen. Häufig kommt es zu einer Kombination von Pharyngitis und Konjunktivitis.

Augeninfektionen: Infektionen der Augen durch Adenoviren treten sporadisch oder endemisch auf und haben in der Regel einen milden Verlauf.

Material

Nasopharyngeal-Abstrich, Augen-Abstrich: Opti-Swab (Nr. 50)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

PCR (MD)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt 

Tarifpunkte (TP)

119.7

Position

3007.00

AB/LIS-Code

mmd_aden, mmd_adenostuhl

Adenovirus Ak, KBR

Die KBR-Analyse wird seit dem 15. August 2022 nicht mehr angeboten. Als Ersatz empfehlen wir Ihnen den direkten Erregernachweis mittels Multiplex-PCR.

Aethanol (Ethanol), Aethylalkohol (Ethylalkohol)

Die direkte Messung von Ethanol im Blut ist die einfachste und spezifischste Methode zum Nachweis eines kurz zurückliegenden Alkoholkonsums. Alkoholspiegel fallen nach 5 – 7 h bereits unter die Nachweisgrenze herkömmlicher Tests ab. Ein negativer Befund schließt somit einen chronischen Alkoholkonsum nicht aus. Etwa 30 bis 60 Minuten nach der Ethanolaufnahme wird die höchste Blutalkoholkonzentration erreicht. 2 – 5 % des aufgenommenen Ethanols werden über Atemluft, Schweiß und Urin ausgeschieden. Unabhängig von der getrunkenen Alkoholmenge und der aktuellen Alkoholkonzentration wird pro Zeiteinheit eine konstante Menge Ethanol durch die Leber verstoffwechselt (95 %). Typische Abbauraten befinden sich im Bereich von 0.10 bis 0.20 Promille pro Stunde.

Synonyme

Aethanol, Ethanol, Aethylalkohol,, Ethylalkohol, EtOH

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Wegen einer möglichen Verdunstung von Alkohol muss das Probengefäss möglichst vollständig gefüllt und fest verschlossen sein und sollte nicht länger als 5 Minuten offen stehen.

Achtung: Für die Desinfektion bei der Blutentnahme keinen Alkohol verwenden, sondern z.B. Aether oder Zephiran® (Benzalkoniumchlorid).

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 1 m

 

Einheit

Referenzbereich

< 0.10 ‰

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

20.7

Position

1311.00

AB/LIS-Code

ethan

Affenpocken (PCR)

Das Affenpockenvirus ist eine Unterart des Orthopoxvirus und wird vor allem bei engem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen (Haut- oder Schleimhautkontakt durch infiziertes Sekret). Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 5 - 21 Tage. Mögliche Symptome sind: charakteristischer Hautausschlag mit einzelnen Läsionen (zuerst Bläschen, dann Pusteln und schliesslich Krusten), geschwollene Lymphknoten, Entzündungen in Genital- und Analregion, Fieber, Gliederschmeren und Erschöpfung. Die Ausprägung der Symptome ist individuell (teilweise tritt nur lokal begrenzt oder kein Hautausschlag auf).

Synonyme

Monkeypox, MPXV, Orthopoxvirus simiae

Material

Abstrich von Bläschen/Läsion: Opti-Swab (Nr. 50)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

PCR (MM)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f07)

Position

Es gibt keine offizielle Tarifposition gemäss der Analysenliste. Anfallende Kosten werden vom Unterauftragnehmer direkt mit dem BAG abgerechnet.

AB/LIS-Code

aff

AFP einfach - NTD Screening (SSW 14+0 bis 19+6)

Das Alpha-1‑Fetoprotein (AFP), ein Albumin‑ähnliches Glykoprotein mit einem Molekulargewicht von etwa 70 kDa, wird im fetalen Dottersack, in nicht differenzierten Leberzellen, sowie im fetalen Gastro‑Intestinaltrakt gebildet.

Erhöhte AFP-Konzentrationen während der Schwangerschaft im mütterlichen Serum (>2.5 Vielfaches des Medians, i.e. MoM) können auf fetale Körperoberflächendefekte ( Spina bifida, Neuralrohrdefekte, Bauchwandefekte, i.e. NTD) oder Anenzephalie hindeuten.

Im zweiten Schwangerschaftsdrittel (Fetus SSL >85 mm) ist die AFP-Bestimmung Bestandteil der Risikoabschätzung für Trisomie 18 und 21 und wird zusammen mit dem freien Beta-hCG und weiteren anamnesitschen und geburtshilflichen Parametern wie dem genauem Gestationsalter und Gewicht der Mutter zur Berechnung des Risikos eingesetzt.

Synonyme

AFP, α1-Fetoprotein, AFP einfach, Neuralrohrdefekt-Screening.

Material

1 mL Serum

Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Zur Analyse gehört die zwingende Angabe der Schwangerschaftswoche sowie optional die Herkunft und das Gewicht der Mutter und weitere Angaben, siehe Autragsformular des Trimester-Screenings.

Stabilität
18-25°C 5 d
2-8°C 14 d
-20°C 3 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

Die Berechnung des NTD - Risikos wird mittels der Fast Screen Software ermittelt (KC).

Hersteller

Thermo Fischer

Einheit
AFP

µg/l

NTD-Risiko Vielfaches des Medians (MoM)

 

Referenzbereich

Multiple of Median (MoM): 0.5 - 2.5

Bei erhöhten Werten (>2.5 MoM) ist eine Fruchtwasseruntersuchung empfohlen.

Tarifpunkte (TP)

17.4

Position

1034.00

AB/LIS-Code

afps

Agomelatin

Agomelatin ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der Melatonin-Analoga und wird als Mittel zweiter Wahl oder in Kombination zur Therapie von schweren Depressionen eingesetzt. Durch das besondere Wirkungsprinzip (Agonismus an melatoninergen MT1- und MT2 Rezeptoren) kann Agomelatin Schlafstörungen mindern. Mögliche Toxizitäten: akute Leberschäden, gastrointestinale Störungen, Sedierung, Kopfschmerzen, Übelkeit. Um ein korrektes therapeutisches Drug monitoring (TDM) für Agomelatin zu erhalten, sollte die Blutprobe 1-2h nach oraler Gabe  abgenommen werden (Spitzenspiegel).

Synonyme

Valdoxan ®

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme 1h nach der oralen Gabe. Die Blutprobe nach der Koagulation sofort zentrifugieren, Serum abtrennen und einfrieren. Keine Nachverordnung möglich.

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
-20 °C 2 m
Methode

LCMS/MS (KC)

Einheit

µg/L

Referenzbereich

 

Bereich

Einheit

Therapeutischer Bereich

7.0-300

µg/L

Warnlevel

>600

µg/L

Der therapeutische Bereich bezieht sich auf den Spitzenspiegel 1-2 h nach oraler Gabe.

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f12)

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1065.00

AB/LIS-Code

agom

Ak-Suchtest (Antikörper Suchtest)

Mit dem Suchtest werden klinisch relevante gegen Erythrozyten erfasst.

Wir bitten Sie um die Angaben über den Patienten ggf. mit Angabe von verabreichten Medikamenten (z.B. i.v. Immunglobuline, hochdosierte Beta-Laktam-Antibiotika, Therapie mit monoklonalen Antikörpern z.B. Daratumumab), bekannte irreguläre Antikörper, vorangegangene allogene Stammzelltransplantationen, Bluttransfusionen, Schwangerschaft und RhD-Prophylaxe mit Datum.

Synonyme

Erythrozyten-Alloantikörper, indirekter Coombs-Test, irregulärer Alloantikörper

Material

5 mL EDTA-Blut

Wichtig: Die Röhrchen sowie das Auftragsformular müssen korrekt beschriftet sein: Name, Vorname und Geburtsdatum oder eindeutige Identifikationsnummer. Der Auftrag muss zudem durch die Person welche die Blutentnahme durchgeführt hat, visiert sein.

Alternativmaterial: Serum

Zusatzinformation

Positive Antikörpersuchtests werden im interregionalen Blutspendezentrum des SRK zur eindeutigen Identifikation des Antikörpers weiterabgeklärt.

 

Stabilität
18 - 25 °C 3d
2 - 8 °C 1m
-20 °C 12m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Vollautomatische DG Gel Technologie (H)

Hersteller

Grifols

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

33

Position

1288.00

AB/LIS-Code

akst

Aktin Ak (IgG)

Aktin ist Bestandteil der Mikrofilamente der glatten Muskulatur. Hohe Konzentrationen von Aktin Ak gelten als spezifisch für Autoimmunhepatitis Typ 1 (AIH), aufgrund der geringeren Sensitivität sollten Aktin Ak immer zusammen mit SMA bestimmt werden. Aktin Ak sind mit einer schlechteren Prognose assoziiert.

Synonyme

Anti-F-Aktin, F-Aktin IgG, Anti-Aktin, Aktin IgG

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

Immunodot (KI)

Referenzbereich

negativ

 falls positiv, Angabe in % (<5%)

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

33.3

Position

1097.00

AB/LIS-Code

akaktin

Akute virale Hepatitis (Profil)

Das Profil beinhaltet folgende Analysen:

Hepatitis-A Virus (HAV) IgG
Hepatitis-A Virus (HAV) IgM
Hepatitis-Bs Antigen (HBsAg)
Hepatitis-Bs (HBs) Ak
Hepatitis-Bc (HBc) Ak
Hepatitis-Bc (HBc) IgM
Hepatitis-C Virus (HCV) Ak
Hepatitis E Virus (HEV) IgG/IgM

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 6 m
Methode

siehe Einzelanalysen (KI)

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

20.7 / 20.7 / 18.0 / 18.0 / 18.0 / 20.7 / 22.5 / 26.1 / 39.6 / Total: 204.3

Position

3050.00 / 3051.00 / 3060.00 / 3057.00 / 3054.00 / 3055.00 / 3069.00 /  3076.00 / 3077.00

AB/LIS-Code

akvihe (Block)

Alanin-Aminotransferase (ALAT)

Das Enzym Alaninaminotransferase (ALT) kommt in einer Vielzahl verschiedener Gewebe vor. Die wichtigste Quelle für die ALT ist die Leber. Daher wird die Messung der ALT-Aktivität bei der Diagnose von Lebererkrankungen eingesetzt. Die ALT-Serumaktivität ist bei Hepatitis, Zirrhose, obstruktivem Ikterus, Leberkarzinomen und chronischem Alkoholabusus erhöht.
Obwohl bei Krankheitsprozessen, die die Leberzellenintegrität beeinträchtigen, sowohl die ALT als auch die Aspartataminotransferase (AST) im Serum erhöht sind, ist die ALT (HWZ: 47 h) das spezifischere Enzym für die Leber. Außerdem hält die Erhöhung der ALT-Aktivität länger an als die der AST-Aktivität. 

