Auf einen Blick

Analysenverzeichnis

Dieses Verzeichnis enthält zentrale Informationen zu allen Analysen, welche wir anbieten.

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Echinococcus granulosus / multilocularis Ak

Es werden immer folgende Antikörper zusammen bestimmt:

Echinococcus granulosus Ak
Echinococcus multilocularis Ak
Echinococcus Ak, Western Blot

Synonyme

zystische Echinokokkose, Hundebandwurm, alveoläre Echinokokkose, Fuchsbandwurm

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

siehe Einzelanalysen

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f20)

Tarifpunkte (TP)

42.0 / 47.0 / 85.0 / Total: 174.0

Bei einem positiven Testresultat können aufgrund von Zusatzuntersuchungen weitere Kosten anfallen.

Position

3510.00 / 3508.00 / 3513.00

Echinococcus granulosus Ak

Echinococcus granulosus, auch Hundebandwurm genannt, ist der Erreger der zystischen Echinokokkose. Hauptendwirt ist der Hund, welcher sich durch Fressen von rohen larvenhaltien Innereien (v.a. von Schafen und Rindern) infiziert und Eier über den Kot ausscheiden. Menschen infizieren sich durch direkten Kontakt, Schmierinfektionen oder die Aufnahme von mit Eiern kontaminierten Nahrungsmittel. Im Darm schlüpfen die Larven und erreichen über die Pfortader die Leber und von dort auch andere Organe. Der klinische Verlauf ist sehr variabel und ist abhängig von Grösse und lokalisation der Zysten (70% Leber, 20% Lunge).

Synonyme

zystische Echinokokkose, Hundebandwurm

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Analyse wird immer zusammen mit E. multilocularis Ak und Echinococcus Western Blot durchgeführt.

Bei einem positiven Ergebnis wird zusätzlich der E. granulosus Bestätigungstest gemacht.

Die serologische Differenzierung von E. multilocularis und E. granulosus gelingt nicht immer.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Bestätigungstest: IHA

Einheit

OD

Bestätigungstest: Titer

Referenzbereich

< 0.50 OD

Bestätigungstest: < 1:128 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f20)

Tarifpunkte (TP)

42.0

mit Bestätigungstest: 2x 42.0 / Total: 84.0

Position

3510.00

Echinococcus multilocularis Ak

Echinococcus multilocularis, auch Fuchsbandwurm genannt, ist der Erreger der alveolären Echinokokkose. Der Parasit wird mit dem Kot des Hauptwirtes (Fuchs) ausgeschieden. Die Infektion des Menschen erfolgt durch orale Aufnahme der Echinococcus Eier, meist über kontaminierte Hände nach Kontakt mit infizierten Endwirten (Fuchs, Hund, Katze) oder kontaminierter Erde. Nach einer langen Inkubationszeit von 5-15 Jahren, manifestiert sich die Klinik mit Lebersymptomen, die jenen eines bösartigen Tumors ähneln (Oberbauchschmerzen, Ikterus, Gewichtsverlust...).

Synonyme

alveoläre Echinokokkose, Fuchsbandwurm

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Analyse wird immer zusammen mit E. granulosus Ak und Echinococcus Western Blot durchgeführt.

Bei einem positiven Ergebnis wird zusätzlich der E. multilocularis Bestätigungstest (EM18) gemacht. Das EM18 Antigen ist nur bei einer aktiven Infektion mit E. multilocularis nachweisbar und korreliert mit dem Vitalitätsstatus des Parasiten.

Die serologische Differenzierung von E. multilocularis und E. granulosus gelingt nicht immer.

 

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

Ratio

Referenzbereich

< 0.9 Ratio

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f20)

Tarifpunkte (TP)

47.0

Position

3508.00

Echinococcus Western Blot

Der Western Blot erfasst Infektionen mit E. granulosus und E. multilocularis.

