Auf einen Blick

Analysenverzeichnis

Dieses Verzeichnis enthält zentrale Informationen zu allen Analysen, welche wir anbieten.

1
2
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
Y
Z
p

Paliperidon (9-OH-Risperidon)

Paliperidon (9-OH Risperidon) gehört zu den atypischen Antipsychotika bez. Neuroleptika und wird in erster Linie zur Behandlung von Schizophrenie sowie bei akuten manischen Episoden bei bipolaren affektiven Störungen eingesetzt. Atypische Antipsychotika haben ein geringeres Risiko für das Auftreten eines extrapyramidalmotorischen Syndroms (EPMS) sowie Prolaktinerhöhungen und sind den klassischen Präparaten bei Therapieresistenz in der Wirkung überlegen.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. Paliperidon wird vorwiegend renal ausgeschieden und hepatisch nur minimal metabolisiert. Die Halbwertszeit von Paliperidon beträgt 23 h.

Paliperidon-Spiegel werden massgeblich durch Valproat und Carbamazepin beeinflusst, sowie durch Pharmaka wie Metoclopramid.

Synonyme

9-OH-Risperidon, Invega, Xeplion

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) im steady state (4-5 Halbwertszeiten).

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 3 d
2-8 °C: 3 d
-20 °C: 6 m
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich (9-OH-Risperidon): 47-141 nmol/L

Toxischer Bereich
(9-OH-Risperidon):

292.3 nmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

126.6

Position

1579.00

Pankreas-Elastase-1 im Stuhl

Bei der pankreatischen Elastase handelt es sich um ein von der Bauchspeicheldrüse gebildetes Verdauungsenzym. Tiefe Werte im Stuhl geben Hinweis auf eine exokrine Pankreasinsuffizienz.

Material

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross) in Stuhlröhrchen ohne Transportmedium (Nr. 41b)

Zusatzinformation

Bei wässrigem Stuhl kann es zu falsch niedrigen Messwerten kommen.

Stabilität
2 - 8 °C

3 d

Methode

CLIA

Hersteller

DiaSorin

Einheit

ug/g Stuhl

Referenzbereich
Normal  > 200 ug/g Stuhl
Mittlere bis leichte Insuffizienz 100-200 ug/g Stuhl
Schwere Insuffizienz  < 100 ug/g Stuhl
Tarifpunkte (TP)

47.7

Position

1273.00

Pankreas-Elastase-1, Serum

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum 3 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Enzyme Immuno Assay / f12

Referenzbereich

< 3.5 µg/l

Tarifpunkte (TP)

50.4

Position

1367.00

Pankreas-Inselzellen Ak

Inselzell-Antikörper sind  Marker für einen Diabetes mellitus Typ 1. Die höchste Sensitivität hat der Antikörper bei Kindern und Jugendlichen (80-90%), die Titer sinken mit der klinischen Manifestation des Typ 1 Diabetes wieder ab.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Typ 1-Diabetes spezifische Antikörper (Anti-GAD, -Insulin, - Inselzellen, -IA2, -ZnT8) können bereits präsymptomatisch nachweisbar sein. Das Risiko einer Krankheitsentwicklung steigt mit der Anzahl und Titerhöhe der nachgewiesenen Antikörper, bei mehr als 3 Antikörpern liegt das Risiko bei >90% in den nächsten Jahren einen Diabetes mellitus Typ 1 zu entwickeln.

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f25)

Tarifpunkte (TP)

52.0

Position

1134.00

Paracetamol, Serum

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Liquid Chromatography Masspectrometry / f19

Referenzbereich

66 - 132 µmol/l

Tarifpunkte (TP)

166.5

Position

1052.00

Parainfluenzavirus 1-3 Ak, KBR

Die Parainfluenzavirus 1-3 KBR wird nicht mehr angeboten.

Bei Verdacht auf eine Infektion mit Parainfluenzavirus 1-3 empfehlen wir allenfalls den Direktnachweis mittels PCR.

Parathormon (PTH)

Die Hauptaufgabe des Parathormons (PTH) besteht in der Erhöhung des Serumkalziumspiegels durch Stimulation der Freisetzung von Kalzium aus dem Knochen sowie dessen Resorption im distalen Tubulus der Nieren. Im proximalen Tubulus stimuliert PTH die Synthese von Calcitriol, was wiederum die intestinale Resorption von Kalzium erhöht und eine endokrine Rückkopplung für die Sezernierung von PTH aus den Nebenschilddrüsen auslöst. PTH senkt außerdem die renale Resorption von Phosphat im proximalen Tubulus und somit das Serumphosphat.

Das PTH wird intraoperativ bei der Adenomresektion der Nebenschilddrüsen bei primärem Hyperparathyreodismus, sekundärem Hyperparathyreodismus im Fall einer Niereninsuffizienz sowie bei tertiärem Hyperparathyreodismus nach einer Nierentransplantation eingesetzt. Da PTH eine Halbwertszeit von 3‑5 Minuten hat, kann der Chirurg aufgrund eines signifikanten Abfalls des PTH-Spiegels nach der Resektion einer bzw. mehrerer abnormaler Drüsen beurteilen, ob die Resektion vollständig war und das gesamte hyperfunktionierende parathyroide Gewebe entfernt worden ist.

Synonyme

PTH

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 6 m

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

pmol/L

Referenzbereich

1.60 - 6.90 pmol/L

Tarifpunkte (TP)

33.3

Position

1595.00

Parietalzellen Ak (Magen)

Parietalzell Ak werden in ca. 90% bei chronisch atrophischer Gastritis gefunden und nehmen im Verlauf der Erkrankung ab (zunehmender Verlust der Parietalzellen). Bei der perniziösen Anämie werden die Parietalzell Ak häufig zusammen mit Intrinsic Faktor Ak gefunden.

Synonyme

Belegzell Ak, H+/K+-ATPase Ak, Magenparietalzell Ak, PCA

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

FEIA (KI)

Hersteller

Phadia (Thermo Fisher Scientific)

Einheit

U/mL

Referenzbereich

< 7 U/mL

Tarifpunkte (TP)

52.0

Position

1156.00

Paroxetin

Paroxetin gehört zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und wird in erster Linie zur Behandlung von Depressionen sowie Angst, Panik- und Zwangsstörungen eingesetzt. SSRIs wirken aktivierend und stimmungsaufhellend durch die bedingte Erhöhung des Serotoninspiegels. Die Wirkung setzt meist mit mehreren Wochen Verzögerung nach Therapiestart ein.

Die Medikamenten-Spiegelbestimmung dient zur Therapiekontrolle -und Beobachtung. Involviertes P450 Cytochrom in der hepatischen Metabolisierung: CYP2D6. Es wird kein Metabolit bestimmt. Die Halbwertszeit von Paroxetin beträgt max. 3 Tage.

Synonyme

Deroxat, Paronex

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) im steady state (4-5 Halbwertszeiten).