Synonyme

ALT, Glutamat-Pyruvat-Transaminase, GPT

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma und K2‑EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 3 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (IFCC, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Frauen < 35 U/L
Männer < 50 U/L
Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1020.00

AB/LIS-Code

alat

Albendazol

Albendazol ist ein Benzimidazol-Derivat Anthelminthikum, und wird gegen Helminthen und Protozoen eingesetzt. Es wirkt vorzugsweise gegen verschiedene im Darm und Gewebe lebende Fadenwürmer (Nematoden) sowie in Organen (z. B. Gehirn, Leber, Lunge) lebende larvale Formen (Finnen) bestimmter Bandwürmer, z. B. dem Schweinebandwurm, dem Fuchsbandwurm (alveoläre Echinokokkose) und dem dreigliedrigen Hundebandwurm (cystische Echinokokkose). Fuchs-bzw. Hundebandwurm sind zwar nahe verwandt, führen jedoch beim Menschen zu unterschiedlichen Erkrankungen mit unterschiedlichen klinischen und morphologischen Befunden. Der antihelminthischer Effekt besteht darin, dass Albendazol die Tubulin-Polymerisation hemmt. Das verursacht einen Unterbruch des Helminthenmetabolismus, unter anderem durch eine Erschöpfung der Energie (Blockierung des Glucose-Uptakes), was den Helminthen immobilisiert und danach zerstört. Albendazol wirkt initial vermistatisch, dann vermicid.

Synonyme

Antimykotikum

Material

1 mL Serum (ohne Trenngel)

Zusatzinformation

Blutentnahme 4 Stunden nach Medikamenteneinnahme.
Um eine ausreichende Resoption des Arzneistoffes zu gewährleisten, muss die Einnahme mit einer fettreichen Mahlzeit erfolgen.

Stabilität

18 - 25 °C:

1 d

2 - 8 °C:

7 d

-20 °C:

6 m

Methode

LC-MS/MS

Hersteller

LDT (lab-developed test)

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f05)

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1072.0

AB/LIS-Code

alben

Albumin

Albumin ist ein unglykosiliertes Protein mit einem Molekulargewicht von 66000 Dalton und wird in den Leberparenchymzellen mit einer Rate von 14 g/Tag synthetisiert. Mengenmässig stellt Albumin normalerweise den bedeutendsten Proteinanteil (> 50%) im Plasma dar.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Wichtigstes Bindungs- und Transportprotein. Bindet Bilirubin, freie Fettsäuren, Aminosäuren, Hormone, Ionen, Metabolite, Medikamente. Neben seiner Transportfunktion ist Albumin das wichtigste Protein bei der Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks. Von klinische Bedeutung ist Albumin im Serum für die Erkennung von Hypoalbuminämien.

Stabilität
18 - 25 °C 10 w
2 - 8 °C 5 m
-20 °C 4 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Farbtest mit Bromcresolgrün (BCG)-Komplex (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

g/L

Referenzbereich
Alter Referenzbereich
0 - 13 Jahre 38 - 54 g/L
14 - 17 Jahre 32 - 45 g/L
ab 18 Jahren 35 - 52 g/L

 

 

Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1021.00

AB/LIS-Code

alb

Albumin (Liquor)

Material

Liquor nativ

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Hersteller

Roche

Einheit

mg/L

Referenzbereich

110-350 mg/L

Position

1024.10

AB/LIS-Code

alblr

Albumin (Punktat)

Material

1 mL Punktat

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 1 m
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Turbidimetrie (KC)

Einheit

g/L

Referenzbereich

< 12 g/L

Position

1021.00

AB/LIS-Code

albp

Albumin (Urin)

Albumin ist ein unglykosiliertes Protein mit einem Molekulargewicht von 66000 Dalton und wird in den Leberparenchymzellen mit einer Rate von 14 g/Tag synthetisiert. Mengenmässig stellt Albumin normalerweise den bedeutendsten Proteinanteil (> 50%) im Plasma dar.
Albumin im Urin dient als Screening oder Verlaufskontrolle einer Nephropathie. Es ist ein Markerprotein für verschiedene Proteinurieformen (selektive oder unselektive glomeruläre Proteinurie).

Material

10 ml Spontanurin, 2. Morgenurin oder 24 h-Sammelurin

Zusatzinformation

Albumin im Urin dient als Screening oder Verlaufskontrolle einer Nephropathie. Es ist ein Markerprotein für verschiedene Proteinurieformen (selektive oder unselektive glomeruläre Proteinurie).

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 1 m
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mg/L

Referenzbereich
Material Referenzbereich
Spontanurin < 20 mg/L
Spontanurin < 2.26 mg/mmol Kreatinin
24 h-Sammelurin < 30 mg / 24 h
Tarifpunkte (TP)

10.1

Position

1022.00

AB/LIS-Code

albu (Spontanurin, Profil)
albu24 (24 h-Urin, Profil)

Aldolase

Aldolase ist ein Enzym der Glykolyse und katalysiert die Spaltung von Fructose-1,6-bisphosphat in Dihydroxyacetonphosphat und Glycerinaldehyd-3-phosphat. Sie kommt in drei Isoformen vor, die jeweils in unterschiedlichen Geweben exprimiert werden (Aldolase A=Muskel; Aldolase B=Leber, Erythrozyten; Aldolase C=Gehirn). Anstelle der Aldolase wird eher die Bestimmung der Creatinkinase (CK) und je nach Indikation Myoglobin oder LDH empfohlen.

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 3 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m

 

Einheit

U/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Alle 1.0-8.0 U/L

 

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f02)

Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1047.00

AB/LIS-Code

aldola

Aldosteron

Aldosteron ist via Renin-Angiotensin-Aldosteron System (RAAS) an der Regulation des Blutdrucks beteiligt. Aldosteron reguliert dabei das Natrium-Kalium-Gleichgewicht, indem es im distalen Tubulus die Natrium- und Chloridwiederaufnahme fördert und die Kalium- und Protonenwiederaufnahme hemmt. 

Die erhöhte Aldosteronproduktion der Nebennierenrinde ist die häufigste Ursache einer sekundären arteriellen Hypertonie. Diese Form der Hypertonie geht einher mit einer Erhöhung des Natriums, des Volumens, einer erhöhten Ausscheidung des Kalium und einer Suppression von Renin.

Zur Differentialdiagnose des Hyperaldosteronismus gehört daher die Bestimmung des Renins, welches bei der primären Form supprimiert, bei der sekundären Form jedoch erhöht ist.

Material

1 mL EDTA-Plasma, dekantiert  und tiefgefroren (sofern die Probe nicht innert 6 h im Labor eintrifft)

Stabilität
18 - 25 °C 6 h
2 - 8 °C *
-20 °C 6 m

 

* Bei einer gleichzeitigen Bestimmung von Renin ist die Lagerung bei 2 - 8 °C zu vermeiden.

Methode

CLIA (KC)

Hersteller

IDS

Einheit

ng/dL

Referenzbereich

3.7 - 43.2 ng/dL (aufrecht)

3.7 - 31.0 ng/dL (liegend)

Quotient Aldosteron/ Renin < 1.12 (aufrecht)

Tarifpunkte (TP)

27.0

Position

1026.00

AB/LIS-Code

aldos

Aldosteron (Urin)

Aldosteron im Urin wird bei Hypertonikern zur Abklärung von Störungen im RAAS (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System) bestimmt. Die Aldosteronkonzentration ist bei einem primärem Hyperaldosteronismus erhöht, bei gleichzeitiger Suppression von Renin. Auch beim sekundären Hyperaldosteronismus mit arterieller Hypertonie ist die Aldosteronkonzentration erhöht. Die Bestimmung von Aldosteron im Urin schliesst kurzfristige Schwankungen, z. B. durch Orthostase oder eine inkonstante Aldosteronsekretion aus.

Synonyme

Freies Aldosteron im Urin

Material

10 mL 24 h-Urin; mit Mengenangabe
Alternativmaterial: Spontanurin

Zusatzinformation

Urin während des Sammelns gekühlt lagern und das Gesamtvolumen mitteilen.

Stabilität

18 - 25 °C:

1 d

2 - 8 °C:

7 d

-20 °C:

3 m

Methode

CLIA

Einheit

Aldosteron: µg/l
Aldosteron/Kreatinin: µg/mmol Kreatinin
Aldosteron/24 h: μg/24 h
Kreatinin: mmol/L

Referenzbereich

24 h Sammelurin

Bereich

Einheit

Aldosteron/24 h

6.0-25

μg/24 h

 

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

27.0

Position

1026.00

AB/LIS-Code

aldosu
aldosusp

Alkalische Phosphatase

Die alkalische Phosphatase im Serum besteht aus vier strukturellen Genotypen: dem Leber‑Knochen‑Nieren‑Typ, dem intestinalen Typ, dem plazentalen Typ und der Variante aus den Keimzellen. Sie kommt in Osteoblasten, Hepatozyten, Leukozyten, Nieren, Milz, Plazenta, Prostata und im Dünndarm vor. Eine besondere Bedeutung hat der Leber‑Knochen‑Nieren‑Typ.

