Auf einen Blick

Analysenverzeichnis

Dieses Verzeichnis enthält zentrale Informationen zu allen Analysen, welche wir anbieten.

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Lactatdehydrogenase (LDH)

Das Enzym Lactatdehydrogenase (LDH) kommt in vielen Geweben vor, vor allem in Herz, Leber, Muskulatur und Nieren. Die Serum-LDH kann aufgrund ihrer elektrophoretischen Mobilität in fünf verschiedene Isoenzyme unterteilt werden. Bei jedem Isoenzym handelt es sich um ein Tetramer, das sich aus zwei verschiedenen Untereinheiten zusammensetzt. Entsprechend ihrer Polypeptidketten werden diese beiden Untereinheiten als Herz- oder Muskeluntereinheit bezeichnet. Es gibt zwei Homotetramere, LDH‑1 (Herz) und LDH‑5 (Muskel), sowie drei Hybridisoenzyme.

Synonyme

Laktatdehydrogenase, Laktat-Dehydrogenase

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Erhöhte LDH-Serumspiegel wurden bei einer Vielzahl von Krankheiten beobachtet. Patienten mit megaloblastärer Anämie, disseminiertem Karzinom und Schock weisen die höchsten Werte auf. Bei Muskelerkrankungen, nephrotischem Syndrom und Zirrhose sind die Werte mäßig erhöht. Eine leicht erhöhte LDH-Aktivität wurde für Herz‑ oder Lungeninfarkt, Leukämie, hämolytische Anämie und nichtvirale Hepatitis angegeben.

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 6 w

Bei bestimmten Krankheiten (z. B. Hepatopathie, Erkrankungen der Skelettmuskulatur, maligne Tumore) treten vermehrt die Isoenzyme LDH‑4 und LDH‑5 auf, die in gekühlten und gefrorenen Proben instabil sind. Dies kann zu einem falschen LDH-Wert in Proben von Patienten mit diesen Krankheiten führen.

Methode

Photometrie (IFCC, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/L

Referenzbereich
  Referenzbereich
Frauen 135 - 214 U/L
Männer 135 - 225 U/L
Kinder (2 - 15 Jahre) 120 - 300 U/L
Neugeborene (4 - 20 Tage) 225 - 600 U/L
Tarifpunkte (TP)

2.5 

Position

1518.00

Lactose-Absorptionstest

50g Lactose in 400 ml Wasser (im Labor erhältlich)

Stabilität

je 1 ml Serum
Glucose basal
Glucose nach 30 Min
Glucose nach 60 Min
Glucose nach 90 Min
Glucose nach 120 Min

Methode

Spektrophotometrie

Referenzbereich

basal 3.3 – 5.6 mmol/l
Anstieg der Glucosekonzentration> 1.4 mmol/l

Bewertung: Bleibt nach Lactosebelastung ein normaler Anstieg der Blutglucosekonzentration aus und treten Blähungen und Durchfall auf, so liegt mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Lactosemalabsorption vor.

Tarifpunkte (TP)

32 / 1520.00

Laktat, Liquor

Stabilität

Liquor Röhrchen Nr. 22

Methode

Spektrophotometrie / f09

Referenzbereich

1.1 - 2.4 mmol/l

Tarifpunkte (TP)

23 / 1517.00

Laktat, Plasma

Stabilität

1 Röhrchen Fluorid-Blut oder -Plasma (Nr. 5 / Nr. 505)
Als Plasma mindestens 2 Tage im Kühlschrank haltbar.

Methode

Spektrophotometrie / f09

Referenzbereich

0.5 - 2.2 mmol/l

Tarifpunkte (TP)

23 / 1517.00

Laminin 332 Ak

Laminin 332 Ak werden in ca. 30% der Patienten mit einem Schleimhautpemphigoid gefunden und wurden mit gehäuftem auftreten von malignen Tumoren assoziiert.

Synonyme

Laminin-5 Ak, Epiligrin Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f25)

Tarifpunkte (TP)

87.0

Position

1194.00

Lamotrigin

Synonyme

Lamictal, Lamotrin

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) und im steady-state (4-5 Halbwertszeiten).

