Auf einen Blick

Analysenverzeichnis

Dieses Verzeichnis enthält zentrale Informationen zu allen Analysen, welche wir anbieten.

Bitte beachten Sie, dass die Qualität des Probenmaterials die Analysenergebnisse beeinflussen kann. Die Analysenergebnisse gelten immer für die jeweils erhaltenen Proben.

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Β
E

Echinococcus granulosus / multilocularis Ak

Es werden immer folgende Antikörper zusammen bestimmt:

Echinococcus granulosus Ak

Echinococcus multilocularis Ak

Echinococcus Ak, Western Blot

Synonyme

zystische Echinokokkose, Hundebandwurm, alveoläre Echinokokkose, Fuchsbandwurm, Parasiten

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma, Liquor

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

siehe Einzelanalysen

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Fremdleistung

Inst. f. Infektionskrankheiten (IFIK)

Tarifpunkte (TP)

37.8 / 42.3 / 76.5 / Total: 156.6

Bei einem positiven Testresultat können aufgrund von Zusatzuntersuchungen weitere Kosten anfallen.

Position

3510.00 / 3508.00 / 3513.00

AB/LIS-Code

echi (Profil)

Echinococcus granulosus Ak (Hundebandwurm)

Echinococcus granulosus, auch Hundebandwurm genannt, ist der Erreger der zystischen Echinokokkose. Hauptendwirt ist der Hund, welcher sich durch Fressen von rohen larvenhaltigen Innereien (v.a. von Schafen und Rindern) infiziert und Eier über den Kot ausscheidet. Menschen infizieren sich durch direkten Kontakt, Schmierinfektionen oder die Aufnahme von mit Eiern kontaminierten Nahrungsmitteln. Im Darm schlüpfen die Larven und erreichen über die Pfortader die Leber und von dort auch andere Organe. Der klinische Verlauf ist sehr variabel und ist abhängig von Grösse und Lokalisation der Zysten (70% Leber, 20% Lunge).

Synonyme

zystische Echinokokkose, Hundebandwurm, Parasiten

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma, Liquor

Zusatzinformation

Die Analyse wird immer zusammen mit E. multilocularis Ak und Echinococcus Western Blot durchgeführt.

Bei einem positiven Ergebnis wird zusätzlich der E. granulosus Bestätigungstest gemacht.

Die serologische Differenzierung von E. multilocularis und E. granulosus gelingt nicht immer.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Bestätigungstest: IHA

Einheit

OD

Bestätigungstest: Titer

Referenzbereich

< 0.50 OD

Bestätigungstest: < 1:128 Titer

Fremdleistung

Inst. f. Infektionskrankheiten (IFIK)

Tarifpunkte (TP)

37.8

mit Bestätigungstest: 2x 37.8 / Total: 75.6

Position

3510.00

AB/LIS-Code

echi (Profil)

Echinococcus multilocularis Ak (Fuchsbandwurm)

Echinococcus multilocularis, auch Fuchsbandwurm genannt, ist der Erreger der alveolären Echinokokkose. Der Parasit wird mit dem Kot des Hauptwirtes (Fuchs) ausgeschieden. Die Infektion des Menschen erfolgt durch orale Aufnahme der Echinococcus Eier, meist über kontaminierte Hände nach Kontakt mit infizierten Endwirten (Fuchs, Hund, Katze) oder kontaminierter Erde. Nach einer langen Inkubationszeit von 5-15 Jahren, manifestiert sich die Klinik mit Lebersymptomen, die jenen eines bösartigen Tumors ähneln (Oberbauchschmerzen, Ikterus, Gewichtsverlust...).

Synonyme

alveoläre Echinokokkose, Fuchsbandwurm, Parasiten

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma, Liquor

Zusatzinformation

Die Analyse wird immer zusammen mit E. granulosus Ak und Echinococcus Western Blot durchgeführt.

Bei einem positiven Ergebnis wird zusätzlich der E. multilocularis Bestätigungstest (EM18) gemacht. Das EM18 Antigen ist nur bei einer aktiven Infektion mit E. multilocularis nachweisbar und korreliert mit dem Vitalitätsstatus des Parasiten.

Die serologische Differenzierung von E. multilocularis und E. granulosus gelingt nicht immer.

 

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

Ratio

Referenzbereich

< 0.9 Ratio

Fremdleistung

Inst. f. Infektionskrankheiten (IFIK)

Tarifpunkte (TP)

42.3

Position

3508.00

AB/LIS-Code

echi (Block)

Echinococcus multilocularis Em18 Ak und Em2 Ak

Echinococcus multilocularis, auch Fuchsbandwurm genannt, ist der Erreger der alveolären Echinokokkose. Der Parasit wird mit dem Kot des Hauptwirtes (Fuchs) ausgeschieden. Die Infektion des Menschen erfolgt durch orale Aufnahme der Echinococcus Eier, meist über kontaminierte Hände nach Kontakt mit infizierten Endwirten (Fuchs, Hund, Katze) oder kontaminierter Erde. Nach einer langen Inkubationszeit von 5-15 Jahren, manifestiert sich die Klinik mit Lebersymptomen, die jenen eines bösartigen Tumors ähneln (Oberbauchschmerzen, Ikterus, Gewichtsverlust...).

Synonyme

alveoläre Echinokokkose, Fuchsbandwurm, Em18-Antigen Ak, Em2-Antigen Ak, Parasiten

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Em8 und Em2 Ak dienen der Bestätigung einer Infektion mit E. multilocularis bzw. der Verlaufskontrolle nach chirurgischer Radikalresektion / während einer Albendazol-Therapie.

Em18 Ak korrelieren relativ gut mit dem Vitalitätsstatus des Parasiten, ein abfallendes/negatives Ergebnis weist auf eine inaktivierung des Parasiten hin.