Synonyme

zystische Echinokokkose, Hundebandwurm, alveoläre Echinokokkose, Fuchsbandwurm

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Analyse wird immer zusammen mit E. granulosus Ak und E. multilocularis Ak durchgeführt.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m
Methode

Western Blot (KI)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f20)

Tarifpunkte (TP)

85.0

Position

3513.00

Eisen

Aufgenommenes Eisen wird im Duodenum und oberen Jejunum hauptsächlich als Fe2+ resorbiert. Das in dreiwertiger Form neben dem hämgebundenen Fe3+-Anteil vorliegende Nahrungseisen muss durch Vitamin C reduziert werden. Täglich wird etwa 1 mg Eisen aufgenommen. Beim Eintritt in die Mucosazellen werden die Fe2+-Ionen an Transportsubstanzen gebunden. Vor dem Übertritt ins Plasma werden sie durch Coeruloplasmin zu Fe3+ oxidiert und in dieser Form an Transferrin gebunden. Der Transport der Eisenionen im Blutplasma erfolgt in Form des Transferrin-Eisen-Komplexes, pro Proteinmolekül können maximal 2 Fe3+- Ionen transportiert werden. Das Serumeisen ist nahezu vollständig an Transferrin gebunden.

Synonyme

Fe

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Eisenbestimmungen (Nicht-Hämeisen) dienen zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Eisenmangelanämien, Hämochromatosen sowie chronischen Nierenerkrankungen. Eisenbestimmungen werden zur Diagnose und Verlaufskontrolle von mikrozytären Anämien wie Eisenstoffwechselstörung und Hämoglobinopathie, von makrozytären Anämien wie Vitamin B12- Mangel, Folsäuremangel und Medikamenten‑induzierter Stoffwechselstörung unbekannten Ursprungs sowie von normozytären Anämien wie renaler Anämie (Erythropoetinmangel), hämolytischer Anämie, Hämoglobinopathie, Knochenmarkerkrankung und toxischem Knochenmarkschaden durchgeführt.

Stabilität
18 - 25 °C 7 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 12 m
Methode

Photometrie (FerroZine-Methode, KC)

Hersteller

Roche

Einheit

µmol/L

Referenzbereich

5.83 - 34.5 µmol/L

Der Eisenspiegel im Serum/Plasma ist ernährungsabhängig und unterliegt tageszeitlichen Schwankungen.

Tarifpunkte (TP)

2.8

Position

1270.00

Eisenstatus

enthält:

Eisen
Transferrin
Transferrin-Sättigung
lösl. Transferrinrezeptor
Ferritin
Haptoglobin
Vitamin B12
CRP

Stabilität

2 ml Serum

Methode

siehe Einzelanalysen

Referenzbereich

siehe Einzelanalysen

Tarifpunkte (TP)

Fr. 158.80

Eiweiss, 24h-Urin

Stabilität

24h-Urin (ohne Zusatz); 50 ml davon mit Mengenangabe
6 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Spektrophotometrie

Referenzbereich

< 0.12 g/d

Tarifpunkte (TP)

8.70 / 1635.00

Eiweiss, Liquor

Stabilität

1 - 2 ml Liquor
Röhrchen (Nr. 22 oder 42)
Material sollte innerhalb 2 h im Labor eintreffen

Methode

Spektrophotometrie

Referenzbereich

0.20 - 0.40 g/l
Dieser Wert dient nur der Orientierung. Referenzwerte im strengen Sinn gibt es nur für den Liquor/Serum-Quotienten

Tarifpunkte (TP)

8.70 / 1635.00

Eiweiss, Punktat

Synonyme

Protein im Punktat

Material

1 m/L Punktat-Nativ

Stabilität
18 - 25 °C 1d
2 - 8 °C 7d
-20 °C 12m
Methode

Spektrophotometrie

Einheit

g/L

Referenzbereich

11 - 22

Tarifpunkte (TP)

8.70 / 1635.00

Eiweiss, Serum

Stabilität

1 ml Serum
10 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Spektrophotometrie

Referenzbereich

62 - 83 g/l

Tarifpunkte (TP)

2.50 / 1634.00

Eiweiss, Spontanurin

Stabilität

10 ml Spontanurin

Methode

Spektrophotometrie

Referenzbereich

< 11.20 mg/mmol Kreatinin

Tarifpunkte (TP)

8.70 / 1635.00

Eiweisselektrophorese, Serum

Diagnose und Verlaufskontrolle von Dys- und Paraproteinämien (M-Gradienten, M-Proteinen), Antikörpermangel, hepatopathien sowie bei pathologischen Laborbasisuntersuchungen (erhöhtes Gesamtprotein, Proteinurie, erhöhte BSG).

