Auf einen Blick

Analysenverzeichnis

Dieses Verzeichnis enthält zentrale Informationen zu allen Analysen, welche wir anbieten.

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Z
F

Faktor II

Abklärung eines verminderten Quickwerts, dann zusammen mit den Faktoren V, VII und X und eine verlängerte aPTT bei einer normalen Thrombinzeit.

Häufig findet sich eine erworbene Verminderung des Faktor II in Kombination mit den übrigen Vitamin K-abhängigen Faktoren des Prothrombinkomplexes (Faktoren VII, IX, X) sowie Protein C, Protein S und gerinnungswirksames Protein Z z. B. unter Therapie mit Cumarinen.

Synonyme

Fakor 2, Prothrombin, Gerinungsfaktor II

Material

5 mL Citrat-Blut 1:10

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Zentrifugation: Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
-20 °C 1m
Methode

Photometrie

Einheit

%

Referenzbereich
w 81 - 134
m 68 - 140

 

Tarifpunkte (TP)

31.5

Position

1348.00

AB/LIS-Code

fall

Faktor II / Prothrombin–Mutation (G20210A)

Thrombophilie-Abklärung: Indikation für die Abklärung einer hereditären Thrombophilie durch eine Mutation des Faktors II (Prothrombin-G20210A-Mutation). Das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) wird durch das Vorhandensein einer heterozygoten oder homozygoten Variante entsprechend erhöht. Die heterozygote Variante (F-II-G20210A-heterozygot) hat eine Prävalenz von 2% in der allgemeinen Bevölkerung und eine Prävalenz von 7% in VTE-Kohorten. Die homozygote Variante (F-II-G20210A-homozygot) hat eine Prävalenz von 0.1% in der allgemeinen Bevölkerung und eine Prävalenz von 2% in VTE-Kohorten.

Synonyme

G20210A

Material

1 mL EDTA-Vollblut

Zusatzinformation

Aufgrund der relativ hohen Prävalenzen einer heterozygoten F-II-G20210A-Mutation (2% bzw. 7%) und einer heterozygoten F-V-Leiden-Mutation (5% bzw. 16% in VTE-Kohorte) werden die beiden Mutationen immer zusammen untersucht (Literatur: SMF, 2020;20(5–6):73–78).
Durch das Vorliegen zweier oder mehrerer Mutationen wird das Risiko einer Venenthrombose additiv erhöht. Sie erhöhen auch das Risiko von wiederholten Fehlgeburten.

Zyto- oder molekulargenetische Untersuchungen dürfen nur durchgeführt werden, wenn die betroffene Person ausreichend über die medizinische Sachlage informiert wurde und der Untersuchung zugestimmt hat. Eine entsprechende Einverständnis-Erklärung für genetische Untersuchungen kann auf unserer Webseite heruntergeladen werden.

Stabilität
18 - 25 °C 15 d
2 - 8 °C 15 d
-20 °C 6 m
Methode

RT-PCR (MD)

Hersteller

Cepheid

Referenzbereich
Resultat Interpretation
Normal (Wildtyp)

Kein Nachweis der Prothrombin-G20210A-Mutation

Heterozygot Heterozygote Träger haben ein ca. 3 x erhöhtes Risiko für eine Venenthrombose
Homozygot Homozygote Träger haben ein ca. 20 x erhöhtes Risiko für eine Venenthrombose
Tarifpunkte (TP)

83.7 + 54.9 = 138.6

Position

6201.64 + 6001.03

AB/LIS-Code

fapcr

Faktor IX

Ein angeborener, isolierter Faktor-IX-Mangel wird bei einem Hämophilie B gefunden.

Ein erworbener Mangel gemeinsam mit den anderen Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren des Pothrombinkomplexes bei Lebererkrankungen, Vitamin-K-Mangel oder VKA-Therapie.

Synonyme

Faktor 9, Gerinnungsfaktor IX, Blutgerinnungsfaktor

Material

5 mL Citrat-blut 1:10

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Zentrifugation: Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
-20 °C 1m
Einheit

%

Referenzbereich
w 69 - 134 %
m 79 - 138 %
Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt.

Tarifpunkte (TP)

50.4

Position

1349.00

AB/LIS-Code

faIX

Faktor V

Der Faktor V wird in der Leber und den Megakaryozyten synthetisiert, hat eine relativ kurze Halbwertszeit (ca. 12 h) und keine Vitamin K-Abhängigkeit. Ca. 20% des gesamten F V ist in den Thrombozyten gespeichert. Angeborene Verminderung: Homozygoter F V-Mangel mit Werten < 10% sehr selten; heterozygoter Mangel mit leicht verminderter Aktivität etwas häufiger. Ein sehr seltener, kombinierter Faktor V- und Faktor VIII-Mangel ist beschrieben. Erworbene isolierte Verminderung: Faktor V-Inhibitor (sehr selten); Frühphase einer disseminierten intravasalen Gerinnung; in einigen Fällen bei Lebererkrankungen auch ohne Verminderung der Faktoren des Prothrombinkomplexes.

