Auf einen Blick

Analysenverzeichnis

Dieses Verzeichnis enthält zentrale Informationen zu allen Analysen, welche wir anbieten.

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Vagina / Zervix / Urethra (Allgemeine Bakteriologie & Resistenzprüfung)

Die Untersuchung dient zur Identifikation von pathogenen Keimen bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion. Eine Resistenzprüfung wird wenn möglich immer durchgeführt.

Material

Abstrich Opti-Swab (Nr. 50, Für Urethral-Abstriche Tupfer Nr. 50b)

Stabilität
2 - 8 °C

1 d

Methode

Kultur (aerob), Mikroskopie (Grampräparat) (MM)

Hersteller

Becton Dickinson (BD), bioMérieux

Tarifpunkte (TP)
negativ 63.0
positiv

70.0

Position
negativ 3334.00
positiv

3335.00

Valproat (Valproinsäure)

Stimmungstabilisierer, Antiepileptikum

Valproat unterliegt komplexer Metabolisierung  (Glukoronyltransferasen UGT1A3, UGT1A6, UGT2B7, Cytochrome CYP2A6, CYP2B6, CYP2C9, CYP2C19 und Beta-Oxidation). Die Halbwertszeit liegt bei Retard-Präparaten 11-17h.

Valproat ist kontraindiziert bei Schwangerschaft, Leberinsuffizienz, und Blutgerinnungsstörungen.

Synonyme

Depakine, Valproinsäure, 2-Propylpentansäure

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) im Steady-state (4-5 Halbwertszeiten).

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 2 d
2-8 °C: 7 d
-20 °C: 3 m

 

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich: 347 - 693 µmol/L
Toxischer Bereich: > 833 µmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

140.0

Position

1069.00

Varicella-Zoster-Virus, VZV (PCR)

Die Erstinfektion mit VZV erfolgt meist im Kindesalter und zeigt sich mit einer generalisierten Infektion mit Bläschen unterschiedlicher Reifegrade an Gesicht, Rumpf und Extremitäten. Bei Erwachsenen verläuft die Erkrankung schwerer, mit hohem Fieber und Komplikationen (z.B. Varizellenpneumonie und Varicellenenzephalitis). Das Virus persistiert lebenslang in den sensorischen Ganglien. Herpes Zoster (Gürtelrose) entsteht durch eine Reaktivierung des VZV. Es kommt zu einer lokalen Ausbildung der charakteristischen Bläschen mit Missempfindunges und starken Schmerzen.

Synonyme

Herpes Zoster, Gürtelrose, Windpocken, chicken pox

Material

Abstrich Opti-Swab (Nr. 50)

Liquor, Steriles Röhrchen (Nr. 44)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

PCR (MM)

Hersteller

DiaSorin

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

133.0

Position

3184.00

Varizellen-Zoster Virus Ak, KBR

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Komplement Bindungs Reaktion (Methode nicht akkreditiert)

Referenzbereich

< 32 Titer

Tarifpunkte (TP)

42 / 3178.00

Varizellen-Zoster Virus, VZV (IgG)

Das Varizella-Zoster Virus wird aerogen oder durch Bläscheninhalt übertragen und ist hoch kontagiös. Die Inkubationszeit beträgt ca. 14-16 Tage, worauf sich die Erkrankung mit juckendem Exanthem und Fieber präsentiert. Das Hauptmerkmal sind die Hautläsionen mit Papeln, Bläschen und Schorf in verschiedenen Entwicklungsstadien.

Beim Herpes zoster handlet es sich nicht um eine Neuinfektion sondern um eine Reaktivierung persistierender Viren.

Synonyme

 Windpocken, Herpes zoster, Gürtelrose

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

VZV IgG dienen primär der Immunitätsabklärung. Eine Serokonversion oder ein signifikanter Titeranstieg kann ein Hinweis auf eine akute Infektion sein.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 6 m
Methode

ELFA (KI)

Hersteller

bioMérieux

Einheit

Index

Referenzbereich

< 0.90 Index

Tarifpunkte (TP)

42.0

Position

3178.00

Varizellen-Zoster Virus, VZV (IgM)

Das Varizella-Zoster Virus wird aerogen oder durch Bläscheninhalt übertragen und ist hoch kontagiös. Die Inkubationszeit beträgt ca. 14-16 Tage, worauf sich die Erkrankung mit juckendem Exanthem und Fieber präsentiert. Das Hauptmerkmal sind die Hautläsionen mit Papeln, Bläschen und Schorf in verschiedenen Entwicklungsstadien.