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 1 d
2-8 °C: 7 d
-20 °C: 6 m
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich: 61-197 nmol/L
Toxischer Bereich: > 364 nmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1065.00

Parvovirus B19 IgG + IgM

Der Nachweis von Parvovirus B19 IgG + IgM ist indiziert bei Verdacht auf Ringelröteln (Erythema infectiosum), Arthritis, Athralgie, transiente Anämie, aplastische Krisen. Abklärung des Immunstatus während der Schwangerschaft (Hydrops fetalis).

Synonyme

Ringelröteln, Erythema infectiosum

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Parvovirus B19 IgM sind ca. 10 Tage nach Infektionsbeginn nachweisbar und sinken im Verlauf der Infektion wieder. Die IgG folgen ca. zwei Wochen nach Kontakt mit dem Virus und bleiben lebenslang nachweisbar

Literatur:
Dt Ärztebl 2001; 98: A 1620–1624 [Heft 24]

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 d
-20 °C 6 m
Methode

CLIA (KI)

Hersteller

DiaSorin

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

IgG: 29.0
IgM: 37.0

Position

IgG: 3142.00
IgM: 3144.00

Parvovirus B19, PCR

Parvovirus B19 ist Erreger der Ringelröteln (Erythema infectiosum), einer klassischen Kinderkrankheit, welche in der Regel ohne weitere Komplikationen verläuft. Jedoch konnte man Infektionen mit Parvovirus B19 in den letzten Jahren auch mit schwereren Verläufen wie Arthritis, Arthralgie, transiente Anämie, aplastische Krisen in Zusammenhang bringen. In diesen Fällen persistiert das Virus häufig über längere Zeit im Blut oder in bestimmten Geweben. Bei schwangeren Frauen ohne Immunschutz kann eine Infektion mit Parvovirus B19 zu Spontanaborten, Totgeburten oder Hydrops fetalis führen.

Synonyme

Ringelröteln, Erythema infectiosum

Material

2 mL EDTA-Blut

Zusatzinformation

Parvovirus B19 Virus DNA-Nachweis ist bei fraglich positiven IgM und bei V.a. chronischen Infekten indiziert.

Bei einem akuten Infekt sind ca. 1 Woche nach Infektion hohe Virusmengen im Blut nachweisbar. Bei persistierenden Verläufen kann das Virus über einen längeren Zeitraum, z.T. über Jahre, mittels PCR im Blut nachgewiesen werden, wenn auch in deutlich geringeren Konzentrationen als in der frühen Infektionsphase.

Literatur:
Dt Ärztebl 2001; 98: A 1620–1624 [Heft 24]

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 6 m
Methode

PCR

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f15)

Tarifpunkte (TP)

133.0

Position

3146.00

Perampanel

Perampanel ist ein Antiepileptikum. Perampanel wird primär über das CYP P450 Isoenzym 3A4 metabolisiert. Die Halbwertszeit beträgt ca 105 h.

Synonyme

Fycompa

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) im Steady-State (4-5 Halbwertszeiten).

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C 3 d
2-8 °C 7 d
-20 °C 7 d
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

Therapeutischer Bereich: 0.52-2.84 µmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

Phenobarbital (Maliasin ®)

Antiepileptikum

Halbwertszeit: 96 h

Synonyme

Aphenylbarbit, Maliasin, Luminal ®

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme im Stead- State vor der Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel)

 

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 7 d
2-8 °C: 7 d
-20 °C: 6 m

 

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich: 43-172 µmol/L
Toxischer Bereich:   µmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

Phenytoin

 

Antiepileptikum. Totales Phenytoin.

Synonyme

Phenhydan, Epanutin ®

Material

1 mL Serum

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 4 d
2-8 °C: 4 d
-20 °C: 1 m
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich: 40-80 µmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

Phosphat

88% des körpereigenen Phosphors befindet sich in den Knochen als Calciumphosphat in Form des Apatits Ca2+[Ca3(PO4)2]3 2- . Der Rest ist am intermediären Stoffwechsel der Kohlenhydrate beteiligt und in physiologisch wichtigen Substanzen wie Phospholipiden, Nukleinsäuren und ATP enthalten. Im Blut liegt Phosphor als anorganisches Phosphat und organisch gebundene Phosphorsäure vor. Der geringe Anteil des extrazellulären organischen Phosphors besteht fast ausschließlich aus Phospholipiden.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Der Phosphatgehalt des Blutes steht ungefähr im Verhältnis 6:10 zum Calciumgehalt des Blutes. Ein Anstieg des Phosphorspiegels verursacht einen Abfall des Calciumspiegels. Dieser Mechanismus wird durch eine Wechselwirkung zwischen Parathormon und Vitamin D beeinflusst. Hypoparathyreoidismus, Vitamin-D-Intoxikation und Niereninsuffizienz mit verminderter glomerulärer Phosphatfiltration führen zu Hyperphosphatämie. Eine Hypophosphatämie findet man bei Rachitis, Hyperparathyreoidismus und dem Fanconi-Syndrom.

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 4 d
-20 °C 12 m
Methode

Photometrie (Molybdat-Komplex, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich
Referenzbereiche (mmol/L)
Alter Männlich Weiblich
1 - 30 Tage 1.25 - 2.25 1.40 - 2.50
1 - 12 Monate 1.15 - 2.15 1.20 - 2.10
1 - 3 Jahre 1.00 - 1.95 1.10 - 1.95
4 - 6 Jahre 1.05 - 1.80 1.05 - 1.80
7 - 9 Jahre 0.95 - 1.75 1.00 - 1.80
10 - 12 Jahre 1.05 - 1.85 1.05 - 1.70
13 - 15 Jahre 0.95 - 1.65 0.90 - 1.55
16 - 18 Jahre 0.85 - 1.60 0.80 - 1.55
> 18 Jahre 0.81 - 1.45 0.81 - 1.45
Tarifpunkte (TP)

2.9

Position

1601.00

Phosphat (Urin)

88% des körpereigenen Phosphors befindet sich in den Knochen als Calciumphosphat in Form des Apatits Ca2+[Ca3(PO4)2]3 2- . Der Rest ist am intermediären Stoffwechsel der Kohlenhydrate beteiligt und in physiologisch wichtigen Substanzen wie Phospholipiden, Nukleinsäuren und ATP enthalten. Im Blut liegt Phosphor als anorganisches Phosphat und organisch gebundene Phosphorsäure vor. Der geringe Anteil des extrazellulären organischen Phosphors besteht fast ausschließlich aus Phospholipiden.