Synonyme

Faktor 5, Gerinnungsfaktor V, Blutgerinnungsfaktor

Material

5 mL Citrat-BLut 1:10

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Zentrifugation: Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 12 h
-20 °C 1 m
Einheit

%

Referenzbereich

78 - 153 %

Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt

Tarifpunkte (TP)

31.5

Position

1348.00

AB/LIS-Code

faV

Faktor VII

Faktor VII (FVII) ist ein Vitamin-K-abhängiges Glykoprotein, das in der Leber synthetisiert und ins Blut abgegeben wird. Dieses bildet im Beisein von Kalzium einen Komplex mit Gewebethromboplastin (Tissue Factor). Hierbei wird Faktor VII zu Faktor VIIa aktiviert. Der FVII wird eingesetzt bei der Abklärung pathologischer Quickwerte bei normaler PTT, beginnende oder leichte Gerinnungsstörung im extrinsischen System.

In der Initialphase der Cumarintherapie oder bei leichter Leberinsuffizienz ist die Faktor VII-Aktivität vermindert.

Synonyme

Faktor 7, Gerinnungsfaktor VII, Blutgerinnungsfaktor

Material

5 mL Citrat-Plasma 1:10 (gefroren)

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Zentrifugation: Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 12h
-20 °C 1m
Einheit

%

Referenzbereich

70 - 139 %

Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt

Tarifpunkte (TP)

31.5

Position

1348.00

AB/LIS-Code

faVII

Faktor VIII

Der Gerinnungsfaktor VIII (FVIII) wird in der Leber gebildet und zählt zu den Akute-Phase-Proteinen. Dauerhaft erhöhte Faktor VIII-Aktivitäten (> 150 %) ohne Akute-Phase-Reaktion erhöhen das Thromboserisiko um ca. das 5-Fache.

Ein angeborener Faktor VIII-Mangel ist Ursache der Hämophilie A. Wegen der X-chromosomal rezessiven Vererbung erkranken fast ausschließlich Männer. Bei der Konduktorin findet sich typischerweise eine leicht verminderte Faktor VIII-Aktivität. Differentialdiagnostisch ist zu berücksichtigen, dass sich eine erniedrigte Faktor VIII-Aktivität auch beim von Willebrand-Syndrom findet, da der von Willebrandfaktor als Transportprotein vom Faktor VIII fungiert.

Synonyme

Faktor 8, Gerinnungsfaktor VIII, Blutgerinnungsfaktor

Material

5 mL Citrat-Plasma 1:10 (gefroren)

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Zentrifugation: Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 4h
-20 °C 2w
Einheit

%

Referenzbereich

55 - 164 %

Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt.

Tarifpunkte (TP)

50.4

Position

1349.00

AB/LIS-Code

faVIII

Faktor X

Vitamin K abhängiges Protein, welches in der Leber produziert wird. Der Faktor X wird zur Abklärung verlängerter aPTT-Werte und / oder hoher INR-Werte bestimmt. Nicht verwechseln mit der Anti-Xa-Aktivität s. unten Zusatzinformation.

Indikation: Abklärung eines pathologischen Ausfalls eines Globalgerinnungstests, Verdacht auf angeborenen Defekt oder erworbenen Mangel, Therapiekontrolle bei Einsatz von Gerinnungsfaktor-Konzentraten.

 

Synonyme

Faktor 10, Gerinnungsfaktor X, Blutgerinnungsfaktor, Stuart-Prower-Faktor

Material

5 mL Citrat-Blut 1:10

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Zentrifugation: Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
-20 °C 1m
Einheit

%

Referenzbereich
w 69 - 145 %
m 78 - 144 %
Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt.

Tarifpunkte (TP)

31.5

Position

1348.00

AB/LIS-Code

faX

Faktor XI

Der Gerinnungsfaktor X wird Vitamin K abhängig in der Leber gebildet. Aktivierung auf dem intrinischen oder extrinsichen Weg. Intrinsich durch einen Komplex aus IXa, VIIIa, Zelloberflächen und Calciumionen. Extrinsisch durch einen Komplex aus VIIa, Tissuefaktor, Zelloberflächen und Calciumionen.

Indikation: Abklärung eines pathologischen Ausfalls eines Globalgerinnungstests, Verdacht auf angeborenen Defekt oder erworbenen Mangel, Therapiekontrolle bei Einsatz von Gerinnungsfaktor-Konzentraten.

Synonyme

Faktor 11, Gerinnungsfaktor XI, Blutgerinnungsfaktor

Material

5 mL Citrat-Blut 1:10

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Zentrifugation: Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
-20 °C 1m
Einheit

%

Referenzbereich
w 70 - 139 %
m 77 - 138 %
Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt.

Tarifpunkte (TP)

50.4

Position

1349.00

AB/LIS-Code

faXI

Faktor XII

Der Faktor XII wird in der Leber gebildet und auf der Oberfläche von Thrombozyten aktiviert. Der Faktor XII-Mangel ist relativ häufig Ursache für eine deutliche PTT-Verlängerung.

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand kann weder dem heterozygoten noch dem  homozygoten Faktor XII-Mangel eine Bedeutung bei der Pathogenese von Blutungen noch von venösen Thromboembolien beigemessen werden.