Beim Herpes zoster handlet es sich nicht um eine Neuinfektion sondern um eine Reaktivierung persistierender Viren.

Synonyme

Windpocken, Herpes zoster, Gürtelrose

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

VZV IgM könne bei Primärinfektion einige Tage nach Auftreten des Exanthems nachgewiesen werden. Beim Herpes zoster können IgM Antikörper fehlen.

Methode der Wahl bei Verdacht auf eine aktue Infektion ist der Direktnachweis mittels PCR aus frischem Bläscheninhalt, BAL oder Liquor.

Stabilität
8 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Hersteller

Euroimmun

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

33.0

Position

3179.00

Venlafaxin (inkl. Desmethylvenlafaxin)

Synonyme

 

Efexor, Venlax

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) im steady state (4-5 Halbwertszeiten nach Dosisanpassung).

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 1 d
2-8 °C: 7 d
-20 °C: 6 m
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

μmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich
(Venlafaxin + Metabolit):
0.36-1.44 μmol/L
Toxischer Bereich
(Venlafaxin + Metabolit):
> 2.88 μmol/L

Metabolischer Quotient:

2.7-7.7  

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

140.0

Position

1065.00

Viren-Zellkultur

Material

Mit Labor Kontakt aufnehmen

Viskosität, Serum

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Viskosimetrie / f05

Referenzbereich

1.41 - 1.63 cp

Tarifpunkte (TP)

25 / 1746.00

Vitamin A (Retinol)

Neben seiner Bedeutung für den Sehvorgang ist Vitamin A an den verschiedensten Stoffwechselvorgängen sowie an der Embryogenese beteiligt. Mangelsymptome sind Nachtblindheit, Akne, erhöhte Infektanfälligkeit und Entwicklungsstörungen. Obwohl die Versorgung in Industrienationen meist gut ist, besteht das Risiko einer Unterversorgung unter anderem bei Schwangeren, Alkoholikern und Personen mit Malabsorptionsstörungen.

Synonyme

Retinol, Axerophtol

Material

1 mL Serum (lichtgeschützt)

Zusatzinformation

Bei langfristiger Gabe hoher Dosen kann eine Hypervitaminose entstehen, die sich anfangs in Müdigkeit äussert, später treten Wachstumsstörungen und Knochenfrakturen auf.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 1 d
-20 °C 6 m
Methode

HPLC (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

1.05 - 2.45 µmol/l

Tarifpunkte (TP)

68.0 

Position

1747.00

Vitamin B1 (Thiamin)

B-Vitamine spielen eine wesentliche Rolle bei einer Vielzahl grundlegender Stoffwechselwege. Sie zählen zu den wasserlöslichen Vitaminen, die kaum im Körper gespeichert werden, so dass eine regelmässige Zufuhr essentiell ist, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.
Vitamin B1 wird in der Natur von einer Reihe von Pflanzen und Mikroorganismen gebildet, für die meisten tierischen Organismen hingegen ist es essentiell. Der überwiegende Anteil des Thiamins befindet sich in den Erythrozyten und liegt dort in der aktiven Form als Thiaminpyrophosphat (TPP) vor. TPP ist als Coenzym an der oxidativen Decarboxylierung von 2-Ketosäuren und somit an der Energieversorgung und den Hauptbiosynthesewegen im Organismus beteiligt. Zudem tritt es als Coenzym von Aldehyd- und Ketotransferasen im Pentosephosphatstoffwechsel auf. Im Nervensystem ist es in die Biosynthese von Lipiden und Acetylcholin involviert.