Synonyme

AP, ap, alk. Phosphatase

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Erhöhte Aktivitäten der alkalischen Phosphatasen treten bei allen Formen der Cholestase, besonders bei Verschlussikterus, auf. Sie ist ebenfalls bei Erkrankungen des Skelettsystems wie Morbus Paget, Hyperparathyreoidismus, Rachitis und Osteomalazie, bei Frakturen und malignen Tumoren erhöht. Einen starken Aktivitätsanstieg der alkalischen Phosphatase kann man zeitweise bei Kindern und Jugendlichen beobachten. Er wird durch vermehrte Osteoblastentätigkeit infolge beschleunigten Knochenwachstums verursacht.

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 2 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (IFCC, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/L

Referenzbereich
Alter Frauen Männer
0 - 14 Tage 83 - 248 U/L 83 - 248 U/L
15 Tage - 1 Jahr 122 - 469 U/L 122 - 469 U/L
1 - 10 Jahre 142 - 335 U/L 142 - 335 U/L
10 - 13 Jahre 129 - 417 U/L 129 - 417 U/L
13 - 15 Jahre 57 - 254 U/L 116 - 468 U/L
15 - 17 Jahre 50 - 117 U/L 82 - 331 U/L
17 - 19 Jahre 45 - 87 U/L 55 - 149 U/L
> 19 Jahre 35 - 104 U/L 40 - 129 U/L
Tarifpunkte (TP)

7.9

Position

1027.01

AB/LIS-Code

ap

Alkalische Phosphatase (AP/ALP)-Elektrophorese

Elektrophoretische Differenzierung der AP-Isoenzyme bei erhöhter AP-Gesamtaktivität.

Material

1.0 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 d
-20 °C N/A
Methode

Elektrophorese

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f02)

Tarifpunkte (TP)

2.30 / 175.50 / Total: 177.80

Position

1027.00 / 1030.00

AB/LIS-Code

apel (Block)

Allergie / Allergene (spezifische IgE)

Für aktuell verfügbare Allergene siehe unter:
Allergen Übersicht

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

FEIA (KI)

Hersteller

Phadia (ThermoFisher Scientific)

Einheit

kU/L

Referenzbereich
spezifisches IgE (kU/L) CAP-Klasse Beurteilung
< 0.10 0 nicht sensibilisiert
0.10 - 0.35 0 gering sensibilisiert
0.35 - 0.70 1 gering sensibilisiert
0.70 - 3.50 2 mässig sensibilisiert
3.50 - 17.5 3 mässig sensibilisiert
17.5 - 50.0 4 stark sensibilisiert
50.0 - 100 5 stark sensibilisiert
> 100 6 stark sensibilisiert

siehe auch Informationen von Thermo Fisher zu ImmunoCAP

Tarifpunkte (TP)

1. bis 4. Allergen: 32.4
ab 5. Allergen: 18.9

Position

1. bis 4. Allergen: 1446.10
ab 5. Allergen: 1444.10

Allopurinol

Allopurinol ist ein Xanthinoxidase-Inhibitor und hemmt den Abbau von Purinen zu Harnsäure. Der Wirkstoff wird als Urikostatikum zur Therapie oder Prophylaxe einer Hyperurikämie (u.a. Gicht) eingesetzt.

Allopurinol wird rasch (Plasma-Halbwertszeit von ca. 1 - 2 h) zum aktiven und stabileren Metaboliten Oxipurinol abgebaut.

 

Synonyme

Zyloric®

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Allopurinol wird als Oxipurinol (aktiver Hauptmetabolit) bestimmt.

Methode

HPLC

Einheit

mg/L

Referenzbereich

15.0 - 30.0 mg/L

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f16)

Tarifpunkte (TP)

103.5

Position

1051.00

AB/LIS-Code

allo

Alpha-1-Antitrypsin

α-1‑Antitrypsin ist ein Glykoprotein, das aus einer Polypeptidkette (54000 Dalton) und in Leberzellen synthetisiert wird. Es ist der quantitativ wichtigste Proteinase-Inhibitor (Pi) in Serum und Plasma. Es bewirkt die spezifische Inaktivierung von Serinproteasen (z.B. Trypsin, Chymotrypsin, Collagenase, Leukozyten-Elastase, Plasmin und Thrombin), mit denen es einen reversiblen Enzym‑Inhibitor-Komplex bildet. α-1‑Antitrypsin macht den Hauptteil der elektrophoretisch aufgetrennten α1‑Globulinfraktion aus. Da es sich um ein kleines Molekül handelt, diffundiert α1‑Antitrypsin rasch in andere Körperflüssigkeiten, z.B. Bronchialsekrete.

α-1‑Antitrypsin ist ein wichtiges, positives Akute-Phase-Protein, dessen Konzentration bei Entzündungsprozessen (z.B. infektiösen und rheumatoiden Erkrankungen), Gewebsnekrose, malignen Tumoren und Trauma erhöht ist. Eine Entzündung der Leberparenchymzellen geht häufig mit einem erhöhten α1‑Antitrypsinspiegel einher, während die Konzentration der anderen Akute-Phase-Proteine unverändert bleibt.

Ein Verdacht auf einen akuten erblich bedingten α-1‑Antitrypsinmangel besteht bei Neugeborenen-Hepatitis, an die sich eine progressive Leberzirrhose im frühen Kindesalter anschließt. Zu vermuten ist ein angeborener α-1-Antitrypsinmangel außerdem bei Ausbildung eines schweren, durch die Aktivität der Leukozyten-Elastase bedingten Lungenemphysems im Erwachsenenalter, infolge dessen es zu einem ungehinderten proteolytischen Abbau der Lungenparenchymzellen kommen kann.

Synonyme

α-1-Antitrypsin

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 3 m
-20 °C 3 m
Methode

Turbidimetrie

Einheit

g/L

Referenzbereich

0.90 - 2.00 g/L

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

20.7

Position

1032.00

AB/LIS-Code

a1at

Alpha-1-Fetoprotein (AFP, Tumormarker)

Das Alpha1‑Fetoprotein (AFP), ein Albumin‑ähnliches Glykoprotein mit einem Molekulargewicht von etwa 70 kDa, wird im fetalen Dottersack, in nicht differenzierten Leberzellen, sowie im fetalen Gastro‑Intestinaltrakt gebildet.

Tumoren, die AFP synthetisieren, sind in erster Linie nichtseminomatöse Keimzelltumoren des Hodens (NSGCT), Dottersacktumoren der Eierstöcke und das Leberzellkarzinom (HCC). AFP ist außerdem zusammen mit beta-hCG und anderen Parametern ein wichtiger Teil der Risikobeurteilung von Trisomie 21 im zweiten Schwangerschaftstrimester.

Synonyme

Alpha-1-Fetoprotein, AFP, α1‑Fetoprotein

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma und K2‑/K3‑EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 5 d
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 6 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µg/l

Referenzbereich

< 7.0 µg/L

Tarifpunkte (TP)

17.4

Position

1034.00

AB/LIS-Code

afp

Alprazolam

Alprazolam gehört zu den Benzodiazepinen und wird zur Behandlung von Angstzuständen und Panikstörungen eingesetzt. Aufgrund seines hohen Suchtpotenzials sollte es nur kurzzeitig eingenommen werden. Alprazolam ist plazentagängig.

Synonyme

Benzodiazepin
Handelsname: Xanax

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Proteinbindung: 80 %
Halbwertszeit: 6 - 27 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität

18 - 25 °C

3 d

2 - 8 °C

7 d

-20 °C

3 m

Methode

LC-MS/MS

Einheit

nmol/L

 

Referenzbereich

 

Bereich

Einheit

Therapeutischer Bereich

16 - 161

nmol/L

Warnlevel

322

nmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1661.00

AB/LIS-Code

alpra

Aluminium (Vollblut)

Zur toxikologischen Beurteilung einer chronischen Belastung.

Synonyme

Al, Alu

Material

5 mL Heparin-Blut (Spurenelementröhrchen: S-Monovette für Spurenelemente LH inkl. Safety Kanüle)

Da eine Kontamination des Untersuchungsmaterials durch Probengefässe stattfinden kann, wird die Blutentnahme mittels spezieller Probenröhrchen für eine valide Spurenelementanalytik vorausgesetzt. Bitte verwenden Sie für Aluminium nur das S-Monovette Spurenelementröhrchen mit Li-Heparin (da nur dieses System auch eine kontaminationsfreie Safety-Kanüle beinhaltet (Nr. 8 auf unserer Bestellkarte).

Zusatzinformation

Hochempfindlich auf Kontamination

Stabilität

18 - 25 °C

1 w

2 - 8 °C

2 w

-20 °C

6 m

Methode

AAS

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

Referenzwert

Bereich

Frauen & Männer

< 100 nmol/L

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

94.50

Position

1041.00

AB/LIS-Code

alvb

Amikacin

Amikacin gehört zu den Aminoglykosiden und wird zur Behandlung von schweren gramnegativen Infektionen eingesetzt.


 
Synonyme

Handelsname: Amikin
Amikazin

Material

1 mL Li-Heparin Plasma
Bei Neugeborenen 2 Kapillare

Zusatzinformation

Halbwertszeit: 2 h

Talspiegel

Stabilität

18 - 25 °C

8 h

2 - 8 °C

2 d

-20 °C

1 m

Methode

KIMS

Hersteller

Roche

Einheit

mg/L

Referenzbereich

Therapeutischer Bereich

Bereich

Einheit

Neugeborene (<4 Wochen)

<5.0

mg/L

Kinder und Erwachsende <1.0 mg/L

Quellen: Nicolau DP, Freeman CD, Belliveau PP, Nightingale CH, Ross JW, Quintiliani R. Experience with a once-daily aminoglycoside program administered to 2,184 adult patients. Antimicrob Agents Chemother 1995;39:650–655.
Gilbert B, et al. Use of antibacterial agents in renal failure. The Medical clinics of North America. 2011 Jul;95(4):677-702

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f05)

Tarifpunkte (TP)

29.7

Position

1062.00

 

AB/LIS-Code

amik

Aminosäuren quantitativ (Profil / einzeln) (Plasma)

Das Aminosäuren (AS) Profil ist indiziert zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Störungen des Aminosäurenstoffwechsels und einer Proteinmangelernährung.
AS können auch einzeln angefordert werden zur quantitativen Bestimmung im Rahmen verschiedener Verlaufskontrollen (z.B. bei PKU Patienten etc.) Dabei sollte bitte die Aminosäure explizit in der Anforderung genannt werden.