Synonyme

Faktor 12, Gerinnungsfaktor XII, Blutgerinnungsfaktor, Hageman-Faktor

Material

5 mL Citrat-Plasma 1:10 (gefroren)

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Zentrifugation: Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
-20 °C 1m
Einheit

%

Referenzbereich

58 - 151 %

Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt.

Tarifpunkte (TP)

50.4

Position

1349.00

AB/LIS-Code

faXII

Faktor XIII

Der Faktor XIII steht am Ende der Gerinnungskaskade und wird durch Thrombin aktiviert. Er sorgt für die Quervernetzung von Fibrin und schützt Fibrin vor dem Abbau durch Plasminogen. Er wird daher auch fibrinstabilisierender Faktor genannt. Mit den Globaltesten PTT und TPZ (Quick/INR) kann ein Mangel nicht erkannt werden. Bei auffälliger Blutungsneigung muss Faktor XIII im Gegensatz zu anderen Fakoren auch bei normalen Globaltesten stets direkt bestimmt werden.

Synonyme

Faktor 13, Gerinnungsfaktor XIII, Blutgerinnungsfaktor

Material

5 mL Citrat-Blut 1:10

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Zentrifugation: Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Einheit

%

Referenzbereich

70 - 140 %

Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt.

Tarifpunkte (TP)

41.4

Position

1345.00

AB/LIS-Code

faXIII

Faktor-V-Leiden–Mutation (R506Q)

Thrombophilie-Abklärung: Indikation für die Abklärung einer hereditären Thrombophilie durch eine Mutation des Faktors V (Faktor-V-Leiden). Das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) wird durch das Vorhandensein einer heterozygoten oder homozygoten Variante entsprechend erhöht. Die heterozygote Variante (F-V-Leiden-heterozygot, G1691A) hat eine Prävalenz von 5% in der allgemeinen Bevölkerung und eine Prävalenz von 16% in VTE-Kohorten.

Die homozygote Variante (F-V-Leiden-homozygot, G1691A) hat eine Prävalenz von 0.004% in der allgemeinen Bevölkerung und eine Prävalenz von 0.01% in VTE-Kohorten.

Synonyme

G1691A

Material

1 mL EDTA-Vollblut

Zusatzinformation

Aufgrund der relativ hohen Prävalenzen einer heterozygoten F-II-G20210A-Mutation (2% bzw. 7%) und einer heterozygoten F-V-Leiden-Mutation (5% bzw. 16% in VTE-Kohorte) werden die beiden Mutationen immer zusammen untersucht (Literatur: SMF, 2020;20(5–6):73–78).
Durch das Vorliegen zweier oder mehrerer Mutationen wird das Risiko einer Venenthrombose additiv erhöht. Sie erhöhen auch das Risiko von wiederholten Fehlgeburten.

Zyto- oder molekulargenetische Untersuchungen dürfen nur durchgeführt werden, wenn die betroffene Person ausreichend über die medizinische Sachlage informiert wurde und der Untersuchung zugestimmt hat. Eine entsprechende Einverständnis-Erklärung für genetische Untersuchungen kann auf unserer Webseite heruntergeladen werden.

Stabilität
18 - 25 °C 15 d
2 - 8 °C 15 d
-20 °C 6 m
Methode

RT-PCR (MD)

Hersteller

Cepheid

Referenzbereich
Resultat Interpretation
Normal (Wildtyp)

Kein Nachweis der Faktor-V-Leiden-Mutation (G1691A)

Heterozygot Heterozygote Träger haben ein ca. 5 - 10 x erhöhtes Risiko für eine Venenthrombose
Homozygot Homozygote Träger haben ein 40 - 80 x erhöhtes Risiko für eine Venenthrombose
Tarifpunkte (TP)

83.7 + 54.9 = 138.6

Position

6200.64 + 6001.03

AB/LIS-Code

falei

Fasciola hepatica Ak

Fasciola hepatica kommt weltweit, vor allem in Hauswiederkäuern vor, welche die Eier mit dem Fäzes ausscheiden, für die weitere Entwicklung dient die Süsswasserschnecke als Zwischenwirt. Diese scheiden Zerkarien aus, welche sich auf Wasserpflanzen festsetzen und dort zu infektiösen Metazerkarien weiterentwickeln, diese werden vom Endwirt oral aufgenommen. Die Erreger durchdringen die Dünndarmwand und gelangen in die Leber, wo sie 6-7 Wochen durchs Leberparenchym wandern bevor sie in die Gallengänge gelangen und dort geschlechtsreif werden.

Klinisch äussert sich die Infektion mit Abdominalschmerzen, Hepatomegalie, Fieber, Leukozytose und Eosinophilie. Durch den Befall der Gallengänge kann es zu Cholangitis und Verschlussikterus kommen.

Synonyme

grosser Leberegel, Fasciolose

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Serologie ist die Methode der Wahl in der Frühphase der Infektion, da in der Präpatenz (dauert ca. 3 Monate) noch keine Eier nachgewiesen werden können.