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 3 d
2-8 °C: 7 d
-20 °C: 7 d
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich (Antiepileptikum): 11.7 - 58.5 µmol/L
Therapeutischer Bereich (mood stabilizer): 3.9-23.4 µmol/L
Therapeutischer  Bereich (behandlungsresist. Depression)  >12.7 µmol/L
Toxischer Bereich (Antiepileptikum): > 98.0 µmol/L

 Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

140.0

Position

1069.00

LC 1 (Leberzytosol 1) Ak

LC-1 Ak sind assoziiert mit der autoimmunen Hepatitits Typ 2 (AIH 2). Die Antikörper werden vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen gefunden und treten häufig zusammen mit LKM-1 Ak auf.

Synonyme

liver cytosol 1 Ab

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

Immunodot (KI)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f25)

Tarifpunkte (TP)

52.0

Position

1192.00

LDH (Punktat)

Synonyme

Lactatdehydrogenase, Laktat-Dehydrogenase

Stabilität

1 – 2 ml
Punktat Röhrchen Nr 22, 42 oder 44
im Kühlschrank 4 Tage haltbar

Methode

Spektrophotometrie

Referenzbereich

< 320 U/l

Tarifpunkte (TP)

2.5

Position

1518.00

LDL-Cholesterin

Lipoproteine niedriger Dichte (Low Density Lipoproteins, LDL) spielen eine Schlüsselrolle bei der Entstehung und im Verlauf von Atherosklerosen, besonders Koronarsklerosen. Die LDLs entstehen in der Leber unter Einwirkung verschiedener lipolytischer Enzyme aus Triglycerid-beladenen VLDLs (Very Low Density Lipoproteins, Lipoproteine sehr niedriger Dichte). Die Eliminierung von LDL aus dem Plasma findet hauptsächlich über spezifische LDL-Rezeptoren der Leberparenchymzellen statt. Erhöhte LDL-Konzentrationen im Blut und eine längere Verweildauer, gekoppelt mit einer Steigerung der biologischen Modifikationsrate, führen zu einer Zerstörung der endothelialen Funktion und einer höheren LDL-Cholesterin-Aufnahme im Monozyten/Makrophagen-System sowie der glatten Muskulatur der Gefäßwände. Der Hauptanteil des in atherosklerotischen Plaques gespeicherten Cholesterins stammt von LDL-Partikeln.

Synonyme

Low Density Lipoproteins (LDL)

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Unter allen Einzelparametern hat der LDL-Cholesterinwert die größte klinische Aussagekraft in Bezug auf eine Koronaratherosklerose. Daher zielen lipidsenkende Therapien in erster Linie auf eine Verminderung des LDL-Cholesterinspiegels, was sich dann in einer Verbesserung der Endothelfunktion, einer Verhinderung der Atherosklerose-Entstehung und einer Verlangsamung ihres Verlaufs sowie in der Verhinderung einer Plaque-Ruptur äußert.

Für die kardiovaskuläre Risikoschätzung sollen standardmässig Cholesterin, Triglyzeride, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und nonHDL-Cholesterin bestimmt werden.

Siehe auch die Empfehlungen der Arbeitsgruppe Lipide und Atherosklerose (AGLA).

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 3 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 12 m
Methode

Photometrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich

< 3.00 mmol/L

Tarifpunkte (TP)

4.0

Position

1521.00

Leber-/Pankreasstatus

enthält:

Pankreas-Amylase  
Cholinesterase        
GLDH                        
GGT                          
GOT (ASAT)              
GPT (ALAT)               
Phosphat
Lipase
AP (Alkalische Phosphatase)
Bilirubin gesamt
Albumin
Eiweiss
Ferritin

Stabilität

2 ml Serum

Methode

siehe Einzelanalysen

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

Fr. 58.80

Legionella pneumophila, Serogruppe 1 (Antigen)

Eine Infektion mit Legionellen erfolgt über die Inhalation von Aerosolen aus kontaminierten Wasserreservoiren (Warmwassersysteme, Klimaanlagen, Whirlpools).

Pontiac-Fieber (selten): kurze Inkubationszeit, grippale Symptome, selbstlimitierend.

Legionärskrankheit: Inkubationszeit bis zehn Tage nach Ansteckung, leichte bis schwere (nekrotisierende) Lungenentzündung, Letalität 5-10%.