Material

10 ml Spontanurin, 1. Morgenurin oder 24 h-Sammelurin (angesäuert)

Zusatzinformation

Der Phosphatgehalt des Blutes steht ungefähr im Verhältnis 6:10 zum Calciumgehalt des Blutes. Ein Anstieg des Phosphorspiegels verursacht einen Abfall des Calciumspiegels. Dieser Mechanismus wird durch eine Wechselwirkung zwischen Parathormon und Vitamin D beeinflusst. Hypoparathyreoidismus, Vitamin-D-Intoxikation und Niereninsuffizienz mit verminderter glomerulärer Phosphatfiltration führen zu Hyperphosphatämie. Eine Hypophosphatämie findet man bei Rachitis, Hyperparathyreoidismus und dem Fanconi-Syndrom.

Stabilität
Stabilität (Urin, angesäuert)
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 6 m
-20 °C 6 m
Methode

Photometrie (Molybdat-Komplex, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mmol/L

Referenzbereich
Material Referenzbereich
1. Morgenurin 13.0 - 44.0 mmol/L
24 h-Sammelurin 13.0 - 42.0 mmol/24 h
Tarifpunkte (TP)

2.9

Position

1601.00

Pityrosporum ovale

(Malassezia furfur)

Material

Hautschuppen nativ im sterilen Röhrchen (Nr. 42) oder in Dermapack-Briefchen (Nr. 70) einsenden
Abstrichtupfer in Transportmedium (Nr. 50)

Zusatzinformation

Bitte vermerken, da spezielle Kulturbedingungen erforderlich.

Fremdleistung

n   87 / 3417.00
p 100 / 3418.00

PLA2-Rezeptor Ak

Der Phospholipase A2-Rezeptor wird in den Glomeruli der Niere exprimiert. Anti-PLA2-Rezeptor Ak sind spezifisch für die idiopathische membranöse Glomerulonephritis (IMN) und korrelieren mit der Krankheitsaktivität.

Synonyme

Phospholipase A2 Rezeptor Ak, PLA2R Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

 

 

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 10 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f05)

Tarifpunkte (TP)

87.0

Position

1194.00

Plasmodium spp. Ak (Malaria)

Malaria ist eine der weltweit am meisten verbreiteten Infektionskrankheiten und eine der wichtigsten Krankheiten bei Reiserückkehrern. Der Erreger wird durch Anopheles-Mücken übertragen. Nach einer Inkubationszeit von ca. 7-35 Tagen kommt es zu grippeähnlichen Prodromalerscheinungen während einigen Tagen. Erst danach kommt es zu den typischen in regelmässigem Rhytmus auftretenden Fieberschüben (ca. 1h Schüttelfrost, gefolgt von 2-6h Fieberschub), welche von Beschwerdefreien Intervallen unterbrochen werden.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Antikörper können frühestens 1 Woche nach dem ersten Fieberschub nachgewiesen werden, weshalb die Serologie zur Diagnose einer akuten Infektion nicht geeignet ist.

Antikörper können Monate bis Jahre persistieren.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

EIA und IFAT (KI)

Einheit

EIA: OD

IFAT: reziproker Titer

Referenzbereich

EIA: < 0.15 OD
IFAT: < 1:40 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f20)

Tarifpunkte (TP)

37.8

Position

2x 3534.00

Plaut-Vincent Flora

Die Angina Plaut-Vincent äussert sich durch einseitig auftretende Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden. Im Verlauf bildet sich meist ein schmerzloses, einseitiges Geschwür an der Gaumenmandel und es kommt zur Bildung eines grün-gräulichen Belags. Die Infektion wir ausgelöst durch Spirochäten (Treponema vincenti) in Kombination mit anaerober Mischflora (Fusobakterien).

Synonyme

Angina Plaut-Vincent, Angina ulceromembranacea

Material

Rachen-Abstrich Opti-Swab (Nr. 50)

Stabilität
2 - 8 °C 1 d
Methode

Mikroskopie (MM)

Tarifpunkte (TP)

26.1

Position

3358.00

Pneumocystis jirovecii (PCR)

Bei einem normal funktionierenden Immunsystem bleibt eine Infektion mit P. jirovecii klinisch inapparent. Eine Erkrankung tritt vor allem bei Patienten auf, welche einen Defekt in der zellulären Immunabwehr aufweisen (z.B. AIDS). Die daraus folgende Pneumonie präsentiert sich mit trockenem Husten und zunehmender Dyspnoe.

Synonyme

Pneumocystis carinii

Material

Sputum / BAL: Steriles Röhrchen (Nr. 42)

Punktion: Portagerm (PORT-F)-Stechampulle (Nr. 47)

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

PCR (MM)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt (f19)

Tarifpunkte (TP)

81.9

Position

3462.00

Pneumokokken IgG

Pneumokokken werden durch Tröpfchen beim Niesen, Sprechen oder Husten übertragen und können verschiedene Krankheiten auslösen. Dazu gehören Mittelohrentzündung, Lungenentzündung und Meningitis.

Synonyme

Streptokokkus pneumoniae

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Mit dem Test werden die S. pneumoniae Typ 4, 9V, 19A, 23F erfasst und dient der Abklärung des Immunstatus.

Der Test ist nicht geeignet zur Abklärung einer Infektion mit Streptococcus pneumoniae.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

µg/mL

Referenzbereich

> 1.00 μg/mL

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f03)

Tarifpunkte (TP)

42.0

Position

3401.00

Poliovirus Typ 1 und 3 Ak

Polioviren gehören zur Gattung der Enteroviren und waren vor Einführung der Impfung weltweit verbreitet. Die Übertragung findet hauptsächlich fäkal-oral statt. Der Wildvirus Typ 2 gilt seit 2015 als ausgerottet.

Synonyme

Polyomyelitis, Kinderlähmung

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Mittels Neutralisationstest (NT) werden schützende (neutralisierende) Antikörper gegen Poliovirus bestimmt, Werte über dem Cutoff weisen auf einen genügenden Impfschutz hin.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

Neutralisationstest (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:8 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f22)

Tarifpunkte (TP)

2x 46.0 / Total: 92.0

Position

3147.00

Porphobilinogen

Stabilität

24h-Urin (ohne Zusatz); 50 ml davon mit Mengenangabe

Methode

Spektrophotometrie / f31

Referenzbereich

< 7.5 µmol/d

Tarifpunkte (TP)

39.6

Position

1610.00

Porphyrine-Profil, Stuhl

Koproporphyrin I
Koproporphyrin III
Protoporphyrin

Stabilität

Stuhl, nativ Stuhlröhrchen Nr. 41b

Methode

High Performance Liquid Chromatography / f31

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

205
1611.00

Porphyrine-Profil, Urin

Uroporphyrin
Heptacarboxyporphyrin
Koproporphyrin I
Koproporphyrin III
Hexacarboxyporphyrin
Pentacarboxyporphyrin

Stabilität

24h-Urin (ohne Zusatz); 50 ml davon mit Mengenangabe
Mindestens 3 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

High Performance Liquid Chromatography / f31

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

205
1611.00

Präalbumin

Präalbumin ist ein in den Hepatozyten synthetisiertes tryptophanreiches Protein mit der Molmasse 55000 Da. Seine Funktion besteht in Bindung und Transport des niedermolekularen retinolbindenden Proteins (Molmasse unter 21000 Da), wodurch dessen glomeruläre Filtration verhindert wird. 30‑50% des zirkulierenden Präalbumins sind mit dem retinolbindenden Protein komplexiert. Es bindet und transportiert außerdem Thyroxin (T4), doch ist seine Affinität zu diesem Hormon geringer als die des thyroxinbindenden Globulins.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Präalbumin hat eine kurze Halbwertszeit von ca. 2 Tagen. Dementsprechend bewirken hepatozelluläre Syntheseinsuffizienzen durch akute Leberschädigungen oder Proteinmangelernährung sehr rasch eine Verminderung der Präalbuminkonzentration im Serum. Es wurde publiziert, dass Präalbumin als negativer Akute-Phase-Reaktant agiert. Seine Konzentration nimmt bei akuten Entzündungen sehr schnell ab.