Synonyme

SPE

Material

1 m/L Serum

Zusatzinformation

Weiteres Vorgehen beim Auftreten von Extragradienten ist ein Screening auf monoklonale Immunglobuline durch eine Immunfixations-Elektrophorese mit den Immunglobuline (IgG, IgA und IGM) sowie die freie Leichtketten im Serum mit Berechnung des Quotient indiziert.

Stabilität
18 - 25 °C 24h
2 - 8 °C 7d
-20 °C 1m
 
Methode

Kapillarelektrophorese

Hersteller

Sebia

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

31

Position

1636.00

Eiweisselektrophorese, Urin

Die UPE ist Bestandteil der Immunfixations-Elektrophorese (Urin) und sollte isoliert nur zur Verlaufskontrolle von Bence-Jones-Proteinurien angefordert werde.

Synonyme

UPE

Material

10 m/L Spontanurin oder 24 Std. Urin (ohne Zusatz)

Zusatzinformation

Achtung! Nicht verwechseln mit SDS-PAGE- (oder SDS-AGAROSE-) Elektrophorese.

 

Stabilität
18 - 25 °C 24h
2 - 8 °C 7d
-20 °C 1m
Methode

Elektrophorese

Hersteller

Sebia

Referenzbereich

siehe Laborbericht

Tarifpunkte (TP)

40

Position

1637.00

Elastase Ak

Elastase Antikörper sind hauptsächlich mit kokain-induzierter nekrotisierender Entzündung der oberen Luftwege  assoziiert.

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

In der Immunfluoreszenz von humanen neutrophilen Granulozyten kann fast immer ein perinukleäres Muster (p-ANCA) nachgewiesen werden.

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F. Autoantikörper bei systemischen Autoimmunerkrankungen. Ein diagnostischer Leitfaden, 3. Auflage. Lengerich: Pabst Science Publishers, 2006.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

ELISA (KI)

Einheit

E/mL

Referenzbereich

< 10 E/mL

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f25)

Tarifpunkte (TP)

87.0

Position

1194.00

ENA-Screen

Der Test dient als Ergänzung zum ANA-Screening zum Aussschluss von häufig Auftretenden Autoantikörpern von Kollagenosen.

Der Screen beinhaltet Antikörper gegen folgende Antigene: sm, RNP, SS-A(Ro60), SS-A(Ro52), SS-B(La), Scl-70 und Jo-1

Synonyme

ENA7-Suchtest, extrahierbare nukleäre Antigene (ENA) Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Bei einem positiven ENA-Screen wird die Differenzierung der einzelnen Antikörper empfohlen.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 8 h
2 - 8 °C 12 d
-20 °C 6 m
Methode

CLIA (KI)

Hersteller

Inova Diagnostics

Einheit

CU

Referenzbereich

< 20 CU

Tarifpunkte (TP)

37.0

Position

1190.10

Endomysium IgA

Endomysium IgA gelten als Marker für die Zöliakie mit hoher Spezifität (99-100%).

Synonyme

EMA Ak

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Bei klinischem Verdacht auf eine Zöliakie wird gemäss ESPGHAN-Guideline 2020 die Bestimmung der Gewebs-Transglutaminase IgA (tTG IgA) sowie des totalen IgA im Serum empfohlen

Bei positivem Antikörpernachweis muss eine Zöliakie mittels Biopsie bestätigt werden. Auf eine Biopsie kann verzichtet werden bei Kindern mit tTG IgA-Spiegeln ≥10-fach des oberen Normwertes und ein positiver Titer für Endomysium Ak (EMA-IgA) aus einer zweiten Probe vorliegt.

Literatur:
ESPGHAN Guidelines for Diagnosing Coeliac Disease 2020, JPGN 2020;70: 141–157
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

 

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

<5 Titer

Fremdleistung

externe Analyse

Tarifpunkte (TP)

52.0

Position

1114.00

Endomysium IgG

Endomysium IgG sind deutlich weniger spezifisch für eine Zöliakie als die Endomysium IgA. Die Bestimmung der Endomysium IgG wird lediglich bei einem IgA Mangel empfohlen.