Em2 Ak  sind sowohl bei aktiver als auch abortiver Infektion nachweisbar.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

EIA (KI)

Einheit

AE

Referenzbereich

< 1 AE

Fremdleistung

Inst. f. Infektionskrankheiten (IFIK)

Tarifpunkte (TP)

2x 36.9 / Total: 73.8

Position

2x 3509.00

AB/LIS-Code

echimul (Profil)

Echinococcus Western Blot

Der Western Blot erfasst Infektionen mit E. granulosus und E. multilocularis.

Synonyme

zystische Echinokokkose, Hundebandwurm, alveoläre Echinokokkose, Fuchsbandwurm, Parasiten

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma, Liquor

Zusatzinformation

Die Analyse wird immer zusammen mit E. granulosus Ak und E. multilocularis Ak durchgeführt.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

Western Blot (KI)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Inst. f. Infektionskrankheiten (IFIK)

Tarifpunkte (TP)

76.5

Position

3513.00

AB/LIS-Code

echi (Profil)

Eisen

Aufgenommenes Eisen wird im Duodenum und oberen Jejunum hauptsächlich als Fe2+ resorbiert. Das in dreiwertiger Form neben dem hämgebundenen Fe3+-Anteil vorliegende Nahrungseisen muss durch Vitamin C reduziert werden. Täglich wird etwa 1 mg Eisen aufgenommen. Beim Eintritt in die Mucosazellen werden die Fe2+-Ionen an Transportsubstanzen gebunden. Vor dem Übertritt ins Plasma werden sie durch Coeruloplasmin zu Fe3+ oxidiert und in dieser Form an Transferrin gebunden. Der Transport der Eisenionen im Blutplasma erfolgt in Form des Transferrin-Eisen-Komplexes, pro Proteinmolekül können maximal 2 Fe3+- Ionen transportiert werden. Das Serumeisen ist nahezu vollständig an Transferrin gebunden.

Synonyme

Fe

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Eisenbestimmungen (Nicht-Hämeisen) dienen zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Eisenmangelanämien, Hämochromatosen sowie chronischen Nierenerkrankungen. Eisenbestimmungen werden zur Diagnose und Verlaufskontrolle von mikrozytären Anämien wie Eisenstoffwechselstörung und Hämoglobinopathie, von makrozytären Anämien wie Vitamin B12- Mangel, Folsäuremangel und Medikamenten‑induzierter Stoffwechselstörung unbekannten Ursprungs sowie von normozytären Anämien wie renaler Anämie (Erythropoetinmangel), hämolytischer Anämie, Hämoglobinopathie, Knochenmarkerkrankung und toxischem Knochenmarkschaden durchgeführt.

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 12 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

Photometrie (FerroZine-Methode, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

5.83 - 34.5 µmol/L

Der Eisenspiegel im Serum/Plasma ist ernährungsabhängig und unterliegt tageszeitlichen Schwankungen.

Tarifpunkte (TP)

2.5

Position

1270.00

AB/LIS-Code

fe

Eisenstatus

enthält:





Eisen

Transferrin

Transferrin-Sättigung

lösl. Transferrinrezeptor

Ferritin

Haptoglobin

Vitamin B12

Material

5 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 2 h
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 2 m
Methode

siehe Einzelanalysen

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

Total 151.6

Position

siehe Einzelanalysen

AB/LIS-Code

eisen (Profil)

Elastase Ak

Elastase Antikörper sind hauptsächlich mit kokain-induzierter nekrotisierender Entzündung der oberen Luftwege assoziiert.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

In der Immunfluoreszenz von humanen neutrophilen Granulozyten kann fast immer ein perinukleäres Muster (p-ANCA) nachgewiesen werden.

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F. Autoantikörper bei systemischen Autoimmunerkrankungen. Ein diagnostischer Leitfaden, 3. Auflage. Lengerich: Pabst Science Publishers, 2006.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

Quot.

Referenzbereich

< 1.0 Quot

Fremdleistung

Universitätsspital Zürich 
Klinik für Immunologie

Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1194.00

AB/LIS-Code

akelas

ELF - Test (Leberfibrosediagnostik bei Fettlebererkrankungen)

Der ELF-Test dient zur Diagnose und Beurteilung des Schweregrades einer Leberfibrose/Leberzirrhose. Dabei wird das Ausmass einer Leberfibrose durch die kombinierte Messung von drei Serummarkern bestimmt: Hyaluronsäure, TIMP-1, und PIIINP. vDurch die simultane Bestimmung vder drei Marker lässt sich der dimensionslose ELF-Score nach folgender Formel berechnen:  ELF-Score = 2,278 + 0,851 ln (C HA) + 0,751 ln (C PIIINP) + 0,394 ln (C TIMP-1).

Synonyme

Fibrose - Diagnostik, elf, Hyaluronsäure, TIMP-1, PIIINP

Material

3 mL Serum

Zusatzinformation

Proben vor dem Zentrifugieren ausreichend gerinnen lassen.

Methode

CLIA

Einheit

ELF-Score (Index)

Referenzbereich

ELF-Score < 7.7: unauffällig, aktuell kein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für Leberfibrose
ELF-Score 7.7 bis < 9.8: mässig erhöht, erhöhtes Risiko einer Leberfibrose. Weitere ärztliche Risikobeobachtung ratsam (ggf. auch kardiovaskuläres Risiko, Statin-Prüfung, Behandlung D.M., Bluthochdruck, Lebensstil/Ernährung/Gewicht/Alkohol) sowie Verlaufskontrolle des ELF-Tests in ca. 6 Monaten sinnvoll.
ELF-Score >= 9.8 deutlich erhöht, hohes Risiko einer fortgeschrittenen Leberfibrose sowie auch Fibrose. Konsultation eines hepatologischen Zentrums ratsam; evtl auch zur Durchführung einer Leberelastographie (z.B. Fibroscan).

Fremdleistung

MVZ Labor Ravensburg GbR 
Labor Dr. Gärtner

Position

Selbstzahlerleistung

AB/LIS-Code

unbek

Endomysium IgA

Endomysium IgA gelten als Marker für die Zöliakie mit hoher Spezifität (99-100%).