Jedes positive Suchtest-Resultat wird mittels Bestätigungstest überprüft. Kreuzreaktionen mit anderen Helminthenantigenen sind möglich.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

Suchtest: ELISA (KI)
Bestätigungstest: IFAT

Einheit

Suchtest: OD
Bestätigungstest: reziproker Titer

Referenzbereich

Suchtest: < 0.3 OD
Bestätigungstest: < 1:160 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f20)

Tarifpunkte (TP)

37.8
mit Bestätigungstest: 2x 37.8 / Total: 75.6

Position

3519.00

AB/LIS-Code

Suchtest: fasc
Bestätigungstest: fascif (wird nicht primär erfasst)

Ferritin

Ferritin ist das Eisenspeicherprotein mit einem Molekulargewicht von ≥ 440000 Dalton, abhängig vom Eisengehalt. Es besteht aus einer Proteinhülle (Apoferritin) von 24 Untereinheiten und einem Eisenkern mit durchschnittlich ca. 2500 Fe3+-Ionen bei den basischen Isoformen. Die basischen Isoferritine übernehmen die Eisen-Langzeitspeicherfunktion und sind vorwiegend in Leber, Milz und Knochenmark nachweisbar. Saure Isoferritine finden sich vorwiegend in Herzmuskel, Plazenta, Tumorgewebe sowie in kleineren Mengen auch in den Speicherorganen.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Die Ferritinbestimmung ist vor allem in der Diagnostik des Eisenstoffwechsels, der Überwachung der Eisentherapie, zur Feststellung der Eisenreserve bei Risikogruppen sowie in der Differentialdiagnostik von Anämien notwendig. Sie erfasst den prälatenten und latenten Eisenmangel und die Eisenüberladung. Sie dient zur Differentialdiagnose einer Eisenmangelanämie von einer hypochromen Anämie (chronische Infekt- und Tumoranämien, sideroblastische Anämie oder Thalassämie). Ferritinbestimmungen eignen sich besonders zur Kontrolle der renalen Anämie bei Eisenverwertungs- und Verteilungsstörungen unter Erythropoetintherapie. Das im Blut nachweisbare Ferritin steht mit dem Depot-Eisen des Körpers im Gleichgewicht und hat somit Indikatorfunktion für den Füllungszustand der Eisenspeicher.

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 12 m
Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µg/L

Referenzbereich
Geschlecht Referenzbereich
Frauen bis 50 Jahre 15 - 150 µg/L
Frauen ab 50 Jahren 30 - 400 µg/L
Männer ab 15 Jahren 30 - 400 µg/L
Kinder bis 15 Jahre 10 - 180 µg/L
Tarifpunkte (TP)

7.1

Position

1314.00

AB/LIS-Code

feri

Fettsäurestatus (Omega-3-, Omega-6-Fettsäuren)

Serum sowie Vollblut (gereinigte Ec) sind die wichtigsten Untersuchungsmaterialien zur Erhebung eines Fettsäurestatus. Von besonderer klinischer Relevanz sind die mehrfach ungesättigten Omega-3- & Omega-6-Fettsäuren. Überwiegend werde die Omega-3-Fettsäuren im Serum bestimmt. Während die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure Ausgangspunkt für die Bildung proinflammatorischer Eicosanoide wie Prostaglandine der Serie 2 und Leukotriene der Serie 4 ist, werden aus der Omega-3-Fettsäure Eicosapentansäure gering inflammatorische bzw. antiinflammatorische Eicosanoide gebildet wie Prostaglandine der Serie 3 und Leukotriene der Serie 5. Eine Erhöhung der Zufuhr an Eicosapentansäure bei gleichzeitiger Einschränkung der Arachidonsäure führt daher zu antiinflammatorischen Effekten.

mehrfach ungesättigte Fettsäuren Omega 3 alpha-Linolensäure 18:3, n-3 / Eicosapentansäure (EPA) 20:5, n-3 / Docosahexansäure (DHA) 22:6, n-3
mehrfach ungesättigte Fettsäuren Omega 6 Linolsäure 18:2, n-6 / gamma-Linolensäure 18:3, n-6 / homo-gamma-Linolensäure 20:3, n-6 / Arachidonsäure (AA) 20:4, n-6
Quotient Omega-6- / Omega-3-Fettsäuren Indikator für die Nahrungsaufnahme mehrfach ungesättigter Fettsäuren
Quotient AA / EPA Biomarker für Entzündungsbereitschaft
Omega-3-Index Kardiovaskulärer Risikomarker

 

Synonyme

Eicosapentansäure (EPA), Docosahexansäure (DHA), Arachidonsäure (AA)

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Indikationen zur Erhebung eines Fettsäurestatus:

  • koronare Herzerkrankung, Zustand nach, Herzinfarkt, Arrhytmien
  • chronisch entzündliche Erkrankungen / Autoimmunerkrankungen: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Multiple Sklerose
  • Hypertriglyceridämien
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • ADS / ADHS, Autismus
  • altersbedingte Makuladegeneration
  • Depressionen
  • Schizophrenie
  • metabolisches Syndrom und Diabetes mellitus
Stabilität
18 - 25 °C 30 h
2 - 8 °C 72 h
-20 °C 12 m
Referenzbereich

siehe Befund

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt

Tarifpunkte (TP)

225.0

Position

1315.00

Fibrillarin Ak

Anti-Fibrillarin Antikörper findet man vorwiegend bei Patienten mit diffuser Sklerodermie und seltener bei anderen Kollagenosen oder bei Raynaud-Symptomatik. Bei Patienten mit diffuser Sklerodermie sind Fibrillarin Antikörper internen Manifestationen assoziiert.