Synonyme

EMA IgG

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Literatur:
Conrad K, Schössler W, Hiepe F, Fitzler M.J. Autoantibodies in Organ Spezific Autoimmune Disease. A Diagnostic Reference. 2nt Edition, Lengerich: Pabst Science Publishers, 2017.

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

<5 Titer

Fremdleistung

externe Analyse

Tarifpunkte (TP)

52.0

Position

1114.00

Entamoeba histolytica (PCR)

Nach peroraler Aufnahme einer reifen Zyste beginnt die akute Krankheit mit Abdominalbeschwerden und Durchfallepisoden. Der abgesetzte Stuhl kann breiig und auch blutig ("himbeergelee-artig") sein. Eine über Monate oder Jahre anhaltende, rezidivierende Kolitis ist möglich. Von der infizierten Darmwand aus kann es zu einer hämatogenen Streuung in andere Organe kommen, meistens in die Leber, wobei Leberabszesse entstehen. Mikroskopisch kann zwischen der pathogenen Art E. histolytica und der apathogenen Art E. dispar nicht differenziert werden.

Synonyme

Amöbiasis, Entamöbose, Amöbenruhr

Material

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross) in Stuhlröhrchen ohne Transportmedium (Nr. 41b)

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

PCR (MM)

Referenzbereich

negativ

Fremdleistung

45 / 3536.00

Tarifpunkte (TP)

133.0

Position

3517.00

Entamoeba histolytica Ak

Die Infektionen mit E. histolytica findet man häufig in tropischen und subtropischen Regionen. Sie erfolgt durch orale Aufnahme von infektiösen Zysten (verunreinigte Nahrung / Trinkwasser / Hände). Im Dickdarm entwickelt sich aus der Zyste die vegetative Form (Magnaform) welche sich dort vermehren und weiter Zysten bilden. Zusätzlich können die Magnaformen ins Gewebe eindringen, lokale Gewebeschäden der Darmwand verursachen und durch hämatogene Streuung andere Organe besiedeln. Durch die entstehenden Gewebeschäden der Darmwand kommt es zu blutig-schleimigen himbergeleeartigen Durchfälle. Die Inkubationszeit beträg meistens mehrere Monate (im Schnitt 8-12 Wochen).

Synonyme

Amöbiasis, Amöbenruhr

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Serologische Untersuchung ist besonders bei invasiven Verlaufsformen wichtig, da bei extraintestinalem Amöbenbefall fast immer Antikörper gegen E. histolytica zu finden sind.

Bei einer reinen Darminfektion ist die Serologie jedoch fast immer negativ. Hier empfiehlt sich der mikroskopische Direktnachweis im Stuhl.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 1 w
-20 °C 6 m

 

Methode

Suchtest: ELISA (KI)
Bestätigungstest: IFAT

Einheit

Suchtest: OD
Bestätigungstest: reziproker Titer

Referenzbereich

Suchtest: < 0.40 OD
Bestätigungstest: < 1:320 Titer

 

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f20)

Tarifpunkte (TP)

29.0
mit Bestätigungstest: 29.0 / 42.0 / Total: 73.0

Position

Suchtest: 3514.00
Bestätigungstest: 3515.00

Enterobius vermicularis (Madenwurm)

Die Ansteckung mit Madenwürmern erfolgt durch orale Aufnahme der Eier. Im Darmkanal schlüpfen die Larven und leben auf der Mukosa des Dickdarms. Nach erreichen der Geschlechtsreife, wandern die Weibchen durch den Anus und legen ihre Eier auf der Perianalhaut ab (vorwiegend Nachts). Dies führt zu starkem Juckreiz in der Perianalgegend.

Synonyme

Madenwurm, Oxyuris vermicularis, Enterobiasis, Oxyuriasis

Material

Durchsichtiger Klebestreifen auf Perianalhaut drücken, abziehen und glatt auf einen Objektträger pressen.

Stabilität
18 - 25 °C 3 d
Methode

Mikroskopie (MM)

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

29.0

Position

3500.00

Enteropathogene Viren (Multiplex-PCR)

Enteropathogene Viren sind häufig Ursache von gastrointestinalen Infektionen bei Kindern und Erwachsenen (besonders im höheren Lebensalter). Bekannt sind vorallem epidemische Ausbrüche durch Rotavirus in Kindergärten oder Ausbrüche durch Norovirus in Altersheimen. Folgende Erreger werden in einem Ansatz nachgewiesen: Adenovirus, Astrovirus, Norovirus, Rotavirus, Sapovirus.

