Auf einen Blick

Viskosität (Plasma / Serum)

Die Plasmaviskosität ist ein Laborwert, der Auskunft über die Zähflüssigkeit (Viskosität) des Blutplasmas gibt. Sie wird mithilfe der Viskosimetrie bestimmt. Den entsprechenden Wert im Blutserum nennt man Serumviskosität, den im Vollblut Blutviskosität.

Die Plasmaviskosität wird fast ausschließlich von den im Plasma gelösten Proteinen (z.B. Immunglobulinen) bestimmt. Die Beziehung ist allerdings nicht linear, d.h. dass erst eine deutliche Erhöhung der Plasmaproteinkonzentration zu einer klinisch relevanten Steigerung der Viskosität führt.

"Plasmaviskosität" und "Serumviskosität" werden in der klinischen Alltagssprache häufig synonym verwendet. Da Plasma im Gegensatz zu Serum Fibrinogen enthält, das ebenfalls die Viskosität beeinflusst, sind die Werte jedoch nicht identisch. Die Plasmaviskosität liegt etwa 20% höher als die Serumviskosität.

Indikation:

Synonyme

Plasmaviskosität, Serumviskosität

Methode

RVM: Rotationsviskosimeter

Einheit

mPa.s (cP)

Referenzbereich

Plasma: 1.20-1.90 mPa·s (cP)

Serum: 1.10-1.70 mPa·s (cP)

Partnerlabor

Labor Limbach

Informationen

Mindestmenge (Volumen)

Plasma: 2 mL

Serum: 1 mL

Material

EDTA-Plasma

Alternativmaterial: Serum

Stabilität
18 - 25 °C 24 h
2 - 8 °C 14 d
-20 °C 1 m
Taxpunkte (TP)

22.5

Position

1746.00

AB/LIS-Code

Plasma: viskpl

Serum: visk