Stabilität
18 - 25 °C 3 d
2 - 8 °C 6 m
-20 °C 12 m
Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

g/L

Referenzbereich

0.20 - 0.40 g/L

Tarifpunkte (TP)

17.9

Position

1615.00

AB/LIS-Code

präalb

Präeklampsie (PE) - Screening im Rahmen des Ersttrimester-Tests (PlGF 1. Trimester Schwangerschaft)

Im Rahmen des Ersttrimester-Tests (1.TT) kann das Präeklampsie (PE) - Risiko <37 SSW bestimmt werden. Dazu wird zusätzlich der Biomarker placental-growth factor (PlGF) gemessen, und mit mütterlichen Risikofaktoren, sowie den optionalem Angaben des mütterlichen Blutdrucks und Werte einer Doppler-Sonographie der Arteriae uterinae in einem Algorithmus der FMF London im Programm Fast Screen pre I Plus das Präeklampsie-Risiko <37 SSW berechnet.

Falls keine Risikoberechnung gewünscht wird, kann auch nur der Biomarker PlGF (ohne Risikoberechnung) angefordert werden. Dazu braucht es keine weiteren Angaben.

Falls kein Ersttrimester-Test gewünscht ist, aber ein Präeklampsie-Screening, sind Ultraschalldaten (SSL, und NT, US Datum) sowie die anamnestischen Angaben zur Mutter (Gewicht, Grösse, Ethnizität, Rucherstatus, Diabetesstatus, Parität etc.) zur Berechnung des PE-Risikos notwendig.

Bei einem PE-Risiko <37 SSW >1:100 ist gemäss ASPRE Studie eine niedrig-dosierte Aspirin-Therapie indiziert (sptäestens ab SSW 16, bis SSW 34).

Synonyme

PlGF 1. Trimester, Präeklampsie- Risikoabschätzung SSW<37, placental-growth factor, Plazentarer Wachstumsfaktor, Präeklampsie-Screening

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Ab SSW 11 + 0 bis 13 + 6 Wochen möglich, das PlGF kann aus der Probe des Ersttrimester-Tests (PAPP-A, fB-HCG)  mitbestimmt werden. Das Serum sollte Koagulation

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 12 h
2-8 °C: 48 h
-20 °C: 6 m

 

Methode

TRACE

Hersteller

Messung: Thermo Fisher / B.R.A.H.M.S
Risikoberechnung: Fast Screen Pre I Plus

Referenzbereich
PE-Risiko (im Rahmen 1.Trim) Cut-off
Kombiniertes Risiko < 37 SSW < 1:100
   
Tarifpunkte (TP)

78.3

Position

1474.10

Pregabalin (Lyrica)

Pregabalin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika, der zur Behandlung von Nervenschmerzen, einer Epilepsie und generalisierten Angststörungen eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der Senkung der neuronalen Erregbarkeit.

Synonyme

Lyrica

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Kapseln werden in der Regel zwei- bis dreimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Benommenheit, Schläfrigkeit und Kopfschmerzen. Da Pregabalin unverändert über die Nieren ausgeschieden wird, hat es ein tiefes Potential für pharmakokinetische Arzneimittel-Wechselwirkungen.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 d
-20 °C 6 m
Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

Therapeutischer Bereich: 12.6 - 31.4 µmol/L

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

Tarifpunkte (TP)

126.0

Position

1069.00

Pregnenolonsulfat

Pregnenolon wird aus Cholesterol durch Hydroxylierung an C20 und C22 mit anschließender Abspaltung der Seitenkette gebildet. Pregnenolon ist der Ausgangsstoff für eine ganze Reihe von Steroidhormonen (DHEA-S, Cortisol, Testosteron, Oestrogene, Progesteron) und wird hauptsächlich in den Nebennieren, zu einem kleineren Teil auch in Hoden und Ovarien produziert. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Konzentration im Blut kontinuierlich ab. Lange Zeit wurde der Substanz keine spezifische metabolische Wirkung zugeordnet. Im Rahmen der Anti-Aging Medizin werden dem Hormon eine Vielzahl von Funktionen zugesprochen: Es wird zur Therapie von Gedächtnisstörungen, Gelenkbeschwerden, Müdigkeitssyndromen, Libidostörungen u.a. eingesetzt.

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 6 m
Methode

LC-MS

Einheit

μg/L

Referenzbereich

15.0 - 90.0 μg/L

Fremdleistung

 

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f16)

Tarifpunkte (TP)

54.9

Position

1616.00

Primäre Laktoseintoleranz (LCT-Genotyp)

Es wird geschätzt, dass 15–25% der Gesamtbevölkerung in Europa an einer Laktoseunverträglichkeit leiden. Die Prävalenzraten liegen in Nordeuropa deutlich tiefer (2%) und im Mittelmeerraum deutlich höher (25–75%). Bei Afrikanern und Asiaten sind nahezu 100% von einer Laktoseunverträglichkeit betroffen.
Die Laktoseintoleranz ist der häufigste Enzymmangel des Menschen. Bei der primär adulten Form der Laktoseintoleranz kommt es zu einer langsam abnehmenden Aktivität des Enzyms Laktase, was z.B. mittels Bestimmung eines Polymorphismus im Laktase-Gen (LCT-Gen) diagnostiziert werden kann. Eine entscheidende Rolle spielt ein Einzelnukleotidpolymorphismus mit Austausch von Thymidin gegen Cytosin an Position -13910 (T/C-Polymorphismus). Der Erbgang ist autosomal-rezessiv und homozygote Träger der Mutation entwickeln mit >95%­-iger Wahrscheinlichkeit einen manifesten Laktasemangel im Sinne eines pathologischen H2­-Atemtests.