Synonyme

U3snRNP

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F. Autoantikörper bei systemischen Autoimmunerkrankungen. Ein diagnostischer Leitfaden, 3. Auflage. Lengerich: Pabst Science Publishers, 2006.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

FEIA (KI)

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 10 U/mL

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f25)

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1194.00

Fibrinogen

Das in der Leber synthetisierte Fibrinogen wird als zentrales Protein der Gerinnungskaskade durch Thrombin in unlösliches Fibrin umgewandelt.

Als Akute-Phase-Protein steigt es bei entzündlichen Prozessen mit einer Verzögerung von 24 - 48 h deutlich an. 

Bei V.a.Dysfibrinogenämie wird die Bestimmung des immunologischen Fibrinogens empfohlen. Die Fibrinogen-Bestimmung nach Clauss ist eine Bestimmung der Fibrinogen-Aktivität.

 

Synonyme

Faktor I

Material

5 mL Citrat-Blut 1:10

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
-20 °C 1m
Methode

viskositätbasierte Detektion (nach Clauss) (H)

Hersteller

Stago

Einheit

g/L

Referenzbereich

2.0 - 4.0

Tarifpunkte (TP)

12.4

Position

1320.00

AB/LIS-Code

fibr

Filarien Ak

Filarien sind Fadenförmige Nematoden, welche in den subtropischen und tropischen Regionen endemisch sind. In der Entwicklung und Übertragung von humanpathogenen Filarien spielen Mücken und Fliegen als Zwischenwirte eine wesentliche Rolle. Die Larven welche Mikrofilarien genannt werden, erscheinen in der Haut oder im Blut, wobei man aufgrund ihres Erscheinens im peripheren Blut periodische (tag-/nachtperiodisch) von nichtperiodischen Mikrofilarien unterscheidet. Die adulten Würmer halten sich je nach Art im Lymphsystem, subkutanen Bindegewebe oder in den Peritoneal- und Pleurahöhlen auf. Die Symptomatik ist abhängig von der Lokalisation (Lymphangitis/-adenitis, Hautschwellung, Befall Konjunktiva, Dermatitis...).

Synonyme

Filariose, Fadenwurm

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Der Test umfasst verschiedene Arten von Filiarien: Wucheria bancrofti, Brugia malayi, Loa loa, Onchocerca volvulus, Mansonella perstans

Eine Artdifferenzierung ist im ELISA/IFAT nicht möglich. Hierfür ist eine mikroskopische Blutuntersuchung (Abnahmezeitpunkt beachten!) oder ein gezielter Ag-Nachweis (W. bancrofti) oder Ak-Nachweis (B. malayi) durchzuführen.

Jedes positive Suchtest-Resultat wird mittels Bestätigungstest  überprüft.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

Suchtest: ELISA (KI)
Bestätigungstest: IFAT

Einheit

Suchtest: OD
Bestätigungstest: reziproker Titer

Referenzbereich

Suchtest: < 0.50 OD
Bestätigungstest: < 1:160 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f20)

Tarifpunkte (TP)

42.3
mit Bestätigungstest: 42.3 / 42.3 / Total: 84.6

Position

Suchtest: 3520.00
Bestätigungstest: 3521.00

AB/LIS-Code

Suchtest: fil
Bestätigungstest: fil2nd (wird nicht primär erfasst)

Fluoxetin (inkl. Norfluoxetin)

Fluoxetin gehört zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und wird in erster Linie zur Behandlung von Depressionen sowie Angst, Panik-und Zwangsstörungen eingesetzt. SSRIs wirken aktivierend und stimmungsaufhellend durch die bedingte Erhöhung des Serotoninspiegels. Die Wirkung setzt nach Therapiestart meist mit mehreren Wochen Verzögerung ein.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. Relevant ist hierbei die Summe von Fluoxetin und Norfluoxetin. Durch die Mitbestimmung des aktiven Metaboliten Norfluoxetin wird daneben auch der metabolische Quotient und somit die hepatische Metabolisierungsrate ermittelt. Diese kann in der Dosierungsanpassung sowie Interpretation von Talspiegeln ausserhalb des therapeutischen Bereiches hilfreich sein. Dabei involvierte P450 Cytochrome: CYP2C9, CYP2C19 und CYP2D6. Die Halbwertszeit von Fluoxetin beträgt 4 - 6 Tage.