Synonyme

EMA Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Bei klinischem Verdacht auf eine Zöliakie wird gemäss ESPGHAN-Guideline 2020 die Bestimmung der Gewebs-Transglutaminase IgA (tTG IgA) sowie des totalen IgA im Serum empfohlen

Bei positivem Antikörpernachweis muss eine Zöliakie mittels Biopsie bestätigt werden. Auf eine Biopsie kann verzichtet werden bei Kindern mit tTG IgA-Spiegeln ≥10-fach des oberen Normwertes und ein positiver Titer für Endomysium Ak (EMA-IgA) aus einer zweiten Probe vorliegt.

Literatur:
ESPGHAN Guidelines for Diagnosing Coeliac Disease 2020, JPGN 2020;70: 141–157
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

 

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

1 x pro Woche

Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1114.00

AB/LIS-Code

endoma
Profil Zöliakie (Code: zoel) beinhaltet Gliadin (deam.) IgA, Gliadin (deam.) IgG, Transglutaminase IgA und Gesamt IgA

Endomysium IgG

Endomysium IgG sind deutlich weniger spezifisch für eine Zöliakie als die Endomysium IgA. Die Bestimmung der Endomysium IgG wird lediglich bei einem IgA Mangel empfohlen.

Synonyme

EMA IgG

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

1 x pro Woche

Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1114.00

AB/LIS-Code

endomg
Profil Zöliakie (Code: zoel) beinhaltet Gliadin (deam.) IgA, Gliadin (deam.) IgG, Transglutaminase IgA und Gesamt IgA

Entamoeba histolytica Ak (Amöben Ak)

Die Infektionen mit E. histolytica findet man häufig in tropischen und subtropischen Regionen. Sie erfolgt durch orale Aufnahme von infektiösen Zysten (verunreinigte Nahrung / Trinkwasser / Hände). Im Dickdarm entwickelt sich aus den Zysten die vegetative Formen (Magnaformen), welche sich dort vermehren und weiter Zysten bilden. Zusätzlich können die Magnaformen ins Gewebe eindringen, lokale Gewebeschäden der Darmwand verursachen und durch hämatogene Streuung andere Organe besiedeln. Durch die entstehenden Gewebeschäden der Darmwand kommt es zu blutig-schleimigen, himbergeleeartigen Durchfälle. Die Inkubationszeit beträgt meistens mehrere Monate (im Schnitt 8-12 Wochen).

Synonyme

Amöbiasis, Amöbenruhr, Parasiten

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Serologische Untersuchung ist besonders bei invasiven Verlaufsformen wichtig, da bei extraintestinalem Amöbenbefall fast immer Antikörper gegen E. histolytica zu finden sind.

Bei einer reinen Darminfektion ist die Serologie jedoch fast immer negativ. Hier empfiehlt sich der mikroskopische Direktnachweis im Stuhl.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m

 

Methode

Suchtest: ELISA (KI)
Bestätigungstest: IFAT

Einheit

Suchtest: OD
Bestätigungstest: reziproker Titer

Referenzbereich

Suchtest: < 0.40 OD
Bestätigungstest: < 1:320 Titer

 

Fremdleistung

Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut

Tarifpunkte (TP)

26.1
mit Bestätigungstest: 26.1 / 38.7 / Total: 64.8

Position

Suchtest: 3514.00
Bestätigungstest: 3515.00

AB/LIS-Code

Suchtest: akamoe
Bestätigungstest: akamoeif (wird nicht primär erfasst)

Entamoeba histolytica DNA (PCR)

Nach peroraler Aufnahme einer reifen Zyste beginnt die akute Krankheit mit Abdominalbeschwerden und Durchfallepisoden. Der abgesetzte Stuhl kann breiig und auch blutig ("himbeergeleeartig") sein. Eine über Monate oder Jahre anhaltende, rezidivierende Kolitis ist möglich. Von der infizierten Darmwand aus kann es zu einer hämatogenen Streuung in andere Organe kommen, meistens in die Leber, wobei Leberabszesse entstehen. Mikroskopisch kann zwischen der pathogenen Art E. histolytica und der apathogenen Art E. dispar nicht differenziert werden.

Synonyme

Amöbiasis, Entamöbose, Amöbenruhr, Parasiten

Material

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross): Stuhlröhrchen ohne Transportmedium (Nr. 41b)

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 7 d
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Fr

Methode

PCR (MM)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

119.7

Position

3517.00

AB/LIS-Code

mmd_enthisv

Enterobius vermicularis (Madenwurm)

Die Ansteckung mit Madenwürmern erfolgt durch orale Aufnahme der Eier. Im Darmkanal schlüpfen die Larven und leben auf der Mukosa des Dickdarms. Nach Erreichen der Geschlechtsreife wandern die Weibchen durch den Anus und legen ihre Eier auf der Perianalhaut ab (vorwiegend nachts). Dies führt zu starkem Juckreiz in der Perianalgegend.

Synonyme

Madenwurm, Oxyuris vermicularis, Enterobiasis, Oxyuriasis, Oxyuren, Parasiten

Material

Analklebestreifen

Zusatzinformation

Vor der Reinigung durchsichtigen Klebestreifen auf Perianalhaut drücken, abziehen und glatt auf einen Objektträger pressen.

Stabilität
18 - 25 °C 3 d
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Fr

Methode

Mikroskopie (MM)

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

26.1

Position

3500.00

AB/LIS-Code

m_made

Enteroviren RNA (PCR)

Coxsackie-Viren (A / B) und Echoviren gehören zum Genus der Enteroviren. Träger oder erkrankte Personen scheiden die Viren mit dem Stuhl aus - die Infektion erfolgt fäkal-oral oder indirekt über Gegenstände oder Nahrungsmittel. Coxsackie- resp. Echoviren verursachen überwiegend asymptomatisch verlaufende Infektionen. Die Erreger verfügen andererseits über die Fähigkeit, eine Vielfalt klinischer Syndrome auszulösen: Herpangina, "Hand-, Fuss- und Munderkrankung", Myokarditis oder Erkrankungen des Respirationstrakts "Sommergrippe". Kinder erkranken häufiger als Erwachsene. Speziell Neugeborene sind durch Coxsackie-B-Virus-Infektionen vergleichsweise stark gefährdet (virale Sepsis, Myokarditis, Enzephalitis). Bei immunsupprimierten Personen sind die Krankheitserscheinungen u.U. stärker ausgeprägt. Erkrankungen hinterlassen eine typenspezifische Immunität.