Synonyme

Alanin, beta-Alanin, Arginin, Asparagin, Asparaginsäure, Carnosin, Citrullin, Homocitrullin, Cystathionin, Cystin, Ethanolamin, Phosphoethanolamin, Glutamin, Glutaminsäure, Glycin, Histidin, 1-Methylhistidin, 3-Methylhistidin, Leucin, Isoleucin, Lysin, Hydroxylysin, Methionin, Ornithin, Phenylalanin, Prolin, Hydroxyprolin, Sarcosin, Serin, Phosphoserin, Taurin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin, Valin, alpha-Aminoadipinsäure, alpha-Aminoisobuttersäure, gamma-Aminobuttersäure, Homocystin

Material

1 mL Li-Heparin Plasma gefroren

Alternativmaterial: 1 mL Serum

Kinder: mind. 1 mL Vollblut (drei volle Li-Hep Kapillaren)

Zusatzinformation

Vor der Blutentnahme 3-4 Std. nüchtern.

Bei Notfalluntersuchungen bitte in Absprache mit einem FAMH des Medics und in Absprache mit dem Stoffwechselteam des Inselspitals (Telefon: 031 632 95 69; 031 632 01 47 oder 031 632 27 90; ausserhalb regulärer Arbeitszeit: Stoffwechsel-Mobiltelefon 079 675 60 82)

Stabilität
18 - 25 °C Keine Angabe
2 - 8 °C Keine Angabe
-20 °C 3 m
Methode

Ionenchromatographie mit photometrischer Detektion

Einheit

Alle AS in µmol/L

Referenzbereich

Gemäss Laborbericht

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f05)

Tarifpunkte (TP)

184.5 (Profil)

53.1 (einzeln)

Position

1042.00 (Profil)

1043.00 (einzeln)

AB/LIS-Code

aminos

Amiodaron (inkl. Desethylamiodaron)

Amiodaron ist ein Klasse-III Antiarrhytmikum und wird zur Therapie von Herzrhythmusstörungen oder Angina pectoris verwendet.  Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle und der Compliance da relativ starke Nebenwirkungen mit der Therapie verbunden sind. Der aktive Metabolit Desethylamiodaron wird immer mitbestimmt.

Synonyme

Handelsnamen: Amiodar, Amiodarone, Cordarone, Escodaron

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: EDTA-Plasma

Zusatzinformation

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel) oder 6 h nach oraler Einnahme (Spitzenspiegel).
EDTA Vollblut zentrifugieren, das Plasma abtrennen und die dekantierte Plasma-Probe nach der Blutentnahme lichtgeschützt in Alufolie verpacken.

 

Stabilität

18 - 25 °C

24 h

2 - 8 °C

7 d (lichtgechützt)

-20 °C

1 m (lichtgeschützt)

Quelle:  Woolard et al 2011

Analysenfrequenz

2 x pro Woche

Methode

HPLC (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

Beschreibung

Bereich

Einheit

Therapeutischer Bereich (Amiodaron)

1.09 - 3.88

µmol/L

Therapeutischer Bereich (Metabolit)

0.68 - 2.43

µmol/L

Toxischer Bereich (Amiodaron)

>7.70

µmol/L

Tarifpunkte (TP)

89.1

Position

1484.00

AB/LIS-Code

amio (Profil)

Amisulprid

Atypisches Antipsychotikum (AAP; Benzamid), das selektiv dopaminerge D2- und D3-Rezeptoren blockiert. Amisulprid wird zur Behandlung von akuten und chronischen schizophrene Psychosen eingesetzt, und es kann zu einer deutlichen Prolaktinerhöhung führen. Es wird grösstenteils unverändert renal ausgeschieden.

Synonyme

Solian®

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Proteinbindung: 16 %
Halbwertszeit: 12 - 20 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität

18 - 25 °C

5 d

2 - 8 °C

1 m

-20 °C

6 m

 

Methode

LC-MS/MS

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

 

Bereich

Einheit

Therapeutischer Bereich

270 - 867

nmol/L

Warnlevel

1734

nmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1579.00

AB/LIS-Code

amis

Amitriptylin (inkl. Nortriptylin)

Amitriptylin ist ein trizyklisches Antidepressivum und wird in der Behandlung von Depressionen eingesetzt, bei denen eine beruhigende und angstlösende Wirkung erwünscht ist. Amitriptylin gilt aufgrund der sehr gut nachgewiesenen Wirksamkeit als Mittel der ersten oder zweiten Wahl bei der Prophylaxe von Migräne. Zahlreiche Studien belegen darüber hinaus den Nutzen gegen Spannungskopfschmerzen.

Synonyme

Saroten®, Tryptizol®

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Proteinbindung: >90 %
Halbwertszeit: 10 - 28 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 23 h
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 6 m
Methode

LC-MS/MS

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

 

Amitriptylin + Nortriptylin Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 0.29-0.72 µmol/L
Warnlevel > 1.08 µmol/L

Nor- / Amitriptylin

0.2-1.8 MPR

MPR = Metabolite to Parent compound Ratio

Eine Abweichung vom angegebenen MPR-Referenzbereich kann auf eine unregelmässige Medikamenteneinnahme, eine genetische Variation oder auf eine Wechselwirkung mit anderen Arznei- oder Nahrungsmitteln hinweisen.

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1065.00

AB/LIS-Code

amitr (Block)

Ammoniak / Ammonium

Ammoniak entsteht bei Desaminierung von Aminosäuren. Ammoniak ist ein Zellgift und wird durch Kopplung mit CO als Harnstoff (Stoffwechselendprodukt des Proteinabbaus) entgiftet. Neben der Bildung im Gewebe spielt die bakterielle Ammoniakproduktion im Darm eine wesentliche Rolle (etwa 25 %). Eine erhöhte Ammoniakkonzentration kann zur Enzephalopathie führen. Bei physiologischen pH-Werten von 7.4 liegt Ammoniak überwiegend in ionisierter Form vor und kann die Blut-Hirn-Schranke kaum passieren.
Bei Alkalose steigt die Konzentration der nichtionisierten hirngängigen Form und damit das Enzephalopathierisiko an. In den Nieren dient Ammoniak der Ausscheidung von Säureäquivalenten sowie der Einsparung von K+ und Na+ und beeinflusst damit den Säure-Basen-Status und den Elektrolythaushalt.

Indikationen:
• Hepatische Enzephalopathie: Diagnose, Verlauf
• DD Krampfanfall
• DD Koma im frühen Kindesalter (Enzymdefekte des Harnstoffzyklus?)

Synonyme

NH3, NH4+

Material

EDTA-Plasma (gefroren)

Probe nach der Blutentnahme sofort zentrifugieren, EDTA-Plasma abtrennen und sofort tieffrieren. Probe muss gefroren im Labor eintreffen!

Zusatzinformation

Falsch hohe Werte:
Hämolyse, verzögerter oder ungekühlter Probentransport (Anstieg in Abhängigkeit von Thrombozytenzahl u. GGT-Aktivität). Rauchen führt auch in vivo zu erhöhten Werten. Patient*innen sollen mindestens 12 h vor Blutentnahme nicht rauchen.

Stabilität
18 - 25 °C 30 min
2 - 8 °C 2 h
-20 °C 3 d

 

Methode

Spektrophotometrie

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Frauen 11.0 - 51.0 µmol/L
Männer 16.0 - 60.0 µmol/L
Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

37.8

Position

1045.00

AB/LIS-Code

amon

AMPA-Rezeptor 1 / 2

Indikationen: limbische Enzephalitis, therapierefraktäre Anfälle, assoziiert mit Thymom und kleinzelliges Bronchialzellkarzinom

Synonyme

AMPA-R, a-Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazol-Propionsäure Rezeptor, Glutamat-Rezeptoren-Antikörper Typ AMPA, GluR1- / GluR2- Untereinheiten, Autoantikörper gegen Glutamat Rezeptoren

Material

1 mL Serum / 1 mL Liquor (nativ)

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin, Citrat)

Zusatzinformation

Die Analyse ist Bestandteil des Enzephalitis-Screen.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Hersteller

Euroimmun

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f25)

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1194.00

AB/LIS-Code

Serum: amparak12
Liquor: glu12l

Amphetamin-Screening (Urin)

Amphetamine und Amphetaminderivate sind chemische Substanzen auf der Basis von Phenylethylaminen. Zu den Amphetaminen rechnet man die Stammsubstanz Amphetamin und das am Stickstoff substituierte Methamphetamin und Methylendioxyamphetamin. Auch viele Arzneimittel aus der Gruppe der Psychostimulantien (Weckamine) sowie der Gruppe der Appetitzügler zählen dazu.
Amphetamin und Methamphetamin kommen als d- und als l-Isomere vor. Die l-Isomere haben einen geringeren Einfluss auf die ZNS-Aktivität und werden weniger missbraucht.

Im Urin erscheinen Amphetamin und Methamphetamin innerhalb von 20 Minuten nach Einnahme. Die Ausscheidung und der Anteil der unveränderten Substanz sind vom pH des Urins abhängig: Im alkalischen Urin werden etwa 45% der eingenommenen Substanz in 24 Stunden ausgeschieden, 2% davon unverändert, während im sauren Urin bis zu 78% der eingenommenen Substanz innerhalb 24 Stunden ausgeschieden werden, 68% davon unverändert.

Nachweisdauer: 1-3 Tage

Synonyme

d-Amphetamin, d-Methamphetamin, Phenylpropanolamin (d, I-Norephedrin), Ephedrin, Phenethylamin, Phentermin

„Designer“-Amphetamine:
MDA (Methylendioxyamphetamin, „Love Drug“), MDMA (Methylendioxymethamphetamin, „Ecstasy“, „Adam“, „XTC“, MDM), MDEA (Methylendioxyethylamphetamin, „Eve“), PMA (Para-Methoxyamphetamin).