Synonyme

Fluctin

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 95 %
Halbwertszeit: 4 - 6 Tage

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C: 1 d
2 - 8 °C: 7 d
-20 °C: 6 m

 

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

μmol/L

Referenzbereich
Fluoxetin + Norfluoxetin Bereich Einheit

Therapeutischer Bereich

0.39 - 1.62 μmol/L

Warnlevel

> 3.23 μmol/L

Norfluox-/ Fluoxetin

0.7 - 1.9 MPR

MPR = Metabolite to Parent compound Ratio

Eine Abweichung vom angegebenen MPR-Referenzbereich kann auf eine unregelmässige Medikamenteneinnahme, eine genetische Variation oder auf eine Wechselwirkung mit anderen Arznei- oder Nahrungsmitteln hinweisen.

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1065.00

AB/LIS-Code

fluoxb (Block)

Flupentixol ( Fluanxol)

Klassisches Antipsychotikum (KAP; Thioxanthen).

Synonyme

Fluanxol ®

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) im Steady-State (4-5 Halbwertszeiten).

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 24 h
2-8 °C: 48 h
-20 °C: 6 m

 

Methode

LC-MS/MS

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

Therapeutischer Bereich: 2.3 - 23.0 nmol/L

Fremdleistung

 

Wird im Unterauftrag durchgeführt

Tarifpunkte (TP)

140.0

Position

1579.00

AB/LIS-Code

flup

Fluvoxamin

Fluvoxamin gehört zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und wird in erster Linie zur Behandlung von Depressionen sowie Angst, Panik- und Zwangsstörungen eingesetzt. SSRIs wirken aktivierend und stimmungsaufhellend durch die bedingte Erhöhung des Serotoninspiegels. Die Wirkung setzt meist mit mehreren Wochen Verzögerung nach Therapiestart ein.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. In den Metabolismus involvierte P450 Cytochrome: CYP1A2 und CYP2D6. Es wird kein Metabolit bestimmt. Die Halbwertszeit von Fluvoxamin beträgt 21 - 43 h.

Synonyme

Floxyfral

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: 80 %
Halbwertszeit: 21 - 43 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).
Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C: 1 d
2 - 8 °C: 7 d
-20 °C: 6 m
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

μmol/L

Referenzbereich
Fluvoxamin Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 190 - 720 nmol/L
Warnlevel > 1572 nmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

140.0

Position

1065.00

AB/LIS-Code

fluvo2

Folsäure

Folsäure (ein Vitamin des B‑Komplexes) spielt eine entscheidende Rolle bei der Synthese von Purin- und Pyrimidinvorläufern von Nukleinsäuren. Eine geänderte Verteilung der Methylgruppen und eine eingeschränkte DNA-Synthese sind entscheidende Faktoren bei der Entstehung von Krebserkrankungen. Ein abnormaler Folatstatus wird auch mit der Entwicklung von Krankheiten wie kardiovaskulären Erkrankungen, Neuralrohr-Defekten, Lippen-Gaumen-Spalte, Komplikationen im Endstadium einer Schwangerschaft, neurodegenerativen und psychiatrischen Störungen in Verbindung gebracht.

Klinisch manifestieren sich sowohl Folat- als auch Vitamin-B12-Mangel als sogenannte megaloblastäre (makrozytäre) Anämie. Aufgrund der beeinträchtigten DNA-Synthese und Zellreifung, die insbesondere die für die Erythropoese zuständigen Zellen betrifft, ist die Erythrozytenzahl signifikant herabgesetzt.

Synonyme

Folat

Material

1 mL Serum (lichtgeschützt)

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

(Blutentnahme nüchtern)

Zusatzinformation

Da Vitamin B12 und Folat im zellulären Stoffwechsel mit Ein‑Kohlenstoff-Resten eng zusammenwirken und da die hämatologischen und klinischen Folgen eines Mangels dieser beiden Vitamine sehr ähnlich sein können, ist es ratsam, beide Parameter bei Patienten mit einschlägigen Symptomen eines Vitaminmangels gleichzeitig zu bestimmen.

Stabilität
18 - 25 °C 2 h
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 1 m

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

8.83 - 60.8 nmol/L

Tarifpunkte (TP)

11.8

Position

1329.00

AB/LIS-Code

fols

Folsäure in den Ec

Serumfolatspiegel können durch plötzliche Folateinnahmen beeinflusst werden, RBC-Folat (in roten Blutkörperchen) ist ein Mass für die Folatzufuhr innerhalb der 90‑120 Tage langen Lebensdauer von Erythrozyten. Die Folatkonzentration in roten Blutkörperchen vermittelt also ein genaueres Bild des tatsächlichen Folatstatus als Serum-Folatspiegel und wird daher von Fachleuten als das bessere Mass für den Folatstatus betrachtet.

Material

5 mL EDTA-Blut (lichtgeschützt)

Stabilität

Lagerung vom Vollblut vor der Hämolysatprobenherstellung:

18-25°C 2 h
2-8°C 24 h
-20°C 28 d

vorbereitete Hämolysatprobe:

-20°C 28 d

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

1187 - 2854 nmol/L

Tarifpunkte (TP)

18.9

Position

1330.00

AB/LIS-Code

folec2

Fötale RHD-Bestimmung aus mütterlichem Blut

RhD-negative Schwangere müssen über die Möglichkeit der nicht invasiven molekulargenetischen fetalen RHD-Bestimmung und damit über den potentiellen Verzicht der Anti-D-Gabe aufgeklärt sein. Bei RhD-negativen Schwangeren wird die molekulargenetische fetale RHD-Bestimmung aus dem mütterlichen Blut zwischen der 18. – 24. SSW durchgeführt.