Synonyme

Coxsackie-Virus, Echo-Virus

Material

Mund-Abstrich, Wund-Abstrich, Genital-Abstrich: Opti-Swab (Nr. 50)

EDTA-Vollblut: BD Vacutainer EDTA (Nr. 502)

Liquor: Steriles Röhrchen (Nr. 44)

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross): Stuhlröhrchen ohne Transportmedium (Nr. 41b)

 

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Fr

Methode

PCR (MM)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

119.7

Position

3023.00

AB/LIS-Code

env

Enterovirus, KBR

Die Enteroviren KBR wird nicht mehr angeboten.

Bei Verdacht auf eine Infektion mit Enteroviren empfehlen wir allenfalls den Direktnachweis mittels PCR.

Enterozyten Ak (IgA/IgG)

Enterozyten Ak gelten als Marker der autoimmunen Enteropathie und werden in über 50% bei Patienten mit idiopathischer protrahierter Diarrhoe gefunden. Bei erfolgreicher immmunsuppresiver Thearpie sinken die Antikörpertiter.

Synonyme

Enterocyten Ak, Epitheliae Ak

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Labor Prof. Dr. med. Stöcker, Groß Grönau

Tarifpunkte (TP)

2x 46.8 / Total: 93.6

Position

1192.00

AB/LIS-Code

entero (Profil)

Enzephalitis-Screen (Profil)

Es werden die Antikörper gegen NMDA-Rezeptor, GABAB-Rezeptor, DPPX, AMPA-Rezeptor 1/2, LGI1 und CASPR2 nachgewiesen.

Synonyme

Enzaphalitismosaik, Enzephalitisscreen, Enzephalitis Ak

  • NMDA = N-Methyl-D-Aspartat; Glutamat-Rezeptor Typ NMDA
  • GABAB-Rezeptor Ak = Gamma-Amino-Buttersäure-Rezeptor
  • DPPX = Dipeptidyl aminopeptidase-like protein 6
  • AMPA-Rezeptor 1/2 = a-Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazol-Propionsäure Rezeptor
  • LGI1 = Leucine-rich glioma inactiveted 1
  • CASPR2 = Contactin-assoziiertes Protein 2
Material

1 mL Serum / 1 mL Liquor (nativ)

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin, Citrat)

Zusatzinformation

Assoziierte Krankheitsbilder:

  • NMDA-Rezeptor Ak: Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis
  • GABAB-Rezeptor Ak: limbische Enzephalitis, assoziiert mit dem kleinzelligen Bronchialkarzinom
  • DPPX Ak: limbische Enzephalitis, Status epiliepticus
  • AMPA-Rezeptor 1/2 Ak: limbische Enzephalitis, therapierefraktäre Anfälle, assoziiert mit Thymom und kleinzelliges Bronchialzellkarzinom
  • LGI1 Ak: limbische Enzephalitis, meist kein entzündlicher Liquor, fazio-brachio-dystone Anfälle
  • CASPR2 Ak: limbische ENzephalitis, Morvan Syndrom, neuropathische Schmerzsyndrome
     

Literatur:
Wandinger KP, Leypoldt F, Junker R: Autoantikörper-vermittelte Enzephalitide - Differenzialdiagnose bei Bewusstseinssötrungen unklarer Ätiologie. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 666–73.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Hersteller

Euroimmun

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Universitätsspital Zürich 
Klinik für Immunologie

Tarifpunkte (TP)

2x 78.3 / 4 x 60.3 / Total: 397.8

Position

1194.00 / 1195.00

AB/LIS-Code

Serum: akenzeph (Profil)
Liquor: akenzephl (Profil)

Eosinophiles Cationisches Protein (ECP)

Indikation:

  • Ausmass der Entzündungsaktivität bei Asthma
  • Monitoring der therapeutischen Massnahmen bei Asthma
  • Krankheitsaktivität und Therapie-Verlaufskontrolle bei atopischer Dermatitis

 

Material

1 ml Serum

Präanalytik beachten:

  1. Venöse Blutentnahme in ein Serum-Gel-Röhrchen abnehmen (das Röhrchen muss vollständig befüllt sein).
  2. Das Röhrchen nach der Entnahme 5-mal vorsichtig kippen.
  3. Die Probe exakt 60 min bei Raumtemperatur (20-24°C) gerinnen lassen. Um reproduzierbare Resultate zu erzielen, sollte die Gerinnungszeit eingehalten werden und die Temperatur konstant sein.
  4. Die Probe während 10 min bei 1000 - 1300 x g (EBA-200 Zentrifuge: 5000 U) und Raumtemperatur zentrifugieren.
  5. Das Serum in ein Sekundärröhrchen überführen (Röhrchen Nr. 22).

 

Zusatzinformation

Bitte beachten Sie, dass keine Nachforderung möglich ist.

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

FEIA (KI)

Hersteller

Phadia (ThermoFisher Scientific)

Einheit

µg/L

Referenzbereich

<13.3 µg/L

Tarifpunkte (TP)

39.6

Position

1278.00

AB/LIS-Code

ecp

Epstein-Barr Virus (EBV) Ak

EBV ist ein Herpesvirus welches über Körperflüssigkeiten, besonders über Speichel (Kissing Disease), übertragen werden kann. Die Inkubationszeit beträgt 1-2 Monate bevor Symptome wie Müdigkeit, Fieber, entzündeter Hals, geschwollene Lymphknoten, geschwollene Leber, Ausschlag, etc. auftreten. Im Kindesalter verläuft die Infektion häufig symptomlos.