Synonyme

LCT T-13910C, SNP rs4988235

Material

1 mL EDTA-Vollblut

bei Kindern <8 Jahren Mundabstrich möglich mit Opti-Swab (Nr. 50 auf Bestellkarte)

Zusatzinformation

Von der primären Laktoseintoleranz wird die sekundäre Laktoseintoleranz (auch Laktosemaldigestion) unterschieden. Hierunter versteht man das Unvermögen des Dünndarms, Laktose korrekt zu spalten, obwohl die betroffene Person die genetischen Voraussetzungen für eine korrekte Laktasebereitstellung mitbringt. Ursächlich ist hier die Schädigung des Bürstensaum-Epithels im Jejunum. Typische Ursachen für eine sekundäre Laktoseintoleranz sind gastrointestinale Krankheiten wie die Zöliakie, eine infektiöse Gastroenteritis (Viren, Giardiasis, enteropathogene E. coli), ein Morbus Crohn mit Jejunalbeteiligung, aber auch medikamentöse Nebenwirkungen, z.B. durch Antibiotika oder Immunsuppressiva. Bei unauffälligem Gentest und klinischem Bild einer Laktoseunverträglichkeit kann ein H2­-Atemtests nach Laktosebelastung einen sekundär erworbenen Laktasemangel aufzeigen.

Zyto- oder molekulargenetische Untersuchungen dürfen nur durchgeführt werden, wenn die betroffene Person ausreichend über die medizinische Sachlage informiert wurde und der Untersuchung zugestimmt hat. Eine entsprechende Einverständnis-Erklärung für genetische Untersuchungen kann auf unserer Webseite heruntergeladen werden.

Stabilität
18 - 25 °C 15 d
2 - 8 °C 15 d
-20 °C 6 m
Methode

RT-PCR

Hersteller

Generi Biotech (MD)

Referenzbereich
LCT-Genotyp Klinische Bedeutung
LCT-13910 TT (homozygot T/T) Keine genetische Prädisposition für eine Laktoseintoleranz
LCT-13910 CT (heterozygot C/T) Heterozygote Veranlagung für eine Laktoseintoleranz, welche jedoch nicht als Veranlagung für eine genetisch bedingte Laktoseintoleranz gilt.
LCT-13910 CC (homozygot C/C) Genetische Veranlagung für eine Laktoseintoleranz. Die primäre Laktoseintoleranz betrifft ca. 15 – 25% der europäischen Bevölkerung.
Tarifpunkte (TP)

Der genetische Test für die LCT-Genotypisierung wird in der Schweiz von der Krankenkasse nicht übernommen und der Patient / die Patientin sollte über die anfallenden Kosten von CHF 154 (+ Auftragstaxe von CHF 24) informiert werden.

Primidon (Mysoline®) inkl. Phenobarbital

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Liquid ChromatographyMasspectrometry / f19

Referenzbereich

22.9-45.8 µmol/l
Zur Dosierung von Primidon ist die Kenntnis des Phenobarbitalspiegels notwendig

Tarifpunkte (TP)

84 / 1618.00

Procalcitonin (PCT)

PCT ist zwar das Prohormon des Hormons Calcitonin. Bei PCT und Calcitonin handelt es sich jedoch um unterschiedliche Proteine. Calcitonin wird ausschließlich von C-Zellen der Schilddrüse als Antwort auf hormonelle Stimuli produziert, während PCT von mehreren Zelltypen und vielen Organen als Antwort auf proinflammatorische Stimuli, insbesondere durch bakterielle Produkte, produziert werden kann.
PCT dient demzufolge als Marker für das Ansprechen des Wirtsorganismus auf eine bakterielle Infektion. Innerhalb von 6–12 Stunden nach einer systemischen bakteriellen Infektion steigt der PCT-Spiegel an. Das Ausmaß des Anstiegs der PCT-Konzentration korreliert mit dem Schweregrad der bakteriellen Infektion. Die erfolgreiche Behandlung der zugrunde liegenden bakteriellen Infektion geht mit einer Abnahme der PCT-Konzentration einher, die sich mit einer Halbwertszeit von 24 Stunden wieder normalisiert.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Heparin- oder EDTA-Plasma

Zusatzinformation

PCT wird bei Patienten mit Verdacht auf bzw. bestätigter bakterieller Infektion für die klinische Bewertung verwendet:

  • bei der Früherkennung und Differenzialdiagnose klinisch relevanter bakterieller Infektionen
  • bei der Einschätzung des Schweregrads und der Prognose des Ergebnisses einer systemischen bakteriellen Infektion, Sepsis, schweren Sepsis oder eines septischen Schocks
  • bei der Identifikation von Patienten, die von einer antibiotischen Behandlung profitieren würden
  • bei der Überwachung einer Antibiotika-Therapie innerhalb des Messbereichs
  • bei der Erfolgseinschätzung der antibiotischen Therapie
Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 48 h
-20 °C 6 m

 

Methode

TRACE (KC)

Hersteller

BRAHMS (TS)

Einheit

µg/L

Referenzbereich

Differenzialdiagnose von Infektionen der unteren Atemwege:

Konzentration Interpretation Antibiotikaverwendung
< 0.10 µg/L Weist darauf hin, dass keine bakterielle Infektion vorliegt Von Antibiotika wird dringend abgeraten
< 0.25 µg/L Bakterielle Infektion unwahrscheinlich Verwendung von Antibiotika wird nicht empfohlen
< 0.50 µg/L Bakterielle Infektion möglich Einleitung einer antimikrobiellen Therapie empfohlen
≥ 0.50 µg/L Hinweis auf das Vorhandensein einer bakteriellen Infektion Antibiotische Behandlung dringend empfohlen

Diagnose einer systemischen bakteriellen Infektion / Sepsis:

Konzentration Interpretation
< 0.50 µg/L Lokale bakterielle Infektion ist möglich. Systemische Infektion (Sepsis) unwahrscheinlich. Geringes Risiko für die Entwicklung einer schweren systemischen Infektion (schwere Sepsis).
< 2.00 µg/L Eine systemische Infektion (Sepsis) ist möglich. Mäßiges Risiko für die Entwicklung einer schweren systemischen Infektion (schwere Sepsis).
< 10.0 µg/L Eine systemische Infektion (Sepsis) ist wahrscheinlich, sofern keine anderen Ursachen bekannt sind. Hohes Risiko für die Entwicklung einer schweren systemischen Infektion (schwere Sepsis).
≥ 10.0 µg/L Wichtige systemische Entzündungsreaktion, fast ausschließlich aufgrund schwerer bakterieller Sepsis oder septischem Schocks.
Hohe Wahrscheinlichkeit einer schweren Sepsis oder eines septischen Schocks.
Tarifpunkte (TP)

75.6

Position

1619.00

AB/LIS-Code

proca

Progesteron

Das Gestagen Progesteron ist ein Steroidhormon, welches vorwiegend in den Zellen des Gelbkörpers und während der Schwangerschaft in der Plazenta gebildet wird.