Synonyme

Thiamin, Aneurin

Material

1 Röhrchen EDTA-Vollblut (lichtgeschützt)

Zusatzinformation

Die bekannteste Vitamin B1-Mangelkrankheit ist Beri-Beri, die vor allem in Regionen vorkommt, in denen geschälter Reis Hauptnahrungsmittel ist. In erster Linie sind neurologische und kardiovaskuläre Symptome die Folge.
Weitere Thiaminmangelkrankheiten sind die Wernicke-Enzephalopathie und das Korsakow-Syndrom, welche insbesondere bei mangelernährten Alkoholkranken auftreten.
Mildere Formen eines Vitamin B1-Mangels zeigen sich in einer allgemeinen körperlichen und geistigen Müdigkeit, Reizbarkeit, Verwirrtheit, Schlafstörungen sowie gastrointestinalen Symptomen.

Stabilität
Stabilität (EDTA-Vollblut)
18 - 25 °C 5 h
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 6 m
Methode

HPLC (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

66 - 320 nmol/L

Tarifpunkte (TP)

76.0

Position

1748.00

Vitamin B12 (Cobalamin)

Vitamin B12, auch als Cobalamin bezeichnet, ist eine komplexe organometallische Verbindung, in der ein Kobalt-Atom inmitten eines Corrin-Rings sitzt. Es handelt sich um ein wasserlösliches Vitamin, das durch Mikroorganismen synthetisiert wird. Es kann nicht im menschlichen Körper synthetisiert werden und tritt selten in Produkten pflanzlichen Ursprungs auf. Die Hauptquellen von Vitamin B12 sind Fleisch, Fisch, Eier sowie Milch und Milcherzeugnisse.
Vitamin B12 spielt bei grundlegenden Stoffwechselvorgängen im Körper eine entscheidende Rolle. Es ist notwendig für die Regeneration der Folsäure und steht in engem Zusammenhang mit der Synthese der Nukleoproteine.

Synonyme

Vitamin B12 ist ein Sammelbegriff für 6 Cobalamine, die sich durch die Substitution am zentralen Kobalt-Atom unterscheiden: Cyanocobalamin, Hydroxocobalamin, Aquocobalamin, Nitritocobalamin, Methylcobalamin (Mecobalamin)

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Aufnahme in den Gastrointestinaltrakt hängt vom Intrinsic-Faktor (IF) ab. Der häufigste Grund eines schweren Vitamin‑B12-Mangels liegt im Fehlen des IF aufgrund von autoimmuner atrophischer Gastritis. Die Erkrankung wird traditionell als „perniziöse Anämie” bezeichnet, obwohl viele Patienten hauptsächlich neurologische Manifestationen zeigen. Weitere Gründe für Vitamin‑B12-Mangel sind beispielsweise Malabsorption aufgrund von Gastrektomie, entzündlichen Darmerkrankungen oder Mangelernährung wie bei strengen Vegetariern (Veganern).
Zur Verbesserung der Diagnose-Spezifität sollten zusätzlich die folgenden Biomarker gemessen werden: Folat, Methylmalonylsäure (MMA), Homocystein und Holotranscobalamin.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 2 h
2 - 8 °C 48 h
-20 °C 56 d
Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

pmol/L

Referenzbereich

145 - 569 pmol/L

Tarifpunkte (TP)

25.0

Position

1749.00

Vitamin B12 aktiv (Holotranscobalamin)

Vitamin B12 ist ein essenzieller, wasserlöslicher Mikronährstoff, der nicht im menschlichen Körper synthetisiert werden kann. Am Transport und an der Resorption von Vitamin B12 (Cobalamin) sind drei Transportproteine beteiligt: der Intrinsik-Faktor (IF), Transcobalamin (TC) und Haptocorrin (HC). Der Großteil (70‑90%) des im Blut zirkulierenden Gesamtserum-Vitamin B12 ist an HC gebunden. Etwa 20‑30% des gesamten zirkulierenden Vitamin B12 ist an TC gebunden (bekannt als HoloTC). Die Aufnahme in Zellen aus dem zirkulierenden Blut erfordert den biologisch aktiven HoloTC‑Komplex. In dieser Form kann Vitamin B12 in die Zelle eindringen und dort seine biologische Wirkung entfalten. Aus diesem Grund wird es auch als „aktives Vitamin B12“ bezeichnet.