Material

10 mL Spontanurin

Stabilität

5 Tage bei 2 - 8 °C haltbar

Analysenfrequenz

täglich Mo -Sa

Methode

KIMS (KC)

Hersteller

Roche

Referenzbereich

negativ

Screening-Cut-off gemäss SCDAT Guidelines: 500 ng/mL

Der Screening-Test liefert nur ein vorläufiges Analysenergebnis. Zur Bestätigung des Analysenergebnisses muss eine spezifische Methode (z.B. LC-MS oder GC-MS) herangezogen werden. Diese Bestätigungsanalytik muss aber vom Auftraggeber explizit verlangt werden, da die weiterführende Analytik mit entsprechenden zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Tarifpunkte (TP)

17.5

Position

1686.00

AB/LIS-Code

amphu (Profil)

Amylase Elektrophorese

Iso-/Makro-Amylase

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Elektrophorese / f02

Referenzbereich

siehe Untersuchungsbericht

Tarifpunkte (TP)

175.5

Position

1049.0

AB/LIS-Code

amyelph (Block)

Anaplasma phagocytophilum (Ehrlichiose) DNA, PCR

Anaplasma phagocytophilum sind gramnegative obligat intrazelluläre Bakterien, welche zur Familie der Rickettsiaceae gehören. Sie sind Erreger der Human granulozyträren Ehrlichiose (HGE). Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Zecken. Die meisten Infektionen sind symptomlos. Bei klinisch apparenten Infektionen kommt es 5-11 Tage nach dem Zeckenstich zu hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Myalgien und Arthralgien. Besonders bei älteren oder immunsupprimierten Patienten können schwere Komplikationen mit Multiorganversagen und disseminierter intravasaler Gerinnung auftreten.

Synonyme

Humane granulozytäre Ehrlichiose, Ehrlichia spp

Material

1 mL EDTA-Blut, Gelenks-Punktat (nativ)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
Methode

PCR (KI)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

119.70 

 

Position

3017.00

AB/LIS-Code

ehrspp

Anaplasma phagocytophilum (Ehrlichiose) IgG / IgM

Anaplasma phagocytophilum sind gramnegative obligat intrazelluläre Bakterien, welche zur Familie der Rickettsiaceae gehören. Sie sind Erreger der Human granulozyträren Ehrlichiose (HGE). Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Zecken. Die meisten Infektionen sind symptomlos. Bei klinisch apparenten Infektionen kommt es 5-11 Tage nach dem Zeckenstich zu hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Myalgien und Arthralgien. Besonders bei älteren oder immunsupprimierten Patienten können schwere Komplikationen mit Multiorganversagen und disseminierter intravasaler Gerinnung auftreten.

Synonyme

Humane granulozytäre Ehrlichiose, Ehrlichia spp

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Antikörper sind bei einigen Patienten erst 2-3 Wochen nach Erkrankungsbeginn nachweisbar

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

IgG: < 64 Titer
IgM: < 20 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f15)

Tarifpunkte (TP)

42.0 / 47.0 / Total: 89.0

Position

Selbstzahlerleistungen

AB/LIS-Code

ehrlig + ehrlim

Androstendion

Androstendion ist ein androgenes Steroidhormon, das in den Nebennieren und den Gonaden gebildet wird. Die Produktion von Androstendion in den Nebennieren wird durch das adrenocorticotrope Hormon (ACTH) reguliert, die Produktion gonadalen Androstendions hingegen durch Gonadotropine. Die Bildung von Androstendion stellt einen Zwischenschritt bei der Biosynthese der Geschlechtshormone Testosteron, Estron und Estradiol dar. Damit ist Androstendion eine gemeinsame Vorstufe der männlichen und weiblichen Geschlechtshormone.

Die Messung von Androstendion-Werten ist hilfreich bei der Beurteilung der Nebennierenfunktion, der Androgenproduktion und der Funktion von Ovarien/Hoden sowie für die Diagnose und Verlaufskontrolle bei Patienten mit Verdacht auf cortisolbedingte Enzymmängel, die zu Hyperandrogenämie führen. Gemäß den aktuellsten Richtlinien ist Androstendion zur Untersuchung von Frauen auf Hyperandrogenämie indiziert, wenn ein Verdacht auf das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) vorliegt und das Gesamt‑ oder das freie Testosteron nicht erhöht ist.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma oder K2-/K3‑EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 5 d
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Kinder nmol/L
0 - 10 Jahre < 1.81
Frauen nmol/L
10 - 18 Jahre < 4.58
18 - 55 Jahre 1.71 - 4.58
ab 55 Jahren 0.65 - 3.74
PCOS 2.26 - 12.1
Männer nmol/L
10 - 18 Jahre < 5.32
ab 18 Jahren 0.98 - 5.32
Tarifpunkte (TP)

27.0

Position

1055.00

AB/LIS-Code

andros

Anisakis spp. Ak

Anisakis spp ist ein Fadenwurm dessen Laven Salwasserfische besiedeln und so in den Entwirt (Meeressäugetiere) gelangen. In den Menschen gelangen die Larven durch den verzehr von rohem, ungenügend gesalzenen / geräucherten / erhitzten Fisch. Nach der oralen Aufnahme gelangen die Larven in die Magen- und Darmwand wo sie Granulome erzeugen und absterben (Mensch = Fehlwirt), es entstehen entzündliche Reaktionen. 24 - 48h nach Verzehr können Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten.

Synonyme

Anisakiasis, Heringswurmerkrankung, Fischbandwurm

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma, Liquor

Zusatzinformation

Serumantikörper werden erst verzögert zum Symptombeginn gebildet und eignen sich deshalb nicht zum Nachweis einer akuten Infektion.

Die Diagnose einer akuten Infektion wird mittels Endoskopie gestellt (Wurmnachweis).

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

Western Blot (KI)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f20)

Tarifpunkte (TP)

42.3

Position

3505.00

AB/LIS-Code

akanis

Anti-Aging-Status

enthält:

FSH                     
LH                        
Prolaktin             
Progesteron       
TSH                     
T3 frei (FT3)         
T4 frei (FT4)         
Cortisol 
DHEA-Sulfat
Testosteron
Testosteron, frei
Sexhormonbindendes Globulin
Albumin
Insulin
Homocystein
IgF-1

Stabilität

3 ml Serum
Als Serum 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

siehe Einzelanalysen

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

Fr. 293.50

Anti-Becherzellen IgA/IgG

Becherzellen Ak sind mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen assoziiert. In den meisten Studien konnte eine hohe Spezifität für Colitis ulcerosa nachgewiesen werden, jedoch eine relativ geringe Nachweisfrequenz (15-28%).

Synonyme

intestinale Becherzellen Ak (BAK), goblet cell AK (GAB)

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f17)

Tarifpunkte (TP)

2x 46.8 / Total: 93.6

Position

1192.00

AB/LIS-Code

becha + bechg

Anti-CCP

Die Antikörper gegen cyclische citrullinierte Peptide (CCP) werden für den Nachweis einer rheumatoiden Arthritis (RA) eingesetzt. Mit einer Prävalenz von ca. 1% zählt die RA zu einer der häufigsten entzündlichen Gelenkerkrankungen weltweit.

Sensitivität der Anti-CCP-Ak zum Nachweis einer RA beträgt 60 - 88%, die Spezifität 96 - 99%. Auch prognostisch hilfreich, da Positivität vor allem bei erosiver Erkrankung.

Synonyme

cyclische citrullinierte Peptide Ak, CCP Ak

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 3 d
2 - 8 °C 8 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 17 U/mL

Tarifpunkte (TP)

25.2

Position

1108.00

AB/LIS-Code

akccp

Anti-Faktor Xa-Aktivität (Xarelto, Eliquis, Lixiana, Heparin)

Therapiemonitoring niedermolekulare Heparine/Heparinoide sowie selektive Faktor-Xa-Inhibitoren.

Zum Monitoring der Therapie von niedermolekularen Heparinen und Heparinoiden eignet sich die PTT nicht. Aufgrund ihres Wirkprinzips kann die Therapie aller Heparine und Heparinoide mit der Anti-Faktor-Xa-Messmethode überwacht werden. Die Wirkung von ATIII wird durch Heparin massiv verstärkt. Plasma, in dem sich zusätzlich Heparin befindet, hat daher eine erhöhte Anti-Xa-Aktivität.

Zu den indirekten bzw. selektiven Faktor Xa-Inhibitoren gehören Fondaparinux (Arixtra®), Apixaban (Eliquis®), Rivaroxaban (Xarelto®) und Edoxaban (Lixiana®). Die Inhibierung des Faktors Xa bewirkt eine Unterbrechung der Blutgerinnungskaskade und damit einen antithrombotischen Effekt.

Synonyme

Fondaparinux, Arixtra, Apixaban, Eliquis, Rivaroxaban, Xarelto, Edoxaban, Lixiana
Faktor Xa Aktivität

Material

1 mL Citrat-Plasma 1:10 (gefroren)

Bei der Entnahme des Citrat-Vollbluts muss auf die korrekte Füllung vom Probenröhrchen exakt bis zur angegebenen Markierung geachtet werden!

Zusatzinformation

Das verabreichte Medikament ist für die Analytik notwendig

Stabilität
18 - 25 °C 6h
-20 °C 1m
Methode

Chromogene Substrat Methode

 

Einheit

ng/mL

Fremdleistung

Wird in Unterauftrag durchgeführt (f05)

Tarifpunkte (TP)

40.50

Position

1415.00

AB/LIS-Code

axariv (Rivaroxaban)

axaapix (Apixaban)

axaedox (Edoxaban)

axalmwh (niedermolekulares Heparin)

axaufh (unfraktioniertes Heparin)

Anti-Heparin/PF4-Antikörper

Stabilität

4 ml Citratblut 1:10
grüne Monovette oder Vacutainer blau
Citrat-Blut muss sofort ins Labor gelangen

Methode

Enzyme Immuno Assay / f15

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

145 / 1709.00

Anti-LC1 (Leberzytosol) Ak

LC-1 Ak sind assoziiert mit der autoimmunen Hepatitits Typ 2 (AIH 2). Die Antikörper werden vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen gefunden und treten häufig zusammen mit LKM-1 Ak auf.