Material

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross) in Stuhlröhrchen mit Transportmedium (Nr. 41a).

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

PCR (MM)

Hersteller

bioMérieux

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

133.0 / 53.0 Total: 186.0

Position

3187.00 / 3165.10

Enteroviren, PCR

Material

diverse Abstrichmaterialien (in Transportmedium Nr. 50), Liquor nativ, EDTA-Blut, Stuhl nativ

Zusatzinformation

PCR

Fremdleistung

133 / 3023.00 / f09

Enterovirulente E. coli / Shigellen (Multiplex-PCR)

Aufgrund der unterschiedlichen Pathogenitätsfaktoren unterscheidet man grundsätzlich 5 darmpathogene Stämme von Escherichia coli, welche intestinale Erkrankungen auslösen. Im Einzelnen handelt es sich um: Enterohämorrhagische E. coli (EHEC), enteropathogene E. coli (EPEC), enterotoxische E. coli (ETEC), enteroaggregative E. coli (EAEC) und enteroinvasive E. coli/Shigella (EIEC). Der Direktnachweis der Erreger mittels PCR besitzt die höchste diagnostische Sensitivität.

Synonyme

Reisediarrhoe

Material

1-2 Löffelchen Stuhl (haselnussgross) in Stuhlröhrchen mit Transportmedium (Nr. 41a).

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C

7 d

Methode

PCR (MM)

Hersteller

bioMérieux

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

133.0 / 53.0 Total: 186.0

Position

3426.00 / 3428.10

Enterovirus, KBR

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Komplement Bindungs Reaktion (Methode nicht akkreditiert)

Referenzbereich

< 32 Titer

Tarifpunkte (TP)

23 / 3050.00

Enterozyten Ak (IgA/IgG)

Enterozyten Ak gelten als Marker der autoimmunen Enteropathie und werden in über 50% bei Patienten mit idiopathischer protrahierter Diarrhoe gefunden. Bei erfolgreicher immmunsuppresiver Thearpie sinken die Antikörpertiter.

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25 °C 2 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f17)

Tarifpunkte (TP)

52.0 (1x pro Immunglobulin)

Position

1192.00

Enzephalitis Ak (Profil)

Es werden die Antikörper gegen NMDA-Rezeptor, GABAB-Rezeptor, DPPX, AMPA-Rezeptor 1/2, LGI1 und CASPR2 nachgewiesen.

Synonyme

Enzaphalitismosaik, Enzephalitisscreen

  • NMDA = N-Methyl-D-Aspartat; Glutamat-Rezeptor Typ NMDA
  • GABAB-Rezeptor Ak = Gamma-Amino-Buttersäure-Rezeptor
  • DPPX = Dipeptidyl aminopeptidase-like protein 6
  • AMPA-Rezeptor 1/2 = a-Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazol-Propionsäure Rezeptor
  • LGI1 = Leucine-rich glioma inactiveted 1
  • CASPR2 = Contactin-assoziiertes Protein 2
Material

1 mL Serum / 1 mL Liquor (nativ)

Zusatzinformation

Assoziierte Krankheitsbilder:

  • NMDA-Rezeptor Ak: Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis
  • GABAB-Rezeptor Ak: limbische Enzephalitis, assoziiert mit dem kleinzelligen Bronchialkarzinom
  • DPPX Ak: limbische Enzephalitis, Status epiliepticus
  • AMPA-Rezeptor 1/2 Ak: limbische Enzephalitis, therapierefraktäre Anfälle, assoziiert mit Thymom und kleinzelliges Bronchialzellkarzinom
  • LGI1 Ak: limbische Enzephalitis, meist kein entzündlicher Liquor, fazio-brachio-dystone Anfälle
  • CASPR2 Ak: limbische ENzephalitis, Morvan Syndrom, neuropathische Schmerzsyndrome
     