Der Legionella-Antigennachweis aus Urin ist schnell und besitzt eine hohe Sensitiviät, erfasst jedoch nur Serogruppe 1.

 

Synonyme

Pontiac-Fieber, Legionellose, Legionärskrankheit

Material

mind. 1 mL Nativurin: Urin-Monovette oder Urin-Becher (Nr. 34 / 31)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

FIA (MM)

Hersteller

STANDARD F

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

42.0

Position

3441.00

Legionella spp. (PCR)

Eine Infektion mit Legionellen erfolgt über die Inhalation von Aerosolen aus kontaminierten Wasserreservoiren (Warmwassersysteme, Klimaanlagen, Whirlpools).

Pontiac-Fieber (selten): kurze Inkubationszeit, grippale Symptome, selbstlimitierend.

Legionärskrankheit: Inkubationszeit bis zehn Tage nach Ansteckung, leichte bis schwere (nekrotisierende) Lungenentzündung, Letalität 5-10%

 

Synonyme

Pontiac-Fieber, Legionellose, Legionärskrankheit

Material

Sputum / Bronchialsekret / Bronchoalveoläre Lavage: Steriles Röhrchen (Nr. 42)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

PCR (MM)

Referenzbereich

negativ

 

Fremdleistung

wird im Unterauftrag ausgeführt

Tarifpunkte (TP)

133.0

Position

3440.00

Leishmania donovani complex Ak (viszerale Leishmaniose)

Humanpathogene Leishmanien werden während der Blutmahlzeit von Sandmücken auf den Menschen übertragen. An der Eintrittsstelle werden die Erreger durch Makrophagen phagozytiert, können aber nicht abgebaut werden. Innerhalb der Makrophagen sind die Parasiten geschützt, beginnen die Vermehrung (Zweiteilung) und werden anschliessend freigesetzt, um neue Zellen zu infizieren. Bei der viszeralen Leishmaniose breitet sich der Erreger in die inneren Organe aus. Typische Symptome sind Fieber, Spleno- und Hepatomegalie und progrediente Anämie. Charakteristisch für die Krankheit ist zudem die fahlgraue Farbe der Haut, mit stellenweise schwärzlichen Pigmenten.

Synonyme

L. chagasi, L. donovani, L infantum, "schwarze Krankheit"

Material

1 ml Serum

Zusatzinformation

Bei der viszeralen Leismaniose, lassen sich meistens Antikörper in hohen Titern nachweisen. Kreuzreaktionen mit Trypanosomen sind häufig.

Eine kutane Leismaniose wird serologisch nicht erfasst.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

IFAT (KI)

Einheit

reziproker Titer

Referenzbereich

< 1:80 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f20)

Tarifpunkte (TP)

42.0

Position

3529.00

Leishmania spp. (PCR)

Humanpathogene Leishmanien werden während der Blutmahlzeit von Sandmücken auf den Mensch übertragen. An der Eintrittsstelle werden die Erreger durch Makrophagen phagozytiert, können aber nicht abgebaut werden. Innerhalb der Makrophagen sind die Parasiten geschützt, beginnen die Vermehrung (Zweiteilung) und werden anschliessend freigesetzt um neue Zellen zu infizieren. Es gibt 2 Formen der Leishmaniose:

Kutane Leishmaniose: einzelne oder mehrere trockene, geschwürig zerfallende Papeln in der Haut; selten Ausbreitung in Lymphgefässe oder Lymphknoten. In der Regel Selbstheilung nach Wochen bis Monate.

Viszerale Leishmaniose: Ausbreitung in innere Organe, Fieber, Spleno- und Hepatomegalie, progrediente Anämie

Synonyme

Leishmaniose, Schwarzes Fieber, Kala-Azar, Orientbeule, Hautleishmaniose

Material

0.2 - 0.5 cm3 Biopsie (am Rande der Hautläsion) in 1 mL physiol. NaCl: steriles Röhrchen (Nr. 42)

1 mL Knochenmarkspunktat mit EDTA (Nr. 24)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

PCR, Sequenzierung (MM)

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

133.0

Position

3531.00

 

Leptin

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Enzyme Immuno Assay / f37

Referenzbereich

F  bis 16j  1.7 – 13.0  μg/l
F   ab 16j  4.1 – 25.0  μg/l
M  bis 16j  1.6 – 11.6  μg/l
M   ab 16j  1.2 –   9.5  μg/l