Synonyme

liver cytosol 1 Ab, LC-1, LC1 Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

Immunodot (KI)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1192.00

AB/LIS-Code

aklc1

Anti-Müller-Hormon (AMH)

Beurteilung der ovariellen Reserve und Vorhersage der Reaktion auf eine kontrollierte ovarielle Stimulation. Des Weitern wird AMH als Substitutionsmarker für die Antralfollikelzählung bei der Diagnose des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) empfohlen.

Synonyme

AMH, Anti-Müller-Hormon, Anti-Müller-Faktor

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 3 d
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglch Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

pmol/L

Referenzbereich
Frauen Referenzbereich Einheit
20-24 Jahre 8.71 - 83.6 pmol/L
25-29 Jahre 6.35 - 70.3 pmol/L
30-34 Jahre 4.11 - 58.0 pmol/L
35-39 Jahre 1.05 - 53.5 pmol/L
40-44 Jahre 0.19 - 39.1 pmol/L
45-50 Jahre 0.07 - 19.3 pmol/L
mit PCOS 13.3 - 135 pmol/L
Männer 5.50 - 103 pmol/L
Tarifpunkte (TP)

61.2

Position

1309.00

AB/LIS-Code

amh

Anti-Neuronukleäre Autoantikörper Typ 3 (ANNA-3)

Antikörper gegen ein noch nicht charakterisiertes 170kDa Protein des Gehirns.

Indikation: Verdacht auf eine paraneoplastische neurologische Erkrankung, Patienten mit ätiologisch unklaren Neuropathien. ANNA-3 Ak sind häufig assoziiert mit einem kleinzelligen Lungenkarzinom und Adenokarzinom.

Synonyme

paraneoplastischer Autoantikörper gegen Zellkernantigen neuronaler Zellen Typ 3

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: 1mL Liquor, Plasma (EDTA, Heparin)

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

Serum: < 1 : 20
Liquor: < 1 : 2

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f14)

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1194.00 

AB/LIS-Code

Serum: anna3
Liquor: besose

Anti-Neutrophile cytoplasmatische Ak (ANCA)

Nachweis bei Verdacht auf eine ANCA-assoziierte Vaskulitis. Das cytoplasmatische Fluoreszenzmuster (c-ANCA) enspricht meistens dem Zielantigen Proteinase (PR3), das perinukleäre Muster (p-ANCA) der Myeloperoxidase (MPO).
Atypische ANCA/ANCA mit anderen Zielantigenen als MPO oder PR3 können z.B. bei der rheumatoiden Arthritis, bei chronisch-entzündlichen Darmerkankungen, bei der primär sklerosierenden Cholangitis und der Zystischen Fibrose gefunden werden.

Synonyme

Anti-Neutrophilen-Cytoplasma-Antikörper, c-/p-ANCA, Vaskulitis

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Im Rahmen der ANCA-assoziierten Vaskulitis-Diagnostik wird nebst dem indirekten Immunfluoreszenztest immer auch die Bestimmung der Autoantikörper gegen PR3 und MPO durchgeführt, um eine maximale diagnostische Sensitivität zu erreichen.

Literatur:
Xavier Bossuyt et al. Revised 2017 international consensus on testing of ANCAs in granulomatosis with polyangiitis and microscopic polyangiitis. Nature Reviews Rheumatology. 2017 Nov; 13(11): 683-692

Stabilität
18 - 25 °C <8 h
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 6 m

 

Methode

iIF (KI)

Hersteller

Inova Diagnostics

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:80 Titer

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1161.10

AB/LIS-Code

ancaif

Anti-Saccharomyces cerevisiae Ak (ASCA) IgA/IgG

ASCA sind gegen das Mannan-Epitop von Saccharomyces cerevisiae aus der Bäckerhefe gerichtet. Sie dienen der Differnzialdiagnose bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und werden vowiegend beim Morbus Crohn gefunden. Die Spezifität für Morbus Crohn ist am höchsten wenn ASCA zusammen mit negativen pANCA nachgewiesen werden können (87-97%).

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

FEIA (KI)

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 7 U/mL

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f05)

Tarifpunkte (TP)

2x 78.3 / Total: 156.6

Position

1194.00

AB/LIS-Code

ascaa1 + ascag1

Anti-Synthetase-Syndrom

Das Synthethase-Syndrom Screen beinhaltet die Antikörper gegen: Jo1, PL7, PL12, OJ, EJ, KS, Zo, HA und SRP

Das Anti-Synthethase Syndrom ist eine Sonderform der Myositis welches durch zusätzliches auftreten von Arthralgien/Arthritis und interstitieller Lungenbeteiligung charakterisiert wird. Häufig können bei diesen Patienten Aminoadyl-tRNA-Synthetase-Antikörper nachgewiesen werden.

Synonyme

Aminoadyl-tRNA-Synthetase Ak

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

Immunodot (KI)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f25)

Tarifpunkte (TP)

2x 78.3 / 60.3 / Total: 216.9

Position

1194.00 / 1195.00

AB/LIS-Code

syntsyn

Anti-Thyreoglobulin (TAK)

Bei auf Autoimmunität beruhenden Thyreoditiden werden erhöhte Serumkonzentrationen von Antikörpern gegen Thyreoglobulin (Tg) (Tg-Autoantikörper) gefunden. Hohe Konzentrationen von Anti‑Tg sind zusammen mit Anti‑TPO für chronische lymphozytär-infiltrative Thyreoiditis (Hashimoto-Thyreoditis) kennzeichnend. Die Häufigkeit von Thyreoglobulinantikörpern liegt bei einer Autoimmunthyreoiditis inklusive Hashimoto-Thyreoditis bei ca. 50‑80 %, bei Morbus Basedow bei ca. 30‑50 %. Der Anti‑Tg-Test kann auch wertvolle Informationen für die Verlaufskontrolle der Hashimoto-Thyreoiditis und für die Differentialdiagnose liefern. Hierzu gehören Fälle von vermuteter Autoimmunthyreoiditis mit negativem Anti‑TPO-Ergebnis und die Abgrenzung von Hashimoto-Thyreoiditis von nicht toxischem nodulärem Kropf und anderen Thyreoiditis-Formen. 

Anti‑Tg wird auch als wertvoller Ersatzmarker für die Diagnose differenzierter Schilddrüsenkarzinome bei negativem Serum-Tg und zum Ausschluss von Störungen durch Tg-Autoantikörper bei der Bestimmung von Serum-Tg mit einem Tg-Test beschrieben. Obwohl die Sensitivität des Verfahrens durch gleichzeitige Bestimmung
weiterer Schilddrüsenantikörper (Anti‑TPO, Anti‑TSHR) erhöht werden kann, schließt ein negativer Befund eine Autoimmunerkrankung keineswegs aus. Der Antikörper-Titer korreliert nicht mit der klinischen Aktivität der Erkrankung. Anfänglich erhöhte Titer können bei länger bestehender Erkrankung bzw. bei Eintreten einer Remission negativ werden. Treten Antikörper nach Remission wieder auf, ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls gegeben.

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Synonyme

TAK, Anti-TG, ATG, Anti-Tg, Tg Autoantikörper

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin- und K2-/K3-EDTA-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 4 d
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 2 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

IU/mL

Referenzbereich

< 115 IU/mL

Tarifpunkte (TP)

15.1

Position

1186.00

AB/LIS-Code

akthyr

Anti-Thyreoperoxidase (TPO)

TPO ist ein potentielles Autoantigen. Bei vielen auf Autoimmunität beruhenden Thyreoditiden werden erhöhte Serumtiter von Antikörpern gegen TPO gefunden. Das Enzym hat in Synergie mit Thyreoglobulin (Tg) eine essentielle Funktion bei der Jodierung von L‑Tyrosin sowie der chemischen Kopplung der daraus resultierenden Mono‑ und Dijodtyrosine zu den Schilddrüsenhormonen T4, T3 und rT3.

Hohe Anti‑TPO-Titer werden in bis zu 90 % der Patienten mit einer chronischen Hashimoto Thyreoiditis gefunden. Beim Morbus Basedow zeigen 70 % der Patienten eine entsprechende Titererhöhung. Obwohl die Sensitivität des Verfahrens durch gleichzeitige Bestimmung weiterer Schilddrüsenantikörper (Anti‑TG, TSH‑Rezeptor-Antikörper‑TRAK) erhöht werden kann, schließt ein negativer Befund eine Autoimmunerkrankung keineswegs aus. Die Höhe der Antikörper-Titer korreliert nicht mit der klinischen Aktivität der Erkrankung. Initial erhöhte Titer können bei länger bestehender Erkrankung bzw. bei Eintreten einer Remission negativ werden. Treten Antikörper nach einer Remission wieder auf, ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls gegeben.

Synonyme

mikrosomale Antikörper, MAK, ATPO, Anti-TPO

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-und EDTA Plasma

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 8 d
2 - 8 °C 8 d
-20 °C 24 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

IU/mL

Referenzbereich

< 34 IU/mL

Tarifpunkte (TP)

15.1

Position

1188.10

AB/LIS-Code

aktpo

Antidiuretisches Hormon (ADH)

Aufgrund der vergleichbaren diagnostischen Eigenschaften sowie der besseren Probenstabilität wird Copeptin anstatt Vasopressin (ADH) analysiert, da auch die ADH-Analytik nicht mehr durchgeführt wird. Die Bestimmung von CT-Pro-Arginin-Vasopressin hat gegenüber ADH auch den Vorteil, dass kein gefrorenes Material vewendet werden muss.

AB/LIS-Code

adh

Antinukleäre Antikörper (ANA)

Suchtest für systemische Autoimmunerkrankungen (Kollagenosen, Autoimmunhepatitis)

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Hersteller

Euroimmun

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 40 Titer

Tarifpunkte (TP)

45.0

Position

1191.10

AB/LIS-Code

akanf

Antiphospholipid-Syndrom (Profil)

Das Profil Antiphospholipid-Syndrom (APS) beinhaltet folgende Analysen:

- Cardiolipin IgG und IgM
- Beta-2-Glykoprotein-I IgG und IgM
- Lupus Antikoagulans

Sind die Cardiolipin Antikörper (IgG/IgM) sowie die Beta-2-Glykoprotein-I Antikörper (IgG/IgM) negativ werden zusätzlich die Cardiolipin IgA und Beta-2-Glykoprotein IgA zur Erhöhung der diagnostischen Sensitivität mitbestimmt.