Literatur:
Wandinger KP, Leypoldt F, Junker R: Autoantikörper-vermittelte Enzephalitide - Differenzialdiagnose bei Bewusstseinssötrungen unklarer Ätiologie. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 666–73.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 3 w
-20 °C 6 m
Methode

iIF (KI)

Einheit

Titer

Referenzbereich

< 1:10 Titer

Fremdleistung

Wird im Unterauftrag durchgeführt (f25)

Tarifpunkte (TP)

2x 87.0 / 4 x 67.0 / Total: 442.0

Position

1194.00 / 1195.00

Eosinophiles Cationisches Protein (ECP)

Indikation:
Ausmass der Entzündungsaktivität bei Asthma
Monitoring der therapeutischen Massnahmen bei Asthma
Krankheitsaktivität und Therapie-Verlaufskontrolle bei atopischer Dermatitis

Bitte beachten Sie, dass keine Nachträge möglich sind

Material

1 ml Serum

Bevorzug sind Plastik-Röhrchen Greiner Vacuette oder Sarstedt S-Monovette zu verwenden

Zusatzinformation

Venöse Blutentnahme in ein Trenn-Gelröhrchen abnehmen. Wichtig: Das Röhrchen ganz füllen, danach 5-mal vorsichtig kippen.
Die Probe exakt 60min bei Raumtemp. (20-24°C) gerinnen lassen. Um reproduzierbare Resultate zu erzielen, soll die Gerinnungszeit eingehalten werden und die Temperatur konstant sein
Die Probe während 10min bei 1000 - 1300 x g und Raumtemp. zentrifugieren
Das Serum spätestens nach 1h in ein Serum Röhrchen überführen.
 

Stabilität
Stabilität (Serum)
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 5 d
-20 °C 6 m
Methode

FEIA

Hersteller

Phadia (ThermoFisher Scientific)

Einheit

µg/l

Referenzbereich

<13.3 µg/l

Tarifpunkte (TP)

44.0

Position

1278.00

Epstein-Barr Virus (EBV) Ak

EBV ist ein Herpesvirus welches über Körperflüssigkeiten, besonders über Speichel (Kissing Disease), übertragen werden kann. Die Inkubationszeit beträgt 1-2 Monate bevor Symptome wie Müdigkeit, Fieber, entzündeter Hals, geschwollene Lymphknoten, geschwollene Leber, Ausschlag, etc. auftreten. Im Kindesalter verläuft die Infektion häufig symptomlos.

Synonyme

Pfeiffersches Drüsenfieber, Mononukleose, Humanes-Herpesvirus-4, HHV-4

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Es werden folgende Antikörper nachgewiesen:
EBV-VCA IgM
EBV-VCA IgG
EBV-EBNA-1 IgG

VCA IgM treten häufig bereits in der Frühphase der Infektion auf, VCA IgG werden erst nach auftreten der klinischen Symptome gebildet. Das EBNA-1 IgG ist ein Spätmarker und wird erst ca. 3-6 Monate nach Infektion gebildet. In ca. 5% der Patienten bleibt die Bildung der EBNA-1 aus.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

CMIA (KI)

Hersteller

Abbott

Einheit

Index

Referenzbereich

< 1.0 Index

Tarifpunkte (TP)

33.0 / 42.0 / 42.0 / Total: 117.0

Position

3026.00 / 3025.00 / 3037.00

Epstein-Barr Virus (EBV) IgG, Immunoblot

Mit dem Immunoblot können folgende Antikörper nachgewiesen werden:
IgG gegen Early Antigen
IgG gegen EBNA-1
IgG gegen VCA p23
IgG gegen VCA p18
IgG gegen IEA BZLF1

Synonyme

Pfeiffersches Drüsenfieber, Mononukleose, Humanes-Herpesvirus-4, HHV-4

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Der Immunoblot dient der Klärung unklarer Resultate im Suchtest.

Bei Patienten welche kein EBNA-1 IgG bildern, kann häufig mittels Immunoblot ein alternativer Spätmarker (VCA p18 IgG) nachgewiesen werden.