Synonyme

aktives Vitamin B12, Holotranscobalamin, HoloTC, Holo-TC

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Angesichts der Tatsache, dass HoloTC die aktive Fraktion von Vitamin B12 ist und eine kürzere Halbwertszeit im Kreislauf hat als HoloHC, wird in einer Reihe von Veröffentlichungen die Bestimmung von HoloTC als diagnostisch genauerer und klinisch relevanterer Indikator für einen Vitamin‑B12-Mangel genannt als Gesamtserum‑Vitamin-B12.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 5 d
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 6 m
Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

pmol/L

Referenzbereich
Konzentration Interpretation
< 35 pmol/L Vitamin B12-Mangel
35-50 pmol/L Grenzbereich
> 50 pmol/L kein Vitamin B12-Mangel
Tarifpunkte (TP)

61.0

Position

1727.10

Vitamin B2 (Riboflavin)

Vitamin B2 gehört zum Vitamin-B-Komplex, einer heterogenen Gruppe wasserlöslicher Vitamine, die alle Vorstufen von Coenzymen sind. Aus Riboflavin werden die Coenzyme Flavinadenindinukleotid (FAD) und Flavinmononukleotid (FMN) gebildet, die als prosthetische Gruppe in Flavinenzymen für die Übertragung von Wasserstoff verantwortlich sind. Flavoproteine spielen eine zentrale Rolle in der Atmungskette, im Stoffwechsel der Kohlenhydrate, Fett- und Aminosäuren sowie bei vielen anderen Redox-Reaktionen. Riboflavin ist auch zur Aufrechterhaltung der Glutathionreduktase-Aktivität von entscheidender Bedeutung und wirkt demzufolge indirekt antioxidativ.

Synonyme

Riboflavin

Material

1 Röhrchen EDTA-Vollblut (lichtgeschützt)

Stabilität
Stabilität (EDTA-Vollblut)
18 - 25 °C 5 h
2 - 8 °C 3 d
-20 °C 1 m
Methode

HPLC (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

174 - 470 nmol/L

Tarifpunkte (TP)

76.0

Position

1750.00

Vitamin B6 (Pyridoxin, Pyridoxamin, Pyridoxal)

Unter der Bezeichnung Vitamin B6 werden die 3 natürlich vorkommenden Pyridinderivate (Pyridoxin, Pyridoxamin, Pyridoxal und deren 5'-Phosphatester) zusammengefasst. die wichtigste aktive Coenzymform ist das Pyridoxal-5'-phosphat (PLP), das auch die Hauptkomponente im Blut darstellt. Die Substanzen der Vitamin B6-Gruppe werden mit pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln aufgenommen.
PLP ist Cofaktor bei einer Vielzahl von enzymatischen Reaktionen im Stoffwechsel, insbesondere bei der Bildung von Serotonin im Gehirn und von Nicotinamid aus Tryptophan. Wegen seiner grossen Bedeutung für den Aminosäurenstoffwechsel führt ein Vitamin B6-Mangel zu einer erhöhten Ausscheidung von Aminosäurenmetaboliten.

Synonyme

Pyridoxin, Pyridoxamin, Pyridoxal, sowie deren 5'-Phosphatestere: Pyridoxin-5'-phosphat, Pyridoxamin-5'-phosphat und Pyridoxal-5'-phosphat (PLP)

Material

1 Röhrchen EDTA-Vollblut (lichtgeschützt)

Zusatzinformation

Vitamin B6-Mangelsymptome sind u.a. Hautveränderungen wie Schuppung und Hyperpigmentierung sowie hirnspezifische Symptome wie Reizbarkeit, Depressionen und Demenz. Durch die direkte Beteiligung von Vitamin B6 bei der Umwandlung von Homocystein zu Cystein verursacht ein Vitamin B6-Mangel eine Konzentrationserhöhung des Homocysteins und damit eine drastische Erhöhung des Arterioskleroserisikos.