Synonyme

APS

Material

1 mL Serum und 5 mL Citrat-Blut 1:10

(Das Citrat-Röhrchen muss exakt bis zur Markierung gefüllt sein!)

Zusatzinformation

Für die Diagnose eines Antiphospholipid-Syndroms müssen mindestens zwei Kriterien erfüllt sein:
Ein klinisches Kriterium (Status nach venöser oder arterieller Thrombose, Schwangerschaftskomplikationen etc.) und mindestens ein Labor-Kriterium:
- Lupus-Antikoagulans,
- Anti-Cardiolipin-Antikörper (IgG u/o IgM),
- Anti-Beta-2 Glykoprotein-I-Antikörper (IgG u/o IgM)
Ein positiver Labortest muss nach mindestens 12 Wochen in einer unabhängigen zweiten Bestimmung bestätigt werden.

Literatur:
Miyakis S. et al. International consensus statement on an update of the classification criteria for definite APS. J Thromb Haemost, 2006 Feb; 4(2):295-306
Lakos G. et al. International Consensus Guidelines on Anticardiolipin and Anti-β2-Glycoprotein I Testing. Arthritis & Rheumatism, 2012 Jan; 64(1):1-10

 

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 48 h
-20 °C 1 m
Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

3 x 44.1 / 3 x 26.1 / 2 x 32.4 / Total: 263.7

Position

1412.00 / 1411.11 / 1099.11

AB/LIS-Code

card (Block) + lupak

Antithrombin (funkt.)

Antithrombin III wird in der Leber gebildet und wirkt hauptsächlich durch die Bindung und Inaktivierung der Gerinnungsfaktoren Thrombin und Faktor Xa gerinnungshemmend.

Die Prävalenz Beim des heterozygoten Mangels an Antithrombin liegt bei ca. 0,2–0,4%. Ungefähr die Hälfte der Betroffenen entwickelt venöse Thrombose.

Material

1 ml Citrat-Blut

Bei der Entnahme des Citrat-Vollbluts muss auf die korrekte Füllung vom Probenröhrchen exakt bis zur angegebenen Markierung geachtet werden!

Zusatzinformation

Da eine Thrombose, unabhängig von ihrer Ursache, bzw. auch ihre Therapie zu einer ATIII-Verminderung führen kann, müssen andere Ursachen einer verminderten ATIII-Aktivität ausgeschlossen werden.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
2 - 8 °C 24h
-20 °C 1m

 

Methode

Funktioneller Gerinnungstest / f05

Einheit

%

Referenzbereich

79 - 112 %

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt.

Tarifpunkte (TP)

18.9

Position

1081.00

AB/LIS-Code

antif

APC Resistenz

Aktiviertes Protein C (APC) neutralisiert, im Komplex mit Protein S, die Gerinnungsfaktoren Va und VIIIa und hemmt somit die Blutgerinnung. Eine Resistenz gegen den Gerinnungshemmer APC hat daher eine Verstärkung der Gerinnungsneigung zur Folge. Diese verstärkte Neigung zu Blutgerinnseln ist ein Thrombose-Risikofaktor.

In den meisten Fällen liegt der APC-Resistenz eine genetisch Variante des Gerinnungsfaktor V, auch FV-Leiden-Variante genannt, zu Grunde. Durch eine Punktmutation an dem Gen kommt es zu einer Veränderung des Faktors V und dessen Bindungsstellen für APC.

Material

5 mL Citrat-Plasma (gefroren)

Bei der Entnahme des Citrat-Vollbluts muss auf die korrekte Füllung vom Probenröhrchen exakt bis zur angegebenen Markierung geachtet werden!

Zusatzinformation

-Falsch tiefe Ratio bei: Akute-Phasen-Reaktionen, Schwangerschaft (wegen hohem F VIII und tiefem Protein S), Hormonsubstitution und oraler Kontrazeption

-falsch hohe Ratio bei: Faktorenmangel (Hepatopathien, Vitamin-K-Mangel, Coumarin-Therapie, DIC) oder Antikoagulation

Stabilität
18 - 25 °C 24h
2 - 8 °C 24h
-20 °C 1m

 

Methode

Funktioneller Gerinnungstest / f05

Einheit

%

Referenzbereich

> 2.2 Ratio

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt

Tarifpunkte (TP)

27.9

Position

1086.00

AB/LIS-Code

apc

Apolipoprotein A1 (HDL)

ApoA1 ist das wichtigste Apolipoprotein der antiatherogenen HDL. Jedes HDL-Partikel enthält 1–5 ApoA1-Moleküle. Der ApoA1-Serumspiegel korreliert sehr gut mit dem HDL-Cholesterin. Es gibt zunehmend Hinweise, dass der Quotient ApoB/ApoA1 dem LDL-/HDL-Cholesterin-Quotienten für die Risikovorhersage überlegen ist.

Synonyme

ApoA1

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 8 d
-20 °C 2 m
Einheit

g/L

Referenzbereich
  Referenzbereich
Frauen 1.08 - 2.25 g/L
Männer 1.04 - 2.02 g/L
Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

17.9

Position

1087.00

AB/LIS-Code

apoa

Apolipoprotein B (LDL)

ApoB-100 ist das wichtigste Strukturprotein der atherogenen Nicht-HDL-Lipoproteine [VLDL, IDL, LDL, Lp(a)] und das einzige Apolipoprotein der LDL.

Indikationen
• DD von Hyper- u. Dyslipoproteinämien
• Ergänzender Parameter im Rahmen der Risikostratifizierung (Quotient ApoB/ApoA1)
• Familiäre kombinierte Hyperlipoproteinämie
• Hypo- bzw. Abetalipoproteinämie
• Alternativer Risikomarker zum LDL-Cholesterin und sekundäres Behandlungsziel insbesondere bei Hypertriglyzeridämie, Diabetes mellitus, metabolischem Syndrom, sehr niedrigem LDL-Cholesterin

Synonyme

ApoB-100

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 8 d
-20 °C 2 m
Einheit

g/L

Referenzbereich
  Referenzbereich
Frauen 0.60 - 1.17 g/L
Männer 0.66 - 1.33 g/L
Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

17.9

Position

1089.00

AB/LIS-Code

apob

Apolipoprotein B/Apolipoprotein A1-Quotient

Hohes ApoB (Hauptapolipoprotein der proatherogenen Lipoproteine VLDL, IDL, LDL u. Lp[a]) und niedriges ApoA1 (Hauptapolipoprotein der antiatherogenen HDL) sind unabhängige KHK-Prädiktoren. Der Quotient ApoB/ApoA1 ist den cholesterinbasierten Quotienten (LDL-/HDL-Cholesterin, Cholesterin/HDL-Cholesterin) bei der Einschätzung des kardiovaskulären Risikos überlegen.

Indikationen: Kardiovaskuläre Risikostratifizierung, bessere Alternative zum Quotienten LDL-Cholesterin/HDL-Cholesterin insbesondere bei Hypertriglyzeridämien, Dysbetalipoproteinämien, Diabetes mellitus, Adipositas.

Synonyme

ApoB/ApoA1-Quotient

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 8 d
-20 °C 2 m
Einheit

Quotient

Referenzbereich

0.35 - 1.20

Hohe Werte (> 0.80) sind mit einem erhöhten KHK-Risiko assoziiert. Werte > 1.50 gelten als sehr hoch.

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

17.9 + 17.9 = 35.8

Position

1087.00 + 1089.00

AB/LIS-Code

apoab (Profil)

aPTT (partielle Thromboplastinzeit)

Die aPTT ist der Globaltest der endogenen Gerinnung und ist in erster Linie abhängig von den Faktoren VIII, IX, XI, XII und den Faktoren der gemeinsamen Endstrecke der Gerinnungskaskade.

Die aPTT ist zur Kontrolle der Therapie mit niedermolekularen Heparinen nicht geeignet.
Unspezifische Verlängerungen der aPTT werden durch das Lupus Antikoagulanz verursacht.

Synonyme

PTT, aktivierte partielle Thromboplastinzeit

Material

1 mL Citrat-Plasma (1:10)

Bei der Entnahme des Citrat-Vollbluts muss auf die korrekte Füllung vom Probenröhrchen exakt bis zur angegebenen Markierung geachtet werden!

Stabilität
18 - 25 °C 2 h
2 - 8 °C 2 h
-20 °C 1 m

Die Stabilität im Citrat-Vollblut (unzentrifugierte Probe) ist für den Versand bei Raumtemperatur (18 - 25 °C) gewährleistet!
Thromb Haemost 2008; 99: 416-426.

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

viskositätbasierte Detektion (H)

Hersteller

Stago

Einheit

sec

Referenzbereich

23.0 - 35.0 sec

Tarifpunkte (TP)

7.8

Position

1019.00

AB/LIS-Code

pttbl

Aripiprazol (inkl. Dehydroaripiprazol)

Aripiprazol gehört zu den atypischen Antipsychotika (AAP; Phenylpiperazinylchinolin) und wird zur Behandlung von Schizophrenie sowie bei akuten manischen Episoden bei bipolaren affektiven Störungen eingesetzt.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. Durch die Mitbestimmung des aktiven Metaboliten Dehydroaripiprazol wird der metabolische Quotient und somit die hepatische Metabolisierungsrate ermittelt. Dies kann bei der Interpretation und Dosierungsanpassung von Talspiegeln ausserhalb des therapeutischen Bereiches hilfreich sein. Im Metabolismus involvierte Cytochrom (CYP) P450 Isoenzyme: CYP3A4 und CYP2D6. Die Halbwertszeit von Aripiprazol beträgt 60 - 80 h.