Stabilität
18 - 25 °C 1 d
2 - 8 °C 2 w
-20 °C 6 m
Methode

Immunoblot (KI)

Hersteller

Mikrogen

Referenzbereich

negativ

Tarifpunkte (TP)

66.0

Position

3038.00

Ersttrimester-Test (1.TT, ETT, 1TT)

Pränatal-Screening im 1. Trimester der Schwangerschaft zur Risikoabschätzung der chromosomalen Störungen Trisomie 13, Trisomie 18 und Trisomie 21. Die Durchführung ist möglich zwischen SSW 11+0 bis 13+6 (i.e., bei einer fötalen SSL von 45-84 mm). Dabei wird aus mütterlichem Serum die Biomarker pregnancy-associated plasma protein-A (PAPP-A) und freies beta-hCG bestimmt.  Die anschliessende Risikoberechnung erfolgt gemäss Algorithmen der FMF Deutschland (Fast Screen Pre I Plus) oder FMF London (PRISCA) mit Angaben zum Ultraschall (pro Fetus SSL und NT) und weiteren mütterlichen Angaben wie Alter, Gewicht, Ethnizität, Diabetes-Status, sowie Raucher-Status.

Siehe Algorithmus zur pränatalen Abklärung bei spontan eingetretener Einlingsschwangerschaft im Expertenbrief der SGGG Nr. 52.

Der 1.TT wird gemäss den Richtlinien „Ersttrimester-Screening der Swiss Study Group 1st Trimester Testing (CH-1TT)“, Version 3.2 vom 16. Mai 2019 (http://www.bag.admin.ch/ref) durchgeführt.

Eine Bestimmung der Serumbiomarker PAPP-A und Beta-hCG ist auch ohne Risikoberechnung möglich (Separat anwählbar auf ETT Formular).

Das Präeklampsie-Screening im Rahmen des ETT siehe Eintrag: Präeklampsie-Screening (1. Trimester)

Synonyme

Ersttrimester-Screening, 1TT, 1.TT, ETT

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Die Serum-Blutprobe direkt nach der Gerinnung zentrifugieren und das Serum abgiessen und am besten gekühlt ins Labor einsenden. Bei Versand >24h sollte die Probe gefroren verschickt werden.

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 12 h
2-8 °C: 24 h
-20 °C: 6 m
Methode

Messung: TRACE (Beta-hCG frei, PAPP-A)
Berechnung: Fast Screen pre I Plus (Thermo Fisher) oder PRISCA (Siemens Healthineers/Typolog)

Hersteller

Thermo Fisher

Tarifpunkte (TP)

1.TT mit informatischer Auswertung und Risikoberechnung: 160.0

1.TT ohne informatische Auswertung und Risikoberechnung: 80.0

Position

1.TT mit informatischer Auswertung und Risikoberechnung: 6700.90

1.TT ohne informatische Auswertung und Risikoberechnung: 6701.90

Erythropoietin

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum 1 Tag im Kühlschrank haltbar
Längere Lagerung tiefgefroren möglich

Methode

Chemielumineszenz Immuno Assay / f12

Referenzbereich

4.3- 29.0 U/l

Tarifpunkte (TP)

68 / 1279.00

Erythrozyten, Liquor

Stabilität

1 - 2 ml Liquor
Röhrchen Nr. 22, 42 od. 44
Material sollte innerhalb 2 h im Labor eintreffen

Methode

Zellcounter

Referenzbereich

0 - 4 M/l

Tarifpunkte (TP)

4 / 1297.00

Escitalopram (inkl. Desmethylescitalopram)

Synonyme

Cipralex, Escitax

Material

1 mL Serum

Zusatzinformation

Blutentnahme vor Einnahme der nächsten Dosis (Talspiegel) im steady state (4-5 Halbwertszeiten).

Stabilität
Stabilität (Serum)  
18-25 °C: 1 d
2-8 °C: 7 d
-20 °C: 6 m

 

Methode

LC-MS/MS (KC)

Hersteller

Chromsystems

Einheit

nmol/L

Referenzbereich
Referenzwert Bereich Einheit
Therapeutischer Bereich: 46-247 nmol/L
Toxischer Bereich: > 493 nmol/L

Metabolischer Quotient:

0.3-1.0  

Quelle: Gemäss den AGNP Richtlinien: Hiemke et al. Pharmacopsychiatry 2018; 51: 9–62.