Stabilität
Stabilität (EDTA-Vollblut)
18 - 25 °C 5 h
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 6 m
Methode

HPLC (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

35 - 400 nmol/L

Tarifpunkte (TP)

68.0

Position

1751.00

Vitamin B7 (Biotin, Vitamin H)

Biotin (Vitamin H) findet sich weit verbreitet in Bakterien, Pilzen, höheren Pflanzen und tierischen Geweben. In Nahrungsmitteln tritt der Grossteil des Biotins kovalent an Protein gebunden auf, während nur ein geringer Teil in freier Form zur Verfügung steht. Der tägliche Bedarf an Biotin ist schwer abzuschätzen, da eine gesunde Darmflora durch endogene Synthese wesentlich zur Deckung des Vitamin H-Bedarfs beiträgt. Nach neuesten Kenntnissen wird für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 100-200 μg empfohlen.

Synonyme

Biotin, Vitamin H

Material

1 ml Serum

Zusatzinformation

Biotin-Mangelerscheinungen werden z. B. verursacht durch eine Zerstörung der Darmflora oder durch extreme Ernährungsgewohnheiten (z.B. häufiger Verzehr von rohen Eiern). Folgen des Biotin-Mangels können sein: Dermatitis, Haarausfall, Anorexie, muskuläre Hypotonie, Depressionen und Störungen der Fortpflanzung.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 5 d
2 - 8 °C 4 w
-20 °C 21 m

 

Methode

ELISA (KI)

Hersteller

Immundiagnostik AG

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Konzentration  Interpretation
< 0.40 nmol/L Defizit wahrscheinlich
1.00 - 3.30 nmol/L Idealwert ausserhalb Behandlung
200 - 400 nmol/L Unter Behandlung mit Biotin

Zur sicheren Diagnose eines Biotinmangels wird empfohlen, Messungen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen durchzuführen, da der Biotinspiegel Tagesschwankungen von bis zu 100% unterliegen kann. Insbesondere nach Supplementation steigt der Spiegel schnell um ein Vielfaches an.

Tarifpunkte (TP)

76.0

Position

1750.00

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Vitamin C gehört wie die Vitamine B1, B2, B6, B12, Folsäure, Biotin, Niacin und Pantothensäure in die Gruppe der wasserlöslichen Vitamine. Es erfüllt viele biochemische Funktionen im Organismus und schützt als Antioxidans vor freien Radikalen und reaktiven Sauerstoffspezies (ROS). Ascorbinsäure vermag die Lipidperoxidation durch Abfangen von wasserlöslichen Radikalen nahezu komplett verhindern. Vitamin C und E wirken synergistisch beim Schutz vor Lipidperoxidation.
Eine der wichtigsten biochemischen Funktionen von Vitamin C ist die Mitwirkung an der Kollagensynthese. Auch an der Bildung von Neurotransmittern ist Vitamin C beteiligt.

Synonyme

Ascorbinsäure

Material

1 mL Serum (gefroren)
Idealerweise sollte frisch gewonnenes Li-Heparin-Plasma verwendet werden: 1 mL Li-Heparin-Plasma (gefroren)

Zusatzinformation

Falls Vollblut versendet wird, sollte dies gekühlt (2 - 8 °C), jedoch nicht gefroren werden.
Die Verwendung von hämolytischem Material ist zu vermeiden, da die Gefahr von Messung zu tiefer Werte besteht.
 

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C maximal 2 h
2 - 8 °C maximal 2 h
-20 °C 5 d

Die Proben müssen gefroren versendet werden.

 

Methode

HPLC (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

23 - 85 µmol/L

Tarifpunkte (TP)

41.0

Position

1752.00

Vitamin D: 1,25-Dihydroxy-Vitamin D

Vitamin D ist ein fettlöslicher Steroidhormon-Vorläufer, der hauptsächlich in der Haut durch die Einwirkung von Sonnenlicht synthetisiert wird. Vitamin D ist biologisch inert und muss nacheinander zwei Hydroxylierungsschritte in Leber bzw. Niere durchlaufen, damit das biologisch aktive 1,25‑Dihydroxy-Vitamin D entsteht. Vitamin D ist für die Gesundheit der Knochen unentbehrlich. Bei Kindern kann ein schwerer Mangel zu Knochenerweichung (Rachitis) führen. Vitamin-D-Mangel verursacht zudem Muskelschwäche (Myasthenie) und erhöht bei älteren Menschen das Risiko zu stürzen. Auch  ist Vitamin D für die Kalziumaufnahme aus der Nahrung verantwortlich.

