Hämoglobinopathie-Abklärung (inkl. Thalassämie) - Bestätigung (genetischer Test)

Hämoglobinopathien sind Erkrankungen infolge einer gestörten Bildung von Hämoglobin. Thalassämien sind durch Mutationen in den verschiedenen Globingenen bedingt, die zu einer reduzierten Synthese einer oder mehrerer normaler Globinketten führen. Die häufigsten und klinisch bedeutsamsten Thalassämien sind α- und β-Thalassämie. Anomale Hämoglobine entstehen durch Mutationen, die zu Strukturdefekten und damit zur Produktion abnormer Globinketten führen. Zu den häufigsten anomalen Hämoglobinen zählen HbS, HbC und HbE.

Die Stufendiagnostik umfasst zunächst biochemische Analysen gemäss Hämoglobinopathie-Abklärung (Screening).

Bei auffälligem Screeningsresultat weiterführende molekulargenetische Untersuchung erforderlich. Hierzu benötigen wir eine vom Patienten unterschriebene Einverständniserklärung zur genetischen Untersuchung. Vorab sollte die Kostenübernahme der genetischen Analyse durch die Krankenkasse geklärt werden.

Synonyme

Sichelzellanämie, Thalassämie, alpha-Gene, HBA, beta-Gene, HBB, a-Gene, b-Gene

Zusatzinformation

Zyto- oder molekulargenetische Untersuchungen dürfen nur durchgeführt werden, wenn die betroffene Person ausreichend über die medizinische Konsequenz informiert wurde und der Untersuchung zugestimmt hat. Eine ausgefüllte Einverständnis-Erklärung für genetische Untersuchungen ist zwingend erforderlich. Bitte lesen die dazu auch unsere Information zu zyto- und molekulargenetischen Untersuchungen (siehe Downloads).

Informationen

Material

EDTA-Vollblut

Position

6203.55 / 6203.56 / 6008.09 / 6001.03

AB/LIS-Code

Alpha-Gene: nmd_agene

Beta-Gene: nmd_bgene