Tarifpunkte (TP)

87 / 1474.10

Leptospira interrogans IgG / IgM

Leptospiren werden von infizierten Nagern und Haustieren über den Urin ausgeschieden und dringen durch direkten Kontakt über Verletzte (Schleim-) Haut oder intakte Konjunktivalschleimhaut in den Organismus ein. Die Erreger werden hämatogen gestreut. Nach einer Inkubationszeit von 7-14 Tagen tritt die septische Phase mit allgemeinen Infektionssymptomen (Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Myalgien) auf, welche nach 3-7 TAgen abklingt. In einer zweiten Phase, der Immunphase, treten verschiedene Organmanifestationen auf z.B. Leberschädigung, Meningitis/Enzephalitis, Hämorrhagien in der Lunge...

Synonyme

Leptospirose, Morbus Weil

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Bei einer akuten Leptospirose werden, meist in der zweiten Phase der Erkrankung, vor allem IgM-Antikörper gebildet. Diese können über Monate persistieren. Die Serokonversion zu IgG findet nicht bei allen Patienten statt.

Kreuzreaktionen mit T. pallidum können aufgrund der engen Verwandtschaft vorkommen.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

EIA (KI)

Einheit

U/mL

Referenzbereich

IgG < 10 U/mL
IgM < 15 U/mL

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f15)

Tarifpunkte (TP)

2x 35.0 / Total: 70.0

Position

3443.00

Leukozyten, Liquor

(bitte telefonische Anmeldung)

Stabilität

2 ml Liquor in sterilem Röhrchen (Nr. 42)
Material sollte innerhalb 1 h im Labor eintreffen
Lagerung bei Raumtemperatur.

Methode

Mikroskopie

Referenzbereich

< 5 M/l

Tarifpunkte (TP)

6.30 / 1532.00

Leukozyten- Differenzierung, Punktat

Differenzierung zwischen entzündlichen und nicht entzündlichen Prozessen.

Material

5 mL Punktat-EDTA

Stabilität
18 - 25 °C 24h
Methode

Flowzytometrie

Prozentangabe von Poly- und Mononukleären Zellen.

Einheit

M/L

Referenzbereich

<1000

Tarifpunkte (TP)

26

Position

1266.00

Leukozyten-Differenzierung, Blut

Differenzierung zw. entzündliche, nicht-entzündliche und traumatische Ergüsse.

Material

5 mL EDTA-Blut oder

2 Ausstriche ungefärbt (wenn Lagerung / Transport länger als 4 Stunden) mit Angabe von Lc-Wert.

Methode

Flowzytometrie / Mikroskopie

Hersteller

Sysmex / manuell

Referenzbereich

Erwachsene ab 18j:
stabk.Neutrophile     0.5 - 10.0 %
segm.Neutrophile      42 - 77 %
Eosinophile               0.5 - 5.5 %
Basophile                0.00 - 1.75 %
Monozyten                2.0 - 9.5 %
Lymphozyten             20 - 44 %

Absolutwerte:
stabk.Neutroph.      0.00 - 1.10 G/l
segm.Neutroph.        1.7 - 7.7 G/l
Eosinophile             0.02 - 0.50 G/l
Basophile                0.00 - 0.20 G/l
Monozyten              0.10 - 0.90 G/l
Lymphozyten            1.1 - 4.5 G/l

Quelle: Herklotz R et al. Refenzbereiche in der Hämatologie, Therapeutische Umschau

Kinder und Jugendliche: siehe Befund

Tarifpunkte (TP)

26

Position

1266.00

Leukozytennachweis, Stuhl

Material

Stuhl nativ (Röhrchen Nr. 41b)

Zusatzinformation

Immunchromatographischer Test zum Nachweis von Lactoferrin

Fremdleistung

29 / 3358.00

Levetiracetam

Synonyme

Keppra

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) und im steady-state (4-5 Halbwertszeiten).