Synonyme

Calcitriol, 1,25-Dihydroxycholecalciferol

Material

1 ml Serum

Zusatzinformation

1,25-Dihydroxy-Vitamin D ist einer der bedeutenden Regulatoren des Kalzium- und Phosphatstoffwechsels, stimuliert die intestinale Kalziumabsorption und steigert die Knochenresorption. Zudem hemmt es die Synthese des Parathormons (PTH), sowohl in Form einer direkten Wirkung auf die Nebenschilddrüsen als auch indirekt, indem es den Serumkalziumspiegel erhöht. Der FGF-23, welcher vom Knochen sezerniert wird, sorgt für eine Aufnahme des Natrium-Phosphat-Co-Transporters durch Nieren- und Dünndarmzellen und hemmt ebenfalls die 1,25-Dihydroxy-Vitamin D-Synthese.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 2.5 m
Methode

CLIA (KC)

Die verwendete Methode erfasst sowohl 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 als auch 1,25-Dihydroxy-Vitamin D2.

Hersteller

IDS

Einheit

pmol/L

Referenzbereich

36.5 - 216.2 pmol/L

Tarifpunkte (TP)

85.0

Position

1000.00

Vitamin D: 25-OH-Vitamin D

Vitamin D ist ein fettlöslicher Steroidhormon-Vorläufer, der hauptsächlich in der Haut durch die Einwirkung von Sonnenlicht synthetisiert wird. Vitamin D ist biologisch inert und muss nacheinander zwei Hydroxylierungsschritte in Leber bzw. Niere durchlaufen, damit das biologisch aktive 1,25‑Dihydroxy-Vitamin D entsteht. Vitamin D ist für die Gesundheit der Knochen unentbehrlich. Bei Kindern kann ein schwerer Mangel zu Knochenerweichung (Rachitis) führen. Vitamin-D-Mangel verursacht zudem Muskelschwäche (Myasthenie) und erhöht bei älteren Menschen das Risiko zu stürzen. Auch  ist Vitamin D für die Kalziumaufnahme aus der Nahrung verantwortlich. 

Synonyme

Calciferol (Vitamin D), Cholecalciferol (Vitamin D3), Ergocalciferol (Vitamin D2), Calcidiol / Calcifediol (25-OH-Vitmain D)

Material

1 ml Serum

Zusatzinformation

Der größte Teil des im zirkulierenden Blut messbaren 25‑Hydroxy-Vitamin D kommt als 25‑Hydroxy-Vitamin D3 vor, wohingegen 25‑Hydroxy-Vitamin D2 nur bei Patienten messbar nachgewiesen werden kann, die Vitamin D2 als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Vitamin D2 gilt als weniger wirksam. Da 25‑Hydroxyvitamin D im menschlichen Körper die hauptsächliche Speicherform ist, besteht allgemeiner Konsens, diesen Metaboliten für die Bestimmung des Gesamtstatus an Vitamin D heranzuziehen. Die Halbwertszeit des zirkulierenden 25‑Hydroxyvitamin D beträgt 2‑3 Wochen.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 6 m

 

Methode

ECLIA (KC)

Die verwendete Methode erfasst sowohl 25-OH-Vitamin D3 als auch 25-OH-Vitamin D2.

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Alter Konzentration
< 20 Jahre 60 - 180 nmol/L
ab 20 Jahren 50 - 150 nmol/L

 

Tarifpunkte (TP)

53.0

Position

1006.00

Vitamin E (Tocopherol)

Vitamin E umfasst eine Gruppe chemischer Verbindungen mit antioxidativen Eigenschaften. Die für den Menschen bedeutendste Form ist das alpha-Tocophreol, dessen wichtigste Wirkung der Schutz mehrfach ungesättigter Fettsäuren, einiger Vitamine (darunter auch Vitamin A), Hormone und Enzyme vor Zerstörung durch Oxidation ist. Tocopherol wirkt dabei als Radikalfänger.