Synonyme

Pfeiffersches Drüsenfieber, Mononukleose, Humanes-Herpesvirus-4, HHV-4

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin)

Zusatzinformation

Es werden folgende Antikörper nachgewiesen:

EBV-VCA IgM

EBV-VCA IgG

EBV-EBNA-1 IgG

VCA IgM treten häufig bereits in der Frühphase der Infektion auf, VCA IgG werden erst nach auftreten der klinischen Symptome gebildet. Das EBNA-1 IgG ist ein Spätmarker und wird erst ca. 3-6 Monate nach Infektion gebildet. In ca. 5% der Patienten bleibt die Bildung der EBNA-1 aus.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

CMIA (KI)

Hersteller

Abbott

Einheit

Index

Referenzbereich

< 1.0 Index

Tarifpunkte (TP)

29.7 / 37.8 / 37.8 / Total: 105.3

Position

3026.00 / 3025.00 / 3037.00

AB/LIS-Code

ebv (Profil)

Epstein-Barr Virus (EBV) IgG, Immunoblot

Mit dem Immunoblot können folgende Antikörper nachgewiesen werden:

IgG gegen Early Antigen

IgG gegen EBNA-1

IgG gegen VCA p23

IgG gegen VCA p18

IgG gegen IEA BZLF1

Synonyme

Pfeiffersches Drüsenfieber, Mononukleose, Humanes-Herpesvirus-4, HHV-4, Early Antigen, EBNA, VCA

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Plasma (EDTA, Heparin)

Zusatzinformation

Der Immunoblot dient der Klärung unklarer Resultate im Suchtest.

Bei Patienten welche kein EBNA-1 IgG bildern, kann häufig mittels Immunoblot ein alternativer Spätmarker (VCA p18 IgG) nachgewiesen werden.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

2x / Woche

Methode

Immunoblot (KI)

Hersteller

Mikrogen

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

59.4

Position

3038.00

AB/LIS-Code

ebvblot (Profil)

Epstein-Barr Virus DNA

EBV ist ein Herpesvirus welches über Körperflüssigkeiten, besonders über Speichel (Kissing Disease), übertragen werden kann. Die Inkubationszeit beträgt 1-2 Monate bevor Symptome wie Müdigkeit, Fieber, entzündeter Hals, geschwollene Lymphknoten, geschwollene Leber, Ausschlag, etc. auftreten. Im Kindesalter verläuft die Infektion häufig symptomlos. 

Synonyme

Pfeifferisches Drüsenfieber, Mononukleose, Humanes-Herpesvirus-4, HHV-4

Material

EDTA-Vollblut: BD Vacutainer EDTA (Nr. 502)

 

Zusatzinformation

Die quantitative Bestimmung von EBV ist vor allem bei Reaktivierungen und chronischer Infektion relevant sowie bei Immunsuppression. Als Screening eignet sich die serologische Bestimmung. 

Stabilität

18-25°C: 1 d

28°C: 7d

 

 

Analysenfrequenz

täglich, Mo-Fr

Methode

PCR

Referenzbereich

<160 IE/ml

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

119.70

Position

3032.00

AB/LIS-Code

mmd_epbv

Ersttrimester-Test (1.TT, ETT, 1TT)

Pränatal-Screening im 1. Trimester der Schwangerschaft zur Risikoabschätzung der chromosomalen Störungen Trisomie 13, Trisomie 18 und Trisomie 21. Die Durchführung ist möglich zwischen SSW 11+0 bis 13+6 (i.e., bei einer fötalen SSL von 45-84 mm). Dabei wird aus mütterlichem Serum die Biomarker pregnancy-associated plasma protein-A (PAPP-A) und freies beta-hCG bestimmt.  Die anschliessende Risikoberechnung erfolgt gemäss Algorithmen der FMF Deutschland (Fast Screen Pre I Plus) oder FMF London (PRISCA) mit Angaben zum Ultraschall (pro Fetus SSL und NT) und weiteren mütterlichen Angaben wie Alter, Gewicht, Ethnizität, Diabetes-Status, sowie Raucher-Status.

Siehe Algorithmus zur pränatalen Abklärung bei spontan eingetretener Einlingsschwangerschaft im Expertenbrief der SGGG Nr. 52.

Der 1.TT wird gemäss den Richtlinien „Ersttrimester-Screening der Swiss Study Group 1st Trimester Testing (CH-1TT)“, Version 3.2 vom 16. Mai 2019 (http://www.bag.admin.ch/ref) durchgeführt.

Eine Bestimmung der Serumbiomarker PAPP-A und Beta-hCG ist auch ohne Risikoberechnung möglich (Separat anwählbar auf ETT Formular).

Das Präeklampsie-Screening im Rahmen des ETT siehe Eintrag: Präeklampsie-Screening (1. Trimester)

Synonyme

Ersttrimester - Screening, Erst-Trimester Screen, 1TT, 1.TT, ETT, PAPP-A, Beta-hCG frei, bhcg frei

Material

1 mL Serum 

Zusatzinformation

Die Serum-Blutprobe direkt nach der Gerinnung zentrifugieren und das Serum abgiessen und am besten gekühlt ins Labor einsenden. Bei Versand >24h sollte die Probe gefroren verschickt werden.

Stabilität
18 - 25 °C: 12 h
2 - 8 °C: 24 h
-20 °C: 6 m
Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

Messung: TRACE (Beta-hCG frei, PAPP-A)
Berechnung: Fast Screen pre I Plus (Thermo Fisher) oder PRISCA (Siemens Healthineers/Typolog)

Hersteller

Thermo Fisher (KC)

Einheit

Biochemie-Parameter: 
Risiko-Berechnung: Ratio

Referenzbereich

Trisomie-Risiko: > 1:300

Tarifpunkte (TP)

1.TT inkl. Messung von PAPP-A und bhcg frei mit informatischer Auswertung und Risikoberechnung: 144.0

1.TT inkl. Messung von PAPP-A und bhcg frei ohne weitere informatische Auswertung und Risikoberechnung: 72.0

Position

1.TT mit informatischer Auswertung und Risikoberechnung: 6700.90

1.TT ohne informatische Auswertung und Risikoberechnung: 6701.90

Erythropoetin (EPO)

Das Glykoproteinhormon Erythropoetin (EPO) wird in den Nieren gebildet und stimuliert die Differenzierung und Reifung der Erythrozyten-Vorläuferzellen im KM sowie die Hb-

Synthese. Auslösender Reiz für die vermehrte Bildung von EPO ist eine Gewebshypoxie.