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 3 d
2-8 °C: 7 d
-20 °C: 7 d
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich (Antiepileptikum): 117-235 µmol/L
Toxischer Bereich (Antiepileptikum): 294 µmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

140.0

Position

1069.00

LH, Serum

LH (luteinisierendes Hormon) gehört zusammen mit FSH (Follikel stimulierendes Hormon) zur Familie der Gonadotropine. Beide regeln und stimulieren synergistisch das Wachstum und die Funktion der Gonaden (Ovarien und Hoden). Die Gonadotropine dienen innerhalb des Kontrollsystems zwischen Hypothalamus, Hypophysenvorderlappen und Ovar zur Steuerung des Menstruationszyklus der Frau.

Synonyme

Luteinisierendes Hormon

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Bestimmung der LH-Konzentration dient der Aufklärung von Funktionsstörungen innerhalb der Achse Hypothalamus‑Hypophyse‑Gonaden. Die Bestimmung von LH in Verbindung mit einer Bestimmung von FSH wird bei folgenden Indikationen eingesetzt: kongenitale Erkrankungen mit chromosomalen Aberrationen (wi z.B. Turner Syndrom), polyzystische Ovarien (PCO), Ursachenabklärung der Amenorrhoe, dem klimakterischen Syndrom und bei Verdacht auf Insuffizienz der Leydig-Zellen.

Stabilität
18-25°C 5d
2-8°C 14d
-20°C 6m

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/L

Referenzbereich
Frauen U/L
Folikelphase  2.4 -12.6
Ovulationsphase 14.0 - 95.6
Lutealphase 1.0 - 11.4
Postmenopause 7.7 - 58.5
Männer 1.7 - 8.6
Tarifpunkte (TP)

14.80

Position

1542.00

Lipase

Lipasen sind Glycoproteine mit einem Molekulargewicht von 47000 Dalton. Sie sind definiert als Triglycerid-Hydrolasen, die die Spaltung von Triglyceriden zu Diglyceriden mit nachfolgender Bildung von Monoglyceriden und Fettsäuren katalysieren. Neben der α‑Amylase gehört die Pankreaslipase seit langem unbestritten zu den differentialdiagnostisch wertvollsten klinisch-chemischen Parametern bei Pankreaserkrankungen. Dabei findet die Bestimmung der Lipaseaktivität aufgrund der größeren Spezifität und der schnelleren Freisetzung weltweit immer mehr Anerkennung.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Nach einer akuten Pankreatitis steigt die Lipaseaktivität innerhalb von 4‑8 Stunden an, erreicht nach 24 Stunden ihren Höchststand und fällt innerhalb von 8‑14 Tagen wieder ab. Eine Korrelation zwischen der gemessenen Lipaseaktivität im Serum und dem Ausmaß der Pankreasschädigung besteht jedoch nicht.

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 12 m
Methode

Photometrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

U/L

Referenzbereich

13 - 60 U/L

Tarifpunkte (TP)

5.0

Position

1537.00

Lipidstatus

enthält:

Cholesterin gesamt
HDL-Cholesterin
LDL-Cholesterin
Triglyceride
Cholesterin/HDL-Quotient

Stabilität

1 ml Serum

Methode

siehe Einzelanalysen

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

Fr. 12.50

Lipoprotein (a)

Lp (a) ist ein cholesterinreiches Lipoprotein, das ähnlich wie die LDL aufgebaut ist, aber höhere Dichte aufweist und in der Leber synthetisiert wird. Im Unterschied zu LDL enthält es zusätzlich Apolipoprotein Apo (a), welches über eine Disulfidbrücke mit Apo B100 verknüpft ist. Apo (a) ist dem Plasminogen in seiner Struktur sehr ähnlich. Obwohl die Lp (a)-Konzentration im Wesentlichen genetisch determiniert ist, können auch Grunderkrankungen, diätetische Faktoren, körperliche Aktivität und Medikamente den Lp (a)-Spiegel beeinflussen.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Bei der Bewertung des Gesamtrisikos für eine Arteriosklerose sollte Lp (a) zusammen mit Gesamtcholesterin, HDL‑ und LDL‑Cholesterin sowie Triglyceriden bestimmt werden. Aufgrund seiner Eigenschaften als cholesterinreiches Lipoprotein mit potenzieller prothrombotischer Aktivität - Apo (a) als kompetitiver Plasminogeninhibitor - besitzt Lp (a) eine sehr hohe Atherogenität und wird als eigenständiger Atherosklerose-Risikofaktor betrachtet.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 48 h
-20 °C 6 m
Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich

< 75 nmol/L

Liegen die Lp (a)-Konzentrationen über 75 nmol/L, steigt das Koronarrisiko um etwa das Doppelte an. Bei Kombination mit erhöhten LDL‑Cholesterin-Konzentrationen steigt das Risiko ungefähr um das 6‑Fache.