Synonyme

alpha-Tocopherol

Material

1 mL Serum (lichtgeschützt)

Zusatzinformation

Vitamin E ist fettlöslich, reichert sich aber anders als Vitamin A nicht im Fettgewebe an. Ein Mangel tritt in der Regel zusammen mit Fettstoffwechselstörungen auf und resultiert aus unzureichender Lipidaufnahme. Eine Hypovitaminose äussert sich in Ödembildung und hämolytischer Anämie (besonders bei Früh- und Neugeborenen) beziehungsweise Schädigung an der quergestreiften Muskulatur (bei Erwachsenen). Vitamin E wird bei oraler Aufnahme normalerweise gut vertragen, ein Überschuss an Vitamin E kann jedoch zur verminderten Aufnahme anderer fettlöslicher Vitamine führen.

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 1 d
-20 °C 6 m
Methode

HPLC (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

11.6 - 46.4 µmol/l

Tarifpunkte (TP)

68.0

Position

1755.00

Vitamin K

Stabilität

2 ml Serum
lichtgeschützt
Mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

High Performance Liquid Chromatography / f12

Referenzbereich

244- 2552 pmol/l

Tarifpunkte (TP)

160 / 1756.00

VMA (Vanillinmandelsäure)

Stabilität

24h-Urin mit 10 ml 10%ige Salzsäure; 50 ml davon mit Mengenangabe

Diätvorschrift: 48 Stunden vor und während der Sammelperiode sind verboten: Ananas, Avocado, Banane, Johannis- und Stachelbeer, Kiwi, Mirabelle, Melone, Pflaume, Zwetschge, Aubergine, Tomate, Walnuss, Schokolade, Kaffee und Schwarztee

Methode

High Performance Liquid Chromatography / f09

Referenzbereich

<37.0 µmol/d

Tarifpunkte (TP)

76 / 1742.00

von Willebrand-Faktor

Das Von-Willebrand-Syndrom ist eine Erbkrankheit, bei der ein Mangel an Von-Willebrand-Faktor (vWF) besteht, der zu einer thrombozytären Dysfunktion führt. Screeningtests zeigen normale Thrombozytenwerte und gelegentlich eine leicht verlängerte PTT. Die Diagnose basiert auf niedrigen Konzentrationen des von-Willebrand-Faktor-Antigens und der von-Willebrand-Faktor-Aktivität (Ristocetin-Kofaktor-Aktivität).

Material

5 mL Citrat-Plasma 1:10 (gefroren)

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
2 - 8 °C 24h
-20 °C 1m
Einheit

%

Referenzbereich

42 - 136 %

 

Tarifpunkte (TP)

45 / 1759.00
45 / 1758.00
56 / 1349.00

von Willebrand-Faktor (funkt.)

Das Von-Willebrand-Syndrom ist eine Erbkrankheit, bei der ein Mangel an Von-Willebrand-Faktor (vWF) besteht, der zu einer thrombozytären Dysfunktion führt. Screeningtests zeigen normale Thrombozytenwerte und gelegentlich eine leicht verlängerte PTT. Die Diagnose basiert auf niedrigen Konzentrationen des von-Willebrand-Faktor-Antigens und der von-Willebrand-Faktor-Aktivität (Ristocetin-Kofaktor-Aktivität).

Synonyme

Ristocetin Cofaktor, Von Willebrand Faktor funktionell

Material

5 mL Citrat-Plasma 1:10 (gefroren)

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
2 - 8 °C 24h
-20 °C 1m
Einheit

%

Referenzbereich

42 - 436 %

Tarifpunkte (TP)

45

Position

1758.00

Vortioxetin

Synonyme

Brintellix

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) und im steady-state (4-5 Halbwertszeiten). Die Probe muss unmittelbar nach der Entnahme (+30 min Koagulation) zentrifugiert, abgegossen und eingefroren werden. Bei weiteren Analysen bitte zwei Röhrchen schicken, eines gefroren für die Vortioxetin-Bestimmung.

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: nicht stabil
2-8 °C: nicht stabil
-20 °C: 7 d
Methode

LC-MS/MS

Einheit

µg/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich: 10-40 µg/L
Toxischer Bereich: > 80 µg/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Fremdleistung

Externes Labor

Tarifpunkte (TP)

140.0

Position

1065.00