Bei positiver fetaler RHD wird wie bewährt in der 28. SSW eine Anti-D-Prophylaxe mit 300 ug Rhophylac gegeben. Bei negativer fetaler RHD erfolgt keine routinemässige Anti-D-Gabe in der 28. SSW und auch keine routinemässge Gabe nach der Geburt. Ebenso ist bei Schwangerschaftskomplikationen oder Risikosituationen (z.B. vaginale Blutung, äussere Wendung etc.) keine routinemässige Gabe von Anti-D mehr notwendig.

Testung ab 12. SSW möglich; wenn RHD-Status zu diesem Zeitpunkt negativ und die fötale Kontrolle negativ ist, Wiederholung des Tests ab 18. Schwangerschaftswoche.

Zur Bestätigung der fetalen Blutgruppe (RHD-Bestimung in der Schwangerschaft) kann postpartal eine RhD-Blutgruppenbestimmung beim Neugeborenen erfolgen.

Material

9 mL EDTA-Vollblut - Versand und Transport der Probe bei Raumtemperatur

Angabe Entnahmedatum und Schwangerschaftswoche!

Zusatzinformation
Stabilität
18 - 25 °C 5 d
2 - 8 °C -
-20 °C -
Methode

PCR

Referenzbereich
Resultat RHD Empfehlung
Fötus RHD positiv

Bei positiver fetaler RHD wird wie bewährt in der 28. SSW eine Anti-D-Prophylaxe mit 300 ug Rhophylac gegeben.

Fötus RHD negativ Bei negativer fetaler RHD erfolgt keine routinemässige Anti-D-Gabe in der 28. SSW und auch keine routinemässgie Gabe nach der Geburt.
Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f35)

Tarifpunkte (TP)

100.8 / 54.9

Position

6604.50 / 6001.03

AB/LIS-Code

fötalrhd

Francisella tularensis IgG / IgM (Tularämie)

Das Bakterium Francisella tularensis ist Erreger der Tularämie auch Hasenpest genannt, eine Zoonose welche meist durch Zecken-/Insektenstiche oder durch direkten Kontakt von Tieren auf den Menschen erfolgt. Weiter kann auch der Verzehr von ungenügend erhitztem Fleisch oder das Einatmen von verseuchtem Wasser und Staub zu einer Übertragung des Bakteriums führen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 1-5 Tage. Es treten Symptome wie Fieber, eine fortschreitende Entzündung der Eintrittsstelle und Lymphknotenschwellung auf. Unbehandelt kann die Krankheit einen tödlichen Verlauf nehmen.

Synonyme

Tularämie, Hasenpest

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Antikörper können ca. ab der zweiten Krankheitswoche festgestellt werden. Eine Serokonversion oder ein signifikanter Titeranstieg nach 4 Wochen weist auf eine akute Infektion hin

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

EIA (KI)

Einheit

U/mL

Referenzbereich
negativ < 10 U/mL
grenzwertig 10 - 15 U/mL
positiv > 15 U/mL

 

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f15)

Tarifpunkte (TP)

2x 27.0 / Total: 54.0

Position

3429.00

AB/LIS-Code

tulag + tulam

Freie Leichtketten (Kappa und Lambda)

Die Mehrheit der Leichtketten im Serum liegen an Schwerketten gebunden vor. Aufgrund einer Überproduktion und Sekretion von Plasmazellen findet man aber auch in Gesunden niedrige Level von Freien Leichtketten (FLK).

Synonyme

FLK, free light chain (FLC)

Material

1 mL Serum oder 5 mL Morgenurin

Zusatzinformation

Erhöhte Level von monoklonalen FLK sind mit maligner Plasmazellproliferation (z.B. Mulitples Myelom), AL Amyloidose und der Leichtketten Speicherkrankheit zu finden. Polyklonale FLK sind mit Autoimmunerkrankungen wie z.B. SLE assoziiert.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

Turbidimetrie (KI)

Hersteller

Binding Site

Einheit

mg/L

Referenzbereich
Serum    
Kappa 3.30 - 19.40 mg/L
Lambda 5.71 - 26.30 mg/L
Quotient 0.26 - 1.65

 

Urin

Kappa 1.35 - 24.20 mg/L
Lambda 0.24 - 6.66 mg/L
Quotient 0.46 - 4.0
Tarifpunkte (TP)

Typ Kappa:  33.3
Typ Lamba: 33.3

Position

Typ Kappa: 1459.00
Typ Lamba: 1460.00

AB/LIS-Code

Serum: leifr

Urin: leifru

Fructoseintoleranz (genetisch)

Stabilität

1 Röhrchen EDTA Blut
Mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Polymerase Chain Reaction / f02

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

276 / 6229.56 + 6001.03

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Virus IgG / IgM

Das FSME-Virus gehört zum Genus Flavivirus und wird durch Zecken übertragen. Die Inkubationszeit beträgt im Schnitt etwa 7-14 Tage, in Einzelfällen dauert es länger. Ca.70% der Infektionen verlaufen asymptomatisch. Patienten mit Symptomen durchlaufen typischerweise einen biphasischen Verlauf, welcher mit unspezifischen grippeähnlichen Beschwerden beginnt. Nach einem kurzen symptomfreien Intervall folgen neurologische Manifestationen (Meningitis, Enzephalitis).