Tarifpunkte (TP)

19.9

Position

 1539.00

Lipoproteinelektrophorese

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Elektrophorese / f15

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

31 / 1540.00

Liquor cerebrospinalis (Allgemeine Bakteriologie & Resistenzprüfung)

Die Untersuchung dient zur Identifikation von pathogenen Keimen bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion. Eine Resistenzprüfung wird wenn möglich immer durchgeführt.

Material

Mindestens 2 mL in sterilem Probenröhrchen (Nr. 44).

Stabilität

Raumtemperatur (18 - 25 °C),  so schnell wie möglich ins Labor weiterleiten.

Methode

Kultur (aerob/anaerob), Mikroskopie (Grampräparat) (MM)

Hersteller

Becton Dickinson (BD), bioMérieux

Tarifpunkte (TP)
negativ 42.0
positiv

100.0

Position
negativ 3313.00
positiv

3314.00

Lithium

Antidepressivum bzw. Stimmungsstabilisierer, Antimanikum

Lithium wird zur Akutbehandlung manischer Syndrome, Depressionen sowie zur Rezidivprophylaxe bipolarer affektiver Störungen eingesetzt. Lithium wird auschliesslich renal eliminiert. Die Nierenfunktion, sowie Krankheiten die zu Nierenfunktionsstörungen führen können (Hypertonie, Arteriosklerose, Gicht), sollten regelmässig überprüft werden.  Bei Patienten mit einer GFR <30 ml/min ist Lithium strikt kontrainidiziert, bei GFR 30-60 ml/min eine Konsultation mit einem Nephrologen empfohlen. Interkationen mit vielen Komedikationen möglich, häufigere Spiegelkontrollen nötig.

Synonyme

Lithiofor, Litarex, Quilonorm, Li

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme 12 h nach der letzten Medikamenteneinnahme

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m
Methode

Photometrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 0.40 - 1.20 mmol/L
Toxischer Bereich

> 1.50

mmol/L

Erste klinische Symptome für eine Lithium- Intoxikation können individuell auch schon bei Medikamentenspiegel unter 1.50 mmo/L auftreten:
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Händetremor, Vigilanzverminderung, Schwindel, Ataxie

Tarifpunkte (TP)

12.4

Position

1541.00

LKM Ak (Liver Kidney Microsomes)

LKM Ak findet man bei der autoimmunen Hepatitis (AIH) Typ 2, besonders bei jungen Patienten (Sensitivität von 95-100%). Da LKM Ak bei der primär biliären Zirrhose und der primär sklerosierenden Cholangitis nur sehr selten vorkommen, können die Antikörper zur Differentialdiagnose bei autoimmunen Lebererkrankungen eingesetzt werden. In ca. 50-60% der Fälle treten LKM Ak zusammen mit LC1 Ak auf.

Synonyme

Leber-Nieren-Mikrosomen Ak, LKM-1 Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Wenn die Immunfluoreszenz nicht beurteilt werden kann (z.B. da durch ANA gestört), werden die LKM-1 Ak zusätzlich im ELISA bestimmt.

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

ELISA

Einheit

iIF: Titer

ELISA: Units

Referenzbereich

iIF: < 1:80 Titer

ELISA: < 20 Units

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f05)

Tarifpunkte (TP)

iIF: 37.0

ELISA: 52.0

Position

iIF: 1147.00

ELISA: 1148.00

Lrp4 Ak

Lrp4 Ak sind gegen den extrazellulären Teil des Low-density lipoprotein receptor-related protein 4 auf der Muskelfasermembran gerichtet. Sie wurden in 9-50% der Patienten mit Myasthenia gravis ohne weitere Autoantikörper und in einigen Fällen mit Antikörper gegen MuSk und/oder AChR gefunden.

Synonyme

Low-density lipoprotein receptor-related protein 4 Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f17)

Tarifpunkte (TP)

52.0

Position

1192.00