Die Progesteron-Konzentration korreliert mit der Entwicklung und Rückbildung des Corpus luteum. Während Progesteron in der Follikelphase des weiblichen Zyklus kaum nachweisbar ist, wird 1 Tag vor der Ovulation ein Progesteron-Anstieg beobachtet. Eine vermehrte Progesteron-Synthese findet während der Lutealphase statt. In der zweiten Zyklushälfte wird Pregnandiol als Hauptabbauprodukt des Progesterons im Urin ausgeschieden.

Im Rahmen der Fertilitätsdiagnostik wird die Bestimmung von Progesteron zum Ovulationsnachweis und zur Beurteilung der Lutealphase eingesetzt.

Material

1mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 6 m

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Frauen nmol/L
Follikelphase < 0.62
Ovulation 0.18 - 13.2
Lutealphase 13.1 - 46.3
Postmenopause < 0.40
Schwangerschaft  
1. Trimenon 35.0 - 141
2. Trimenon 80.8 - 265
3. Trimenon 187 - 679
Männer < 0.47

 

Tarifpunkte (TP)

17.4

Position

1620.00

Prokollagen-Typ-1-N-terminales-Propeptid (P1NP)

Typ I Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil der Knochenmatrix. Sein Vorläufer, das Prokollagenmolekül, wird während der Knochenbildung von Osteoblasten sezerniert.

Das vom Elecsys total P1NP Test gemessene Propeptid stammt vom Aminoende und wird damit als Prokollagen‑Typ 1 N‑terminales Propeptid bezeichnet. P1NP wird während der Bildung von Typ 1 Kollagen ausgeschüttet und anschließend in die Knochenmatrix eingelagert. Es kann somit also als echter Marker für die Knochenbildung bezeichnet werden.

Der Gesamt-P1NP-Spiegel im Kreislauf zeigt unter anti-resorptiver und anabolischer Therapie innerhalb weniger Monate nach Therapiebeginn eine signifikante Änderung. Ein suboptimales Ansprechen auf die Therapie kann ein Anzeichen für die Nichteinhaltung der Therapie oder das Vorhandensein sekundärer Ursachen für die Osteoporose sein, die möglicherweise behandelt werden müssen.

Synonyme

intaktes N-terminales Prokollagen Typ I

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 6 m

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

ng/mL

Referenzbereich
Frauen ng/mL
Prämenopausal 15.1 - 58.6
Postmenopausal 16.3 - 73.9
Männer 20.0 - 95.0

 

Tarifpunkte (TP)

58.5

Position

1622.00

Prolaktin

Prolaktin wird im Hypophysenvorderlappen synthetisiert. Das Zielorgan für Prolaktin ist die Milchdrüse der Brust, deren Entwicklung und Differenzierung es fördert.

Hohe Konzentrationen von Prolaktin haben eine hemmende Wirkung auf die Steroidgenese der Ovarien sowie die hypophysäre Gonadotropinproduktion und -sekretion. Während der Schwangerschaft steigt unter Einfluss von erhöhter Östrogen- und Progesteronproduktion die Konzentration von Prolaktin an. Durch die stimulierende Wirkung des Prolaktins auf die Brustdrüse kommt es post partum zur Laktation. Prolaktin beeinflusst außerdem den Glukose- und Lipidstoffwechsel und ist möglicherweise an der Manifestation einer Insulinresistenz beteiligt.

Hyperprolaktinämie (bei Männern und Frauen) ist die Hauptursache für Fertilitätsstörungen. Die Bestimmung von Prolaktin dient der Diagnostik von Hyperprolaktinämie und peritonealer Endometriose.

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 5 d
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 6 m

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µg/L

Referenzbereich
Frauen 4.79 - 23.3 µg/L
Männer 4.04 - 15.2 µg/L

 

Tarifpunkte (TP)

13.3

Position

1623.00

Prostataexprimat

Material

Steriles Röhrchen (Nr. 42) oder Transportmedium (Nr. 50) und gleichzeitige Einsendung von vorher gelassenem Urin (5-10 ml)

Fremdleistung

n   63 / 3322.00
p 165 / 3323.00

Protein C

Das Protein C wird in der Leber synthetisiert und ist neben Antithrombin der wichtigste Inhibitor der Thrombinbildung (Vitamin-K-abhängig). Aktiviertes Protein C spaltet die aktiven Faktoren Va und VIIIa und wird durch die Gabe von Marcumar minimiert. Ein hereditärer Protein C-Mangel führt zu schweren Thrombosen und Embolien, die heterozygote Form kann nur in Gefährdungssituationen zu Komplikationen führen. Einen erworbenen Protein C-Mangel findet man bei oraler Antikoagulation, alimentärem Vitamin K-Mangel, frischen Thromboembolie und Leberfunktionsstörungen.

Material

5 m/L Citrat-Plasma (gefroren)

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
2 - 8 °C 24h
-20 °C 1m
Einheit

%

Referenzbereich
w 66 - 156
m 71 - 165
Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt.

Tarifpunkte (TP)

46.8

Position

1629.00

Protein gesamt

Plasmaproteine werden vorrangig in der Leber, den Plasmazellen, den Lymphknoten, der Milz und im Knochenmark synthetisiert. Im Verlauf einer Erkrankung kann sowohl die Gesamtproteinkonzentration als auch das Verhältnis der einzelnen Fraktionen erheblich von den Normalwerten abweichen. Eine Hypoproteinämie kann durch Erkrankungen und Störungen wie Blutverlust, Sprue, nephrotischem Syndrom, schweren Verbrennungen, Salzretentionssyndrom und Kwashiorkor (akuter Proteinmangel) hervorgerufen werden. Eine Hyperproteinämie ist bei schwerer Dehydratation und bei Erkrankungen wie multiplem Myelom zu beobachten.

Synonyme

Gesamtprotein

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma und K2‑EDTA-Plasma

Zusatzinformation

Veränderungen im relativen Anteil der Plasmaproteine können auf einen veränderten Anteil einer Proteinfraktion zurückzuführen sein. In diesem Fall ändert sich die Gesamtproteinmenge oftmals nicht. Das Albumin/Globulin-Verhältnis wird häufig als Index der Verteilung der Albumin- und Globulinfraktionen verwendet. Beträchtliche Veränderungen in diesem Verhältnis können bei Erkrankungen wie Leberzirrhose, Glomerulonephritis, nephrotischem Syndrom, akuter Hepatitis, Lupus erythematodes und bei einigen akuten und chronischen Entzündungen auftreten. Gesamtproteinbestimmungen werden in der Diagnose und Behandlung verschiedener Erkrankungen der Leber, Nieren oder des Knochenmarks sowie anderer stoffwechsel- oder ernährungsbedingter Störungen eingesetzt.