 

Tarifpunkte (TP)

140.0

Position

1065.00

Estradiol

Östrogene sind verantwortlich für die Entwicklung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale. Zusammen mit den Gestagenen steuern sie alle wesentlichen Vorgänge der Reproduktion der Frau.

Die Östrogensekretion erfolgt während des menstruellen Zyklus biphasisch. Die Estradiolbestimmung findet klinische Anwendung in Abklärung von Fertilitätsstörungen im Bereich der Achse Hypothalamus‑Hypophyse‑Gonaden, bei Gynäkomastie, bei Östrogen‑produzierenden Ovarial und Hodentumoren sowie bei Hyperplasien der Nebennierenrinde. Weitere klinische Indikationen sind die Überwachung von Fertilitätstherapien und die Bestimmung des Ovulationszeitpunktes im Rahmen der In‑vitro-Fertilisation (IVF).

Synonyme

Oestradiol , E2

Material

1 mL Serum

Stabilität
18 - 25°C 24h
2 - 8°C 2d
-20°C 6m

 

Methode

ECLIA (KC)

Hersteller

Roche

Einheit

pmol/L

Referenzbereich
Frauen pmol/L
Follikelphase 45 - 854
Ovulation 151 - 1461
Lutealphase 82 - 1251
Postmenopause <505
Männer 95 - 223
Tarifpunkte (TP)

19.3

Position

1307.0

Ethosuximide (Suxinutin)

Stabilität

1 ml Serum
Als Serum mindestens 4 Tage im Kühlschrank haltbar

Methode

Liquid ChromatographyMasspectrometry / f19

Referenzbereich

283 - 708 µmol/l

Tarifpunkte (TP)

140 / 1069.00

Ethylglucuronid (Urin)

Ethylglucuronid (EtG) ist ein direkter Metabolit von Ethanol, das durch die enzymatische Verbindung von Ethanol mit Glucuronsäure gebildet wird. Alkohol wird im Urin normalerweise nur einige Stunden nachgewiesen, während EtG mehrere Tage lang nachgewiesen werden kann, selbst wenn der Alkohol vollständig vom Körper abgebaut wurde.

Synonyme

EtG

Material

10 mL Spontanurin

Zusatzinformation

Aus der EtG-Konzentration kann derzeit weder auf die genaue Trinkmenge oder den Trinkzeitpunkt noch auf die Art des konsumierten Getränkes geschlossen werden. Die Bestimmung eignet sich viel mehr zur Beurteilung von Abstinenzbehauptungen oder zur Bestätigung oder Widerlegung eines bestimmten Konsummusters.
In Abhängigkeit von der konsumierten Alkoholmenge kann EtG bis über 80 Stunden lang nachgewiesen werden.

Stabilität

7 Tage bei 2 - 8 °C haltbar

Methode

DRI EIA (KC)

Hersteller

Microgenics

Einheit

ng/mL

Referenzbereich

< 500 ng/mL

Für die Abstinenzkontrolle wird gemäss SCDAT-Guidelines ein Cut-off von 100 ng/mL empfohlen.

Der Screening-Test liefert nur ein vorläufiges Analysenergebnis. Zur Bestätigung des Analysenergebnisses muss eine spezifische Methode (z.B. LC-MS oder GC-MS) herangezogen werden. Diese Bestätigungsanalytik muss aber vom Auftraggeber explizit verlangt werden, da die weiterführende Analytik mit entsprechenden zusätzlichen Kosten verbunden ist.

SCDAT Guidelines

Tarifpunkte (TP)

19.4

Position

1311.10

Everolimus

Synonyme

Afinitor, Certican, Votubia

Material

2 mL EDTA Vollblut

Zusatzinformation

Blutentnahme vor der nächsten Medikamentengabe (Talspiegel).

Stabilität
Stabilität (EDTA Blut)  
18-25 °C: 3 d
2-8 °C: 7 d
-20 °C: 6 m

 

Methode

LC-MS/MS

Einheit

µg/L

Referenzbereich

Der therapeutische Bereich ist abhängig von der Indikation und der Art der Kombinationstherapie.

Typische Talspiegelwerte: 3 - 8 µg/L

Fremdleistung

 

Wird im Unterauftrag durchgeführt

Tarifpunkte (TP)

150.0

Position

1469.00