Synonyme

Zeckenenzephalitis

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Für die Diagnose einer FSME Infektion eignet sich der simultane Nachweis von IgM und IgG oder ein siginifikanter Titeranstieg der IgG über zwei bis vier Wochen.

Es ist zu Beachten, dass nach der FSME-Impfung sowohl IgG als auch über einen gewissen Zeitraum IgM nachgewiesen werden können.

Kreuzreaktionen mit anderen Flaviviren können zu einem unspezifischen Titeranstieg führen.

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Hersteller

ViroTech

Einheit

Index

Referenzbereich

< 1.1 Index

Tarifpunkte (TP)

37.8 / 29.7 / Total: 67.5

Position

3044.00 / 3045.00

AB/LIS-Code

zek (Block)

Fruktosamin

Neben dem Hämoglobin unterliegen weitere Serumproteine wie das Albumin und die Immunglobuline der nichtenzymatischen Glykierung, so dass in Abhängigkeit von der Halbwertszeit dieser Proteine auch kürzere Veränderungen der Diabeteseinstellung erkennbar werden. Fruktosamin bezeichnet Ketoamine, die als Produkte der nichtenzymatischen Glykierung unspezifischer Serumproteine, vor allem Albumin und IgG, entstehen. Fehlerhafte Ergebnisse können sich allerdings bei Erkrankungen mit Eiweißmangel wie z. B. beim nephrotischen Syndrom ergeben. Die Bestimmung ist einfach und preiswert, gibt einen Überblick zur Diabeteseinstellung der letzten 2–3 Wochen, und kann damit bei kurzfristigen Stoffwechselkontrollen wie während der Schwangerschaft oder nach Therapieumstellung hilfreich sein. Auch bei Patienten mit Hämoglobinopathien, bei denen die HbA1c-Bestimmung nicht verwertbar ist, kann die Fruktosaminbestimmung eingesetzt werden.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation
Resultat Klinische Interpretation
205 - 285 µmol/L gut eingestellte Diabetiker oder Nichtdiabetiker
bis 320 µmol/L gut eingestellte Diabetiker
bis 370 µmol/L mässig eingestellte Diabetiker
> 370 µmol/L ungenügende Einstellung
Stabilität
18 - 25 °C 3 d
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 2 m
Methode

Spektrophotometrie

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

205 - 285 µmol/L

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f09)

Tarifpunkte (TP)

14.3

Position

1333.00

AB/LIS-Code

fruc

FSH (follikel stimulierendes Hormon)

FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) gehört wie LH (luteinisierendes Hormon) zur Familie der Gonadotropine. Beide regeln und stimulieren synergistisch das Wachstum und die Funktion der Gonaden (Ovarien und Hoden). Bei Frauen stimuliert FSH zusammen mit LH die Östrogensekretion und die Ovulation. Aus den gonadotropen Zellen des Hypophysenvorderlappens werden FSH und LH pulsatil freigesetzt. Die Spiegel der zirkulierenden Hormone werden von Steroidhormonen über eine negative Rückkopplung auf den Hypothalamus gesteuert. Zur Zyklusmitte gibt es, weniger ausgeprägt als bei LH, auch einen FSHKonzentrationsgipfel. Während der Menopause finden sich aufgrund der Veränderung der Ovarfunktion und verminderter Östrogensekretion hohe FSH-Konzentrationen.

Beim Mann dient FSH der Induktion der Spermatogonienentwicklung.

Die Bestimmung der FSH-Konzentration dient der Aufklärung von Funktionsstörungen innerhalb der Achse Hypothalamus‑Hypophyse‑Gonaden. Die Bestimmung von FSH in Verbindung mit einer Bestimmung von LH wird bei folgenden Indikationen eingesetzt: Kongenitale Erkrankungen mit chromosomalen Aberrationen, polyzystische Ovarien (PCO), Ursachenabklärung der Amenorrhoe und klimakterisches Syndrom. Erniedrigte Gonadotropinspiegel beim Mann finden sich bei Azoospermie.

Synonyme

Follitropin

Material

1 mL Serum

Alternativmaterialien: Lithium-Heparin-, K2-EDTA und K3-EDTA-Plasma.

Stabilität
18 - 25 °C 5 d
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 6 m
Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

IU/L

Referenzbereich
Frauen IU/L
Follikelphase 3.5 - 12.5
Ovulationsphase 4.7 - 21.5
Lutealphase 1.7 - 7.7
Postmenopause 25.8 - 134.8
Männer 1.5 - 12.4
Tarifpunkte (TP)

15.4

Position

1331.00

AB/LIS-Code

fsh