Stabilität
18 - 25 °C 6 d
2 - 8 °C 4 w
-20 °C 12 m
Methode

Photometrie (Cu-Protein-Komplex, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

g/L

Referenzbereich
Alter Referenzbereich
Nabelschnur 48.0 - 80.0 g/L
Frühgeborene 36.0 - 60.0 g/L
Neugeborene 46.0 - 70.0 g/L
1 Woche 44.0 -76.0 g/L
7 Monate - 1 Jahr 51.0 - 73.0 g/L
1 - 2 Jahre 56.0 - 75.0 g/L
> 3 Jahre 60.0 - 80.0 g/L
Erwachsene 64.0 - 83.0 g/L
Tarifpunkte (TP)

2.3

Position

1634.00

AB/LIS-Code

prot

Protein gesamt (Liquor)

Proteinbestimmungen in Liquor dienen zur Diagnose und Behandlung von Krankheiten wie Meningitis, Hirntumoren und Infektionen des Zentralen Nervensystems.

Synonyme

Gesamtprotein, Totalprotein, Gesamteiweiss

Material

Liquor

Zusatzinformation

Der größte Teil von Protein in Liquor stammt aus dem Plasma durch Diffusion durch die Blut‑Liquor-Schranke. Erhöhte Konzentrationen ergeben sich aus einer erhöhten Permeabilität der Blut‑Liquor-Schranke oder einer erhöhten lokalen Immunglobulinsynthese.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 6 d
-20 °C 12 m
Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mg/L

Referenzbereich

150 - 450 mg/L

Tarifpunkte (TP)

7.8

Position

1635.00

Protein gesamt (Urin)

Proteinbestimmungen in Urin dienen zur Diagnose und Behandlung von Nieren- oder Herzerkrankungen oder Störungen der Schilddrüsenfunktion, die durch Proteinurie bzw. Albuminurie gekennzeichnet sind.

Synonyme

Gesamtprotein, Totalprotein, Gesamteiweiss

Material

Spontanurin, 24 h-Sammelurin (ohne Zusätze)

Zusatzinformation

Urin wird durch Ultrafiltration des Plasmas durch die glomerulären Kapillarwände gebildet. Proteine mit einer relativen Molekularmasse > 40000 werden nahezu vollständig zurückgehalten, während kleinere Substanzen leicht in das glomeruläre Filtrat eindringen können.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 7 d
-20 °C 1 m
Methode

Turbidimetrie (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

mg/L

Referenzbereich
Material Referenzbereich
Spontanurin < 140 mg/l
Spontanurin < 11.2 mg/mmol Kreatinin
24 h-Sammelurin < 150 mg/24 h
Tarifpunkte (TP)

7.8

Position

1635.00

Protein S frei

Vitamin-K-abhängiges Plasmaprotein. Etwa die Hälfte des Protein S liegt in freier (biologisch aktiv) Form vor, die andre Hälfte ist an C4b binding Protein gebunden und funktionell inaktiv. Durch Protein S wird die Reaktion des aktiven Protein C mit den Faktoren V und VIII um den Faktor 30 beschleunigt. Ein Protein S-Mangel ist daher mit einem erhöhten Thromboserisiko verbunden.

Bestimmung erst nach Absetzen der Therapie und Normalisierung des Quick-Wertes sinnvoll.

Synonyme

Protein S frei Antigen

Material

5 m/L Citrat-Plasma (gefroren)

Zusatzinformation

Probengefäss bis zur Markierung füllen.

Um thromzytenfreies Plasma zu erhalten Material, Plasma zentrifugieren in ein neues Gefäss überführen, erneut zentrifugieren und in ein drittes neutrales Röhrchen abpipettieren. Versand gefroren.
Bei mehreren Analysen soll das gefrorenem Material auf drei Portionen > 1 ml verteilen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
2 - 8 °C 24h
-20 °C 1m
Einheit

%

Referenzbereich
w 60 - 114
m 68 - 139
Fremdleistung

wird im Unterauftrag durchgeführt.

Tarifpunkte (TP)

54.0

Position

1632.00

Protein S-100

Stabilität

1 ml Serum
Mindestens 3 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Elektro Chemilumineszenz Immuno-Assay / f02

Referenzbereich

< 0.20 µg/l

Tarifpunkte (TP)

54.0

Position

1633.00

Proteinase 3 (PR3) Ak

Der Antikörper wird zusammen mit Myeloperoxidase Ak und ANCA bei Verdacht auf eine systemische Vaskulitis bestimmt.
Die Myeloperoxidase ist das häufigste Antigen von c-ANCA. PR3 Ak sind diagnostische Marker für die Granulomatose mit Polyangiitis. Manchmal findet man sie auch bei mikroskopische Polyangiitis, Eosinophiler Granulomatse mit Polyangiitis oder bei Panarteriitis nodosa.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F. Autoantikörper bei systemischen Autoimmunerkrankungen. Ein diagnostischer Leitfaden, 3. Auflage. Lengerich: Pabst Science Publishers, 2006.

Stabilität
18 - 25 °C < 8 h
2 - 8 °C 10 d
-20 °C 6 m
Methode

CLIA (KI)

Hersteller

Inova Diagnostics

Einheit

IU/mL

Referenzbereich

< 5 IU/mL

Tarifpunkte (TP)

28.0

Position

1110.00

Protoporphyrine in Ec

Stabilität

1 Röhrchen EDTA-Blut
Mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Fluorimetrie / High Performance Liquid Chromatography / f31

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

53 / 1639.00

PSA frei (Prostata spezifisches Antigen)

Das Prostata‑spezifische Antigen (PSA) ist ein Glykoprotein (Molekulargewicht 30000‑34000 Da) und hat die Funktion einer Serinprotease.

Das freie PSA bietet sich als eine weitere Entscheidungshilfe für oder gegen eine Prostata-Biopsie, da der fPSA-Anteil mit dem Volumen einer benignen Prostatavergrößerung steigt. Zusammen mit dem totalen PSA dient der Test zur Ermittlung eines fPSA/tPSA-Quotienten (% fPSA). In Studien hat sich gezeigt, dass der fPSA/tPSA-Quotient die Sensitivität und Spezifität bei Patienten mit tPSA-Werten im Graubereich von 4 ‑ 10 ng/mL verbessert.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Zusatzinformation

Die Wahrscheinlichkeit eines PCA‑Nachweises bei tPSA‑Werten in der Grauzone (4‑10 ng/mL) steigt mit zunehmendem Alter und abnehmendem fPSA/tPSA‑Quotienten.

 

 

Stabilität
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 12 w
Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µg/L

Referenzbereich
% fPSA/tPSA‑Quotient Wahrscheinlichkeit eines PCA-Nachweises
≤ 10  hohes Risiko
11 - 25 Graubereich
> 25 niedriges Risiko
Tarifpunkte (TP)

10.6
 

Position

1627.00

PSA gesamt (Prostata spezifisches Antigen)

Das Prostata‑spezifischeAntigen (PSA) ist ein Glykoprotein (Molekulargewicht 30000‑34000 Da) und hat die Funktion einer Serinprotease. PSA liegt im Blut als Komplex mit Proteasinhibitoren wie alpha‑1‑Antichymotrypsin (ACT) und alpha‑2‑Makroglobulinvor. Die Komplexe sind irreversibel und proteolytisch inaktiv. Darüber hinaus kommt PSA im Blut auch in freier Form vor. Der Anteil liegt zwischen 10 und 30% und ist ebenfalls proteolytisch inaktiv.