Indikationen

• DD von Anämien und Polyglobulie

• Tumormarker zur Verlaufsbeurteilung bei Tumoren mit paraneoplastischer EPO-Bildung

Synonyme

EPO, Erythropoietin

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die EPO-Konzentration im Serum unterliegt tageszeitlichen Schwankungen. Maximum gegen 24:00 Uhr, Minimum am Morgen. Blutentnahme morgens 8:00–10:00 Uhr.

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 2 m
Methode

Chemielumineszenz-Immunoassay (CLIA)

Einheit

U/L

Referenzbereich

4.3- 29.0 U/L

Fremdleistung

Analytica

Tarifpunkte (TP)

61.2

Position

1279.00

AB/LIS-Code

epo

Erythrozyten, Liquor

Stabilität

1 - 2 mL Liquor

Röhrchen Nr. 22, 42 od. 44

Material sollte innerhalb 2 h im Labor eintreffen

Methode

Zellcounter

Referenzbereich

0 - 4 M/L

Tarifpunkte (TP)

3.8

Position

1297.00

Escitalopram (inkl. N-Desmethylescitalopram)

Escitalopram gehört zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und wird in erster Linie zur Behandlung von Depressionen sowie Angst, Panik- und Zwangsstörungen eingesetzt. SSRIs wirken aktivierend und stimmungsaufhellend durch die bedingte Erhöhung des Serotoninspiegels. Die Wirkung setzt meist mit mehreren Wochen Verzögerung nach Therapiestart ein.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. Durch die Mitbestimmung des aktiven Metaboliten N-Desmethylescitalopram wird der metabolische Quotient (MPR) und somit die hepatische Metabolisierungsrate ermittelt. Diese kann bei der Interpretation und Dosierungsanpassung von Talspiegeln ausserhalb des therapeutischen Bereiches hilfreich sein. Dabei primär involviertes P450 Cytochrom: CYP2C19. Die Halbwertszeit von Escitalopram beträgt 30 h.

Synonyme

Cipralex ®, Escitax ®

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: < 80 %

Halbwertszeit: ca. 30 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).

Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Escitalopram Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 46 - 247 nmol/L
Warnlevel > 493 nmol/L

N-Desmethyl- / Escitalopram

0.3 - 1.0 MPR

MPR = Metabolite to Parent compound Ratio

Eine Abweichung vom angegebenen MPR-Referenzbereich kann auf eine unregelmässige Medikamenteneinnahme, eine genetische Variation oder auf eine Wechselwirkung mit anderen Arznei- oder Nahrungsmitteln hinweisen.

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

 

Tarifpunkte (TP)

126.0

 

Position

1065.00

AB/LIS-Code

escit (Profil)

Eslicarbazepin

Antiepileptikum. Eslicarbazepin ist ein Prodrug. Gemessen wird nur der aktive Metabolit 10-OH-Carbazepin.

Synonyme

10-OH-Carbazepin, Hydroxycarbazepin

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin-/EDTA-Plasma

Es wird die Verwendung von Blutentnahmeröhrchen ohne Trenngel empfohlen, da vor allem für hydrophobe Medikamente Adsorption von Analyten an das Gel beschrieben wurde (Möglichkeit von falsch tiefen Medikamentenspiegeln). Dieses Phänomen wurde vor allem für Gelröhrchen mit Polyestergel beschrieben. Bei den heutigen verwendeten Gelröhrchen (wie z.B. BD Vacutainer) wird jedoch ein Gel auf Acrylbasis verwendet, das wesentlich weniger zur Adsorption neigt. 

Zusatzinformation

Proteinbindung: Unbekannt

Halbwertszeit: 5 h

Blutentnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme (Talspiegel).

Empfehlung: Für die Steady-State-Bestimmung mindestens 4 - 5 Halbwertszeiten nach Intervention (Neumedikation, Dosis-Anpassung, Veränderung der Co-Medikation, etc.) abwarten.

Stabilität
18 - 25 °C 6 h
2 - 8 °C 1 d
-20 °C 7 d
Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit
µmol/L
Referenzbereich
10-OH-Carbazepin Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich 39 - 138 µmol/L
Warnlevel > 157 µmol/L

Aktiver Metabolit von Trileptal, Eslicarbazepin und Oxcarbazepin

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien, Consensus Guidelines for Therapeutic Drug Monitoring in Neuropsychopharmacology: Update 2017

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

oxcarbmet

Essentielle Spurenelemente (Profil)

Das Profil enthält die essentiellen Spurenelemente Chrom, Cobalt, Iod, Kupfer, Magnesium in Erythrozyten, Mangan, Molybdän, Selen und Zink.

Synonyme

essenzielle Spurenelemente

Material

1 mL Heparin-Vollblut (Spurenelementröhrchen)

Da eine Kontamination des Untersuchungsmaterials durch Probengefässe stattfinden kann, wird die Blutentnahme mittels spezieller Probenröhrchen für eine valide Spurenelementanalytik vorausgesetzt. Bitte verwenden Sie Spurenelementröhrchen mit Heparin Nr. 508a (BD Vacutainer) oder Nr. 8 (Sarstedt Monovette) für Plasma- und Vollblutproben. 

Achtung: Das Serum-Spurenelementröhrchen (Nr. 508) ist aufgrund der im Profil enthaltenen Analysen aus Vollblut nicht geeignet.

Methode

ICP-MS

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen und Befund

Tarifpunkte (TP)

699.0

AB/LIS-Code

esspe

Estradiol (E2)

Östrogene sind verantwortlich für die Entwicklung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale. Zusammen mit den Gestagenen steuern sie alle wesentlichen Vorgänge der Reproduktion der Frau.