Synonyme

Handelsname/n: Abilify ®

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: > 99 %
Halbwertszeit: 60 - 80 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
  Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich
(Aripiprazol)
0.22 - 0.78 µmol/L
Therapeutischer Bereich
(Arip. +Dehydroarip.)
0.34 - 1.12 µmol/L
Warnlevel
(Aripiprazol)
>2.23 µmol/L

Dehydro- / Aripiprazol

0.3 - 0.5 MPR

MPR = Metabolite to Parent compound Ratio

Eine Abweichung vom angegebenen MPR-Referenzbereich kann auf eine unregelmässige Medikamenteneinnahme, eine genetische Variation oder auf eine Wechselwirkung mit anderen Arznei- oder Nahrungsmitteln hinweisen.

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

 

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1579.00

AB/LIS-Code

arip (Profil)

Ascaris lumbricoides Ak

Ascaris lumbricoides (Spulwurm) ist ein weltweit verbreiteter Fadenwurm.
Entwicklungszyklus: Adulte Spulwürmer leben im Dünndarm, die von den Weibchen produzieren Eier werden mit dem Fäzes ausgeschieden und entwickeln sich in feuchtwarmen Milieu zur infektionsfähigen Larve. Werden die Eier oral aufgenommen (kontaminierte Lebensmittel / Trinkwasser, Erde), schlüpfen die Larven im oberen Dünndarm und gelangen über das Blutgefässsystem zunächst in die Leber und dann weiter in die Lunge. Von dort wandern sie über die Trachea wo sie durch verschlucken in den Darm gelangen und sich zu adulten Würmern weiterentwickeln können.
Klinik: Askariosen verlaufen häufig latent. Der Lungenbefall führt zu pneumonieähnlichen Symptomen. Bei starkem Befall des Darmes zeigen sich gastrointestinale Beschwerden bis hin zu kolikartigen Schmerzen, Darmverschluss und Verlegung der Gallenwege.

Synonyme

Spulwurm Ak, Ascariose

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die serologie kann bei ausgeprägter Bluteosinophilie und negativer Stuhldiagnostik als Ergänzung eingesetzt werden.

Methode der Wahl ist der mikroskopische Nachweis von Eiern im Stuhl (Wurmeier / Protozoen (Mikroskopie)).

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

EIA (KI)

Einheit

AE

Referenzbereich

< 1 AE

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f22)

Tarifpunkte (TP)

42.3

Position

3505.00

AB/LIS-Code

akasclum

Asenapin (Sycrest)

Atypisches Antipsychotikum (AAP; Dibenzooxepinpyrrol)

Synonyme

Sycrest ®

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) im Steady-State (4-5 Halbwertszeiten).

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 24 h
-20 °C: 3 m

 

Methode

LC-MS/MS

Einheit

µg/L

Referenzbereich

Empfohlener Bereich: 1.00 - 5.00 µg/L

Fremdleistung

Externes Labor

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1579.00

AB/LIS-Code

asen

Aspartat-Aminotransferase (ASAT)

Das Enzym Aspartataminotransferase (AST) kommt in vielen Geweben vor, vor allem in Leber, Herz, Muskulatur und Nieren. Erhöhte Serumspiegel treten bei Erkrankungen auf, bei denen diese Gewebe betroffen sind. Auch bei hepatobiliären Erkrankungen wie Zirrhose, metastatischen Karzinomen und Virushepatitis, steigt der AST-Spiegel im Serum an.

Synonyme

AST, Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, GOT, got

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

In den Hepatozyten liegt die ASAT zu etwa 30% gelöst im Zytoplasma und zu etwa 70% an mitochondriale Strukturen gebunden vor. HWZ: 17 h.

Stabilität
18 - 25 °C 4 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 3 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (IFCC, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Frauen < 35 U/L
Männer < 50 U/L
Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1093.00

AB/LIS-Code

asat

Aspergillus spp. Ag (Galactomannan)

Aspergillosen sind am häufigsten im Respirationstrakt lokalisiert und betreffen in der Regel Patienten mit einem eingeschränkten Immunsystem (AIDS, nach Transplantation).

Synonyme

Aspergillose

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Mit dem verwendeten Test wir freies Galactomannan von A. fumigatus und anderen Aspergillus spp. nachgewiesen. Da die abgegebene Menge Galactomannan im Serum variiert, werden, um die Testsensitivität zu erhöhen wiederholte Untersuchungen in kurzen Abständen empfohlen.

Bei Behandlung mit Piperacillin/Tazobactam sollten die Resultate mit Vorsicht interpretiert werden, da falsch positive Ergebnisse auftreten können (es können Galactomannan-Spuren aus der Arzneimittelproduktion vorliegen).

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

Index

Referenzbereich

< 0.5 Index

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f01)

Tarifpunkte (TP)

26.1

Position

3361.00

AB/LIS-Code

aspergag

Atomoxetin

ADHS-Therapeutikum

Synonyme

Strattera

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Bestimmung des Spitzenspiegels: Blutentnahme 60 - 90 min nach oraler Einnahme.

Stabilität

18 - 25 °C

24 h

2 - 8 °C

7 d

-20 °C

3 m

 

Methode

LC-MS/MS

Einheit

µg/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 200 - 1000 µg/L
Warnlevel > 2000 µg/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f12)

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1661.00

AB/LIS-Code

atomo

ATP (intrazellulär)

Adenosintriphosphat (ATP) ist ein Nukleotid und für fast alle Stoffwechselprozesse als Energielieferant zuständig. Die ATP-Bestimmung dient zum Nachweis einer sekundären Mitochondriopathie (Verursacht durch systemische Entzündung, toxische Belastungen oder Mangel an Cofaktoren der Atmungskette) und deshalb  ungeeignet zum Nachweis primärer, genetisch bedingter Mitochondriopathien. Isolierte ATP-Erniedrigungen sind möglich, aber häufig treten sie zusammen mit anderen Parametern die Hinweise zur Immunaktivierung (i.e. TNF-alpha) oder zu oxidativen und nitrosativen Stress aufweisen (i.e. Nitrotyrosin). Folglich wurden ATP-Verminderungen bei Kollektiven von Patienten mit entzündlichen Erkrankungen nachgewiesen, bei z. B. Chronic Fatigue Syndrom (Myhill, 2009), zellulärer Hypoxie (Bell, 2007), aktiver EBV-Infektion (Vernon, 2006) sowie bei Fibromyalgien und chronisch degenerativ-entzündlichen Prozessen.

Synonyme

Adenosin Triphosphat, atp

Material

10 mL Lithium-Heparin Vollblut

Zusatzinformation

Anmeldung 24 h vor der Blutentnahme obligatorisch. Keine Blutentnahmen Freitags und vor Feiertagen.
Die Probe muss in der Früh Mo - Do abgenommen und bis um 08.30h im Labor sein, deshalb dementsprechend den Kurier am Tag vorher anfordern.
Das Labor organisert einen Kurier der Probe zum Unterauftragnehmer dass diese um 09.00 h dort ist.

Stabilität

18 - 25 °C

24 h

CAVE: Die Probe muss für den Ansatz innerhalb von 24h im externen Labor sein. Immer bei Raumtemperatur lagern und transportieren.

Analysenfrequenz

4 x pro Woche

Methode

CLIA

Hersteller

Perkin Elmer

Einheit

fmol/Zelle

Referenzbereich

0.9 - 2.9 fmol/Zelle

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f06)

Tarifpunkte (TP)

51.0

AB/LIS-Code

Das Labor meldet eine ATP Probe beim Unterauftragnehmer an für den Kurier um 9h.

Auge / Ohr / Nasopharynx (Allgemeine Bakteriologie und Resistenzprüfung)

Die Untersuchung dient zur Identifikation von pathogenen Keimen bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion. Eine Resistenzprüfung wird wenn möglich immer durchgeführt.

Material

Abstrich: Opti-Swab (Nr. 50, zusätzlich Tupfer Nr. 50a für Nasopharyngeal-Abstrich)

Stabilität
 
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

2 d

Analysenfrequenz

täglich, Mo - Sa

Methode

Kultur (aerob/anaerob), Mikroskopie (Grampräparat) (MM)

Hersteller

Becton Dickinson (BD), bioMérieux

Tarifpunkte (TP)
negativ 56.7
positiv

77.4

Position
negativ 3300.00
positiv

3301.00

AB/LIS-Code

m_bakt

Autoimmune Hepatitis, AIH (Profil)

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

siehe Einzelanalysen (KI)

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

45.0 / 33.3 / 33.3 / 33.3 / Total: 144.9

Position

1191.00 / 1097.00 / 1147.00 / 1176.00

AB/LIS-Code

authep (Block)

Autoimmune Thyreoiditis (Schilddrüsen Ak)

Synonyme

Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen, Hashimoto-Thyreoiditis

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 3 d
-20 °C 30 d
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

siehe Einzelanalysen (KI)

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

15.1 / 15.1 / 28.8 / Total: 59.04

Position

1186.00 / 1188.10 / 1189.00

AB/LIS-Code

schildak (Profil)

Autoimmunerkrankung Magen / Darm

Das Profil beinhaltet folgende Analysen:

Tissue Transglutaminase (tTG) IgA
Gliadin (deamidiert) IgA
Gliadin (deamidiert) IgG
Parietalzellen Ak (Magen)
Intrinsic Factor Ak

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

siehe Einzelanalysen (KI)

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

25.2 / 25.2 / 25.2 / 46.8 / 46.8 / Total: 169.2

Position

1132.00 / 1121.00 / 1122.00 / 1156.00 / 1138.00

AB/LIS-Code

aumada (Block)

Azathioprin/Mercaptopurin

Immunsuppressivum

Synonyme

Inaktiver Metabolit 6-Mercaptopurin

Material

1 mL Serum (gefroren)

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt.

Stabilität

 

18-25 °C: Keine Angabe
2-8 °C: Keine Angabe
-20 °C: 1 m
Einheit

µg/L

Referenzbereich
Azathioprin/Mercaptopurin

Bereich

Einheit

Therapeutischer Bereich

40.0-300

µg/L

Warnlevel

> 1000

µg/L

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f16)

Tarifpunkte (TP)

77.4

Position

1578.00

AB/LIS-Code

azath