Die beiden im Elecsys total PSA Test eingesetzten monoklonalen Antikörper erkennen ungebundenes PSA und PSA‑ACT auf äquimolarer Basis im Bereich von 10‑50 % freies PSA/gesamt PSA; dies entspricht den freien PSA‑Verhältnissen, wie sie auch in der klinischen Praxis vorkommen.

Der Hauptanwendungsbereich der PSA-Bestimmung liegt in der Verlaufsbeobachtung und Therapieeffizienzkontrolle von Patienten mit Prostatakarzinom oder einer Hormonbehandlung.

Material

1 mL Serum

Alternativmaterial: Li-Heparin-Plasma

Nicht mit dem Fahrrad zur Blutentnahme kommen.
Blutentnahme muss vor körperlicher Untersuchung (Palpation der Prostata) erfolgen.

Zusatzinformation

Eine Entzündung oder ein Trauma der Prostata (z.B. rektale Untersuchungen, Zystoskopie, Koloskopie, transurethrale Biopsie, Laserung, Ergometrie, Harnretention) können zu mehr oder weniger deutlichen und länger andauern den PSA-Erhöhungen führen.

Der PSA-Wert einer Patientenprobe kann in Abhängigkeit vom verwendeten Testverfahren unterschiedlich hoch gemessen werden. PSA-Werte, die mit unterschiedlichen Testverfahren ermittelt wurden, können nicht miteinander verglichen werden und Ursache für medizinische Fehlinterpretationen sein.

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 24 w
Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µg/L

Referenzbereich
Alter der Männer µg/L
< 40 Jahre < 1.40
40 - 49 Jahre < 2.00
50 - 59 Jahre < 3.10
60 - 69 Jahre < 4.10
ab 70 Jahre < 4.40
Tarifpunkte (TP)

10.6

Position

1626.00

Pseudothrombozytopenie

Von einer Pseudothrombozytopenie spricht man, wenn die Thrombozytenmessung in vitro eine Thrombozytopenie ergibt, welche in vivo nicht vorliegt. Der Effekt wird am häufigsten bei Verwendung von EDTA als Antikoagulans beobachtet, seltener aber auch bei anderen in vitro-Antikoagulantien wie Citrat und Heparin. Dies kann die Weiterabklärung mittels dieser zwei alternativen Antikoagulantien erschweren. Bei ca. 0.1% der PatientInnen kann EDTA zu einer sogenannten EDTA-induzierten Pseudothrombozytopenie führen. Dabei demaskiert EDTA Proteine (wahrscheinlich Glykoprotein IIb / IIIa) auf der Thrombozytenoberfläche, welche von heterophilen Antikörpern erkannt werden. Dies führt zu einer Thrombozytenaktivierung und -agglutination in vitro, was in falsch niedrigen Thrombozytenzahlen resultiert. Bei entsprechendem Verdacht muss daher die Thrombozytenzahl mit einem alternativen Antikoagulans (Heparin oder Citrat) kontrolliert werden.

Synonyme

EDTA-induzierte Pseudothrombozytopenie

Material
  • Mikroskopischer Nachweis von grossen Thrombozytenaggregaten in den EDTA-Blut Ausstrichen
  • Messung höherer Thrombozytenwerte in Heparin- oder Citrat-antikoagulierten Proben
  • Messung höherer Thrombozytenwerte in Spezialröhrchen mit alternativem Antikoagulans (z.B. „Thromboexact®“ von Sarstedt)
  • Fortschreitende Verminderung der Thrombozytenzahl mit zunehmender Abkühlung der Blutprobe (Kälteantikörper)
Zusatzinformation

EDTA-induzierte Pseudothrombozytopenie kann durch Autoagglutination der Plättchen (Thrombozytenaggregate), oder durch Haften der Plättchen an Neutrophilen oder durch Monozyten (Satellitose) entstehen. Es handelt sich dabei um ein Laborphänomen, das bei Verwendung anderer Antikoagulanzien (Citrat, Heparin) grundsätzlich nicht auftritt, weil ein kalziumarmes Milieu Voraussetzung ist.

Ein detailliertes Vorgehen zur Abklärung einer (Pseudo-)Thrombozytopenie ist dem entsprechenden Blickpunkt Hämatologie des Vereins für medizinische Qualitätskontrolle zu entnehmen (MQZH 2019-2).

PTT (partielle Thromboplastinzeit, aPTT)

Die aPTT ist der Globaltest der endogenen Gerinnung und ist in erster Linie abhängig von den Faktoren VIII, IX, XI, XII und den Faktoren der gemeinsamen Endstrecke der Gerinnungskaskade.

Die aPTT ist zur Kontrolle der Therapie mit niedermolekularen Heparinen nicht geeignet.
Unspezifische Verlängerungen der aPTT werden durch das Lupus Antikoagulanz verursacht.

Synonyme

PTT, aktivierte partielle Thromboplastinzeit

Material

5 mL Citrat-Blut 1:10

Probengefäss exakt bis zur Markierung füllen.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
2 - 8 °C 24h
-20 °C 1m
Methode

viskositätbasierte Detektion (H)

Hersteller

Stago

Einheit

sec.

Referenzbereich

23.0 - 35.0

Tarifpunkte (TP)

7.8

Position

1019.00

Punktat, inkl. Anaerobier (Allgemeine Bakteriologie & Resistenzprüfung)

Die Untersuchung dient zur Identifikation von pathogenen Keimen bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion. Eine Resistenzprüfung wird wenn möglich immer durchgeführt.

Material

Probe in Portagerm (PORT-F)-Stechampulle (Nr. 47) oder sterilem Röhrchen (Nr.: 44)

Zusatzinformation

Liquor siehe separaten Eintrag.

Stabilität
2 - 8 °C

1 d

Methode

Kultur (aerob/anaerob), Mikroskopie (Grampräparat) (MM)

Hersteller

Becton Dickinson (BD), bioMérieux

Tarifpunkte (TP)
negativ 54.0
positiv

139.5

Position
negativ 3317.00
positiv

3318.00

Pyridinolin, Urin

Stabilität

10 ml Morgenurin ohne Zusatz
Versand bei Raumtemperatur
Längere Lagerung bei -20°C möglich

Methode

High Performance Liquid Chromatography / f09

Referenzbereich

F 14 - 50j 32.7 - 56.5 nmol/mmol
      ab 50j 41.0 - 94.2 nmol/mmol
M 14 - 50j 28.1 - 62.3 nmol/mmol
      ab 50j 34.0 - 80.8 nmol/mmol

Tarifpunkte (TP)

47.7

Position

1265.10