Die Östrogensekretion erfolgt während des menstruellen Zyklus biphasisch. Die Estradiolbestimmung findet klinische Anwendung in Abklärung von Fertilitätsstörungen im Bereich der Achse Hypothalamus‑Hypophyse‑Gonaden, bei Gynäkomastie, bei Östrogen‑produzierenden Ovarial und Hodentumoren sowie bei Hyperplasien der Nebennierenrinde. Weitere klinische Indikationen sind die Überwachung von Fertilitätstherapien und die Bestimmung des Ovulationszeitpunktes im Rahmen der In‑vitro-Fertilisation (IVF).

Synonyme

Oestradiol, Östradiol, E2, beta-Estradiol

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma, K2 /K3-EDTA Plasma

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 6 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

pmol/L

Referenzbereich
Frauen pmol/L
Follikelphase 114 - 332
Ovulation 222 - 1959
Lutealphase 222 - 854
Postmenopause < 505
Schwangere  
1. Trimenon 563 - 11902
2. Trimenon 5729 - 78098
3. Trimenon 31287 bis >110100
Männer 41.4 - 159
Tarifpunkte (TP)

17.4

Position

1307.00

AB/LIS-Code

e2

Estron (E1)

Estron ist nach Estradiol das zweitstärkste Östrogen der Frau. Der Hauptanteil an Estron wird in den Ovarien gebildet, darüber hinaus entstehen 20–30% extraglandulär im Fettgewebe und in der Nebennierenrinde. Estron wird durch eine Konversion von Androstendion und DHEA gebildet, wofür ebenfalls die Aromatase zuständig ist. Die Synthese von Estron ist folglich von den männlichen Sexualhormonen, den Androgenen, abhängig. Zudem können Estradiol und Estron ineinander umgewandelt werden. Bei fertilen Frauen sind die Plasmaspiegel von Estradiol und Estron ähnlich hoch. Im Gegensatz zu Estradiol, welches im Blut zu 69% an das sexualhormonbindende Globulin (SHBG) gebunden ist, kann Estron nicht von SHBG gebunden werden. Jedoch wird Estron durch die Aktivität einer Sulfotransferase häufig zu Estronsulfat metabolisiert, das eine Speicherform für die Östrogensynthese darstellt und selbst kaum eine biologische Aktivität aufweist. Zudem wird Estron zu Glukuronid konjugiert.

Estron kann in das biologisch aktivere Estradiol umgewandelt werden. Estron stellt somit vorranging eine Speicherform des Estradiols dar. Dies ist vor allem nach der Menopause von größerer Bedeutung, da die Estradiolproduktion durch die Ovarien abfällt. So wird nach der Menopause verhältnismäßig mehr Estradiol aus Estron gebildet, welches dann die biologischen Funktionen der Östrogene ausführen kann.

Synonyme

Oestron, Östron, E1

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 6 m
Analysenfrequenz

1 x pro Woche

Methode

ELISA

Einheit

ng/L

Referenzbereich
Frauen ng/L
Prämenopause 27 - 231
Postmenopause < 125
Männer < 174
Fremdleistung

Unilabs

Tarifpunkte (TP)

61.2

Position

1309.00

AB/LIS-Code

estro

Ethambutol (EMB)

Tuberkulostatikum

Synonyme

EMB, Myambutol, Rimstar

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Spitzenspiegel 2 h nach Einahme

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 2 m
Methode

HPLC

Einheit

mg/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich
(Spitzenspiegel):

0.5 - 6.5

µmol/L
Toxischer Bereich
(Spitzenspiegel):

> 6.0

µmol/L

Spitzenspiegel ca 2 h nach Einnahme

Fremdleistung

Labor Team

Tarifpunkte (TP)

103.50

Position

1060.00

Ethanol

Die direkte Messung von Ethanol im Blut ist die einfachste und spezifischste Methode zum Nachweis eines kurz zurückliegenden Alkoholkonsums. Alkoholspiegel fallen nach 5 – 7 h bereits unter die Nachweisgrenze herkömmlicher Tests ab. Ein negativer Befund schließt somit einen chronischen Alkoholkonsum nicht aus. Etwa 30 bis 60 Minuten nach der Ethanolaufnahme wird die höchste Blutalkoholkonzentration erreicht. 2 – 5 % des aufgenommenen Ethanols werden über Atemluft, Schweiß und Urin ausgeschieden. Unabhängig von der getrunkenen Alkoholmenge und der aktuellen Alkoholkonzentration wird pro Zeiteinheit eine konstante Menge Ethanol durch die Leber verstoffwechselt (95 %). Typische Abbauraten befinden sich im Bereich von 0.10 bis 0.20 Promille pro Stunde.

Lesen Sie dazu unseren Wissenspunkt zum Alkoholkonsum und die Möglichkeiten zur Bestimmung im Labor!

Synonyme

Aethanol, Ethanol, Aethylalkohol, Ethylalkohol, EtOH, Alkohol

Material

1x Serum-Röhrchen (ungeöffnet). Blut in ein Serumröhrchen abnehmen und so als Nativblut ins Labor schicken.

Zusatzinformation

Wegen einer möglichen Verdunstung von Alkohol muss das Probengefäss möglichst vollständig gefüllt und fest verschlossen sein und sollte nicht länger als 5 Minuten offen stehen.

Achtung: Für die Desinfektion bei der Blutentnahme keinen Alkohol verwenden, sondern z.B. Aether oder Zephiran® (Benzalkoniumchlorid).

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 1 m

 

Einheit

Referenzbereich

< 0.10 ‰

Fremdleistung

MCL Medizinische Laboratorien

Tarifpunkte (TP)

20.7

Position

1311.00

AB/LIS-Code

ethan

Ethosuximid

Synonyme

Suxinutin

Stabilität

1 mL Serum

Als Serum mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

LC-MS / f19

Referenzbereich

283 - 708 µmol/L

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

AB/LIS-Code

etho

Ethylglucuronid (Urin)

Ethylglucuronid (EtG) ist ein direkter Metabolit von Ethanol, das durch die enzymatische Verbindung von Ethanol mit Glucuronsäure gebildet wird. Alkohol wird im Urin normalerweise nur einige Stunden nachgewiesen, während EtG mehrere Tage lang nachgewiesen werden kann, selbst wenn der Alkohol vollständig vom Körper abgebaut wurde.

Aus der EtG-Konzentration kann derzeit weder auf die genaue Trinkmenge oder den Trinkzeitpunkt noch auf die Art des konsumierten Getränkes geschlossen werden. Die Bestimmung eignet sich viel mehr zur Beurteilung von Abstinenzbehauptungen oder zur Bestätigung oder Widerlegung eines bestimmten Konsummusters.

In Abhängigkeit von der konsumierten Alkoholmenge kann EtG bis über 80 Stunden lang nachgewiesen werden.

Lesen Sie dazu unseren Wissenspunkt zum Alkoholkonsum und die Möglichkeiten zur Bestimmung im Labor!

Synonyme

EtG

Material

10 mL Spontanurin

Stabilität

7 Tage bei 2 - 8 °C haltbar

Analysenfrequenz

täglich Mo - Sa

Methode

DRI EIA (KC)

Hersteller

Microgenics

Einheit

ng/mL

Referenzbereich

< 500 ng/mL

Für die Abstinenzkontrolle wird gemäss SCDAT-Guidelines ein Cut-off von 100 ng/mL empfohlen.

Der Screening-Test liefert nur ein vorläufiges Analysenergebnis. Zur Bestätigung des Analysenergebnisses muss eine spezifische Methode (z.B. LC-MS oder GC-MS) herangezogen werden. Diese Bestätigungsanalytik muss aber vom Auftraggeber explizit verlangt werden, da die weiterführende Analytik mit entsprechenden zusätzlichen Kosten verbunden ist.

SCDAT Guidelines

Tarifpunkte (TP)

17.5

Position

1311.10

AB/LIS-Code

ethglu

Ethylglucuronid-Bestätigung inkl. Ethylsulfat (Urin)

Ethylglucuronid und Ethylsulfat sind Metabolite des Ethanols, die mit dem Urin ausgeschieden werden. Sie dienen als Marker für den Nachweis kürzlich erfolgter Ethanolaufnahme.

Synonyme

EtG

Material

10 mL Spontanurin

Zusatzinformation

Ethyglucuronid und Ethylsulfat sind bei Gesunden etwa 24-80 Stunden nach Ethanolaufnahme, bei Alkoholkranken auch deutlich länger im Urin nachweisbar, wobei die genaue Nachweisdauer stark variieren kann. Ethylglucuronid kann bei bakterieller Kontamination des Urins sowohl abgebaut als auch gebildet werden. Ethylsulfat, nicht beeinflusst durch bakterielle Kontamination, wird daher wird zur Bestätigung des Resultates immer mitbestimmt.

Stabilität
18 - 25 °C 4 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 3 m
Analysenfrequenz

1x pro Woche

Methode

LC-MS

Einheit

mg/L

Referenzbereich
Ethylglucuronid < 0.1 mg/L
Ethylsulfat < 0.03 mg/L

SCDAT Guidelines

Fremdleistung

Unilabs

Tarifpunkte (TP)

99.0

Position

1683.10

AB/LIS-Code

ethglub

Everolimus

Synonyme

Afinitor, Certican, Votubia

Material

1 mL EDTA Vollblut

Zusatzinformation

Blutentnahme vor der nächsten Medikamentengabe (Talspiegel).

Stabilität

8 - 25 °C

24 h

2  -8 °C

7 d

-20 °C

3 m

 

Analysenfrequenz

täglich Mo - Fr

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µg/L

Referenzbereich

Zielwert individuell. Der therapeutische Bereich ist abhängig von der Indikation und der Kombinationstherapie.

Tarifpunkte (TP)

135.0

Position

1469.00

AB/LIS-Code

evero

extended-spectrum betalactamases, ESBL (Kultur)

Beta-Laktam-Antibiotika hydrolysierende Enzyme sind die Hauptursache der Resistenz gegenüber Penicillinen, Cephalosporinen und Carbapenemen bei Enterobacterales. Seit dem Jahr 2000 wurde eine besorgniserregende Zunahme der Resistenz gegenüber Cephalosporinen der 3. und 4. Generation beobachtet, deren Hintergrund zumeist die Bildung der „extended-spectrum betalactamases“ (ESBL) ist. Die Lokalisation der ESBL-Gene auf Plasmiden ermöglicht die schnelle Weiterverbreitung der Resistenz sowohl innerhalb einer Spezies als auch zwischen den verschiedenen gramnegativen Spezies. ESBL produzierende Enterobacterales sind in der Vergangenheit vorwiegend als Problem von Akutspitälern und von Gesundheitseinrichtungen aufgetreten. Heute sind sie auch in der ambulanten Medizin weit verbreitet, insbesondere Escherichia coli mit der Beta-Laktamase vom Subtyp CTX-M, welche zunehmend als Erreger von Harnwegsinfektionen beobachtet wird. Aktuell wenden die meisten Schweizer Kliniken ein risikoadaptiertes Screening bei Patienten mit Risikofaktoren für eine Kolonisation oder bei bekannten Trägern an.

Material

Stuhl: FecalSwab™ (Nr. 41a)

Rektal-Abstrich: Opti-Swab (Nr. 50)

Mittelstrahlurin: Urinmonovette mit Stabilisator (Nr. 51)

Stabilität
2 - 8 °C 1 d
Analysenfrequenz

täglich, Mo - Sa 

Methode

Kultur (MM)

Fremdleistung

MCL Medizinische Laboratorien

Tarifpunkte (TP)
negativ 19.8
positiv 63.0
Position
negativ 3342.00
positiv 3343.00
AB/LIS-Code

m_esbl